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Schreibguide

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Schreibguide

Beitrag  Mitsu am Di 9 Aug - 10:24



Leitfaden zur Schreibkunst
oder auch der, "Wie trete ich all den Idioten mit ihren großen Posts in den Arsch? - Guide"


Allgemeine Beschreibung --> Worum geht es?

Spoiler:
Im folgenden will ich euch ein bisschen über das Schreiben von Texten und das Rp an sich erzählen. Da wir hier ein Rp-Forum sind. liegt unser Schwerpunkt freilich auch auf diesem Bereich und wir sind ebenso stolz darauf einige fähige Leute unter uns zu haben. Der folgende Leitfaden soll dazu dienen Anfängern einen leichteren Start ins Rpg zu ermöglichen, sodass sie auch einmal einige Schritte machen können. Dies soll Einsteigern helfen ihren eigenen Stil zu finden und auf eigene Fertigkeiten bauen zu können, ohne stets von anderen Usern und deren Ideen abhängig zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass der folgende Guide einzig und allein dazu dient alleine zu posten. Ganz im Gegenteil, vielmehr hilft er auch die Interaktion miteinander zu verbessern und die verschiedenen Personen unabhängiger vom Beitragsinhalt des jeweils anderen zu machen. Wie dir bestimmt auffallen wird, schreiben die verschiedenen Nutzer auf vollkommen unterschiedlichen Levels. Dies kann sowohl mit ihrer Erfahrung, als auch mit einfachem Talent zusammenhängen. Um auch dir einen guten Einstieg zu ermöglichen werde ich im folgenden die Grundzüge des guten Schreibens erläutern.



Die ersten Schritte zum eigenen Stil --> Beginn des Schreibens

Spoiler:
Ein jeder von uns fängt einmal klein an. Ganz in diesem Sinne fange ich nun einmal ganz klein an, so wie ein jeder einmal zu posten beginnt. Bekannt sind diese Posts gerne unter dem Stichwort 'Einzeiler' und werden vor allem von all jenen geschrieben, denen die Erfahrung für längere Texte fehlt. Sie sind stets der Grundbaustein, auf dem ein jeder Post aufbaut, denn sie bestehen aus einer Idee, oder doch zumindest einer grundlegenden Handlung ohne jeden Schmuck.

Keiji ging die Straße entlang. Er sah sich um und legte sich schließlich auf eine Wiese.

Ziemlich langweilig und monoton oder? Nun überlegen wir einmal wie wir dem Text mehr Konsistenz und Reiz verleihen können, denn er mag schnell zu lesen sein, aber wirklich einladend ist er noch lange nicht. Daher wollen wir uns nun an einem der einfachsten und ältesten Mittel versuchen, mit denen man einen Post aufwerten kann, den berühmten Adjektiven. Bereits in der Grundschule wurden sie uns als Eigenschaftswörter, oder auch Wie-Wörter, vorgestellt. Sie gehören zu einem der absoluten Grundbausteine einer jeden Schreibkunst und sind daher selbst für erfahrene Schreiber unerlässlich. Alleine machen sie noch keinen guten Text, aber sie sind schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung.

Gemütlich ging Keiji die staubige Straße entlang. Umsichtig wie er war, sah er sich lange um und legte sich schließlich auf eine naheliegende Wiese.

An diesem Punkt muss ich ehrlich gestehen, dass der Text kaum gewachsen und ebenso noch Meilen von Perfektion entfernt, doch er ist zumindest in einem Zustand, dass man ihn lesen kann ohne einzuschlafen. Der nächste Schritt ist das Hinzufügen von etwas Hintergrund. Dies ist im Grunde ganz einfach. Du überlegst dir wie es dazu gekommen ist, dass dein Charakter ist, wo er denn eben ist und umschreibst das ganze mit einigen schönen Worten. Dabei solltest du dieses neue Wissen über Adjektive jedoch auch möglichst gut einbauen, um den Text weiterhin ansprechend zu gestalten. Einigen Personen hilft es auch etwas über die Intentionen, die Ziele, ihrer Charaktere zu schreiben, um dem Fortgang mehr Tiefe zu verleihen.


Der steinige Weg zum Rollenspieler --> Ausbau der Grundlage

Spoiler:
Gemächlich ging Keiji die staubige Straße entlang. Es war wirklich ein schöner, sonniger Tag und der Himmel war fast wolkenlos. Nach einiger Zeit des Gehens blickte sich der alte Shinobi nach einer Sitzgelegenheit um. Er war bereits seit mehreren Tagen auf der Reise und hatte sich bisher wenig Rast gegönnt, sodass er der Verlockung von etwas Zerstreuung einfach nicht widerstehen konnte. Nach kurzem Umblicken fand er schließlich auch ein nettes Plätzchen auf einer Wiese.

Schon steht ein kleiner, aber feiner Beitrag für das Rp auf den Beinen. Er mag noch nicht wirklich ausführlich sein und von Schönheit ist er auch noch entfernt, aber es ist ein guter Anfang für einen Neuling. Nun hat er bereits gelernt Adjektive und Hintergrund geschickt zu umschreiben. Eine weitere kleine Neuerung, die ich in diesem Text eingebracht habe ist ein Synonym für den Namen des Charakters. Es ist eine Umschreibung, welche noch mehr von ihm preisgibt und es dir überdies ermöglicht Wortwiederholungen in Form von Namen zu vermeiden. Natürlich könnt ihr euch eine unendlich große Sammlung von beschreibenden Namen für euren Charakter suchen, doch ich rate dir dich auf eine möglichst kleine Zahl von Namen zu beschränken, da du sonst deinen Postpartner nur unnötig verwirren wirst. Im nächsten Schritt ist es nun möglich die Sinne deines Charakters mit einzubeziehen. Bei diesen hast du an sich schon einmal eine recht große Auswahl aus der du dich frei bedienen kannst. Ich beginne in diesem Fall einfach einmal mit dem Sinn des Sehens und dem Gefühl. Dazu führe ich auch seine Kleidung in gewissem Maße mit ein, um ihn nochmals näher zu beschreiben, was eigentlich immer eine gute Idee ist. Tut dies jedoch stets mit Bedacht, denn hierbei handelt es sich um einen Beitrag für ein Rpg und nicht um eine Beschreibung des Aussehens deines Charakters. Wink

Gemächlich ging Keiji die staubige Straße entlang. Mit seinen eisenbeschlagenen Sandalen wirbelte er eine kleiner, aber beständige Staubwolke auf. Der Staub kitzelte seine Nase und hinterließ am Himmel eine Spur, der man wohl auf gut einen Kilometer folgen könnte. Es war wirklich ein schöner, sonniger Tag und der Himmel war fast wolkenlos, wenngleich er für den Geschmack des Nuke recht trocken war. Zugegeben er mochte auch die Feuchtigkeit nicht sonderlich, aber war es denn so schwer einfach ein ausgewogenes Wetter zu haben? Nach einiger Zeit des Gehens blickte sich der alte Shinobi nach einer Sitzgelegenheit um. Er war bereits seit mehreren Tagen auf der Reise und hatte sich bisher wenig Rast gegönnt, sodass er der Verlockung von etwas Zerstreuung einfach nicht widerstehen konnte. Die Erschöpfung saß ihm geradezu in den Knochen, besonders sein linker Knöchel schmerzte unaufhörlich. Nach kurzem Umblicken fand er schließlich auch ein nettes Plätzchen auf einer Wiese, welche über und über mit Blumen übersät war.

Ein weiteres Mal ist unser kleiner Text etwas ausführlicher und vielsagender geworden. Es kam ein weiteres Synonym dazu, welches in diesem Falle die Position des Charakters in der Welt beschreibt und dem Gegenüber damit Aufschluss darüber gibt, wie er sich ihm gegenüber wohl zu verhalten hat. Ebenso habe ich es mir gegönnt ein paar Worte über die persönliche Vorliebe des Charakters, in diesem Falle trockene Gegenden, zu verlieren und ihn dadurch noch stärker in das Geschehen einzubringen. Ab dieser Postlänge solltest du vor allem auf zwei Dinge achten. Grammatik und Rechtschreibung. Leider gibt es viele Menschen, deren Fähigkeiten auf diesen Gebieten im besten Falle als dürftig zu bezeichnen sind. Wenn du zu diesen Menschen gehört, so solltest du dich trotz allem darum bemühen beide Dinge zu erfüllen, selbst wenn das Schreiben eines Beitrages dann mehr Zeit in Anspruch nimmt. Denn denk daran, nur Übung mach den Meister. Der Grund dafür liegt nämlich nicht nur in der Verständlichkeit, sondern auch in der Schönheit des Beitrages, welche ansonsten beide schwer unter deinem Defizit leiden werden. Solltest du dich um beides bemühen, so kannst du davon ausgehen, dass sowohl Forum, als auch Postpartner es dir danken werden. Der folgende Text ist ein kleiner Versuch einmal alle fünf Sinne des Charakters unterzubringen. Es soll nur veranschaulichen wie einfach es ist mit etwas Phantasie ein ansprechendes Szenario zu schaffen, ohne jedoch den Post zu übersättigen.


Der erste eigene Post --> Finden des eigenen Stils

Spoiler:
Gemächlich ging Keiji die staubige Straße entlang. Mit seinen eisenbeschlagenen Sandalen wirbelte er eine kleiner, aber beständige Staubwolke gen Himmel auf. Der Staub kitzelte seine Nase und hinterlies am Himmel eine Spur, der man wohl auf gut einen Kilometer folgen könnte. Es war wirklich ein schöner, sonniger Tag und der Himmel war fast wolkenlos, wenngleich er für den Geschmack des Nuke recht trocken war. Zugegeben er mochte auch die Feuchtigkeit nicht sonderlich, aber war es denn so schwer einfach ein ausgewogenes Wetter zu haben? Nach einiger Zeit des Gehens blickte sich der alte Shinobi nach einer Sitzgelegenheit um. Er war bereits seit mehreren Tagen auf der Reise und hatte sich bisher wenig Rast gegönnt, sodass er der Verlockung von etwas Zerstreuung einfach nicht widerstehen konnte. Die Erschöpfung saß ihm geradezu in den Knochen, besonders sein linker Knöchel schmerzte unaufhörlich. Nach kurzem Umblicken fand er schließlich auch ein nettes Plätzchen auf einer Wiese, welche über und über mit Blumen übersät war. Seine Nase juckte bereits präventiv. Vermutlich wollte sie ihm sagen, dass die Menge an Pollen ihm wohl einige Tage des Schniefens aufhalsen würde. Der alte Mann hingegen ignorierte diese gut gemeinte Warnung und atmete den berauschenden Duft der Blumen ein, welcher dazu beitrug seinen Geist zu erquicken und seine Sinne zu benebeln. Getrübt wurde dieser Moment der Schönheit einzig von einem leicht bitteren Geschmack, welcher sich auf seiner Zunge festzusetzen begann. Gut möglich, dass es sich dabei nur um einen kleinen Vorgeschmack einer dauerhaft laufenden Nase handeln mochte. So vergingen nun also einige Augenblicke des Genießens und der Verstand des Nuke begann langsam aber sicher sich ins Reich der Träume zu verabschieden, doch das Grad kitzelte seine Haut mit solcher Beständigkeit, dass absolute Ruhe ein weit entfernter Traum schien. Doch trotz dieser kleinen Widrigkeit kehrte er im Laufe der Minuten in eine Art Dämmerzustand ein, welcher ihn etwas von der Welt, ihren Sorgen und nicht zuletzt auch ihren Nöten entfernte. Zum ersten Mal seit Jahren spürte er etwas wie Entspannung, ja sogar Frieden. Plötzlich jedoch durchbrach das durchdringende Geräusch eines berstenden Astes die Stille. Mit übernatürlicher Macht kehrte der Verstand des alten Mannes wieder in die Realität zurück, während er aufschoss und mit katzengleicher Behändigkeit seine verschwitzte Hand auf den kühlen Griff seines Schwertes legte....

Zugegeben mit diesem Text gewinnst du noch keinen Blumentopf, doch wenn du auf dieser Stufe angekommen bist, so ist es dir möglich in jeder Hinsicht mit dem Standard eines gewöhnlichen Forums mitzuhalten. Das Konzept von Grammatik, Rechtschreibung, Adjektiven und passenden Beschreibungen wurde konsequent fortgesetzt und sogar ein Ansatz für eine mögliche Rückblende geschaffen. Ab diesem Punkt also kann ich dir keine direkte Anleitung mehr geben, wie du deine Posts wirklich verbessern kannst, da es hierfür von Nöten ist, dass du deinen eigenen Stil findest.


Finden des eigenen Stils --> Entwicklung zum Perfektionisten

Spoiler:
Der Affe lernt vor allem durch Nachahmung, das ist ein ungeschriebenes Gesetz, welches sich ebenso gut auf den Menschen übertragen lässt, denn es entspricht der reinen Wahrheit. Viele Personen beginnen anfangs indem sie einen Stil kopieren, wobei es ganz gleich ist ob dies bewusst, oder unterbewusst geschieht. Meist handelt es sich bei dem kopierten Stil die Art des Autors, den man aktuell liest, manchmal jedoch auch um die Art eines guten Freundes, welcher selbst ab und an schreibt. Viele Menschen verkennen diesen Stil dann als ihren eigenen und geben sich damit zufrieden. Dies ist jedoch der falsche Weg, vielmehr werden auch die besten Autoren niemals aufhören ihren eigenen Stil zu verfeinern, doch ich greife dem Thema voraus. Um eigenen Schreibstil zu finden braucht es vor allem eines, Übung. Diese kann auf den verschiedensten Wegen erfolgen, sei es nun das Üben im Deutschunterricht, welches freilich meist nicht mit sonderlich viel Vergnügen verbunden ist, oder direkt die Probe im Rpg. Je nach Glück, oder auch Talent kann diese Suche nach dem eigenen Stil entweder nach wenigen Wochen enden, oder aber Jahre andauern. Meinen Erfahrung nach benötigen die meisten Neueinsteiger in etwa ein halbes Jahr, um einen Stil zu finden auf den sie sich endgültig festlegen können. Das ist auch gut so, denn wie schon erwähnt lernt niemand aus, sodass es nie falsch ist weiter nach dem eigenen Stil zu suchen, selbst wenn man ihn längst gefunden zu haben scheint. Bisweilen kann dies sogar zu beeindruckenden Ergebnissen führen, etwa Personen welche gleich mehrere eigene Stile auf einmal beherrschen und unter ihnen variieren können. Diese Personen sind zwar Sonderfälle, doch es nie ausgeschlossen, dass man einer von ihnen ist. Natürlich endet auch dann die Reise nicht. Es sollte das Ziel eines jeden sein sich stets weiter zu entwickeln und neue Seiten an sich zu entdecken. Als recht hilfreich haben sich hier verschiedene Arten von Charakteren gezeigt. Einigen Menschen fällt es recht leicht ihren Stil zu finden und weiter zu entwickeln, wenn sie den richtigen Charakter gefunden haben. Ein bestimmter Charakter gibt ihnen nämlich eine direkte Richtung und meist eine ungefähre Eingabe des Schreibstils mit auf den Weg.


Werkzeuge
... denn auch der beste Handwerker ist ohne Material aufgeschmissen



Humor - Wie gestalte ich einen Text amüsant?

Spoiler:
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten einen Text gegen Ende zu verbessern und zu verfeiern, eine recht beliebte dabei ist das Einbauen von Humor. Humor lässt sich in recht vielen Formen finden, seien es nun Kommentare, Gedanken oder Taten deines Charakters. Einige Personen beherrschen es auch recht gut Humor durch Erinnerungen einzubauen, doch dies ist ein absoluter Sonderfall. Die gebräuchlichsten Formen jedoch lassen sich meist recht einfach schaffen, so können etwa zynische Kommentare zu bestimmten Sachverhalten ein Schmunzeln auf die Lippen des Lesers zaubern. Ebenso ist es möglich deinem Charakter einfach einen recht verqueren Gedanken durch den Kopf schießen zu lassen, welcher vielleicht auf den ersten Blick so garnicht in die Szene passen mag. Ein schönes Beispiel hierfür könnte ein Schüler sein, der beim ersten Treffen mit seinem weiblichen Sensei sofort recht eindeutige Gedanken hegt und sich nicht einmal die Mühe macht sie sonderlich zu verbergen. Dies führt damit schnell zu den amüsanten Situation, so nun etwa wenn jene Sensei die offenen Gedanken liest und ihm dafür sofort einen ordentlichen Schlag auf den Hinterkopf verpasst. Ein persönlicher Liebling von mir sind immer noch Irrwege von Charakteren. Es hat stets etwas für sich zu sehen wie herrlich und teilweise auch häufig, es manchen Personen gelingt sich zu verirren. Ganz gleichgültig davon welche dieser Möglichkeiten man letzten Endes in Betracht zieht, die Schadenfreude ist meist noch die schönste Freude, sodass es sich immer lohnt im Zweifelsfalle auf sie zu setzen. Um es also nochmals kurz zu reflektieren sind die gebräuchlichsten Arten von Humor:
Schwarzer Humor
Sinnlosigkeit
Missgeschicke
Fäkalhumor (sollte möglichst in Maßen genutzt werden)


Npc's - Des Users bester Freund

Spoiler:
Das Einbauen von Npc's, auch Nichtspielercharaktere genannt, kann eure Posts auflockern. Dabei solltet ihr jedoch zwei Arten von Npc's unterscheiden, zum einen dauerhafte Npc wie Haustiere, die euren Charakter jederzeit begleiten und praktisch genauso zu ihm gehören, wie sein Kopf und zum anderen temporäre Npc's. Letztere sind all jene, welche entweder an bestimmte Orte gebunden sind, oder von euch nur eingesetzt werden, um eine bestimmte Situation zu schaffen. Rein von der Häufigkeit her sind letztere Npc weit häufiger vertreten, doch das sollte dich nicht davon abhalten dir auch einen langfristigen Nebencharakter zu schaffen. Es ist jedoch zu empfehlen in diese dann ebenso viel Liebe zu stecken, wie auch in jeden vollwertigen Charakter, denn wenn sie wirklich mit eurem Charakter zusammenhängen werden sie zu einem Teil von ihm werden und ihr wollt doch wohl nicht, dass ein Teil eures Charakters schlecht ausgearbeitet ist, oder? Wichtig ist jedoch, dass ihr niemals, aber auch wirklich niemals vergesst, dass ein Npc niemals einen Hauptcharakter dominieren oder ersetzen sollte. Wenn es zu einem von beiden Fällen kommen sollte, kannst du dir sicher sein etwas falsch verstanden zu haben. Ein solcher Nebencharakter ist ebenso ein Stilmittel wie ein Adjektiv, kann also als Motiv wiederkehren, darf aber nicht überhand nehmen. Was wäre etwa "Willhelm Tell" für eine Novelle, wenn der Leser mehr über die Armbrust als den Protagonisten erfahren würde? Der einzige erreichte Effekt wäre damit, dass noch weniger Menschen als ohnehin schon in den heutigen Zeiten einen solchen Text lesen. Auch wenn du für dich selbst schreibst, wirst du jedoch immer mit Usern und ihren Einschätzungen zu tun haben. Verhindere also im Voraus als langweilig abgestempelt zu werden und kontrolliere dich selbst. Wink


Adjektive - Wie gebrauche ich sie richtig?

Spoiler:
Wie häufig wird man dazu angehalten sich seiner Wurzeln zu entsinnen? So ist es auch bei der Schreibkunst. Willst du das Schreiben zu einer Kunstform erheben ist es unerlässlich dich ernsthafter mit diesem Thema zu beschäftigen. Kleine Wörter wie "hübsch" oder "grün" können einen Text in geradezu unheimlicher Art und Weise beeinflussen und sogar verändern. Es gibt wohl wenige Menschen, die zum Beispiel versuchen würden ein grünes oder blaues Steak zu essen, während es andererseits recht interessant sein kann einem 'hübschen Mädchen' eine genauere Betrachtung zu Teil werden zu lassen. Damit sind die Adjektive so etwas wie das Blut das durch die Adern unseres Textes läuft. Nicht selten wird man kritisiert werden, wenn man zu sparsam mit ihnen umgeht, doch auch vom übermäßigen Gebrauch ist strengstens abzuraten. Ein Text mit einem Mangel an Adjektiven gibt meist recht wenig Information, oder versucht sich kompliziert auszudrücken um diesen Missstand zu beheben. Texte mit zu vielen Adjektiven hingegen sind meist übermäßig kurz und geben dem Leser etwas das gerne als Informations-Overkill bezeichnet wird. Im Klartext bedeutet es, dass dein Werk in wenigen Sätzen derart überladen ist, dass der Leser nicht weiß wo ihm der Kopf stehen soll. Versuch mit der Zeit das beste Maß für dich selbst zu finden und scheue dich am Besten auch nicht einmal bei anderen Personen nachzufragen, was sie über deinen Stil denken.
Als Sonderfall will ich noch einige stärkere Adjektive anführen, welche einen Sachverhalt besonders stark betonen. Mit diesen Adjektiven sollte man noch weit umsichtiger umgehen, als mit den gewöhnlichen, da sie umso mehr dazu neigen den Leser zu überfordern. Die meiner Meinung nach schwächste Gruppe dieser Adjektive sind Verbindungen aus zwei Adjektiven, etwa 'supertoll'. Sie passen meist nur zu eher kindlichen Charakteren und tragen die Überladung bereits in sich, denn es dürfte denkbar schwer sein sich darunter etwas vorzustellen. Sie geben damit jedoch gut die Gedanken eines Charakters wieder. Die zweite Gruppe hingegen sind Verbindungen aus Adjektiven und Substantiven. Sie besitzen meist eine sehr starke Aussagekraft und können ebenso eine außergewöhnliche Abwechslung in deine Texte bringen. So wird aus dem Satz:
"Der Tag von Thomas war reich an Arbeit gewesen."
Schnell einmal etwas wie:
"Thomas hat einen arbeitsreichen Tag gehabt."
Dieses vereinfachte Beispiel verdeutlicht die simple Wirkung hoffentlich zur Genüge. Natürlich ist es mit diesen modifizierten Adjektiven auch gut möglich Wortwiederholungen zu vermeiden, oder doch eher abzuschwächen.

©️ by Keiji Sihin

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