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Miyasaka Akako [Chu-Nin] [Konoha-Gakure]

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Miyasaka Akako [Chu-Nin] [Konoha-Gakure]

Beitrag  Akako Miyasaka am Mo 27 Aug - 2:01

Charakterschablone

Charakterbild:
Spoiler:
Motto des Charakters:'So spielt das Leben'

Allgemeine Informationen

Name: Miyasaka
Vorname: Akako
Alter: 18
Blutgruppe: A positiv
Rang: Chu-Nin
Geburtsort: Konoha-Gakure
Wohnort: Konoha-Gakure
Besonderheiten: -


Äußerlichkeiten

Größe: 1, 65 m
Gewicht: 58 kg
Statur: Akako ist etwas kleiner, hat eine sehr schmale Taille und auch sehr schmale Gelenke, dabei allerdings ein etwas breiteres Kreuz. Ihre Rundungen sind gut ausgeprägt und man erkennt folglich, dass es sich bei ihr um eine Frau handelt.
Aussehen & Kleidung:Nicht nur vom Charakter, sondern auch vom Aussehen her ist die junge Kunoichi ein Fall für sich. Ihre Haare hat sie in zwei Farben unterteilt. Schwarz auf der rechten Seite und Rot auf der linken. Ihre Haare sind glatt und reichen bis zu ihren Schulterblättern. Den Pony hat sie leicht schräg über ihr linkes Auge gelegt, welches die Farbe blau hat. Ihr rechtes hingegen wirkt eher grün. Obwohl beide Irden unterschiedlich aussehen, umrandet sie Beide mit schwarzem Kajal und Lidschatten. Weiter ist nicht ungewöhnliches an ihrem Gesicht zu bemerken, abgesehen von ihren vollen Lippen, die einen gesunden, natürlichen Rotton haben und die Piercings, mit denen sie ihre Unterlippe ziert. Einen Ring in der Mitte, zwei Stecker jeweils links und rechts. Auch in ihren Ohren hat sie mehrere Piercings, sowohl Ringe, als auch Nieten und Kreuze, je nachdem worauf sie Lust hat. Auf Schmuck verzichtet die junge Frau sowieso selten. Ob es nun Nietenarmbänder, Lederbänder oder Kreuzketten sind – irgendetwas davon trägt sie immer. Passend dazu wählt die Kunoichi Kleidung die entweder schwarz oder Rot ist, oft mit Schnallen und Ketten verziert (mal abgesehen von ihrer Unterwäsche, wobei sie schwarze Spitze bevorzugt). Das kann von einem Rock mit einer Corsage hin bis zu einer Bondage-Hose und einem zerfetzten Shirt reichen. Meist trägt sie dabei Kleidung, die ihre Kurven betonen und sie nicht zu klein wirken lassen, da der Rotschopf gerade mal 1,65 m groß ist, trägt sie auch oft Schuhe, die sie etwas größer erscheinen lassen. Dabei bevorzugt sie Stiefel. Ihre Kleiderwahl lässt sich selten von Jahreszeiten beeinflussen, doch im Winter trifft man sie eher mit Mantel an, wobei sie im Sommer, wenn überhaupt, eine Kaputzenjacke trägt. Mit der Farbwahl ihrer Kleider unterstreicht sie gerne ihre blasse Haut, die sie pflegt und dafür sorgt, sie nicht all zu oft und zu lange der Sonne auszusetzen. Nicht, dass die Kunoichi von Natur aus nicht braun wird, es dauert nur etwas länger und wenn doch, wird die Bräune oft von einem netten Sonnenbrand begleitet. Tattoos hatte die junge Frau noch keine, obwohl sie schon lange überlegt, sich welche zuzulegen.



Charaktereigenschaften

Persönlichkeit & Auftreten:Der Charakter der jungen Frau ist manchmal schwer in Worte zu fassen. Wie jeder Mensch hat sie ihre guten und schlechten Tage, verhält sich gegenüber Fremden und Freunden unterschiedlich. Dann spielen von Faktoren wie Wetter, Essen und Schlafmangel eine Rolle, die das Auftreten der Rothaarigen beeinflussen.
Wenn sie mal einen guten Tag hat, ist sie freundlich gegenüber anderen, doch recht hilfsbereit und offen. Lachen tut sie sehr oft, ist von Natur aus doch ein fröhlicher Mensch und ist in solchen Situationen zu fast allem bereit und unternehmungslustig. Erwischt man sie allerdings auf dem falschen Fuß, kann es durchaus vorkommen, dass sie mürrisch und kalt ist. Oft fängt sie dann an, demjenigen mit Sarkasmus und Beleidigungen entgegen zu treten. Es stört sie auch nicht, ihre Meinung unverblümt Kund zu tun, egal ob sie verletzend ist oder nicht. Je nachdem, mit wem sie unterwegs ist, ist sie in so einem Fall gesprächig oder nicht. Oft zieht sie sich lieber zurück. Leute die ihr komisch vorkommen, haben es schwer sich ihr Vertrauen zu erschleichen, da sie sehr distanziert und manchmal auch recht gemein ist. Ist es aber so, dass man sie als Freundin gewonnen hat, gibt sie einen selten auf und hängt an demjenigen, selbst, wenn dieser Abstand sucht.
Wirklich wütend wird sie nur wenn sie alleine ist, oft kompensiert sie diese Gefühle mit Musik und versucht sich zu beruhigen, was in den meisten Fällen auch gelingt. Traurig hingegen wird sie recht oft, vorallem, was Menschen betrifft die sie gerne hat. Zu leicht lässt sie sich verletzen, wenn ihr Jemand nahe ist und sie sich an denjenigen gewöhnt hat. So kann es vorkommen, dass die Abwesenheit von Jemanden, der ansonsten immer bei ihr war, sie in Depressionen stürzen kann. Für eine Weile jedenfalls. In solchen Fällen liegt der Rotschopf nur rum und wartet auf ein Zeichen.
Grundsätzlich ist sie anderen gegenüber offen, es sei denn, das Auftreten des Gegenübers erweckt ihr Misstrauen oder ist missbilligend. Anstatt Streit zu suchen, geht sie denjenigen oft aus dem Weg. Kommt es zu Konfrontationen ist sie in erster Linie kühl, allerdings bringt sie es dann auch auf den Punkt. Zu Gewalt greift sie selten, da sie von Natur aus Pazifistin ist und deshalb wohl auch den falschen Beruf gewählt hat.
Träume: Wirkliche Träume die das Mädchen antreiben hat sie nicht. Es sind mehr Existenzängste, die sie dazu bewegen, eine gute Karriere hinzulegen.
Ängste: Zu ihren Ängsten zählt, wie schon erwähnt, nicht fähig zu sein sich selbst zu ernähren und eine Existenz aufzubauen Aus solchen gründen tendiert sie manchmal zum Workaholic, wobei ihre Faulheit dann doch wieder siegt. Zum einen wäre da noch Feuer. Sie hat panische Angst in die Nähe von Flammen zu kommen und hasst es, wenn man ihr aus Spaß ein Feuerzeug ins Gesicht hält.
Interessen: Kunst und Musik interessieren sie, ansonsten hat sie noch eine Vorliebe für Katzen. Der Rest wird eher nebenbei erledigt und zählt nicht als Interesse.


Kampfeigenschaften

Kampfstil: Oft greift die junge Frau auf die Dunkelheit und ihr Bluterbe zurück, greift aus dem Hinterhalt an. Dabei bevorzugt sie es, alleine zu agieren und schnell zu sein, den Gegner auf einfachste Weise auszuschalten. Sei es ein Schlag auf den Hinterkopf, eine Falle, Betäubung oder simples Morden durch einen gezielten Schnitt durch die Kehle. Meistens bevorzugt sie es aber, den Gegner auszuschalten, indem sie ihn bewusstlos schlägt. Im großen und ganzen wirkt die Kunoichi doch recht feige, tritt Jemanden ungern im offenen Kampf gegenüber. Muss sie dies allerdings tun, zeigt sie keine Angst und greift aus der Distanz an.
Elementaffinität:Fuuton
Stärken: Die Stärken der jungen Kunoichi liegen eindeutig im Hinterhalt und im Einbruch. Ihr Bluterbe erlaubt es ihr, sich unbemerkt zu bewegen. Zudem hat sie eine besondere Affinität zu Gen-Jutsu, hat es in der letzten Zeit allerdings stark vernachlässigt. Sie sucht sich meist den einfachsten Weg, Jemanden außer Gefecht zu setzen.
Schwächen: Teamarbeit ist nicht das Ding der Miyasaka. Sie bevorzugt alleine zu agieren, damit sie höchstens sich selbst durch Versagen schaden kann. Nahkampf und Tai-Jutsu ist immer so eine Sache bei ihr, sie kommt ihren Gegner ungern nahe. Wenn derjenige dann auch noch eine beachtliche Geschwindigkeit an den Tag legt, zieht sie sich lieber gleich zurück, da sie damit nicht unbedingt umgehen kann. Zudem sollte man erwähnen, dass Katonnutzer ihr gegenüber einen großen Vorteil haben, da sie Angst vor Feuer hat. Ihr Chakramangel ist auch etwa,s was ihr öfters zu schaffen macht.
Besonderheiten: -
Ausrüstung: Kunai, Shuriken, Rauchbomben, Energiemittel, Gift (Betäubung), Erste-Hilfe-Koffer, Schriftrollen (In einer ist ihr Fächer versiegelt), Zwillingsklingen, die sie an ihrem Gürtel trägt (siehe Charakter-Bild)
Besondere Ausrüstung: -


Vorgeschichte

Index:
6 ½ – Akademie
12 – Ge-Nin / Auftreten de sbluterbes
15 - Chu-Nin
17 – Tod der Schwester / Auszug
Geschichte:
Spoiler:
Es war ein Donnerstagabend, als Akako lautes geklopfe an ihrer Tür vernahm. Sie hielt es allerdings nicht für nötig, die Tür zu öffnen oder ein ‚Herein‘ verlauten zu lassen. Sie genoss lieber ihre Musik und hatte dabei den Bleistift in der Hand. Das hinderte ihre Schwester allerdings nicht daran, die Tür trotzdem aufzureißen. „Kannst du die Musik nicht ein bisschen leiser drehen?“ fragte die Blondine den Rotschopf. Diese hob nur langsam den Blick und sah das Mädchen unbegeistert an. „Seh ich so aus?“ fragte sie unbeteiligt und wand sich wieder dem Blatt Papier auf ihrem Schoß zu. Die jüngere der beiden Schwestern starrte ihre Schwester einige Sekunden aus ihren grünen Augen an, ehe sie leise brummelte und sich ins Zimmer schlich. Ehe Akako reagieren konnte, hatte die Blondine den Stecker von ihrer Anlage gezogen. Sofort knurrte die Ältere auf, schob das Blatt beiseite und wollte sich auf ihre Schwester stürzen. Einige Augenblicke später hörte man nur noch Lärm vom oberen Stockwerk, woraufhin der Mann im Hause die Stirn kraus zog und die Zeitung bei Seite legte. Weder er noch seine Frau waren gerade besonders begeistert von der Situation. Seitdem ihre Älteste sich für den Weg eines Shinobis entschieden hatte, lagen Spannungen in der Luft. Die größte Befürchtung der Eltern dabei war, dass die Jüngere ihrem Vorbild nacheifern könnte. Auch wenn andere Eltern normalerweise hoch gingen, um den Streit der Kinder zu unterbinden, hielten die Beiden nicht viel davon. Irgendwann würde es schon wieder Ruhe geben. So war es immer. Damals war es so gewesen.
Das alles änderte sich nach einigen Jahren, als die älteste der beiden Schwestern 14 war. Sora erkrankte an einer seltenen Krankheit und man diagnostizierte ihr, dass sie nur noch wenige Jahre hätte. Höchstens 5. Ab da an änderte sich viel. Akako ging sanfter mit ihrer Schwester um, und verbrachte mehr Zeit mit ihr. Auch ihr Training und ihre Freunde litten darunter, da sie dafür keine Zeit mehr aufopferte. Die ersten Monate ging es Sora gut, sie hatte keine Beschwerden.
Eines Abends fragte die Blondine ihre Schwester, ob sie mit ihr in den Park ging. „Bist du dir sicher?“ fragte sie Rothaarige, hob die Augenbraue und musterte ihre Schwester. Sie war blass und sah zerbrechlich aus. „Das könnte deinen Zustand verschlechtern…“ bemerkte sie und legte ihr Buch bei Seite, stand auf und trat zu dem kleinen Mädchen, dass ihre Schwester sanft anlächelte. „Bitte.. ich war so lange nicht mehr dort..“ jammerte die Kleine, woraufhin Akako nachgab. Sie ging mit ihr in den Park. Die Sonne schien und die Luft war angenehm warm. Als es allerdings anfing zu dämmern, richtete Akako sich auf. „Wir sollten los..“ bemerkte sie und streckte sich. Die frische Luft hatte ihrer Schwester anfänglich gut getan, doch es begann kalt zu werden und Akako wollte kein Risiko eingehen. Fragend sah Sora auf. „Wieso?“ fragte sie leise und lächelte. „Du bist doch auch immer nach Sonnenuntergang draußen?“. Das stimmte. Nachts trieb der Rotschopf sich oft draußen rum, allerdings hatte sie nicht gewusst, dass ihre Schwester etwas davon gewusst hatte. „Ja, aber…“ druckste der Rotschopf rum. „Du bist nicht krank. Das wolltest du sagen…“ beendete Sora den Satz für die Rothaarige. Diese schwieg daraufhin und ging schon mal vor. Als nach einigen Metern keine Schritte ertönten, drehte sie sich fragend um. Sora saß immer noch auf der Bank, den Kopf gesenkt, regungslos und erschlafft. „Sora?“ fragte Akako leise und trat wieder auf sie zu. Sie hockte sich zu dem Mädchen runter und legte ihre Hand auf ihre Schulter. „Hey…Sora?“ wiederholte sie fragend, doch ihre Schwester gab keine Antwort. Sofort bekam Akako Panik, fühlte den Puls. Er war da, etwas unregelmäßiger und schwächer als sonst, aber da. Ein wenig besorgt, doch irgendwo erleichtert hockte sich die Rothaarige vor das Mädchen und verfrachtete sie auf ihren Rücken, trug sie Heim. Zu Hause gab es erstmal Ärger von ihren Eltern, die natürlich um die Blondine besorgt waren, doch das ließ den Rotschopf kalt. Seitdem es Sora schlechter ging, hatte sich ihre Verhältnis zu den Eltern der Beiden extrem verschlechtert. Akako entfernte sich immer mehr von den Beiden und zog sich mehr zurück. Nur mit ihrer Schwester hatte sie noch Kontakt. Nach diesem Vorfall ging die Rothaarige noch vorsichtiger mit ihrer Schwester um, als sowieso schon.
Soras Zustand verschlechterte sich stetig, so dass es ihr irgendwann nicht mehr möglich war, sich ohne Hilfe fortzubewegen. So saß sie bald im Rollstuhl. Das hinderte sie allerdings nicht daran, raus zu wollen. So schob die Rothaarige öfters den Rollstuhl durch den Park, an den See, durchs Dorf. So ging es einige Jahre weiter, bis es Winter wurde. Kurz nach Akakos 17ten öffnete sie die Zimmertür der Blondine und trat leise ein. Heute war Neujahr, und sie wollte mit dem Mädchen das Feuerwerk ansehen. Lautlos trat sie an das Bett und hockte sich zu der Kleinen. „Morgen.“ Begrüßte sie das Mädchen und wartete auf die Antwort. Doch es kam keine. Regungslos lag das Mädchen da, die Augen geschlossen. „Sora?“ fragte Akako und legte ihre Hand auf die Schulter des Mädchens. Ihre Haut war eiskalt. Sofort läuteten ihre inneren Alarmglocken. „Sora?!“ wiederholte sie und schüttelte das Mädchen, kniff sie in den Arm, ehe sie den Puls und die Atmung überprüfte. Nichts davon war da. Sora war tot. Fassungslos sank der Rotschopf vor dem Bett des Mädchens auf die Knie. Noch vor wenigen Tagen ging es ihrer kleinen Schwester prächtig. Man dachte sogar, dass sie auf dem Weg der Besserung sei. „Das…das kann nicht sein..“ murmelte die nun einzige Tochter, als ihr brennend die Tränen in die Augen stiegen. „Wir wollten uns doch das Feuerwerk ansehen..“. Es dauerte eine Weile, bis ihre Eltern das Schluchzen vernahmen und hoch kamen. Sie fanden den Rotschopf völlig fertig am Bett kniend, die Hand ihrer toten Schwester haltend. „Akako? Was..ist passiert?“ fragte ihr Vater, ehe er zu ihnen ans Bett trat und ebenfalls den Puls des Mädchens fühlte. Akakos Mutter hatte sofort verstanden und begriffen, war ebenso den Tränen nahe. Nachdem ihr Vater den Tod seiner Tochter festgestellt hatte, wollte er den Rotschopf von dem toten Mädchen weg ziehen. „Fass mich nicht an!“ schrie diese allerdings und schlug seine Hand weg, als er sie anfassen wollte. Ihre Hände schlossen sich fester um die, ihrer toten Schwester, ihr Schluchzen wurde stärker und sie starrte mit geweiteten Augen vor sich hin. Ihr Vater musste sie am Oberkörper packen und von ihrer Schwester weg ziehen, damit er sie überhaupt noch von ihr fort bekam. Allerdings war der Rotschopf nicht zu beruhigen. „Lass mich los! Ihr Beide! Ihr seit daran schuld!“ jammerte das Mädchen, krallte ihre Fingernägel in den Unterarm ihres Vaters, so dass er sie aus Reflex los lies. Fassungslos sah ihre Mutter sie an, ohne Recht die Worte zu finden. „Ihr habt euch von ihr entfernt, aus Angst! Damit ihr nicht verletzt werdet! Ihr seid schlechte Eltern! Ihr habt ihr weh getan, und nun ist sie tot!“. Ehe ihre Eltern etwas erwidern konnten, war das Mädchen schon zur Tür raus gewesen.
Neujahr verbrachte Akako irgendwo alleine, wo sie ungestört war, in Gedanken an ihre Schwester. Auch die nächsten Tage lies sie sich zu Hause nicht blicken, wandelte durchs Dorf und versuchte einen klaren Kopf zu bekommen. Es gelang ihr nicht. Auch zur Beerdigung ihrer Schwester hin ging es ihr nicht besser. Von weitem beobachtete sie das ganze, wie der Sarg hinab gelassen wurde, die Leute ihre Trauer ausdrückten. Niemand trauerte so stark wie sie, sie waren Heuchler, die nie für Sora da gewesen waren. Sie verdienten es nicht, an ihrem Grab zu stehen. Akako selbst hatte nicht die Kraft, sich das anzusehen. Sie wollte sich nicht verabschieden. Sie wollte es einfach nicht wahr haben.
Seitdem entfernte sie sich immer mehr von ihren Eltern, zog schnell aus und lies die Beiden allein. Selten bis nie besuchte sie ihre Familie, mied den Friedhof so gut es ging. Sie versuchte damit abzuschließen, doch glaubte oft, das Lachen ihrer Schwester zu hören, oder dachte, sie stünde um der nächsten Ecke. Um diese Eindrücke zu unterbinden war Akako oft weg, selten schlief sie und versuchte auch so wenig wie möglich zu Hause zu sein. Die Stille überbrückte sie mit Musik, die sie oft Stunden lang viel zu laut hörte. Missionen lenkten sie meistens ab, doch auch vor welchen im Team drückte sie sich, da sie Kontakt zu anderen mied. Der Rotschopf hatte eine unerklärliche Wut ins sich. Auf sich, ihre Eltern die Welt und vor allem auf Sora, die es wagte, einfach so zu sterben.
Schreibprobe:
Etwas erschrocken fuhr der Rotschopf hoch, als sie ein lautes Klirren in der Küche vernahm. Genervt gab sie ein murren von sich, schlug ihre Decke zurück und richtete sich auf, verließ ihr Schlafzimmer. Sie tapste durch den kleinen Flur in die Küche, lies ihren Blick über den Raum schweifen und blieb an einigen Scherben auf dem Boden hängen. Das war einmal eine Tasse gewesen. Unbegeistert suchten ihre Augen ihre Katze, ehe sie einfach nur seufzte und sich hin hockte, die Scherben mit der Hand aufsammelte. Ganz wach war die junge Frau noch nicht, das änderte sich allerdings, als sie sich aus versehen in die Handfläche Schnitt. „Fuck..!“ knurrte sie auf und sah sich den Schnitt an, richtete sich auf und warf die Überreste des Geschirrs in den Mülleimer. Das Blut wusch sie schnell in der Spüle ab. Hinter sich vernahm die Kunoichi das zufriedene Miauen ihrer Katze, was ihr ein resigniertes Seufzen entlockte. Langsam wand sie sich dem Tier zu, streichelte es auch noch, als würde sie die Katze für ihre Untat belohnen. Tatsächlich tat sie das, denn das Tier bekam, wonach es verlangte: Fressen. Akako konnte ihre über alles geliebte Katze doch nicht hungern lassen. Noch einmal sah sie zu dem Tisch, von dem die Tasse auf bestialische Weise gestürzt wurde, ehe sie sich wieder Richtung Schlafzimmer begab. Dort angekommen öffnete sie den Schrank und suchte sich Klamotten raus, damit sie sich endlich von der Boxershorts und dem roten Shirt, welches sie zum schlafen trug, befreien konnte und einen neuen, erfolglosen und sinnlosen Tag starten konnte. Da freute man sich doch schon, denn im Kühlschrank hatte sie auch nichts mehr stehen. Das hieß, sie durfte auch noch in die völlig überfüllte Einkaufspassage, um Lebensmittel zu besorgen. Es wurde immer besser.

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