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Good ol' Keiji

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Good ol' Keiji

Beitrag  Mitsu am Mo 21 Nov - 8:41

Charakterschablone

Charakterbild:
Siehe Avatar, da es wechselt Wink
Motto des Charakters:
Es gibt unzählige Sprichwörter, welche alle in irgendeiner Hinsicht mit dem alten Shinobi in Verbindung zu bringen sind und doch gibt es nur wenige, welche voll und ganz auf ihn zutreffen. So haltet euch vor Augen, dass das folgende nicht das Einzige sein muss.
"Scientia potentia est." (Frei übersetzt: Wissen ist Macht.)

Allgemeine Informationen

Name: Sihin
Vorname: Keiji
Alter: 48 Jahre
Blutgruppe: 0 Negativ
Rang: Nuke der Klassifizierung S+, ehemaliger Anbu Capt. Kirigakure's, ehemaliger Anwärter auf den Posten des Mizukage
Geburtsort: Iwagakure
Wohnort: Reisend - Wüstenwind - Kanesoko
Besonderheiten:
Spoiler:
Die meisten Informationen über den Nuke sind im Laufe der Jahre verloren gegangen oder unter mysteriösen Umständen verschwunden, so also nicht nur seine Herkunft, sondern auch sein aktueller Aufenthaltsort. Sein Name ist indes zu einer Legende für sich geworden, welche allein durch ihre Nennung bereits Angst, Respekt und teilweise sogar Sympathien hervorruft. Ebenso werden auch unzählige Titel und andere Namen mit seinem eigenen in Verbindung gebracht, so ist die gebräuchlichste Bezeichnung eine solche, welche er selbst geprägt hat. Sie lautet der Gaukler, ganz nach dem Vorbild seiner Ahnen, welche einst als Spielleute umhergezogen und sich einen Namen gemacht haben. Noch heute erinnern sich einige Leute an die Geschichten über diese Volksgruppe, welche heute zu großen Teilen in Vergessenheit geraten ist und unfassbar viele Mitglieder verloren hat. In allen Reichen mag es also nurnoch eine Handvoll Menschen geben, welche dieses Blutes sind. Verbunden sind sie erstaunlicherweise wohl durch reinen Zufall dadurch, dass sie durchweg dieselbe Blutgruppe besitzen, Null Negativ. Das Amüsanteste dürfte für viele vor allem sein, dass er angeblich vor einigen Jahren bei einem Selbstmordattentat in Kirigakure ums Leben gekommen ist.


Äußerlichkeiten

Größe: 1,58m (Wechselnd)
Gewicht: 67kg (Wechselnd)
Statur:
Spoiler:
Die Statur des Shinobi lässt sich in jedem Falle als gut gebaut interpretieren. Damit ist jetzt in keinster Hinsicht gemeint, dass er irgendwelche unpassenden Polster besitzt, sondern, dass er dem typischen, männlichen Bild entspricht, wenn man davon absieht, dass er etwas kleiner ist. Entsprechend dieses Bildes besitzt er kräftige Schultern und eher schmale Hüften, sowie einen durchweg gut durchtrainierten Körper, welcher von eiserner Disziplin und guter Veranlagung zeugt.
Aussehen:
Spoiler:
Das Aussehen ist bei dem alten Shinobi wahrlich eine schwierig zu beschreibende Sache, da er nicht umsonst als der Gaukler bekannt ist. Nicht selten kommt es also vor, dass seine Gestalt, seine Größe und seine äußere Erscheinung sich dabei wandeln, teilweise sogar grundlegend. Doch nun will ich euch etwas von dem ursprünglichen Keiji erzählen, die Gestalt welche ihm seit seiner Geburt zu Eigen war. Beginnen wir also in seinem Gesicht, welches unzählige Geschichten über sein Leben erzählt. Er trägt schulterlanges, dunkelbraunes Haar in welches sich bereits das erste Silber des Alters hineingeschlichen hat. Es macht auf seine eigene Art bereits einen sehr wilden Eindruck und ist dennoch so gut gepflegt, dass es weder von Fett glänzt noch in irgendeiner Hinsicht verfilzt. Die Form seines Gesichts ist sehr ebenmäßig und harmonisch, doch seine Haut zeigt erste Anzeichen vom ständigen Leben unter den Elementen, denn sie ist recht widerstandsfähig und auch leicht gebräunt. Dazu ziehen sich noch mehrere Narben durch das Gesicht des Shinobi. Unter anderem wäre eine Narbe zu nennen, welche ihm einst ein Schwertkämpfer zufügte. Diese Wunde hätte ihn beinahe das rechte Auge gekostet, wäre es ihm nicht gelungen noch rechtzeitig nach hinten davonzuweichen. So spaltet sie nur seine Augenbraue und läuft dann auf seiner Wange fort. Als ob sie nicht genug wäre gibt es eine weitere Narbe, welche von seiner Wange bis hinauf ans rechte Ohr verläuft und die erste Wunde nochmals teilt. Er trug sie in einem Kampf in seiner Jugend davon, bei welcher ihn ein Kunai derart schmerzhaft erwischte. Das Mal zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht weiß sondern feuerrot ist, wie es bis zu seinem Ohr hinauf läuft. Verdeckt werden dabei beide alten Wunden von einem leichten Dreitagebart, welcher ihnen etwas von ihrem Schrecken nehmen, den sie gegenüber vielen Menschen ausstrahlen. So verbleiben noch seine Augen, welche von einem bernsteinfarbenen gelben Ton sind, welcher womöglich durch einen genetischen Deffekt hervorgerufen wurde. Wenn man jedoch nach den Geschichten geht, die man sich über den Shinobi erzählt, so wurden sie ihm einst von einem weisen Drachen vor dessen Tod gegeben, damit sie ihm Wege aufzeigen, die anderen Menschen verschlossen bleiben. Dementsprechend ist auch die Wirkung auf die meisten Menschen, da sie dafür bekannt sind tief in die Seele blicken zu können, fast wie ein heißes Messer durch kühle Butter. Sie sind in der Lage kalt zu wirken wie der Stein, dem sie nachempfunden sind. Wenn man einmal das Vergnügen hatte in sie hinein zu blicken, so spürt man, dass diese Person keinerlei Gnade kennt und weder Gewissen noch Skrupel hat, wenn es um einen Mord geht. Es handelt sich um einen Einzelgänger, einen Wolf, der seinen Weg einsam geht und auch einsam sterben wird. Auf der anderen Seite können sie jedoch auch die Wärme eines Lagerfeuers in der Wildnis ausstrahlen, die einem das Gefühl gibt Zuhause zu sein. Verbunden wird mit ihnen Freundschaft, Kameradschaft und Schutz. So ist er mehr als nur der Mörder, er ist auch ein Schützer der Armen und Schwachen, welche sonst niemanden haben, der für sie einsteht. Wie sie wirken ist vollkommen individuell und wechselt von Person zu Person, außer wenn er wirklich im Sinne hat einen bestimmten Eindruck zu erwecken. In jedem Fall wohnt ihnen immer ein Funke der Lebenslust inne und das Verlangen danach inne den Sinn seines Lebens zu ergründen. Selten zeigt sich auch noch eine andere Wirkung seiner Augen, welche dann mit Bergkristallen in einem Wildbach zu vergleichen sind. So scheint ihnen tiefste Melancholie inne zu wohnen, eine Sehnsucht endlich ein Ende zu finden und auch eine leichter Todeswunsch, um endlich von seinen Lasten erlöst zu werden. Zweifellos würde er niemals diesem Verlangen nachgeben, doch so bleibt es außergewöhnlich empfindsamen Personen nicht verborgen, zumindest wenn er es zulässt, dass die Augen ein wahrer Spiegel seiner Seele sind. So fahren wir nun mit seinem Hals fort, welcher ebenso Spuren seines Lebens aufweist. Eine äußerst hässliche Narbe zieht sich wie ein dünnes Seil von seiner Luftröhre her nach hinten und endet etwa auf Höhe seiner Ohren. Erhalten hatte er sie bei einem recht heftigen Kampf mit einem Freund, der ihn verraten hatte. Ehe er sich versah war dieser hinter ihm gewesen und nur ein schnell gezücktes Messer hatte ihn davor bewahrt mit durchgetrennter Kehle blutend auf dem Boden zu verenden. Die alte Wunde scheint etwas Durchscheinendes an sich zu haben und scheint daher zusätzlich zu ihrer weißen Farbe noch etwas Ätherisches an sich zu haben. In seinem Nacken befindet sich indess ein unangenehmes Brandmal, welches immernoch feuerrot leuchtet. Es ist ungefähr so groß wie eine kleine Medaille und stellt ein verschlungenes Muster dar, welches diverse Motive in sich vereint. Zugefügt bekommen hat er es eher unfreiwillig bei seinem kurzzeitigen Gefängnisaufenthalt in Kumo und es sollte ihn auf ewig als Verräter brandmarken, auf dass er nie mehr Aufnahme fände. Es wird jedoch von seinen Haaren meist verdeckt und tritt erst ans Licht des Tages, wenn man diese beiseite schiebt. Fahren wir also mit dem Brustkorb fort, welcher geradezu ein Tummelplatz an alten Wunden und Zeichen eines harten Lebens ist. Unzählige Narben finden sich dort, so etwa eine solche, die nur etwa so lang ist wie ein kleiner Finger und knapp über seinem Herzen liegt. An jener Stelle wurde er einst von einer Kusarigama schwer verwundet, sodass er geraume Zeit immer wieder von Fieber heimgesucht wurde. Eine eher oberflächliche Narbe zieht sich einmal von links nach rechts diagonal über seinen Brustkorb. Damals war es ein schöner Sommertag gewesen, als er mit Kasumi die Klingen kreuzte. Der Schwertmeister hatte einen unaufmerksamen Moment ausgenutzt und ihm eine leichte Fleischwunde zugefügt, welche heute noch als hauchdünne Narbe sichtbar ist. Knapp unter seiner rechten Brustwarze ist eine recht große Brandwunde, welche ihm im Zuge der Folter mit einem heißen Eisen eingebrannt worden war. Noch heute fühlt er manchmal mit leichter Melancholie den Schmerz jenes Moments und erinnert sich an den diabolischen Ausdruck im Gesicht seines Folterknechts und dennoch hatte er bereits damals kein Wort preis gegeben. Auf seinem Rücken sind dutzende, sich gegenseitig überlappende Narben von alten Peitschenhieben zu sehen. Auch sie stammen von Folter, jedoch nicht einer einzelnen, sondern diversen Behandlungen in Kumogakure, Kirigakure und von diversen versteckteren Institutionen, einige wenige sogar von Liebespartnerinnen. Direkt unter seinem hinteren Rippenbogen befindet sich außerdem noch eine nennenswerte Wunde, welche ihm einst ein Kunai zugefügt hatte. Beinahe hätte sie seine Reise vorzeitig beendet, hätte nicht ein Medicnin ihm das Leben gerettet, indem er das Zwerchfell wieder zusammen fügte. Wechseln wir also zu seinem rechten Arm. Auf diesem sind mehrerlei Dinge zu finden, angefangen bei dem üblichen Tatoo der Anbu, welches jedoch nicht mehr völlig orthodox ist. Im Großen und Ganzen besitzt es immernoch das verschlungene, pechschwarze Muster, doch windet sich in seinem Falle eine Schlange durch dieses hindurch, welche verkörpert welch falsches Schauspiel er auf diesem Weg durchleben musste. Verrat war praktisch an der Tagesordnung gewesen, sodass es eher traurige, denn wirklich erhebende Erinnerungen sind, welche er mit diesem Tatoo verbindet. Etwas tiefer auf der Innenseite eines Unterarms findet sich ein weiteres Tatoo, welches einen roten Fuchs vor einer aufgehenden Sonne auf einer Klippe zeigt. Es erzählt damit schon einen großen Teil der Geschichte des alten Shinobi und jedes Mal, wenn er einen Blick auf es wirft, fühlt er, wie es ihm etwas wärmer um das Herz wird. Es ist wirklich eine schöne Abbildung, die vollkommen frei von Wunden und Narben ist. Diese finden sich bei seinem rechten Arm auch nur an Hand und Handgelenken, zum größten Teil Verletzungen, welche er beim Schwertkampf davongetragen hatte. Finden werden sich diese Schnitte eigentlich bei jedem versierten Nutzer von Kenjutsu. An seinem linken, kleinen Zeh hingegen findet sich ein kleines Mal, welches bezeugt, dass er von den Göttern gesegnet worden und seitdem unsterblich geworden ist. Wechseln wir also zum linken Arm, an welchem sich auf der Innenseite des Armes statt eines Tatoo's eine langgezogene Narbe findet, welche von dem Mordversuch einer Kurtisane her rührt, welcher augenscheinlich fehlgeschlagen ist. Auf seinem Oberarm hingegen findet sich in Form eines weiteren Tatoo's eine Weisheit nach welcher er sein Leben richtet. Sie lautet 'Pro salute omnium' , was in etwa bedeutet zum Wohle aller. Es zeigte sich daher auch wieder und wieder in seinen Taten, welche stets von einem Wunsch nach höherem Wohl geleitet wurden, zumindest nach seinen Jahren der Askese. Fahren wir einmal mit seinem Unterkörper fort. Viel zu erwähnen gibt es bei diesem nun wirklich nicht, bis auf zweierlei Narben, eine etwa auf Höhe seiner Milz, verursacht von einem Kurzschwert, das ihn dort äußerst unangenehm verwundet hatte. Das zweite alte Wundmal findet sich bei seinem Blinddarm, dessen Wurmfortsatz in einer Notoperation entfernt worden war. Es war reinstes Glück gewesen, dass er noch schnell genug bei einem alten Kräuterweib angekommen war, ansonsten hätte es viele seiner Abenteuer niemals gegeben. Fahren wir jedoch fort und kommen zu seinen Beinen. Diese sind recht unauffällig, wenn man von einer langgezogenen Wunde an seinem rechten Unterschenkel absieht, die ihm auf der Jagd von einem wilden Keiler gerissen worden war. Damit sind wir auch schon am Ende angelangt, da es an den Füßen des alten Shinobi nichts mehr zu erwähnen gibt. Allgemein sollte jedoch noch angemerkt werden, dass Keiji zu den Shinobi gehört, welche an ihrem gesamten Körper kein einziges Gramm Fett besitzen, sondern nur aus Muskeln und Sehnen zu bestehen scheinen. Dennoch wirkt er nicht wirklich mager, da genug Muskelfleisch vorhanden ist, um ihm doch eine gewisse Masse zu verleihen, ohne ihn jedoch in irgendeiner Hinsicht füllig aussehen zu lassen.
Kleidung:
Spoiler:
Nun also der Punkt der Kleidung, welche bei einem Verwandlungskünstler wie dem alten Nuke erfahrungsgemäß häufig wechselt. Dennoch besitzt er eine Art von Kleidung, welcher er am liebsten trägt und auch dementsprechend oft verwendet, wenn es die Gegebenheiten zulassen. Früher zeigte sich diese Ausrüstung also vor allem auf Missionen, während sie heute meist immer dann zum Einsatz kommt, wenn Versteckspielchen nicht von Nöten sind. Das Grundmaterial aus dem praktisch alle Ausrüstungsgegenstände bestehen ist ein spezielles Leder, welches von fremdartigen Wesen stammt, die sich in der äußersten Wildnis der Reiche finden. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr widerstandsfähig gegenüber Hitze und Kälte ist und dabei auch physischen Attacken recht gut standhält, oder sie vielmehr abdämpft. Trotz dieser Eigenschaften ist es sehr dehnbar und auch überraschend leicht im Gewicht. All diese Eigenschaften und die leichte Verarbeitbarkeit machen dieses spezielle Leder zum Traum eines jeden Rüstungsmachers. Gemäß dem Gesetz der heutigen Zeiten bleibt es für die meisten auch ein Traum, da das Material sehr teuer und selten ist, sodass die seltenen Lieferungen meist direkt nach ihrem Auftauchen von Privatleuten zu höchsten Preisen aufgekauft werden. Wie der alte Nuke also an eine Rüstung aus diesem Material gelangt ist, ist unbekannt und wird wohl auch nie ans Licht des Tages rücken. Doch nun beginnen wir einmal bei seiner Kleidung und das in der untersten Schicht. Diese besteht aus naheliegenden Gründen aus einfacher Leinenunterwäsche, welche sich praktisch überall findet. Als Beinkleider trägt er eine Hose aus eben jenem Leder, welche an den Schenkeln diverse Riemen besitzt mit denen sich die Enge regulieren lässt. Ebenso finden sich auf Höhe der Schienbeine jeweils kleinere Taschen in denen sich kleine Hilfsmittel wie Klingen finden, genau dort wo ein Feind sie nicht brauchen kann. Um die Hüfte herum schlingt sich zusätzlich zu den bereits vorhandenen Taschen ein lederner Gürtel, welcher noch weitere Taschen mit sich bringt. Unter der Hose trägt er übrigens stabile Lederstiefel, welche an Schienbeinen und Kappe mit Stahlplättchen verstärkt sind, welche einen Treffer umso schmerzhafter für das Opfer machen. Zwischen Fußbett und Sohle findet sich übrigens noch ein von außen greifbares Fach in welchem sich zumeist ein einfaches Messer befindet, welches im Falle des Falles eine weitere Notfallwaffe bedeutet. Als Oberteil trägt er zumeist ein einfaches Hemd aus Leinen, ohne irgendwelche Modifikationen oder Schikanen. Über dem Hemd trägt er ein ledernes Wams, welches, was für eine Überraschung Rolling Eyes , mit weiteren Taschen aufwartet. Je nach Absicht werden über diesem Wams noch diverse Gürtel mit Wurfmessern oder ähnlichem getragen, welche er sich allesamt zu Nutze macht. Schließlich über diesen als oberste Schicht der Kleidung trägt er einen wundervoll gearbeiteten Umhang aus blauem Samt, welcher eine große Kaputze besitzt in welcher er sein Gesicht vollends verbergen kann. Auch in die Innenseite des Umhangs sind Taschen eingearbeitet, welche ihn nicht nur zu einer Tarnung in jeder Hinsicht machen, sondern auch zu einem nützlichen Mittel Gegenstände zu transportieren. Damit wären wir auch schon am Ende der Kleidung angelangt, da Waffen im Speziellen unter Ausrüstung erwähnte werden.
Besonderheiten: Wer zu faul ist sich diese Besonderheiten aus den beiden Texten herauszulesen ist selbst Schuld, Punkt ^^


Charaktereigenschaften

Persönlichkeit:
Spoiler:
Die Persönlichkeit eines Mannes zu beschreiben, der bereits so viel durchgemacht und erlebt hat wie Keiji, ist wirklich keine leichte Sache, da sie sich in so vielen Facetten äußert, dass, gleichwohl wie viel ich hier schreiben würde, immer noch eine Seite am Charakter dieses Mannes wäre, die noch unbeleuchtet blieb. So will ich mich damit begnügen seine Grundcharakterzüge zu beschreiben. Beginnen werde ich also einmal mit seinem Mut, welcher selbst jahrelange Shinobi immer wieder den Atem stocken lässt. Es ist wirklich außergewöhnlich welchen Gefahren sich dieser Mann selbstlos entgegenstellt, wenn er damit die Möglichkeit hat etwas zu verteidigen, was ihm wichtig ist. Selbst gegenüber eines freien Bijuu soll er selbstlos die Stellung gehalten und ihm Parolie geboten haben, um seinen Teamkameraden die Möglichkeit zu geben zu entkommen. Heute zeigt sich diese Eigenschaft noch häufig, wenn er für seine Begleiter einsteht, sobald diese sich in Schwierigkeiten befinden. Leider trug er dadurch auch viele Wunden davon, die er hätte umgehen können, wenn er sein Leben über das seiner Freunde gestellt hätte. Natürlich bedeutet das noch lange nicht, dass er einen Kampf einem ordentlich organisierten strategischen Rückzug vorzieht, womit wir übrigens auch schon bei seinem nächsten Charakterzug wären, seiner Umsicht. Diese ist geradezu legendär, da ihm niemand nachsagen kann jemals etwas außer Acht gelassen zu haben. Die Eigenschaft kultivierte er bereits zu seinen Zeiten als Chunnin, da er schnell lernte wie wertvoll es sein konnte sich vorher alle möglichen Wendungen durchzudenken und sich auch entsprechend vorzubereiten. Heute zeigt sich dies sogar noch deutlicher, da er dazu neigt sich für jede Gelegenheit zu rüsten und auch bevor er mit seiner Aktion beginnt, diese sorgfältig vorzubereiten. Bisher gab es noch keine Situation in der sich diese Umsicht nicht bezahlt gemacht hätte. Kommen wir also nun zu seiner nächsten Eigenschaft, seinem Einfühlungsvermögen, welches so garnicht zu einem Shinobi und erst recht keinem ehemaligen Anbu passen will. Trotz der Tatsache, dass er zu den klügsten Köpfen der Zeit gehört besitzt er die seltene Fähigkeit sich in viele andere Menschen hineinzudenken, etwas was bei Frauen aus naheliegenden Gründen gerne einmal fehlschlägt, weil er dafür einfach zu logisch ist. Dennoch lässt er sich ab und an durchaus von seinen Gefühlen leiten, welche auch einmal durchaus rührseelig sein können. Wäre er frei von solchen Eigenschaften wäre er zwar effizienter, aber auch mehr Maschine als Mensch, es ist einer der wenigen Punkte in denen er sich gegen das Leben als Shinobi auflehnt. So wechseln wir über zu seinem Hang zur Rebellion. Dieser wohnt ihm bereits seit seiner Kindheit inne und zeigte sich in seinem betont aufreizenden Lebensstil, der zu einem theoretisch angehenden Mönch garnicht passen wollte. Ebenso zeigte er bereits damals deutliche Anzeichen, dass er ein Problem damit hatte sich in festgefahrene Ordnungen und Rollen einzupassen, wodurch ein Problem mit Autoritäten noch zu einem der kleineren Übel wurde. So verbleibt selbst heute noch ein deutlicher Groll in ihm dagegen sich jemandem unterzuordnen. Auf der anderen Seite besitzt er jedoch auch eine naturgegebene Autorität, welche allerlei Menschen dazu bringt sich ihm automatisch zu fügen. Wenn er spricht, muss er meist nicht einmal die Stimme erheben, um die Aufmerksamkeit aller Anwesenden in einem Raum auf sich zu ziehen. Allerdings ist er in der Lage diese Wirkung auch vollkommen zu unterdrücken, damit er nicht viel gefährlicher erscheint als jeder gewöhnliche Zivilist es auch wäre. Vermutlich wäre er mit dieser Eigenschaft ein großartiger Kage, wenn da nicht seine nächste Eigenschaft wäre, die stete Sehnsucht nach Einfachheit. In seinem Leben hat der alte Shinobi bereits so viel durchleben müssen, dass er sich mittlerweile nurnoch nach wenigen Dingen sehnt, wovon diese Sehnsucht jedoch hervorsticht. Gleichgültig wie viel er vollbringt, so nagt doch stets die Saat des Zweifels an ihm, ob er damit etwas bleibend verändert. Aus diesem Grunde würde er manchmal nichts lieber tun, als sich zurückzuziehen und ein paar letzte gute Jahre zu verbringen, bevor ihn der Tod schließlich von Gottes geweihter Erde reißt. Sehnsucht nach diesem besitzt er übrigens nicht wirklich, denn auch wenn es ab und an viele Dinge enorm vereinfachen würde, hat er einfach noch zu viel zu tun, als dass er es sich leisten könnte seinen Ahnen Gesellschaft zu leisten. Diesen gegenüber glänzt er außerdem mit einer Eigenschaft, die man bei der Jugend nur allzu selten antrifft, Verantwortungsbewusstsein und Respekt gegenüber Vergangenem. Entsprechend bringt er sowohl vergangenen Ereignissen, als auch längst toten Menschen denselben Respekt entgegen wie auch einem mächtigen Kontrahenten. Beinahe täglich verbringt er einige Minuten in denen er seinem verstorbenem Vater gedenkt, welcher ihm ebenso Vorbild wie Freund gewesen war, zumindest in der kurzen Zeit, die sie miteinander gehabt hatten. Noch heute versenkt er sich ab und an in leichter Melancholie, wenn er an all die Freunde denkt, welche auf seinem Weg an seiner Seite gestorben waren. Einige Verluste hatte er noch hinnehmen können, andere jedoch hatten tiefe Wunden in seine Seele gerissen, welche niemals heilen wollen zu scheinen. Ein besonderes Beispiel ist dabei die weise Füchsin Fatagura, deren Tod auch der Auslöser für seine Aktion in Kirigakure vor vielen Jahren gewesen war. Machen wir einen Abstecher zu der Liebe, welche in seinem Falle wirklich mehrfach ausgeprägt ist. Es gibt den Shinobi allerlei Arten von Liebe, wenngleich einige von ihnen eher als Freundschaft betitelt werden könnten. Dazu gehören sowohl seine Zuneigung zu einem jedem seiner Gefährten, von denen er keinen einzelnen missen will, als auch eine tiefe Verbindung zu Natur, Literatur, Poesie und Musik. Jedem dieser Aspekte bringt er gleichermaßen Zeit und Freude entgegen, seinen Gefährten im besonderen noch eine unverbrüchliche Treue. Egal was man von ihm denken man, er würde für einen jedes der Wesen sein eigenes Leben geben, zumindest wenn es keine andere Möglichkeit gäbe ersteres zu bewahren. Einige wenige Menschen mögen ihm zudem Grausamkeit nachsagen, doch diese Eigenschaft ist ihm eigentlich weitgehend fremd, gleichwohl er unzähligen Menschenleben ein Ende gesetzt hatte. Ab und an nimmt er sogar die Möglichkeit der Folter bei einem gefangenen Kontrahenten in Kauf, doch im Großen und Ganzen ist er niemand, der in der Lage ist sich am Schmerz anderer Menschen zu laben, vielleicht ist er dafür einfach zu weich. Begeben wir uns nun noch auf einen fliegenden Wechsel hinüber zu seiner eisernen Disziplin, welche auch mit ein Grund für seine außergewöhnlichen Fertigkeiten im Kampfe ist. Natürlich besitzt er wie praktisch jeder Mensch einen inneren Schweinehund, doch ist seiner bereits seit jüngster Kindheit gebändigt und in eine dunkle Ecke verbannt worden, sodass er sich nurnoch in Momenten zeigt in denen über wirklich unnötige Dinge verhandelt wird. Dabei ist er im weitesten Sinne eine Art Gewissen, was wohl auch eine recht seltsame Eigenschaft für einen ehemaligen Captain der Anbu ist. Auffallend dürfte in jedem Falle auch noch seine Neugierde sein, welche er stets in vollen Maßen auslebte. Manifestiert ist sie in einer Forscherlust und seinem Wissenshunger in jeder Hinsicht. Entsprechend dieser Eigenschaft hat er sich auch schon so Einiges angeeignet, wobei er wenig Unterschied zwischen wirklich nützlichem Wissen und banalen Dingen wie Kochrezepten macht. Dadurch hat er auch Anlagen zum Multitalent, welche jedoch bei einem Shinobi eher selten auffallen. Wenn wir jedoch bereits beim Punkt des Hungers sind, so vertiefen wir uns doch einmal einen Augenblick in seinen sexuellen Hunger. Dieser hat sich mit seinem zunehmenden Alter zwar etwas besänftigt, sodass er keinerlei Probleme hat selbst der größten Versuchung zu widerstehen, doch abgenommen hat er in keinster Hinsicht. Passend wechseln auch seine Begleiterinnen des Öfteren einmal und sind beinahe ausnehmend in machtvollen Positionen, die ihm noch zusätzlich zum Vorteil gereichen. Von dieser Grundlage aus könnte man auch noch auf seine Selbstbeherrschung eingehen, welche zumindest auf psychischer Ebene legendärer Natur ist. So ist er in der Lage jeden Schmerz, jeden Schicksalsschlag, jede Versuchung und jede Reizung seiner Sinne vollkommen auszublenden. Das ist wohl auch einer der Gründe für seine schauspielerischen Leistungen, die auch geübte Leser von Mimik und Gestik ohne weiteres täuschen können. Daher ist er wahrhaft der Mann mit tausend Gesichtern und Namen. Ihm liegen mehr Identitäten zu Füßen als irgendjemandem sonst. Daher besitzt er auch eine private Armee von mehreren hundert Shinobi der Klassifizierung S, welche sich derzeit in Amegakure aufhalten. Das wiederum bedeutet noch lange nicht, dass er treulos ist, ganz im Gegenteil sogar, er hält sowohl Freunden als auch seinem eigenen Moralcodex stets die Treue, selbst wenn diese ihm Spaß verbieten oder ihn gar in Gefahr bringen. Besonders zeigt sich diese Eigenschaft bei seinen Geschäftsbeziehungen, welche trotz diverser Avancen einiger Auftraggeberinnen, niemals über den geschäftlichen Teil hinausgehen. Damit haben selbst attraktive Kurtisanen, die ihm eigentlich im Bett das Leben nehmen sollen einen recht schweren Stand überhaupt nahe genug an ihn heranzukommen, wodurch wir auch wieder zur nächsten Eigenschaft gelangen, seinem Misstrauen. Es ist etwas, das so ziemlich jeder gute Shinobi nach einigen Jahren in dem Gewerbe entwickelt, oder doch zumindest entwickeln sollte. Bei dem alten Shinobi äußert es sich leider etwas überreizt, sodass dieser Charakterzug von ihm, gepaart mit seiner Umsicht schon fast in einer Sucht nach Kontrolle ausarten kann. Dementsprechend kann er in Situationen der Folter meist nur schwerlich an sich halten sich auf seine gespielte Rolle einzulassen und nicht alles daran zu setzen unter Einsatz all seiner Fertigkeiten zu entkommen. Vielleicht bietet es auch eine der Grundlagen für sein Studium der Illusionen, welches derart tiefschürfend ist, dass er mittlerweile geschult genug ist, um den größten Teil von Lug und Trug von der Realität zu unterscheiden, denn es mag eine Sache sein ein Genjutsu aufzulösen, eine ganz andere jedoch es erst einmal zu erkennen. Er gehört auch zu den Menschen, die die größte Freude daran haben etwas beim Wachsen zuzusehen und es dabei auch nach Kräften zu unterstützen. Dementsprechend vorhersehbar war auch sein spezielles Projekt in Kanesoko, einen Ort zu dem er sich seit jeher immer wieder ohne ersichtlichen Grund hingezogen fühlte. Wenn mir danach ist wird dieser Punkt vielleicht noch einmal erweitert, doch vorerst dürft ihr euch damit zufrieden geben.
Auftreten:
Spoiler:
Das Auftreten ist mit Abstand einer meiner liebsten Punkte, ist es doch so wandelbar und ständig in Bewegung wie ein Blatt im Wind. Besonders bei einem solch manipulativen Charakter wie Keiji, der auf jede Person individuell einwirkt verspricht dieser Punkt sehr interessant, wenn nicht sogar unterhaltsam zu werden. So ist zu beachten, dass er sein Auftreten durch Kontrolle von Mimik, Gestik und Gefühlen perfekt verändern kann, damit selbst Personen, die ihn bereits jahrelang kennen, kaum mehr als einen Wildfremden in ihm sehen, zumindest wenn sie ihn nicht gut kennen, um ihn doch zumindest soweit zu durchschauen, dass sie wagen Zweifel an der Fassade zu hegen. Diese Fähigkeit wird jedoch niemandem außer seinen längjährigen Begleitern zugesprochen, da auch schon so einige Psychologen und Verhaltensspezialisten der Anbu an ihm gescheitert sind, weil ihnen einfach das Verständnis für seinen komplexen Charakter fehlte. Im folgenden werde ich einfach einmal einige Beispielwirkungen und deren Gründe schildern. Eine der Lieblingsrollen des alten Shinobi ist immer noch die des reisenden Händlers, wenngleich selbst er so langsam merkt, dass sie ihm auf Dauer in die Knochen geht. In dieser Rolle ist sein Auftreten meist recht zurückhaltend, doch er verhehlt Nichts von seiner Wehrhaftigkeit und seinem Verstand, wodurch er gerissen wie ein Fuchs wirkt, was bereits so einige andere Händler von Versuchen ihn über den Tisch zu ziehen abgehalten hat. Andererseits strahlt er jedoch keine merkliche Bedrohung aus, sodass er kaum anders wirkt als auch jeder Zivilist, wenn man vielleicht einmal davon absieht, dass seine Kleidung ab und an leicht deplatziert wirken könnte. Sollte er sich wirklich auf diese Rolle konzentrieren wird er jede Art von Konflikt, ganz zu schweigen von handgreiflichen Auseinandersetzungen, vollkommen umgehen und eher sein Heil in der Flucht suchen, als sich auf irgendetwas einzulassen. Dennoch tritt er äußerst selbstbewusst auf und lässt keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass er weiß was er will und auch in der Lage ist seine Interessen durchzusetzen. Wenn nicht gerade diese Rolle mit der des hoffnungslosen Romantikers und liebestollen Jünglings verknüpft wird, so ist sie auch durchaus salonfähig, schließlich hat er sich mancherorts unter anderem Namen durchaus einen Ruf als redlicher und vor allem fähiger Geschäftsmann erarbeitet. Eine weitere gerne gespielte Rolle ist die des Mitsuhide, eines ehemaligen Shinobi aus dem Reich des Feuers, welcher auf einer Mission ein unglückliches Ende erlebt hatte. Es ist eine der Rollen, welche der alte Shinobi bereits am längsten spielt und dementsprechend auch mehrfach weiterentwickelt hat, denn während der ursprüngliche Mitsuhide niemand war, den auch nur eine Person über 12 Jahren ernst genommen hätte, ist er heute jemand, der sich beinahe mit dem Ruhme seiner wahren Identität messen kann. Zivilisten neigen dazu ihm gegenüber vor schierer Ehrfurcht zu erstarren, doch selbst Shinobi werden es sich angesichts der geradezu spürbaren Aura von Macht und Selbstbewusstsein mehrmals überlegen, ob sie es auch nur wagen ihn anzusprechen, ganz zu schweigen davon die Hand gegen ihn zu erheben. Daher läuft bei dem Shinobi eine Menge über Prävention ab, denn ein Gegner der sich fürchtet wird nicht nüchtern auf Aktionen reagieren und dementsprechend zwar unberechenbarer sein, aber dafür auch umso tollkühner. Mitsuhide zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er Keiji in vielerlei Hinsichten sehr ähnlich ist, da auch er häufig in verschiedenen Kreisen der Unterwelt verkehrt und sich dort sowohl Freunde, als auch Feinde macht. In mancherlei Hinsicht gilt er jedoch auch noch als deutlich skrupelloser als das Original, noch ein Teil der Tarnung, welche einen spontanen Betrachter bestimmt auf viele Personen bringt, aber gewiss nicht Keiji, welcher für seine sehr milden Methoden bekannt ist. Ebenso hängt Mitsuhide eng mit einigen anderen Personen zusammen, so ist er eigentlich die beste Scheinidentität, die sich Keiji bisher geschaffen hat, oder doch zumindest die Vollständigste. Ein weiterer Charakter von ihm ist Natter, offiziell nur einer seiner Untergebenen, doch trotzdem eine recht einprägsame Persönlichkeit, welche wohl selbst dem begriffsstutzigsten Idioten in irgendeiner Hinsicht im Hinterkopf hängen bleiben wird. Natter gehört zu der Art von Mensch, welche ihre eigenen Fertigkeiten in keiner Weise unter den Scheffel stellen. Skrupellos und dennoch mit einem Hauch von Charme setzen sie ihre eigenen Interessen durch und manipulieren dabei auch recht freigiebig die Meinungen von anderen, bis diese ihre Ansicht teilen. Er gehört zu den Menschen, welche es ebenso wie Keiji leben zu schauspielern, wenngleich er diese Fertigkeit weit amüsanter und deutlich eher als Zeitvertreib nutzt als der alte Shinobi es selbst tun würde. Man könnte sagen, dass er etwas von dem jungen Keiji hat, nur dass ihm jegliches Gewissen fehlt. In dieser Gestalt geht der Gaukler wissentlich über Leichen und tut dies sogar mit einem zynischen Lächeln auf dem Gesicht, da die Personen ohnehin früher oder später einmal gestorben wären. Er ist die loyale Klinge in den Händen seines Herrn, welcher ohne zu fragen jedem seiner Befehle folge leistet und sie gnadenlos durchführt, gleichgültig was von ihm gefordert wird. Es ist geradezu amüsant anzusehen wie gut es dem alten Shinobi gelingt seinen Diener zu spielen, obwohl er derartige Probleme damit hat den Befehlen eines anderen zu gehorchen. Ansonsten gibt es noch ungezählte andere Rollen welche er ab und an immer wieder spielt, doch in keiner von ihnen steckt sonderlich viel Liebe zum Detail, wenn man ehrlich ist. Eine jede würde zwar auch einer genaueren Prüfung standhalten, doch die meisten sind ohnehin nur für spezielle Gelegenheiten und Aktionen geschaffen worden, wodurch ihr Wiederverwendungswert zu einer Farce wird. Außerdem ist zu beachten, dass gleich wie ich diese Rollen beschrieben habe, eine Jede von dem alten Shinobi immer etwas variiert werden und an die bestehenden Gegebenheiten angepasst werden kann, sodass es ein jedes Mal ein Erlebnis für sich sein kann mit einer seiner Rollen zusammen zu treffen.
Träume:
Spoiler:
Eigentlich gibt es nicht einmal so viel, was sich der alte Shinobi in seinem Leben noch erträumt, denn dafür ist er wohl viel zu sehr Realist. Dennoch besitzt auch er gewisse Sehnsüchte, wenngleich er sie weitgehend verdrängt und sie weder anstrebt noch ihnen allzu viel Aufmerksamkeit schenkt. Eigentlich sind es für einen Shinobi seines Formats nur Kleinigkeiten, die er sich sogar erfüllen könnte, wenn er nicht wüsste, dass der Schmerz über ihren Verlust ihn härter treffen würde, als die Freude über ihr Dasein. Ein typischer Wunsch dieser Kategorie ist das Verlangen nach einem Sohn, einem Stammhalter, der die Gebräuche ihrer Ahnen in Erinnerung bewahrt und den Kampf seines Vaters in allen Ehren fortführt. Es wäre ihm eine Freude ihn mit den Füchsen bekannt zu machen und ihn die Grundlagen des Kampfes und der Jagd zu lehren, während er aus ihm einen formidablen Shinobi macht. Er würde gerne noch erleben wie dieser seinen Traum lebt und zu großen Würden gelangt, die ihm alle Ehre machen und selbst die Errungenschaften des Vaters um ein Vielfaches übertreffen, wie es bei den Jungen meist üblich ist. Den Wunsch hegt er insgeheim schon seit vielen Jahren und vermutlich hat er sogar den ein oder anderen Sohn von dem er einfach nichts weiß, doch es ist wohl besser, wenn sie einander auch nie kennenlernen, schließlich würde es dessen Leben nur in vielerlei Hinsicht belasten, ebenso wie letzten Endes auch den alten Shinobi, weil dieser damit eine mehr als unangenehme Schwachstelle besäße. Ein anderer Traum von ihm hat schon fast einen romantischen Touch, wenn man die Zeiten bedenkt in denen er lebt, ganz abgesehen von der fast schon aussichtslosen Note dabei. Tief in seinem Inneren hegt er bereits seit jungen Jahren den Wunsch alle Reiche unter einem Banner zu vereinen, jedoch nicht aus Gründen der Macht, sondern vielmehr, weil er einen Hang zum Frieden hat, welchen er über alles schätzt. Mord, Totschlag und alle anderen Grausamkeiten mögen gewisse Beteiligte seiner Aktionen durchaus schätzen, doch er selbst kann ihnen recht wenig abgewinnen. Freilich haben auch kurzweiligere Vergnügungen einen gewissen Reiz, wie wohl auch auf jeden anderen, doch im Sinne dieses höheren Ziels verblassen diese Dinge, werden zu wenig mehr als Schemen in einer mondlosen Nacht. Dieser Hang zur Ritterlichkeit setzt sich auch in kurzfristigeren Zielen fest, wie etwa dem Wiederaufbau von Kanesoko, den er zwar nur sehr langsam, aber dennoch beständig fortsetzt. Dieses kleine Ziel liegt ihm in jedem Falle ganz besonders am Herzen, da es in seinen Augen ein Teil Wiedergutmachung für die Übel ist, die er in seinem Leben bereits notwendigerweise hat anrichten müssen. Zu dieser Mentalität gehört auch das mutwillige Hinnehmen von Verletzungen, auch wenn sie manchmal alles andere als notwendig wären. Es ist seine Art der Absolution. Ebenso ist sein Wunsch für das Wohl seiner Begleiter dauerhaft sorgen zu können und ihre Leben zu bewahren soweit dies möglich ist, denn auch wenn man es ihm kaum zutrauen würde ist ihm ein jeder von diesen ans Herz gewachsen.
Ängste:
Spoiler:
Whew dieser Punkt ist bei einem Shinobi wie Keiji, der seine Gefühle vollkommen unter Kontrolle hat eigentlich in jedem Sinne überflüssig. Natürlich finden sich auch Dinge, welche er zu umgehen sucht und Wesen um die er sich mehr oder minder sorgt, doch in keinster Weise ist bei ihm damit Angst verbunden. Es gibt keine Gefahr, die nicht irgendwie zu überwinden wäre, keinen Gegner, den man nicht auf einem Weg über den Tisch ziehen könnte. Das ganze rührt sowohl von seiner eisernen Selbstdisziplin her, als auch den unzähligen Dingen, die er bereits durchlebt hat. Es gibt einfach bereits zu viele schreckliche Dinge, die er hat mit ansehen müssen, als dass ihn noch etwas schockieren könnte. Er sah wie Väter ihre eigenen Kinder töteten um ihre Leben zu bewahren, sah Kultisten Menschen aufs Grausamste foltern und kam auch schon in die Verlegenheit selbst Menschen Leid zufügen zu müssen, was weit über das normale Vorstellungskraft eines Humanoiden hinaus geht. Ebenso wurden ihm selbst schon allerlei Schmerzen zugefügt, was ihn jedoch eigentlich in erster Linie abgehärtet hat, sowohl auf psychischer als auch auf physischer Ebene. Eigentlich ist er ganz im Gegenteil sogar der Inbegriff von Angst, da selbst gestandene Veteranen bei seinem Anblick erstarren und zu zittern beginnen, nicht zuletzt durch seine überwältigende Aura. Wieder einmal sieht man wie sehr die verschiedenen Punkte miteinander zusammenhängen.
Interessen:
Spoiler:
Entspricht in meinem Fall praktisch zu 100% den Träumen, besondere Gelegenheitsinteressen lassen sich aus Story und Play herauslesen. (Ja ich habe keine Lust auf 5k, nur um alles aufzulisten Rolling Eyes)
Besonderheiten:
Spoiler:
Der alte Shinobi ist in jeder Hinsicht der Gaukler, dessen Auftritt auch sein Kapital ist. Seine Schauspielkünste suchen ihresgleichen und sind unangefochten mit die besten, welche ein Shinobi besitzt. Ebenso setzt er nur allzu gerne auf Angst, was sich in seiner Aura, aber auch in seinen Taten wiederspiegelt. Als Meister seines Fachs ist er in der Lage jede Faser seines Körpers zu kontrollieren und damit in jede seiner Rollen so einzutauchen, als handle es sich um sein reales Leben. Bisweilen taucht er sogar so tief in diese Rollen ein, dass er versucht ist wahrlich mit ihnen zu verschmelzen, zu ihnen zu werden, doch er ist durchaus in der Lage diesen Drang zu unterdrücken. Ebenso ist er in der Lage praktisch all seine Gefühle zu unterdrücken sei es nun Mitleid, Kälte oder auch körperlichen Schmerz, da er alles bereits im Übermaß genießen durfte und dementsprechend gelernt hat über diesen Dingen zu stehen und sie zu ignorieren, wie ein Wasserbüffel die Fliegen. Damit verbindet er einen doch recht ausgefeilten Charakter mit einer totalen Kontrolle seiner Selbst, was eine äußerst gefährliche Mischung ergibt. Darüber hinaus besitzt er ein sehr breit gefächertes Allgemeinwissen, es gibt nur wenige Dinge, über die er nicht zumindest ein paar Informationen besitzt. Er saugt jede Art von Wissen geradezu in sich auf, sodass es bisweilen so weit kommt, dass wenige Minuten des Kampfes genügen, um ihm fast alles über seinen Feind zu verraten.

Mitsu
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Re: Good ol' Keiji

Beitrag  Mitsu am Mo 21 Nov - 8:42

Kampfeigenschaften

Kampfstil:
Spoiler:
Bevor ich hier einfach wild anfange irgendwelche Dinge zu schreiben sollten wir vorerst noch einmal etwas zur Mentalität des alten Shinobi abschweifen. Aufgrund von eben dieser versucht er Kämpfe in jeder Hinsicht zu umgehen, was einen Kampfstil für sich genommen schon fast hinfällig macht. Selbst wenn die Dinge schlecht für ihn stehen wird er sich kaum auf ein offenes Gefecht einlassen und deutlich eher den Rückzug antreten, da er es nicht nötig hat sein Ego mit gewonnen Kämpfen zu verbessern, oder sich unnötig in Gefahr zu begeben. Sollte er seine Stärke beweisen wollen, so gibt es für ihn mehr als genügend andere Möglichkeiten dies zu tun. Die Möglichkeit zur Flucht ist ihm meist in allerlei Hinsicht gegeben, sei es nun durch den geschickten Einsatz einer Granate um die Augen seiner Kontrahenten zu täuschen und entkommen zu können, oder auch ein Angriff, der den Feind in die Defensive drängt und ihn mit weiteren Attacken rechnen lässt, sodass er in seiner Wachsamkeit nicht viel Zeit haben wird an das Verschwinden seines Gegners zu denken. Ebenso gibt es immernoch das gute, bewährte Prinzip der Ilussionen, denn bei vielen reichen schon einfache Sinnestäuschungen, um sie vollends zu beschäftigen und damit sicher zu stellen, dass diese andere Sorgen haben als Keiji zu folgen. Die größte Vorsicht liegt hierbei jedoch bereits in der Prävention, unter anderem also in der Wahl der Rolle und ebenso auch deren Verhalten, denn einem möglichen Kontrahenten garnicht erst die Möglichkeit zu geben einen Streit und damit einen Kampf anzuzetteln ist die beste Art einen übereilten Aufbruch vermeiden zu können, welcher meist auch mit Abstrichen bei einigen geplanten Aktionen verbunden ist. So nebenbei nehme ich mir auch die Freiheit heraus unendlich viel Chakra zuzusprechen. In dieser Hinsicht besitzt er wirklich eines von einem Aal, da er sich selbst durch sehr feinmaschige Netze schlängelt und irgendwie entkommt, nur um später wieder zu einer Plage für seine Widersacher zu werden. Alles in Allem liese sich also schon einmal sagen, dass er sich nur in einen Kampf verwickelt wird, wenn er selbst dies auch wirklich will. Leider ist dies nicht allzu häufig der Fall, sehr zum Verdruss seiner Kontrahenten. Der häufigste Grund dafür, dass er einen Kampf sucht ist die Möglichkeit die Fertigkeiten seines Gegenübers auszutesten und diese vielleicht sogar später gegen ihn zu nutzen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Diese Art von Kampf führt er stets äußerst passiv und überlässt es seinem Gegner die Offensive zu übernehmen. Sollte dieser jedoch zögern oder sich sogar weigern wird der alte Shinobi durch das geschickte Provozieren von Attacken durch Ilussionen diesem zusetzen bis er seine Position überdenken und wechseln muss, wenn er nicht Gefahr laufen will hinter einer der Sinnestäuschungen einmal eine wahre Bedrohung zu übersehen. Meist wird der Kampf dann nach einiger Zeit entweder recht schlagartig durch einen abgewehrten Angriff und eine außer Gefecht setzende Riposte beendet, oder aber doch zumindest doch durch einen taktischen Rückzug von Seiten des alten Shinobi, der darauf achtet möglichst wenig über seine eigenen Fertigkeiten preis zu geben. Natürlich mag es praktischer erscheinen einen Gegner sofort völlig auszuschalten und in manchen Momenten ist es wirklich nützlich genug, dass er dieser Idee nachgibt, doch zumeist ist es besser das Opfer in dem Glauben zu lassen es habe das Schlimmste überstanden. Das sorgt dafür, dass bald übertriebene Gerüchte die Runde machen werden, die die Stärke des Gauklers anpreisen, die Person Furcht vor ihm entwickeln wird und sie sich ihm vielleicht aus reiner Furcht unterwirft, es soll ja einige Exemplare von Shinobi geben, die einen anderen erst dann respektieren, wenn dieser ihnen einen Schlag vor den Latz versetzt hat. Äußerst selten ('alle Jahre wieder'), kommt es jedoch auch dazu, dass der alte Shinobi sein Reportoire auspacken muss um einen Gegner niederzuringen. Meist machen dann noch monatelang Gerüchte über diesen Kampf die Runde, weil er von solch epischem Ausmaß gewesen sein soll, was meist die Schuld der großspurigen Gegner ist. Dieses volle Reportoire umfasst nicht nur seine speziellen Fertigkeiten in den Disziplinen von Illusionen und Schwertkampf, sondern auch diverse Taktika und Strategien, die meist optimal auf das Ziel zugeschnitten sind. Natürlich könnte ich hier jetzt ins Detail gehen, doch das würde nur langatmig werden und gewisse Personen dazu bringen eine Antiliste zu schreiben, was ich vermeiden will. In diesem Sinne ist hier also Ende Gelände. Wink
Stärken:
Spoiler:

~Waffenkampf~
~Genjutsu~
~Geschwindigkeit~
~Chakrakontrolle~
~Geschicklichkeit~
~Intelligenz~
~Willenskraft~
~Reaktionsgeschwindigkeit~
Ganz wie es einem Shinobi seines Ranges gebührt wartet Keiji mit so einigen Stärken auf, die in der Lage sind seinen Kontrahenten ins Schwitzen zu bringen. Seine beiden bevorzugten Disziplinen sind ebenso klar, wie tödlich, ausgeprägt, es handelt sich um den Waffenkampf und Genjutsu. In beiden Fällen hatte er lange Jahre gehabt, um seine Fertigkeiten der Perfektion gefährlich nahe zu bringen, wenngleich er die völlige Perfektion wohl nie erreichen wird. Dennoch reichen seine Fertigkeiten auf den beiden Gebieten völlig aus, um ihm den Ruf eines mörderischen Feindes einzubringen. Dazu kommen eine außergewöhnliche Geschwindigkeit, sowie eine herausragenden Reaktionsgeschwindigkeit, welche mit seiner Geschicklichkeit zusammengenommen eine sehr heftige Grundlage, für seine ganz eigene Art des Schwertkampfes bieten. Die Grundlage seiner Genjutsu hingegen sind eine hohe Chakrakontrolle, eine geradezu bösartige Intelligenz und nicht zuletzt ein gesunder Dickkopf, welcher sich in Form einer fast nicht zu biegenden Willenskraft zeigt.


Schwächen:
Spoiler:

~Einäugig~
~Ninjutsu~
~Taijutsu~
~Körperkraft~
~Teamfähigkeit~
~Chakravorrat~
~Alte Wunden~
Leider ist niemand perfekt, so sehr es sich einige auch wünschen mögen, sodass selbst die Stärken des alten Shinobi in gewisser Weise von seinen Schwächen wieder aufgewogen werden. Am offensichtlichsten ist wohl dabei noch die Tatsache, dass er nur noch ein einzelnes sehendes Auge besitzt. Das andere ist zwar noch vorhanden, erblindete jedoch, als es von einem Schwerthieb getroffen wurde. Man mag es nicht auf den ersten Blick sehen, doch sein rechtes Auge, verborgen hinter einigen Haarsträhnen, ist gewissermaßen tot, eine Tatsache, die jedoch die Eigenschaften des Auges nicht schmälert. Zumindest gibt diese Tatsache dem alten Shinobi im Kampf einen entscheidenden Nachteil, da seine rechte Seite meist die Hauptlast eines jeden Angriffs tragen muss. Nun kommen wir zu seinen beiden schwachen Disziplinen. Auf der einen Seite findet sich da die Kunst der Ninjutsu, welche er aufgrund fehlender Elemente in beständigem Maße vernachlässigte und heute nurnoch in Form einiger, weniger unterstützender Techniken nutzt, welche im Kampf absolut unbrauchbar sind. Auf der anderen Seite stehen dagegen die Taijutsu, welche sich durch seinen Fokus auf den Umgang mit Waffen weitgehend selbst erledigten. Ohne Waffen wird sich daher seine Schlagkraft stets in engen Grenzen halten, nicht zuletzt auch deshalb, da er rein garnichts von der Technik der Taijutsu hielt. Die acht Tote hatten zwar einen gewissen Reiz gehabt, doch durch seine fehlenden Aufenthalte in Konoha war diese Idee nie mehr geworden. Heute beherrscht er also auf diesem Gebiet wenig, bis nichts. Als unter dem Durchschnitt lassen sich auch noch seine Körperkraft und Chakramenge ansehen. Er versucht zwar beides durch seine Stärken zu kompensieren, doch das ändert nichts an der Tatsache, dass er in beiden Belangen nicht besonders zum Glänzen kommt. Dann wäre da also noch seine absolut nicht vorhandene Teamfähigkeit. Zeit seines Lebens war er Einzelgänger gewesen und er verfolgt in keiner Hinsicht den Wunsch, in naher Zukunft etwas daran zu ändern. Zuletzt verbleiben nun also noch seine alten Wunden, welche ihm häufig zu schaffen machen. Sie verhindern, dass er sein volles Potenzial im Kampf ausspielen kann, wenn er nicht riskieren will sich selbst die Siegeschance durch aufgerissene Narben zu nehmen.
Besonderheiten:
Ausrüstung:

~Umhangtaschen~
Spoiler:
2 Kunai mit Explosivnotiven: Der Name ist praktisch selbsterklärend, zwei handelsübliche Kunai, an welchen mit einem dünnen Draht je zwei kleine Explosivnotiven befestigt sind, welche auf das Chakra des alten Shinobi geprägt wurden und damit auch ausschließlich von ihm genutzt werden können, eine einfache Vorsichtsmaßnahme, wenn man die Nähe der Notizen zu seinem Körper bedenkt. Alles in allem nützliche Allzweckwaffen.
2 kleine Blendgranaten: Diese Waffen dienen einzig und allein dazu den Kontrahenten zu blenden und dadurch entweder einen Angriff oder eine Flucht zu ermöglichen. Da sie in einem hellen Schein explodieren, wobei die Explosion selbst keinen Schaden anrichtet, werden die Augen aller anwesenden Personen überbelichtet, sofern sie diese nicht schützen sollten. Sie decken auf freiem Feld ungefähr einen Radius von 50 Metern ab.
2 kleine Rauchbomben: Der Nutzen dieser Waffen liegt vor allem darin eine eventuell nötige Flucht zu ermöglichen. Durch den lauten Knall, den sie bei ihrer Detonation verursachen können sie auch zur Ablenkung genutzt werden. Der Rauch braucht einige Minuten, bis er sich bei leichtem Wind so weit verteilt, dass man wieder frei sehen kann. Es wird ein Radius von ungefähr 15 Metern mit einer der Rauchbomben abgedeckt.

~Stiefelsohle (2x)~
Spoiler:
2 vergiftete Wurfmesser: Diese extravaganten Wurfmesser aus feinstem, legiertem Stahl sind mit Widerhaken ausgestattet, welche es dem Feind schwer machen mögen sie wieder zu entfernen. Die Klingen sind überraschend leicht und dünn, sodass es bei größerem Krafteinsatz wohl sogar möglich sein dürfte sie zu zerbrechen. Ihre Schärfe ist in jedem Falle bemerkenswert, sodass sie auf kurze bis mittlere Distanz praktische Waffen darstellen. Bei dem verwendeten Gift handelt es sich um ein hochkonzentriertes Halluzinogen, welches bereits bei Hautkontakt aufgenommen werden können. Ihre Wirkung schwankt von so genannten Trips, bis hin zu wahrhaft alptraumhaften Visionen.

~Ledertasche Bein rechts~
Spoiler:
12 Shuriken: Einfache handelsübliche Wurfsterne, welche keinerlei Besonderheit aufweisen. Sie werden gerne als Störwaffe genutzt, doch im Großen und Ganzen hält ihr Wert im Kampf sich in engen Grenzen, nicht zuletzt weil sie trotz des Stahls recht fragile Werkzeuge sind. Nur ein Narr würde seine ganzen Hoffnungen in sie setzen, ganz zu schweigen davon auf ihnen eine Taktik aufzubauen, denn hier gilt der Leitspruch Masse statt Klasse.
1 Feuerzeug: Nein, der Shinobi ist kein Raucher, aber dennoch kann sich dieses kleine Utensil in vielerlei Situationen als hilfreich erweisen. Dies ist ganz gleichgültig davon so, ob es jetzt im Kampf für Ablenkungen genutzt wird, oder aber für praktische Einsätze wie das Entzünden eines Lagerfeuers. Im Zweifelsfalle könnte es sogar für das manuelle Entzünden von Bomben genutzt werden, doch diese finden sich nicht im Arsenal des alten Shinobi.
1 Knäuel Bindfaden: Zu diesem Knäuel gehört übrigens auch eine recht feine Nadel. Im Großen und Ganzen ist es schlichtweg gewöhnlicher Faden, wenn auch ein sehr feiner. Seine Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, so reichen sie mit spezieller Behandlung von Zündschnüren, über das Flicken von Kleidung bis hin zum Vernähen von Fleischwunden. Alles in allem ein äußerst nützliches Kleinod.
12 Wurfmesser: Diese extravaganten Wurfmesser aus feinstem, legiertem Stahl sind mit Widerhaken ausgestattet, welche es dem Feind schwer machen mögen sie wieder zu entfernen. Die Klingen sind überraschend leicht und dünn, sodass es bei größerem Krafteinsatz wohl sogar möglich sein dürfte sie zu zerbrechen. Ihre Schärfe ist in jedem Falle bemerkenswert, sodass sie auf kurze bis mittlere Distanz praktische Waffen darstellen.

~Ledertasche Bein links~
Spoiler:
1 kleine Blendgranate: Diese Waffe dient einzig und allein dazu den Kontrahenten zu blenden und dadurch entweder einen Angriff oder eine Flucht zu ermöglichen. Da sie in einem hellen Schein explodiert, wobei die Explosion selbst keinen Schaden anrichtet, werden die Augen aller anwesenden Personen überbelichtet, sofern sie diese nicht schützen sollten. Sie deckt auf freiem Feld ungefähr einen Radius von 50 Metern ab.
3 Druckbandagen: Sollte es einmal nötig sein schnell an eine Bandage zu kommen um einen starken Blutfluss zu stoppen, so wird der gut sortierte Shinobi in seinen Taschen fündig. Die Bandagen sind in keinster Weise besonders veranlagt und dementsprechend auch eher für die Zeit nach dem Kampf gedacht. Es ist immer wieder erstaunlich wie hilfreich so ein Stück Stoff sein kann, wenn es darum geht Leben zu retten.
1 kleine Schriftrolle (Shirû): Eine kleine, handelsübliche Schriftrolle, in welcher es möglich ist diverse Utensilien zu versiegeln. weiter unten werden die versiegelten Gegenstände aufgeführt. Da der alte Shinobi jedoch mehrere Schriftrollen besitzt, ist jede mit einem besonderen Namen versehen, welcher sie eindeutig kennzeichnet.
12 Wurfmesser: Diese extravaganten Wurfmesser aus feinstem, legiertem Stahl sind mit Widerhaken ausgestattet, welche es dem Feind schwer machen mögen sie wieder zu entfernen. Die Klingen sind überraschend leicht und dünn, sodass es bei größerem Krafteinsatz wohl sogar möglich sein dürfte sie zu zerbrechen. Ihre Schärfe ist in jedem Falle bemerkenswert, sodass sie auf kurze bis mittlere Distanz praktische Waffen darstellen.

~Gürteltaschen~
Spoiler:
24 Explosivnotiven: Gleich ein ganzer Stappel dieser speziellen auf das Chakra des Nuke hin konzipierten wartet in einer Gürteltasche zu seiner Rechten darauf genutzt zu werden. Sie sind bereits mit einem Faden versehen, sodass es nurnoch nötig ist sie am gewünschten Ziel zu befestigen, wobei sie im Falle des Falles auch einfach an dieses geklebt werden können. Die Explosionen, die sie anrichten halten sich dabei eigentlich in Grenzen, doch sie sind dennoch gefährlich und können mit etwas Pech ein Körperteil kosten. Durch gewöhnliches Feuer und Hitze werden sie übrigens nicht entzündet, was von einer besonderen Wachsschicht herrührt, welche sie schützt.
7 Kunai: Sieben einzelne, handelsübliche Kunai, welche man praktisch in der Ausrüstung eines jeden Shinobi findet. Sie stellen das Schweizer Taschenmesser dar, da sie sowohl im Nahkampf als auch im Fernkampf genutzt werden können. Freilich kann man sie auch für banale Dinge nutzen, wie zum Zerteilen von Nahrung, doch solche Dinge mindern im besten Falle die Schärfe und sind eine Herabwürdigung der Kunst in der sie hergestellt worden sind.
2 Lachgasbomben: Zwei kleine Bomben, bei deren zu vernachlässigender Explosion, Lachgas entströmt. Das Gas ist stark heruntergekühlt, sodass einige Zeit vergeht, bis es sich verflüchtigt. Die Wolke deckt einen Radius von etwa 25 Metern ab und bewirkt neben plötzlicher Müdigkeit auch Halluzinationen, sowie Teilnahmslosigkeit und Reaktionsträgheit.
2 kleine Schriftrollen (Suke, Kôgeki): Eine kleine, handelsübliche Schriftrolle, in welcher es möglich ist diverse Utensilien zu versiegeln. weiter unten werden die versiegelten Gegenstände aufgeführt. Da der alte Shinobi jedoch mehrere Schriftrollen besitzt, ist jede mit einem besonderen Namen versehen, welcher sie eindeutig kennzeichnet.

~Wams rechte Seite~
Spoiler:
1 kleine Schriftrolle (Mori): Eine kleine, handelsübliche Schriftrolle, in welcher es möglich ist diverse Utensilien zu versiegeln. weiter unten werden die versiegelten Gegenstände aufgeführt. Da der alte Shinobi jedoch mehrere Schriftrollen besitzt, ist jede mit einem besonderen Namen versehen, welcher sie eindeutig kennzeichnet.
1 Notizbuch mit Stift: Ein einfaches Notizbuch, wie sie täglich mehrfach hergestellt und genutzt werden. In ihm werden ab und an kürzere Beschreibungen von Dingen und wichtige Informationen eingetragen. Es dient sogar als sporadisches Logbuch, womit es eigentlich alles in allem recht praktisch ist, wenngleich es recht gering geschätzt wird.

~Wams linke Seite~
Spoiler:
1 kleine Schriftrolle (Senshi): Eine kleine, handelsübliche Schriftrolle, in welcher es möglich ist diverse Utensilien zu versiegeln. weiter unten werden die versiegelten Gegenstände aufgeführt. Da der alte Shinobi jedoch mehrere Schriftrollen besitzt, ist jede mit einem besonderen Namen versehen, welcher sie eindeutig kennzeichnet.

~Unterarm(2x)~
Spoiler:
12 Kurzbolzen: Diese zu seiner Armbrust gehörige Munition ist in kleinen Ledertaschen an seinen Unterarmen befestigt. Sie besteht im Grunde aus einem stabilen Stift aus Eichenholz, der einen mit gefährlichen Widerhaken besetzten Kopf aus Stahl trägt. Ihre Durchschlagskraft hält sich eigentlich in Grenzen, doch durch ihre geringe Länge sind sie sehr schwierig zu entfernen. Ohne dicke Rüstung richten sie dennoch schwere Schäden an.
Repetierarmbrust (Unikat, nur rechter Arm): Diese Armbrust gehört mit Abstand zu den leichtesten ihrer Klasse und zeichnet sich durch ihre hohe Schussfrequenz, sowie ihre praktische Nutzbarkeit auf kurze Distanz aus. Es ist überraschend wie viel Schlagkraft in dieser kleinen Waffe aus Eschenholz steckt, welche speziell für den Shinobi angefertigt worden ist. Ihr Bogen ist mit Stahl eingefasst und gibt ihr einen weiteren Bonus auf ihre Stabilität. Sie ist darüber hinaus mit einer abnehmbaren Kette am Ärmel des Shinobi befestigt, was verhindet, dass ihm die Waffe völlig entgleiten kann. Sie besitzt darüber hinaus ein wiederbefüllbares Magazin von 6 Kurzbolzen.

Besondere Ausrüstung:

~Schriftrolle Shirû~
Spoiler:
Feldproviant: Recht spartanisch zusammengestellte Essensrationen, welche recht haltbar und nahrhaft sind, sich jedoch nicht durch ihren Geschmack auszeichnen. In einer üblichen Ration findet sich etwas Trockenfleisch, ein Stück Schiffszwieback und mehrere Scheiben getrockneten Apfels. Es ist nichts besonderes, doch es genügt, um den Hunger zu unterdrücken und den Körper im Saft zu halten, sodass es möglich ist, bei guter Einteilung, diese Rationen eine Woche lang als Nahrung zu nutzen, bevor man auf Nullrationen fasten muss.
Wasserflasche: Diese mehr als nur etwas umfangreiche Wasserflasche hat ein Füllvermögen von in etwa zehn Litern, welche auch meist mithilfe von gewöhnlichem Quellwasser ausgenutzt wurden. Sie garantieren, dass man eher verhungert, als dass man verdurstet, was besonders in der Hitze von Sunagakure wahres Gold wert sein kann.

~Schriftrolle Suke~
Spoiler:
30 Shuriken: Einfache handelsübliche Wurfsterne, welche keinerlei Besonderheit aufweisen. Sie werden gerne als Störwaffe genutzt, doch im Großen und Ganzen hält ihr Wert im Kampf sich in engen Grenzen, nicht zuletzt weil sie trotz des Stahls recht fragile Werkzeuge sind. Nur ein Narr würde seine ganzen Hoffnungen in sie setzen, ganz zu schweigen davon auf ihnen eine Taktik aufzubauen, denn hier gilt der Leitspruch Masse statt Klasse.

~Schriftrolle Kôgeki~
Spoiler:
30 Kunai: Dreißig einzelne, handelsübliche Kunai, welche man praktisch in der Ausrüstung eines jeden Shinobi findet. Sie stellen das Schweizer Taschenmesser dar, da sie sowohl im Nahkampf als auch im Fernkampf genutzt werden können. Freilich kann man sie auch für banale Dinge nutzen, wie zum Zerteilen von Nahrung, doch solche Dinge mindern im besten Falle die Schärfe und sind eine Herabwürdigung der Kunst in der sie hergestellt worden sind.

~Schriftrolle Mori~
Spoiler:
Name:Tsukidoku (Mondgift)
Trageort: Schriftrolle in der rechten Brusttasche
Herkunft: Sunagakure
Beschreibung: Ein weiteres normal anmutendes Katana aus der Sammlung des alten Shinobi. Auch hier ist wieder das einzig augenscheinlich seltsame ein grünlicher Schimmer, der die Waffe umgibt.
Besonderheit: Die Klinge hat eine sehr eigenwillige, überraschend heftige Eigenschaft zu eigen. Wie viele Waffen der Shinobi ist die Klinge vergiftet, doch dieses Gift ist in seiner Wirkung schleichend. Es mag gut und gerne zwei Stunden dauern, bis das stark lähmende Gift zu wirken beginnt. Selbst ein Arzt dürfte einige Zeit brauchen, um es als Gift zu erkennen. Das Gift führt zu einer temporären Bewegungsunfähigkeit, welche ebenfalls mehrere Stunden andauern dürfte.

Name: Tsukihime (Mondprinzessin)
Trageort: Schriftrolle in der rechten Brusttasche
Herkunft: Sunagakure
Beschreibung: Diese Waffe erinnert vom Aussehen her stark an einen mittelalterlichen Bihänder, wenngleich sie klein genug ist, um mit einer Hand geschwungen zu werden. Eine unnatürliche Kälte umgibt die Klinge. Sie ist nicht stark genug um bei Berührung sofort zu gefrieren.
Besonderheit: Die Kälte der Klinge führt dazu, dass von ihr geschlagene Wunden einen sofortigen Kältebrand erfahren. Das mag für den Feind Vor/- und Nachteile haben. Zum einen wird die Wunde weniger stark bluten und er wird weiter kämpfen können, zum anderen wird sie im Nachhinein schwerer zu behandeln sein.

~Schriftrolle Senshi~
Spoiler:
Name: Tsukihi (Mondflamme)
Trageort: Schriftrolle in der linken Brusttasche
Herkunft: Yukigakure
Beschreibung: Ausgerechnet aus dem kältesten aller Reiche kommt diese pechschwarze Klinge. Sie sieht aus wie eine gewöhnliche Waffe, eigentlich wie ein ganz normales Langschwert, ohne den geringsten Schmuck.
Besonderheit: Wo seiner Schwesterklinge die Kälte innewohnt, so lebt in dieser Klinge ein ewiges Feuer. Auch dieses ist nicht stark genug für sofortige starke Brandwunden, doch abermals ist es stark genug um bei einem Treffer die Wunde so stark zu verbrennen, dass diese kaum noch blutet.

Name: Tsukihana (Mondblume)
Trageort: Schriftrolle in der linken Brusttasche
Herkunft: Yukigakure
Beschreibung: Ein Krummsäbel der dünnsten Variante, so könnte man die Waffe wohl recht treffend beschreiben. Sie scheint aus Kupfer zu sein und erscheint überraschend filigran. Dennoch ist sie aus gefaltetem Stahl.
Besonderheit: Dieser Klinge sitzt eine recht einfache Fähigkeit inne. Sie kann ihre Schläge mithilfe von Chakra durch die Luft fortklingen lassen. Genau genommen ist es ein geisterhaftes Chakraabild der Klinge, welches auf den Gegner zufliegt. Es kann wie eine normale Klinge abgewehrt werden, schadet jedoch ebenso wenn sie abgewehrt wird.

~Rücken~
Spoiler:
Name: Tsukimune (Mondseele)
Spitzname: Die Plaudertasche
Trageort: Rücken, Griff ragt über die linke Schulter
Herkunft: Kumogakure
Beschreibung: Das Tsukimune war die erste Klinge, die Keiji jemals bekommen hatte. Die Klinge ähnelt einem Krummsäbel und bildet zusammen mit seiner Schwesterklinge Tsukisenden ein Paar. Die Klinge besteht aus feinstem, mehrfach gefalteten Stahl und ist rasiermesserscharf. Von ihrer Qualität kann die Waffe sich mit so ziemlich jedem Katana messen.
Besonderheit: Die Waffe hat eine ebenso seltsame, wie auch amüsante Eigenschaft. Sie kann sprechen. Zugegeben, sprechen ist übertrieben ausgedrückt. Es ist vielmehr ein steter Gedankenaustausch mit Keiji. Obwohl die Klinge keinerlei Wahrnehmung besitzt, so kann sie ihn in einem Kampf dennoch leidlich vor Angriffen warnen.

Name: Tsukisenden (Mondblitz)
Spitzname: Der Blitzspalter
Trageort: Rücken, Griff ragt über die rechte Schulter
Herkunft: Kumogakure
Beschreibung: Das Tsukisenden war nach dem Tsukimune eine der ersten Klingen, die Keiji in die Hand bekommen hatte. Die Waffe ist eine deutlich schmälere und dünnere Version seiner Schwesterklinge, denn wo das Schneideblatt bei dem Tsukimune eine Tiefe von gut und gerne zehn Zentimetern besitzt, ist die des Tsukisenden nur etwa zwei Zentimeter tief. Neben der rasiermesserscharfen Klinge und der ebenso hohen Qualität, besitzt diese Klinge jedoch noch einen Dorn hinter der Klinge, sozusagen eine zweite Klinge, mit dem einem Feind das Schwert entwunden werden kann.
Besonderheit: Die Eigenschaft von Tsukisenden ist relativ einfach und ebenso praktisch. Die Waffe leitet keinerlei Strom. Wenn sie zum Beispiel auf einen Blitz treffen würde, so würde sie diesen geradezu spalten, da sich die Elektrizität einen anderen Leiter suchen muss. Durch eine sehr umstrittene Technik kann diese Klinge Techniken neutralisieren, die auf Elektrizität basieren.

~Hinter der Hüfte~
Spoiler:
Name: Tsukikawa (Mondfluss)
Spitzname:
Trageort: Hüfte, linke Seite
Herkunft: Kirigakure
Beschreibung: Das Tsukikawa bekam Keiji erst im Laufe der Jahre in die Hände. Die Waffe sieht in jeder Hinsicht aus wie ein normales Katana, einmal abgesehen von dem fehlenden Handschutz. Die Waffe ist aus einem speziellen Metallgemisch gemacht und mit verschiedenen anderen Substanzen modifiziert worden, was auch ihre absonderliche Fähigkeit erklärt.
Besonderheit: Diese Waffe hat die Fähigkeit sich in Wasser aufzulösen. Für Angriffe mag das zwar relativ sinnlos sein, doch diese Fähigkeit verhindert eine Zerstörung der Waffe weitgehend, da sie sich im Falle einer Attacke ziemlich einfach auflösen und im Nachhinein wieder zusammensetzen würde. Dies ist jedoch nur an der frischen Luft möglich, da es einfach zu heftig wäre einen Feind erst das Wasser trinken zu lassen um dann in seinem Körper die Klinge neu zusammenzusetzen. Vom Zeitpunkt der Zerstörung bis zum erneuten Zusammensetzen vergingen mindestens 2 Posts.

Name: Tsukitsuchi (Mondhammer)
Trageort: Hüfte, rechte Seite
Herkunft: Kirigakure
Beschreibung: Das Tsukitsuchi bekam Keiji, ähnlich dem Tsukikawa erst im Laufe der Jahre in die Hände. Die Klinge sieht dabei schon fast so aus, wie ein mittelalterliches Langschwert. Die Klinge und die Parierstange an der Hand sind überraschend groß, die Waffe selbst dabei überraschend schwer.
Besonderheit: Aus dieser Klinge können sich bei Bedarf gefährliche Dornen herausbilden. Die Länge dieser Dornen beträgt maximal 10 Zentimeter und sie sind nur so hart wie die Klinge selbst. Sie sind vor allem dazu da, um einen Gegner der den Schlag pariert zusätzlich in Bedrängnis zu bringen.

~Handgelenke~
Spoiler:
Name: Tsukisagiri (Mondnebel)
Trageort: Siegel am rechten Handgelenk
Herkunft: Tsukigakure
Beschreibung: Augenscheinlich ist das Hantusana ein Katana wie es im Bilderbuch steht und das mag als solches auch stimmen. Die Klinge selbst entspricht in allen Hinsichten, außer vielleicht der, der Besonderheit einem normalen Katana.
Besonderheit: Ein unheimlicher Nebel umwabbert die Klinge und lässt sie zu einem unsteten Schemen verschwimmen. Es verstärkt zwar die Attacke nicht, doch es macht es für den Gegner schwerer die Klinge direkt mit einem anderen Schwert abzuwehren.

Name: Tsukiha (Mondklinge)
Trageort: Siegel am linken Handgelenk
Herkunft: Tsukigakure
Beschreibung: Die Form der Klinge entspricht der eines normalen Katana's, doch ihr Aussehen weicht dennoch recht stark davon ab. Die Parierstange ist recht klein, doch der entscheidende Unterschied liegt in ihrer Erscheinung. Die Waffe scheint durchscheinend zu sein, fast wie Nebel. Das ist natürlich nicht um den Gegner zu verwirren, die Klinge ist alles andere als unsichtbar, es einfach eine der sonderlichen Eigenschaften der Waffe.
Besonderheit: Das Tsukihana besitzt eine schon fast unheimliche Macht. Wenn die Klinge jemanden verwundet, so schneidet sie nicht nur in das Fleisch des armen Opfers, sondern bis in seine Seele. Auf sonderbare Art und Weise ist es dem Schwertschwinger möglich ein Genjutsu in der Klinge 'einzusperren', sodass das getroffene Opfer augenblicklich unter die Technik fällt, meist sogar ohne es zu bemerken, denn wer rechnet damit in einer Illusion gefangen zu werden, wenn man mit einem Schwert verwundet wird?

Vorgeschichte

Index:
0 Jahre -> Aufnahme in das Kloster
5 Jahre -> Aufnahme in die Akademie
9 Jahre -> Bestandene Geninprüfung
10 Jahre -> Lehre bei einem Schwertmeister
14 Jahre -> Flucht aus Kumogakure
16 Jahre -> Trifft zum ersten Mal seinen leiblichen Vater
19 Jahre -> Schließt seinen Kuchiyose Vertrag, Rückkehr nach Kumo, Gefangennahme
20 Jahre -> Entlassung aus der Haft, erneute Ernennung zum Shinobi
21 Jahre -> Zur Hälfte misslungene A-Rang Mission
22 Jahre -> Feuerprobe, Prophezeiung durch Nekomata
24 Jahre -> Ernennung zum Anbu Teamführer
26 Jahre -> Verbannung aus Kumogakure
32 Jahre -> Erneuter Anfang mit gefälschten Papieren in Kirigakure
33 Jahre -> Ernennung zum Anbu Captain Kirigakures
34 Jahre -> Versiegelung Nekomatas
35 Jahre -> Tod seiner Füchsin Fatagura, Verrat an Kirigakure, Versuchter Umsturz
36 Jahre -> Erneutes Umherziehen
38 Jahre -> Eintritt in eine Verbrecherorganisation namens Gyo-Ko
39 Jahre -> Tod des Organisationsführers, Keiji übernimmt das Ruder
45 Jahre -> Suche nach dem Sinn, Fund von Kanesoko
46 Jahre -> Anheuern der Leibwächter
47 Jahre -> Fingierter Selbstmord
Geschichte: Wie vorher siehe unten ^^
Schreibprobe: Siehe meine Posts, oder Yukimura, oder wo ihr eben gerade wollt.

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Re: Good ol' Keiji

Beitrag  Mitsu am Mo 21 Nov - 8:42

Nukeakte Keiji 'Kijutsu shi' Sihin

Allgemeine Informationen
Spoiler:
Name des Gesuchten: Keiji 'Kijutsu shi' Sihin
Sonstige Namen: The Swordsman, Der Rebell, Der Silberfuchs
Verbundene Namen: Der Gaukler, Keiichi Manesoko
Eingeschätztes Gefahrenpotenzial: S+ Rang
Zuletzt gesichtet: Vor 6 Jahren
Status: Gefahndet in allen Reichen
Vermutliche Position: Verstorben bei einem Selbstmordattentat in Kirigakure
Informationen:
- Hat Verbindungen zur Unterwelt
- Ist unauffindbar
- Besitzt eine herausragende Gefolgschaft
- Bereits unter verschiedenen Namen in diversen Reichen aufgetaucht
- Tötet ohne Skrupel Zeugen seiner Taten
- Gilt als hochgradig gefährlich

Verbrechen im Reich des Donners

Allgemeine Informationen
Spoiler:
Name des Gesuchten: Keiji 'Kenkyaku no' Sihin
Ehemaliger Rang: Anbu Teamführer 'Der Silberfuchs'
Sonstige Namen: The Swordsman, Der Rebell, Der Silberfuchs
Ehemalige Sicherheitsstufe: Keinerlei Beschränkungen
Eingeschätztes Gefahrenpotenzial: A-Rang
Zuletzt gesichtet: Vor 22 Jahren
Status: Verbannt, gefahndet
Vermutliche Position: Verstorben
Anzahl der Verbrechen: 82 Kapitalverbrechen, diverse Delikte, mehrfacher Wiederholungstäter
Informationen:
- Besitzt unzählige wichtige Informationen über das Dorf
- Meister der Infiltration und Spionage
- Besitzt immer noch Verbündete im Dorf
- Vermeidet Kämpfe
- Bedient sich gerne Täuschungen und Attentatstechniken
- Ausgebildet im Schwertkampf
- Anführernatur

Auszug aus seiner Verbrechenskartei
Spoiler:
- Einbruch in das Büro des Kage
- Vergewaltigung der Ehefrau des Kage
- Vergewaltigung der Tochter des Kage
- Diebstahl von Shinobiakten
- Diebstahl von dorfinternen Akten
- Entwendung von Informationen der höchsten Sicherheitsstufe
- Verspottung des Kage
- Volksverhetzung
- Mord an Angehörigen der Jagdeinheit
- Mord an Angehörigen der Attentatseinheiten
- Mord an Angehörigen eines namenhaften Clans
- Mord an drei Jonin
- Trunkenheit in der Öffentlichkeit
- Unziemliches Verhalten
- Handel mit vertraulichen Informationen
- Amtsanmaßung
- Schmuggel
- Sachbeschädigung in mehreren Fällen
- Gefährliche Körperverletzung in mehreren Fällen
- Hochverrat
- Fälschung
- Verschwörung gegen das Dorf
- Sprengung des Anbu HQ
- Angehörigkeit einer illegalen Vereinigung
- Flucht aus dem Dorf

Statement des Nuke
Spoiler:
Ach ja Kumogakure meine Heimatstadt, das waren noch Zeiten, nunja wenn man davon absieht, dass die Leute mich herumreichten wie einen Becher beim Bankett, der Kage ein Kotzbrocken und die Weiber allesamt zickig waren. Doch genug der schlechten Nachrede eigentlich erging es mir an dem Ort auf Dauer garnicht einmal so schlecht. Noch heute wage ich eine leichte Melancholie mit diesem Dorf zu verbinden, das mir so viel gab und doch zugleich so einiges verwehrte. Eigentlich ist es denkbar schade, dass ich es verlassen musste, zumal ich mich mit der Kagin durchaus hätte arrangieren können, man beachte schließlich, dass sämtliche Verfahren wegen Vergewaltigung erst angestrengt wurden nachdem ich das Dorf mehr oder minder freiwillig verlassen habe. Naja sei es drum, jeder Ort braucht wohl sein schwarzes Schaf und in Kumogakure galt ich wohl in jedem Falle als das Schwärzeste von allen. Natürlich liese sich davon jetzt auch wieder so einiges davon auf meine schwere Kindheit und mein versautes Erbe schieben, doch wenn ich so darüber nachdenke würde das nur von Feigheit zeugen. Im Großen und Ganzen sollte man doch zumindest im Nachhinein zu seinen Taten stehen, wobei es betont unfair ist, wenn einem Dinge angelastet werden mit denen man nicht das geringste zu tun hatte. Wenn ich meine Kartei so begutachte könnte man schließlich meinen ich hätte nichts Besseres zu tun als Menschen umzubringen, es ist wirklich eine Schande, aber naja was will man machen? Vielleicht sollte ich beizeiten wirklich einmal einige Schädel einschlagen um diese Schandflecken aus meiner Liste zu tilgen, bis dahin muss ich aber wohl mit ihnen leben.

Verbrechen im Reich des Nebels

Allgemeine Informationen
Spoiler:
Name des Gesuchten: Keiji 'Shiryo no' Sihin
Ehemaliger Rang: Anbu Captain 'Giniro no Tsurugi'
Sonstige Namen: Das Monster, der Mörder, die Silberklinge, der Verräter
Ehemalige Sicherheitsstufe: Keinerlei Beschränkungen
Eingeschätztes Gefahrenpotenzial: S+ Rang
Zuletzt gesichtet: Vor 6 Jahren
Status: Verbannt, gefahndet
Vermutliche Position: Verstorben
Anzahl der Verbrechen: 231 Kapitalverbrechen, diverse Delikte, mehrfacher Wiederholungstäter
Informationen:
- Besitzt unzählige wichtige Informationen über das Dorf
- Meister der Infiltration und Spionage
- Besitzt immer noch Verbündete im Dorf
- Vermeidet Kämpfe
- Anführernatur
- Wurde aufgrund der Schande aus allen Datenbanken gelöscht
- Aussprache seines Namens wird hart bestraft
- Nurnoch in höchsten Kreisen bekannt
- Träger des Nekomata no Nibi (jedoch unter dem Codenamen der Silberklinge, welche ebenfalls als verstorben gilt)
- Problem mit Autoritäten

Auszug aus seiner Verbrechenskartei
Spoiler:
- Amtsanmaßung
- Missachtung des Kage
- Beschmutzung der Staatsehre
- Diebstahl von Informationen der höchstem Sicherheitsstufe
- Untergrabung der inneren Sicherheit
- Handel mit vertraulichen Informationen
- Diebstahl verschiedener Schwere
- Verführung jugendlicher zur Kriminalität
- Schwächung des Dorfes
- Anzetteln eines Krieges
- Paktieren mit der Unterwelt
- Amtsmissbrauch
- Fälschung von Papieren
- Erregung öffentlichen Ärgernisses
- Körperverletzungen verschiedener Schwere
- Einschleusen von Spionen in den Staat
- Zugehörigkeit eines illegalen Syndikats
- Hausfriedensbruch verschiedener Schwere
- Einbruch verschiedener Schwere
- Illegales Eindringen in das Dorf
- Betrug verschiedener Schwere
- Mord an mehreren Angehörigen der Oinineinheit
- Mord an mehreren Angehörigen der Anbueinheit
- Mord an mehreren Zivilisten
- Mord an mehreren Jonin
- Mord an drei Feudalherren
- Versuchter Mord am Mizukage
- Verschwörung gegen den Staat
- Hochverrat
- Versuchter Staatsstreich

Statement des Nuke
Spoiler:
Ach du Schande, das in Kirigakure war wirklich keine Meisterleistung meinerseits, das muss ich ehrlich gestehen. Ausnahmsweise waren meine Absichten wirklich die Besten, was die meisten der gegen mich erhobenen Anschuldigungen einfach null und nichtig werden lässt. Andererseits habe ich mich hinreißen lassen für dieses Monster von einem Kage wirklich Morde zu begehen, unter anderem sogar an Kindern, das ist etwas was ich mir nie verzeihen werde. War ich feige mich nicht von Anfang an gegen ihn zu stellen, oder war ich einfach blauäugig und vertraute ins eine Worte? Mit etwas Abstand gesehen würde ich sagen es war eine Mischung aus beidem. Damals war ich nur ein einzelner Vagabund mit mäßiger Erfahrung und dennoch schon ein verdienter Shinobi. Damals war noch die Zeit der Wegfindung für mich, wobei mir leider niemand zu sagen vermochte wohin mich die einzelnen Wege führen sollten. Leider brachte mich der eingeschlagene Weg nur in die Verdammung. Seltsam amüsant, dass ich gleichzeitig einen Freund kennenlernte und zugleich eine langjährige Begleiterin verlor. Der Verlust von Fatagure ist etwas, das ich nie mehr durchmachen will, denn bei all dem Mist, den ich durchleben musste, sie stand mir näher als selbst Kirusa, war fast schon ein Teil meiner Seele. Es gibt wohl nur wenige Wesen mit welchen man solch eine Verbindung knüpfen kann ohne wirklich abhängig zu werden. Ruhe wohl alte Freundin und verzeih, dass ich deine Mörder erst so spät ins Grabe brachte.

Verbrechen im Reich des Windes

Allgemeine Informationen
Spoiler:
Name des Gesuchten: Keiji 'Hôrôsha no' Sihin
Sonstige Namen: Der Wüstennebel, der Nomade,
Eingeschätztes Gefahrenpotenzial: B/A - Rang
Zuletzt gesichtet: Vor 13 Jahren
Status: Gefahndet
Vermutliche Position: Verstorben
Anzahl der Verbrechen: 42 Kapitalverbrechen, diverse Delikte, mehrfacher Wiederholungstäter
Informationen:
- Besitzt keinen festen Wohnort
- Ist bekannt für seine wirren Schachzüge
- Gefährdung der Öffentlichkeit
- Eng mit Kirigakure verbunden

Auszug aus seiner Verbrechenskartei

Spoiler:
-Schwächung des Dorfes
- Paktieren mit der Unterwelt
- Versuchte Verführung einer hochrangigen Kunoichi
- Nötigung verschiedener Schwere
- Unerlaubtes Eindringen in das Dorf
- Versuchter Mord an einem Jinchuuriki
- Zugehörigkeit eines illegalen Paktes
- Irreführung der Anbueinheiten
- Diebstahl von Shinobiakten verschiedener Sicherheitsfreigaben
- Diebstahl dorfrelevanter Pläne von Tunneln und Bunkern
- Herumtreiberei
- Wegelagerei
- Spionage
- Gefährdung der inneren Sicherheit

Statement des Nuke
Spoiler:
Sand, soviel Sand und das auch noch alles auf einem Haufen, da könnte man manchmal wohl wirklich das Kotzen bekommen, zumindest wenn man außer Acht lässt, dass es noch weit unangenehmere Gegenden auf Gottes geheiligter Erde gibt. Fortuna scheint Gefallen an dem Dorf gefunden zu haben, da sie mich wieder und wieder dorthin führt, sei es nun um die Wüstenwind zu finden, meine Gefährten aufzunehmen, oder aber um Kanesoko einmal mehr aufzusuchen. Dabei wundert es mich aber ehrlich, dass sie dafür sorgte, dass man mir so viele Verbrechen nachsagt, deren Anklage auf mehr als wackeligen Beinen steht, schließlich hätte ich es gemerkt, wenn ich Zeugen zurückgelassen hätte... oder? Wie dem auch sei, die meisten dieser Verbrechen entstanden noch nicht einmal in eigenem Ansinnen sondern stellten Aufträge meiner vorigen 'Cheffs' dar, welche es scheinbar allesamt darauf angelegt hatten mich unter die Erde zu bringen, was jedoch keinem von ihnen gelingen wollte. Irgendwie setze ich verdammt große Erwartungen in diesen Ort und hoffe aus tiefster Seele, dass er mich nicht ebenso enttäuschen wird wie all die anderen, wobei.. Kanesoko mit seinem gewissen Charme wird mich wohl in keinem Falle enttäuschen, wenn es scheitert, so scheitere ich nur selbst.

Verbrechen im Reich des Feuers

Allgemeine Informationen
Spoiler:
Name des Gesuchten: Keiji 'Fukashin no' Sihin
Sonstige Namen: Der Unantastbare
Eingeschätztes Gefahrenpotenzial: Nicht vorhanden, da gelöscht. Theoretisch S-Rang.
Zuletzt gesichtet: Vor 2 Jahren
Status: Fahndungsakte gelöscht.
Vermutliche Position: Verstorben
Anzahl der Verbrechen: 88 Kapitalverbrechen, diverse Delikte, mehrfacher Wiederholungstäter
Informationen:
-Gelöscht

Auszug aus seiner Verbrechenskartei

Spoiler:

Gelöscht, Daten der Sicherheitsstufe S versiegelt. Ansicht wird mit Exekutionen geahndet. Einträge aus Bingobüchern gestrichen.

Statement des Nuke
Spoiler:
Talentlose Shinobi, jede Menge Bäume und eine Menge hohles Geschwaffel, das ist Konohagakure, ich liebe es. Es gibt nur wenige Orte an denen ich mich so frei bewegen kann, wie an diesem Ort. Es ist kaum zählbar, was ich da so alles anstellen konnte, besonders der Schwarzmarkt brummt wirklich. Zusammen damit, dass ich verdammt gute Connections in der Führungsriege besitze, ist es ein perfektes Urlaubsziel für Alt und Jung, nicht zuletzt auch deswegen, weil ich in dem Dorf praktisch gesehen keine einzige Straftat begangen habe. Ich bin wieder ein unbeschriebenes Blatt mit einer versiegelten Akte, auf deren Öffnung die Todesstrafe steht. Somit verbleibt nicht einmal mehr ein Busgeld für Falschparken, hach kann das Leben schön sein.

Weitere Straftaten in Kleinreichen existieren, werden hier jedoch nicht aufgeführt, da sie nicht seinen Hauptetat darstellen. Alle Straftaten werden übergreifend mit den Namen Keiji, Kamune, Natter und Mitsuhide in Verbindung gebracht.

Mitsu
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Re: Good ol' Keiji

Beitrag  Mitsu am Mo 21 Nov - 8:42

Geschichte von Leben und Reise des alten Shinobi
Nicht für Kinder unter 16 Jahren geeignet Wink

I Unerwünschtes Kind (Geburt)

Spoiler:
Donnergrollen erfüllte die Nacht. Tief. Alles durchdringend fuhr es einem durch Mark und Bein. Regentropfen fielen in dichten Scharen vom Himmel, gleich einer Armee. Unterschwellig war der Schrei eines Neugeborenen zu hören, doch er brach so schnell ab, dass so mancher wohl dachte, es sei nur eine Sinnestäuschung gewesen. Neues Leben hatte in der Finsternis die Welt erblickt. Vermutlich ein Grund zur Freude. Geschenke für das Neugeborene würden bald die Eltern erreichen. Eine große Feier würde es geben. Die weit verstreute Verwandtschaft würde zusammenrücken und wieder einmal zu einer Gemeinschaft verschmelzen. So wäre es wohl gekommen, wäre es der Familie bekannt gewesen, dass dieses Kind kommen würde. Wahrscheinlich wäre das Kind gut aufgewachsen und wäre ebenso erfolgreich wie glücklich gewesen. Doch die Akzeptanz zu vieler Menschen war zu gering. Zu konservativ war die Familie, dass nie jemand von dem Kind erfahren durfte. Es entstammte einer verbotenen Liebe, einer kleinen Liebelei nur, die so schwere Folgen haben sollte. Ein Schatten durchwanderte die Nacht, kaum zu sehen aufgrund des dichten Regenfalls, kaum hörbar in dem Lärm, der über der gesamten Szenerie lag. Eine junge Frau beugte sich vor der Tür eines Tempels, dessen schwere Türen unverrückbar in ihren Angeln hingen. Keine Menschenseele war zu sehen, kein Mensch hatte etwas von der Niederkunft bemerkt. Hastige Schritte entfernten sich von dem großen Gebäude. Ein weiterer Schrei durchdrang die Nacht, ein Schrei der Angst, der unerfüllten Träume, der Einsamkeit. So jung das Kind auch noch war, es schien zu wissen, was hier mit ihm geschah. An diesem Tag wurde der Grundstein einer Geschichte gelegt, der Weg eines zukünftigen Shinobi. Licht flammte hinter dem großen Tempeltor auf und eine Frage erklang. "Wer da?" Mit lautem Knarren öffnete sich das Tor nach innen. Die massige Gestalt eines Priesters kniete sich nieder und betrachtete das Bündel, das auf der Schwelle lag. "Mein Kleiner, wer hat dich denn hier ausgesetzt? Komm, ich bringe dich hinein. Du bist nicht einmal eine Woche alt. Wie kann ein Mensch nur jemanden wie dich zurücklassen? Wir brauchen einen Namen für dich.... wie wäre es mit Keiji, auf dass du ein ebenso großer Kämpfer wirst. " Mit diesen Worten hob der Priester das schreiende Bündel auf und brachte es hinein.


II Erste Anklänge (8.Lebensjahr)

Spoiler:
Der Junge betrachtete die zerbrochene Flöte, die in seiner Nähe im Gras lag. Jemand hatte sie in der Mitte durchgebrochen. Wut war das vordringliche Gefühl, dass ihn ausfüllte. Hasserfüllt betrachtete er einen anderen Jungen, der ebenso wie er auf der Akademie war. Beide waren ungefähr 8 Jahre alt, beide machten einen ziemlich abgerissenen Eindruck. Der einzige markante Unterschied zwischen den beiden, außer deren Gesichter, war die wilde blaue Haarpracht des einen, der der Besitzer der Flöte gewesen war. Keiji war sein Name. Keiji Sihin, sowohl benannt nach dem großen Krieger, als auch nach den rastlosen Vagabunden, die seit Jahrzehnten durch die Reiche zogen. Beides vereinte er in sich. Bereits in seinen jungen Jahren, war er sehr an dem anderen Geschlecht interessiert. Ebenso scheute er sich nicht einen Diebstahl zu begehen, wenn ihm etwas gefiel. Keiner Rauferei ging er aus dem Weg, wobei er dennoch das Erbe seines Namens pflegte. Ebenso, wie es von vielen Angehörigen der Sihin behauptet wurde, so war auch er ein Mensch der Muse. Die Musik war seine Welt und er hatte es bereits geschafft das Spielen zweier Instrumente zu erlernen, der Langflöte und der Laute, wobei das Spielen der Laute sich bei ihm anhörte, als würde er eine Katze zu Tode quälen. Die Situation in der er nun war, war demnach nichts Besonderes für ihn. Eine Prügelei von vielen. Dennoch hatte niemand zuvor die Frechheit besessen an sein Eigentum zu rühren. Niemals hatte es jemand gewagt etwas anzufassen war ihm gehörte, geschweige denn es zu beschädigen. Das rührte daher, dass der junge Akademist dazu neigte in solchen Situation in die Luft zu gehen und sich in seiner Wut selbst zu verlieren. Einer seiner Lehrer meinte scherzhaft, dass das Blut des Jungen wohl heißer sei, als so mancher Vulkan, da selbst diese nur selten ausbrechen. Die beiden gelben Augen des Jungen musterten abfällig ihren Kontrahenten. In Sachen der Kraft, wäre er ihm ebenbürtig und von der Akademie her wusste er, dass dieser auch ebenso geschickt und wendig war, wie er. Blieb nur noch der unlautere Vorteil, den der junge Keiji, oder Kei wie er oft von seinen Freunden genannt wurde, hatte. Nicht selten hatte er sich mit dem fahrenden Volk herumgetrieben, nur darauf aus, neues Unheil stiften zu können. Ihn einen Unruhemacher zu nennen, wäre sogar noch untertrieben gewesen. Er war im gesamten Dorf Kumogakure als Störenfried und Gefahr, für alles Wertvolle und leicht Zerbrechliche, bekannt. Ebenso wollte er die Knochen seines Kontrahenten brechen hören. Es wäre sehr viel Kraft von Nöten um diesem einige Knochen zu brechen, doch Kei war voll von blinder Wut. Er hatte nie das Spielzeug anderer Kinder zerstört, gleichwohl er es manchmal einfach eingesteckt hat, und er hatte vor dem anderen Jungen zu zeigen, was es hieß so etwas ausgerechnet mit den Sachen Keijis zu tun. Er sollte büßen, wenngleich Kei es vermeiden wollte, ihn bluten zu lassen. Oft war er schon von seinen Adoptiveltern gerügt worden, weil er seine Altersgenossen allzu sehr zurichtete und dabei nicht im Geringsten auf seine eigene Verfassung achtete. Die Spitze war gewesen, als er einmal mit drei gebrochenen Rippen und einer angeknacksten Nase nach Hause gekommen war. Er hatte die Freundin eines Jungen angegraben, der mehr als 4 Jahre älter gewesen war. Mit einem wilden Kampfschrei stürzte sich der andere Junge auf Keiji, der seinen Oberkörper leicht zur Seite drehte, während er mit aller Kraft seinen Gegner ansprang. Ineinander verkeilt stürzten beide zu Boden, wo Kei sofort mit einem ungezielten Schlag versuchte die Nase des Anderen zu treffen. Sein Schlag ging allerdings daneben und streifte nur die Wange. Der Andere zappelte wild und versuchte ihn loszuwerden, doch es wollte ihm nicht gelingen. Gleich einem Kaugummi klebte Kei an seinem Kontrahenten und schlug zu, wo immer sich eine Lücke bot. Das angenehme Lied eines Vogels begleitete die derbe Prügelei der Jungen, als diese lautstark unterbrochen wurde. "Hey, Ruhe ihr Beiden! Auseinander! Es gibt keinen Grund sich zu prügeln! Kei, lass ihn in Ruhe! Hörst du mich?!" Mit schnellen Schritten, trat ein Akademielehrer an die beiden Streithähne heran, zog sie auseinander und verpasste beiden eine schallende Ohrfeige. Vollkommen verdutzt verharrten die beiden und sahen den jungen Mann mit großen Augen an. "Habt ihr beiden denn nichts besseres zu tun, als auch den ganzen Tag, das letzte bisschen Hirn aus euren Schädeln zu prügeln?" Hart packte der Shinobi Kei am Arm und sah ihm direkt in die gelben Augen, wobei er tief die Lust einsog. "Keiji hast du schon wieder getrunken? Verflucht, Junge du bist zu jung für Sake, woher bekommst du denn das ganze Zeug?... Außerdem, warum musstest du dich schon wieder prügeln? Hat dir der Arrest, den man dir gestern auferlegt hat, nicht gereicht?" Mit zweifelndem Blick fixierte der Akademist seinen Lehrer. Nie konnte er sicher abschätzen, ob dieser auf seiner Seite war, oder nicht. Das war das Dumme mit diesen Erwachsenen, nie konnten sie sich eine Meinung bilden und dann bei dieser bleiben. "Der Kerl da hat meine Flöte zerstört, während ich auf ihr gespielt habe!" sagte er mit trotziger Stimme. Der Alte mit seiner Predigt konnte ihm gestohlen bleiben, der glaubte den Scheiß ja noch nicht einmal selbst. Vermutlich ein verhinderter Priester, der sich gerne selbst reden hört. Der andere Junge schien das ähnlich zu sehen und stürzte sich abermals auf Kei, der sich einfach fallen lies, wohlweislich, dass der Lehrer ihm sonst noch mehr Ärger aufbürden würde. Ein kräftiger Ruck, lies den Flötenzerstörer einige Meter weit fliegen. Eines hatte Kei von dem Shinobi gelernt, man sollte sich nicht immer auflehnen.


III Die Schwertkunst des fallenden Regens(10.Lebensjahr)

Spoiler:

"Komm schon Kei, ich weiß, dass du mehr draufhast, als du hier zeigst. Lege mehr Kraft in die Schläge und versuche nicht, den Schwung des Schwertes abzufangen, es wird dir ohnehin nicht gelingen. Lass dich vom Schwung treiben, werde eins mit dem Schwert." Krachend schlug das Schwert vor dem alten Mann in den Boden, der die Klinge ungerührt betrachtete. Es war eine feine Schmiedearbeit. Die Klinge war sehr lang und breit, aber dennoch so dünn, dass selbst ein Kind sie mit beiden Händen zu heben vermochte. Genau solch eine Waffe war von Nöten, wenn man die Schwertkunst des fallenden Regens erlernen wollte. Lächelnd sah der Alte zu seinem Schüler. Das blaue Haar des Jungen, hing in dicken, schweißgetränkten Strähnen vor dessen Gesicht und seine Knie wackelten unablässig. Dennoch stand er und war nicht bereit die Lektion zu beenden. Niemals würde er sich ein Zeichen von Schwäche oder Erschöpfung anmerken lassen. Die anderen Genin versuchten ständig ihm seinen Rang als Unbesiegter abspenstig zu machen. Selbst einige Jungen die er früher einmal Freunde genannt hatte, liesen keine Möglichkeit aus, einen Versuch zu unternehmen ihn zu besiegen. Ein weiteres Mal hob er das ihn seinen Armen jetzt schon bleischwere Schwert. Seine Arme zitterten aufgrund der Anstrengung. Die letzten 8 Stunden hatte er bereits unablässig geübt. Ein weiteres Krachen erklang und eine Trainingspuppe stürzte geteilt zu Boden. "Na also ich wusste du kannst es Kleiner." Mit letzter Kraft hob Kei nochmals das Schwert, welches er kurz darauf in einem Halbkreis um sich schleuderte, nur um abrupt die Schlagrichtung in einen Stich umzuleiten, der sich mittig in den Bauch einer weiteren Puppe bohrte. Entkräftet hing der Junge an dem Schwert und atmete nunmehr stoßweise. Mit lautem Keuchen ging er bewusstlos zu Boden, er hatte sich vollkommen verausgabt.


IV Selbstfindung im Wald(16.Lebensjahr)

Spoiler:
Normalerweise legte er keinen Wert auf diesen Tag, doch da die Wunden von einem kürzlichen Kampf noch sehr schwächten und ihn so sowohl vom Trainieren als auch vom Jagen abhielten, beschloss er diesen Tag doch einmal zu nutzen. Er überprüfte die Fallen, die wie sonst auch stets einsatzbereit waren und humpelte dann zu seiner Vorratskammer aus der er einen gepökelten Schinken holte, den er selbst erjagt hatte. Er trug ihn vorsichtig zu seiner Feuerstelle, stolperte aber fast, als er in ein Gebüsch trat und sich verhedderte. Er befreite sich von dem Grünzeug und warf den Schinken in die Pfanne, die schon über dem Feuer stand. Er brutzelte das Fleisch und würzte es mit Kräutern die er gefunden und mit Gewürzen die er gestohlen hatte. Als das Fleisch fertig war, legte er es auf einen selbstgeschnizten Holzteller und trug es in seine kleine Wohnung. Er öffnete die schwere Eichentür, die er selbst aus einem gewaltigem Stamm geschlagen hatte. Er aß das Fleisch und ging wieder vor die Tür um seine Mittagsruhe einzuhalten. Er legte sich gerade ins dichte Gras der Lichtung und dämmerte ins Reich des Schlafes, als er am Rande seines Wahrnehmungsvermögens eine Bewegung wahrnahm. Er hatte schon oft dieses Geräusch gehört, es bedeutete Gefahr. Große Gefahr. Nur ein Gedanke jagte durch seinen Kopf. Ninjas...halt nein nur einer. Er zog sein Messer aus der Scheide, die an seiner Seite hing. Im hohen, dichten Gras würde er fast unsichtbar sein, weshalb er liegenblieb und sich nicht rührte. Er hörte wieder genau hin, um jegliche Geräusche wahrzunehmen und er hörte etwas. Fast lautlos schlich der Fremde um alle seine Fallen herum, was Keiji sehr beunruhigte. Bisher hatte fast kein Ninja, die Fallen die nur ihm bekannt waren, entdeckt, weil allesamt sehr unkonventionell waren. Als die Person nur noch zwei Meter entfernt war und alle Fallen umgangen hatte, sprang Keiji ihn an. Er warf ihn um und hielt ihm sein Messer an den Hals. Doch gerade als sie zusammenstießen, spürte er wie sein Kampfstil gegen ihn gewandt wurde. Der Angreifer war zwar älter, aber auch erfahrender als er. Mitsuhide spürte einen sengenden Schmerz, als der Fremde ihm einen Faustschlag auf seine schwer verletzte Schulter abgab. Zusammen gingen sie zu Boden und Mitsuhide unterdrückte den Schmerz, während er sich abrollte. Als er sich aufstellen wollte, gab sein linker Arm nach. Er stand schwerfällig und unter Schmerzen auf, er hatte nicht so lange gekämpft um jetzt getötet zu werden, doch als er aufsah, war es als würde er in einen Spiegel blicken. Vor ihm stand stand ein älteres Ebenbild von ihm. Er sah die Person verdutzt an und fragte sie wie sein Name sei. Als dieser dann den Namen von Keijis Vater als den seinen sagte, sackte Keiji vornüber. Damit hatte er überhaupt nicht gerechnet, immer hatte er gedacht, dass dieser tot sei. Doch es erklärte auch sehr viel, warum er seinen Kampfstil so leicht kontern konnte und alle Fallen umgangen hatte. Vielleicht könnte er ihm etwas über seinen Clan erzählen, seine Familie, seine Verwandten und die Art des Lebens seines Clans. Doch als er sich langsam wieder aufrappelte, immer noch sehr unter Schock, bemerkte er, dass sein Vater ihn ebenso entgeistert ansah. Doch dann sah er, dass er nicht nur ihn ansah, sondern vielmehr die Rüstung die vor seinem Haus lag. Er schien sie wiedererkannt zu haben, als Artefakt seines Heimatdorfes. Dann sah er zu Keiji und fragte langsam, ob diese Rüstung die sei, von der er dachte, dass sie es sei. Keiji bejahte. Sein Vater und er führten eine lange Unterredung, was alles passiert war, während sie getrennt waren. Sie hatten sich noch nie gesehen, weshalb sie mehr als genug Gesprächsstoff hatten. Fünf Tage verbrachten sie nur damit, sich von den gegenseitigen Abenteuern zu erzählen. Dann begann sein Vater ihn die seit langem gehüteten Kampfriten des Clans zu lehren. Keijis Wunden waren zumindest weit genug geheilt, dass er wieder ein leichtes Training verkraftete, ohne sich allzu sehr zu schaden. Er stand seinem Vater gegenüber auf der Lichtung mit gezogenem Schwert. Sein Vater hatte ein einhändiges Katana in der Hand, das er ebenso gut beherrschte, wie Keiji das Requiem. Beide hatten nur Hosen an, es sollte ein Übungskampf zu gleichen Bedingungen werden. Keiji stürmte an lies sich aber kurz vor seinem Vater kurz fallen und verwendete Doton: Shinju Zanshu no Jutsu, sein Vater sah sich lächelnd um und sprang in Erwartung des Angriffs auf einen Baum, doch als plötzlich zwei Holzkunais in seine Rippen stießen, fiel er verwirrt herunter, wo er sich wieder fing und elegant landete. Keiji war schlicht in einem Gebüsch aufgetaucht, hatte sich dort verborgen und die Kunais geworfen, während sein Vater damit gerechnet hatte, das er vom Boden aus auftauchte. Als sein Vater sich dann auf dem Boden fing, flogen weitere Holzkunais aus einigen verschiedenen Richtungen auf Keijis Vater zu. Dieser beschrieb mit seinem Schwert einen Wirbel und zerstückelte ein paar Kunais und wich den restlichen aus. Keiji lächelte schon als die Kunais in die Richtung seines Vaters flogen und dann passierte genau das was er erwartet hatte. Er sprang aus dem Gebüsch, das Requiem gezogen. Mit einer beiläufigen Bewegung löste er eine Falle aus, die zwei Baumstämme auf seinen Vater fallen lassen sollte, doch dieser war verschwunden. Mitsuhide war etwas beeindruckt, aber weiterhin nicht im geringsten erstaunt. Er schien wirklich nach seinem Vater zu kommen, wenn dieser seine Taktik so leicht durchschaute. Keiji wechselte seinen Standort und schlug sich in die Büsche. Über sich hörte er ein dumpfes Rumoren, aber er konnte nichts sehen. Der Boden bebte und die Erschütterungen kamen näher, bis Keiji plötzlich einen Wasserdrachen auf sich zukommen sah. Er wich gerade noch der ersten Attacke aus und sprang hinter einen Baum und landete in einem See. Er fluchte lautlos, dass er das Terrain außer Acht gelassen hatte und formte selbst Fingerzeichen, um zurückzuschlagen. Er hatte sein Chakra gerade wieder stabilisiert, als ihm ein großes Geschoss aus Wasser entgegenkam. Nur seine Reflexe retteten ihn, weil er mit seinem Schwert einen Schwung beschrieb und es teilte. Überall um ihn herum ging ein Nieselregen runter, weil das Geschoss dadurch explodierte. In weniger als einer Sekunde danach schien der ganze See zu explodieren, überall spritzte Wasser hoch, wie als ob überall Bombennotizen befestigt gewesen wären. Wie er später erfahren sollte, war es wirklich so. Er sprang sofort aus dem See, doch die letzte Explosion erfasste ihn noch und schleuderte ihn fort, gegen einen Baum. Kaum sah er auf, als ihm ein weiteres Wassergeschoss vom See entgegenkam. Doch diesmal war es noch weit genug entfernt, sodass Keiji Fingerzeichen formen konnte. Kaum merklich murmelte er murmelte er einige Worte, worauf sich eine große elektromagnetische Welle bildete, dem Geschoss den Weg versperrte und es mit sich riss. Als Keiji sich langsam von dem Baum erhob, gegen den er geschleudert worden war, konnte er gerade noch sehen wie eine Gestalt von der Welle mitgerissen worden war. Er ging kurz die Möglichkeiten durch. Erstens sein Vater war getroffen worden, was er aber bezweifelte, da dieser nicht so leicht unterzukriegen war und ihn zu gut kannte. Zweitens, er hatte eine Puppe an seine Stelle gestellt und er hatte nur diese gesehen. Drittens, es war jemand ganz fremdes unglücklicherweise diesem Jutsu in die Quere gekommen, was aber an so einem abgelegenen Ort auch unwahrscheinlich war. Das Wahrscheinlichste für ihn war, dass sein Vater im letzten Moment das Jutsu des Tausches angewandt hatte und jetzt einen neuen Angriff plante. Deshalb beschloss er sich vorzubereiten. Er baute eine kleine, aber sehr effektive Waffe, diesmal aber eine Eigenkonstruktion, bei der das Opfer von einer Bombennotiz getroffen und anschließend in die Luft gesprengt werden sollte. Doch es sollte anders kommen, als er erwartete. Er versteckte sich in einem nahen Baum und wartete darauf, dass sein Vater käme um nach ihm zu sehen. Es kam auch eine Gestalt und als die Notiz hochging war nur eine große Rauchwolke zu sehen. Keiji ging hin um seinem Vater zu helfen, falls dieser schwerer verletzt wäre, doch er fand nur eine Wasserlache. Wasserdoppelgänger, ging es ihm sofort durch den Kopf und er wirbelte herum, um sich sofort Deckung in jede Richtung zu sichern, doch es war bereit zu spät. Er spürte einen starken Druck zwischen seinen Schulterblättern und ein leises Lachen. Er verdrehte den Kopf und blickte in das lächelnde Gesicht seines Vaters. Er hob die Hände und lies die Waffe fallen. "Du hast gewonnen" sagte er etwas resigniert. Er hatte eigentlich vorgehabt seinen Vater in ihrem ersten Kampf zu schlagen, aber dieser hatte all seine Taktiken zu leicht durchschaut. Er zuckte die Achseln, als der Druck zwischen seinen Schulterblättern wich. Langsam gingen sie zusammen zu seiner Behausung und aßen von dem Fleisch eines Keilers, den sein Vater nebenbei erledigt hatte. Als das Fleisch briet besprachen sie die Pläne für den restlichen Tag. "Also Kei ich muss schon sagen, du hast dir hier eine schöne Existenz aufgebaut. Etwas einsam, aber diese Ruhe hat auch etwas positives, ausgleichendes" Keiji schmierte eine selbstgemachte Salbe auf die noch nicht ganz verheilten Wunden und antwortete. " Ja hier draußen ist es schön, keine Verpflichtungen, keine Fremden, keine Hektik. Vor allem keine ANBU." Sein Vater sah ihn verwirrt an. "Was hast du gegen die ANBU, die Hüter der Dörfer?" Keiji sah traurig zu Boden. "Sie töteten meinen Mentor, der mich wie ein Vater lehrte, da du nicht da warst. Sie töteten ihn, weil er mich schützte als die ANBUs kamen. Er wandte die verbotene Kunst der vier Klingen an und starb mit den ANBUs." Sein Vater sah ihn betrübt an."Das tut mir Leid mein Sohn, ich wusste nicht....verzeih lass uns das Thema wechseln.....was machen wir heute noch zusammen?" Keiji sah ihn leicht verwirrt an, hatte sein Vater etwa Schuldgefühle? Er wollte nicht in den seinen Wunden stochern, deshalb ging er auf den Themenwechsel ein. "Ich hatte eigentlich vor heute eine Handelskarawane zu überfallen, die jeden Monat hier durchkommt. Normalerweise wird sie nur von einigen Genin bewacht, zumindest war es bis jetzt immer so." Sein Vater runzelte die Stirn. "Bis jetzt...naja vertrauen wir einmal darauf. Wollen wir sie umbringen, oder am Leben lassen?" Keiji überlegte kurz, dann sagte er. "Wir lassen sie am besten am Leben, sonst bekommen wir nur Schwierigkeiten mit den ANBU." Sein Vater nickte und stand auf, Keiji folgte und gemeinsam gingen sie aus der Lichtung.

V Tierfreundschaften(19.Lebensjahr)

Spoiler:
Er rechnete sich innerlich seine Chancen aus, dass er seine Wunden überleben wurde und kam zu keinem allzu guten Ergebnis. Er humpelte zu einem alten Bekannten, der ein Heiler war und verbrachte mehrere Wochen bei ihm um sich auszukurieren. Doch sobald es seine Wunden zuließen trainierte er und nachdem er wieder genesen war floh er. Weg von seinem Freund. Er wollte ihn nicht länger der Gefahr seiner Anwesenheit aussetzen als nötig. Er ging wieder in den Wald doch diesmal in den nahe Konoha. Er überfiel keine Konvois, ja nicht einmal mehr einfache Reisende. Er legte ein paar kleine Felder an und unterhielt sich eine kleine Hütte in der Einöde. Ab und an besuchte er Bauerndörfer, um von seinem erspartem Dinge zu kaufen, die er nicht selbst hatte, oder auch Saatgut. Die Bauern kannten und kennen ihn auch heute noch unter dem Namen Kei, und niemand von ihnen würde auf die Idee kommen, hinter dem freundlichen Gesicht, des jungen Mannes, einen Nuke-Nin zu vermuten. Er lebte in dem Wald vor sich hin, jagte, trainierte und erlernte neue Fähigkeiten. Er kannte ebenfalls alle örtlichen Heilkräuter und war ein halbwegs passabler Baumeister. Seine Kochkunst war ebenfalls nicht herausragend aber den Umständen entsprechend ganz gut. Er traf, außer in den kleinen Dörfern nie jemanden, denn er lebte im dunkelsten gefährlichsten Teil des Waldes, in dem weit schlimmere Gefahren als Wölfe und Bären lauerten. Selbst er hatte manchmal Probleme in diesem Gebiet zu überleben, aber er tröstete sich damit, dass es wohl sein Schicksal sei, auf ewig allein zu sein und immer den Hass anderer ertragen zu müssen. Er kaufte sich mit der Zeit einen zahmen Fuchs, der sich als Geist herausstellte. Sie schlossen einen Vertrag, da sie sich beide schon so lange missverstanden fühlten. Die Freundschaft des Fuchses erhielt einen Funken Menschlichkeit in ihm, denn auch der Fuchs hatte Verwandte, die sich dem Vertrag anschlossen. Der größte von ihnen hatte drei Meter Schulterhöhe und überragte Keiji damit deutlich. Sie erzählten einander viele Geschichten, so erfuhr er dass die Füchse entfernt mit dem Neunschwänzigen verbunden waren, aber bei weitem nicht dessen Kraft besaßen. Keiji war das weitgehend egal, er wollte nicht mehr kämpfen, er war es Leid immer nur zu töten. Die Füchse fanden wiederum in seiner Lebensgeschichte Parallelen zu ihrer eigenen, auch von Geburt an gejagt. Sie brachten ihm einige Dinge bei, die er selbst unter Menschen nicht lernen konnte. Er hatte zwar schon Kenntnisse über die Natur, doch nach der Lehre der Füchse erschienen sie ihm lückenhaft und falsch. Er erlernte von den Füchsen auch einige wenige Katon Techniken, die er gerne in kleinem Maße nutzte. Zum Beispiel um Feuer anzuzünden. Selbst wenn jemals ein Wanderer in diese Gegend gekommen wäre, hätte er Keis Haus nie erkannt, denn es war in einen gigantischen Baum gehauen, der einzige Anhaltspunkt, war eine komische Astlage, die entfernt an eine Treppe erinnerte. Eines Abend saß er mit den Fuchsgeistern um ein Feuer und sie verspeisten zusammen den Kadaver eines Keilers, den Keiji kürzlich erjagt hatte. Keiji rieb sich den verbundenen Bauch, der Keiler hatte es ihm nicht leicht gemacht, seine dumme Idee ohne Jutsus oder Waffen gegen den Keiler zu kämpfen, hatte es auch nicht einfacher gemacht. Er biss ein Stück von der Keule ab und sah zu dem größten Fuchs, zu dem er sagte. "Ihr habt wirklich ein schweres Leben gehabt....ähnlich meinem...doch wir wissen ja alle, dass man solch eine Härte des Lebens nur durch hartes Training kompensieren kann, ohne wirr zu werden. Also was haltet ihr davon? Morgen kämpfen wie gegeneinander." Er sah gespannt wie die Füchse es aufnehmen würden. Der größte von ihnen räusperte sich und sah Mitsuhide ernst an. "Wenn du meinst Keiji, doch sei gewarnt wir werden keine Gnade walten lassen, wir werden bis zum letzten kämpfen und uns auch sonst keine Beschränkungen auferlegen. Wir werden mit allem kämpfen was wir haben." Von allen Seiten erklang lauter Beifall. Keiji nickte bedächtig. "Auch ich werde unter Einsatz aller meiner Kräfte kämpfen. Ich hoffe ihr unterschätzt mich nicht" Er lies den Blick über die Menge der braunen, nicht wie sonst roten, Füchse schweifen. Vom kleinsten bis zum größten, der selbst Keiji locker überragte. Am nächsten Morgen waren schon alle munter als Keiji langsam von den ersten Strahlen der Morgensonne geweckt wurden. Er griff ein großes Schwert aus Holz, eine perfekte Nachbildung seines eigenen, schließlich wollte er keinen der Füchse verletzen. Er zog sich geschwind eine leichte Lederrüstung an, er wollte den Füchsen gegenüber in allem fair kämpfen. Er trat in die Mitte der Lichtung und sah zu wie die Füchse rings um ihn Aufstellung nahmen. Als sie auf ihn anstürmten, wehrte er sie alle mit einem Rundumschlag ab. Als ein Schatten auf ihn fiel, wusste er, dass er sich geirrt hatte. Der kleinste der Füchse war hochgesprungen und landete mitten in seinem Gesicht. Keiji riss ihn sofort mit einer Hand davon weg und warf ihn in ein Gebüsch. Doch das war eine dumme Idee gewesen, denn der große Fuchs hatte die Chance genutzt und schleuderte ihm seinen Schweif hart in den Bauch. Keiji wurde die Luft aus den Lungen und er selbst vom Boden gerissen. Er landete hart an einem Baum und sackte langsam daran herab. Er keuchte, denn der Schlag hatte ihn ziemlich hart getroffen, dennoch rappelte er sich mühsam auf. Sein Schwert war ihm aus der Hand gerissen worden und lag mehrere Meter entfernt. Deshalb beschloss er seine beiden Hände als Waffen zu nutzen. Beherzt sprang er in den Rücken des größten Fuchses und hielt sich an ihm fest. Der Fuchs versuchte ihn an Bäumen und auch sonst an allen nahen Hindernissen abzustreifen, doch Keiji lies dies nicht zu. Er klammerte sich so fest, als wenn es um sein Leben gehen würde. Kurz darauf sprang der Fuchs auch in einen See und versuchte Keiji Unterwasser loszuwerden, doch als auch das nicht funktionierte, schleuderte sich auf den Rücken. So wollte er Keiji zum Gehen bewegen, er würde sich schließlich nicht zerquetschen lassen, dachte er, aber Kei dachte anders. Er hielt sich fest wie der Teufel und nahm jede Quetschung in Kauf. Die Luft wurde ihm zwar wieder aus den Lungen gequetscht, doch er wusste dass dies nicht ewig so weitergehen würde. Den ganzen Tag spielten sie Rodeo und am Abend ergab sich der Fuchs. "Puh Kei du hast echt Ausdauer."

Mitsu
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Re: Good ol' Keiji

Beitrag  Mitsu am Mo 21 Nov - 8:44

VI Der Auftrag(21.Lebensjahr)

Spoiler:
Keiji stand auf dem Friedhof, vor der Gruft, die ihm Einlass in die Villa des Händlers gewähren sollte. Er klopfte das abgesprochene Zeichen an die Tür und sie öffnete sich leise. Er ging hinein und sofort schlug ihm der Geruch von Verwesung entgegen. Diese Gruft war wohl doch entgegen seiner Informationsquellen belegt gewesen. Er unterdrückte die Übelkeit und öffnete einen Sarg. Es war eine Treppe zu sehen. (Immerhin etwas, hätte mir gerade noch gefehlt, eine vergammelte Leiche vor der Nase zu haben, in der Nase reicht mir bereits völlig.) Er stieg langsam die Treppe hinab, doch auf halbem Wege, schlug über ihm der Sargdeckel wieder zu. (Automatisiert interessant) Mit einer einfachen Geste erschuf er ein kleines Licht, das ihm den Weg leuchtete. Er folgte dem Verlauf des Ganges und als er die Wände besah, fiel ihm auf, dass er sehr alt sein musste, wahrscheinlich älter als die Villa selbst. Am Ende des Ganges fand er sich in einem leeren Raum wieder. Doch an einer Wand waren durch feine Ritzen Lichtschimmer zu erkennen. Dieser Raum und der Gang schienen wirklich älter zu sein. Er drückte wie ihm gesagt wurde einen Kerzenleuchter herunter und die Wand glitt zur Seite. Er ging hindurch und versteckte sich sofort im Schatten einiger Kisten. Die Wand war wieder zugeglitten und ein riesiger menschlicher Fleischberg, der vor Waffen nur so strotzte durchquerte den Gang und übersah ihn knapp. Keiji atmete leise auf, er war immerhin drin. Er schlich durch die verwinkelten Gänge und suchte nach diesem verdammten Schlafzimmer in dem dieser Händler um diese Zeit schlafen sollte. Er fand es erst nach einigen Anläufen. Der Händler lag wie erwartet in dem Bett, doch Keiji runzelte die Stirn als er dessen Statur sah. Der Fleischbrocken von vorhin, war der Händler. Er überlegte, wie er ihn unauffällig töten könne und schreckte kurz auf als sich der zentnerschwere Leib drehte. Doch er wachte nicht auf. Keiji überlegte weiter und schließlich kam ihm eine Idee. Er bastelte schnell mit zwei Haken einer Seilwinde,etwas Seil und einem Katana eine perfekte Selbstmordvorrichtung, am Schwert war ein Gewicht angebracht und es war so ausgerichtet, dass es genau auf das Herz des Hünen zielte. Mitsuhide löste die Vorrichtung aus und mit einem lauten "Tschk" versenkte sich das Schwert in der Brust des Mannes. Keiji schrieb geschwind einen Brief, in dem er genauestens die Schrift des Händlers kopierte. Er hinterließ den gesiegelten Brief und machte sich geschwind wieder zu der Tür im Keller auf, doch sie war verschlossen. Keiji fluchte lautlos, er hatte zwar das richtige getan, sich aber auch eingeschlossen. Er hörte das schrille Kreischen eines Dieners,der wahrscheinlich die Leiche seines Herrn entdeckt hatte. Weniger als eine Minute danach, hörte man das Brechen zweier Fenster. Durch eines war ein Mann der örtlichen Wache gekommen, durch das andere Keiji geflohen. Er war sich sicher, dass das Fenster entdeckt würde, deshalb ging er schnell zu einer dunklen Gasse und holte einen Betrunkenen hervor, den er vor das zerbrochene Fenster legte. Jetzt waren alle Beweise gelegt. Er machte sich wieder auf den Weg zum Haus seines Freundes, das eigentlich auf einer kleinen Insel hätte sein sollen , doch alles was er fand waren einige Büsche und Sträucher. Waren seine Sinne und sein Erinnerungsvermögen so schlecht geworden? Nein das konnte nicht sein. Wenn nicht das was dann? Hatte man ihn um seinen Lohn geprellt? Schließlich sollte er dafür eine große Summe kassieren. Er überlegte sich alle Möglichkeiten, kam aber zu dem Schluss, dass wenn das wirklich der Fall gewesen war, er nichts dagegen tun könne, wenn er ihn nicht einmal fände. Er ging wieder zurück in die Wohngegend in der er einige Wochen verbracht hatte und er sah, dass vor seinem Haus wieder ANBU warteten. Er sah zum Himmel und verfluchte dabei jeden Gott, den es vielleicht gab. Er wollte jede Konfrontation vermeiden und ging deshalb zu der Bar. In dieser fand er seinen üblichen Kontaktmann vor, der ihm bereits einige Male geholfen hatte. Er gab dem Mann den Rest seines Geldes und bat ihn, die letzten Beweise, die auf Kumogakure schließen liesen, zu beseitigen. Dies war der Schlüssel dazu, das Dorf aus jeglichen Schwierigkeiten herauszuhalten. Er mietete sich von dem kläglichen Rest seines Geldes ein kleines Zimmer in der Schenke und verbrachte dort zwei Tage und zwei Nächte, bis sich sein Kontaktmann wieder mit einem den letzten Beweisen meldete. Keijis letztes Geld war verschwunden, doch war das Ziel der Mission zur Gänze erfüllt, auch wenn er ohne Lohn ausgegangen war. Langsam machte er sich auf die Heimreise und dachte dabei sorgfältig über die Mission nach. Er war weder einer schönen Frau, noch einer größeren menge Alkohol über den Weg gelaufen. Das Geld war damit in seinem Augen gut angelegt,denn so konnte ihm niemand mehr etwas anhaben, auch wenn er weder Alkohol noch Frauen hatte und ebenso keinen Urlaub unternommen hatte. Vermutlich würde er sogar einige seiner Freunde damit überraschen, dass er so schnell zurückkehrte .Doch nüchtern würde er nicht heimkehren, soviel hatte er sich geschworen. Leider stand dem Besäufnis eines im Weg. Er war pleite. Blank. Vollkommen ausgeräubert. Zärtlich strich er über die Klinge, die an seinem Rücken hing. Nein, sie würde er nie verkaufen, sie war sein Ein und Alles. Es war das einzige was sein alter Meister ihm hinterlassen hatte.


VII Die Prophezeiung(22.Lebensjahr)

Spoiler:
Dunkelste Nacht beherrschte die Atmosphäre, als ein junger Jonin durch das verlassene Dorf streifte. Viele Gedanken jagten ihm durch den Kopf. Warum hatte man ihn mit dieser Mission betraut? Warum hatte er keine Mitstreiter zur Seite gestellt bekommen? Warum durfte er nur in der Nacht agieren? Die einzige Information, die er erhalten hatte, war, dass er die Position eines Bijuu ausfindet machen und markieren sollte. Der Auftrag war riskant, denn ein solcher Dämon könnte ihn schneller zerreißen, als er sich selbst umwenden und fliehen könnte. Die Nacht war kühl und feucht, das spürte Keiji sogar durch seinen Mantel hindurch. Das vom Tau feuchte Gras raschelte unter jedem seiner Schritte. Mit gehetztem Blick sah er sich um, es war offenkundig im Dorf, dass bereits vier Shinobi nicht von dieser Mission zurückgekehrt waren. Vermutlich eine weitere Konsequenz davon, dass man ihm noch nicht einmal verraten hatte, um welchen Bijuu es sich eigentlich handelte. Natürlich waren die Aufenthaltsorte einiger weniger dieser Dämonen im Dorf bekannt, doch angesichts von deren Macht wäre es nicht ungewöhnlich, wenn sie ihren Jinchuuriki überwältigen und sich selbstständig machen würden. Fünf Wochen dauerte die Suche nun schon an und langsam laugte die lange Zeit fern der Heimat sogar den abgebrühten Mörder aus. Die Gegend war trostlos. Wohin man auch blickte war karge Steppe mit kurzem Gras und seltenen Siedlungen, oder dem was von diesen noch übrig war. Plötzlich registrierte Keiji eine Bewegung am Rande seines Gesichtsfeldes, was ihn dazu veranlasste, dass er sofort ein Kunai aus seiner Armschiene in seine Hand rutschen lies. Geschmeidig wendete er sich in die Richtung, in der er den Schatten gesehen hatte, doch da war nichts. Abermals sah er einen Schatten davonhuschen, diesmal warf er sein Kunai geschmeidig und kraftvoll. Es landete mit einem dumpfen Geräusch in einer alten Holzfassade, während ein schrilles Kreischen erklang. Der Shinobi zuckte angesichts der Intensität des Geschreis zusammen. Was für ein Wesen konnte solch unmenschliche Schreie von sich geben? Wieder lies er sich je ein Kunai in die Hände rutschen, während er sich langsam, um die eigene Achse drehte, damit ihm niemand in den Rücken fiele. Was gleich darauf passierte, war etwas, womit weder er noch irgendein erfahrenerer Ninja gerechnet hätten. Mit lautem Getöse explodierte eine der alten Hütten, Trümmer flogen umher, während ein dicker Staubschleier alles verbarg. Mit Müh und Not konnte der Jonin noch einem großen Balken ausweichen, welchen er erst im letzten Moment gesehen hatte. Auf dem Boden kniend, atmete er heftig ein und aus, den Schock über den plötzlichen Angriff verarbeitend. Wieder und wieder erklangen die unmenschlichen Schreie, doch seltsamerweise konnte Keiji Teile des Gebrülls verstehen. Es war nicht so, dass sie direkt zum ihm sprachen, es war vielmehr wie eine Stimme in seinem eigenen Kopf, die ihm jedes Mal verriet, was das Wesen sagte. Die Stimme war tief und unheilgeschwängert, hatte jedoch auch einen rauchigen, fast lüsternen Klang. Sie schien ihn locken zu wollen näherzukommen, sich einfach dem hinzugeben was kommen möge. //Ich weiß wer du bist Kumonin, Mörder deines Kagen, ewiger Rebell, Schlächter hunderter Seelen.// Keiji war vollkommen verwirrt. Natürlich hatte er im Auftrag seines Kagen getötet, ebenso beugte er nicht gerne das Knie vor Anderen, aber ein Schlächter? Ebenso hatte er nie viel getötet, gewiss keine hundert Seelen. Was also wusste dieses Wesen was er nicht wusste? Den Auftrag den man ihm aufgetragen hatte, war fast vollkommen vergessen in diesem Augenblick. "Was bist du? Was willst du von mir?" Ein kehliges Lachen, gefolgt von einem seligen Seufzen erklang in seinem Kopf. //Ich bin eine Geisel meiner Opfer, ermordet von Orochi, Lieblingswesen des Todesgottes, die Seelenfresserin und du bist jemand, der mir ein großes Geschenk machen wird.// In diesem Moment war der Jonin noch verwirrter. Die Umschreibungen, die das Wesen sich selbst beimaß konnten nur auf die Nekomata zutreffen, doch was für ein Geschenk konnte er ihr machen? Und warum sollte er ihr etwas schenken? Schließlich hatte er nicht vor an jenem Tag sein Lebenslicht zur Freude des Bijuu auszuhauchen. Äußerst nervös versuchte er eine Antwort zusammenzuklauben. Wenn der Bijuu es nicht wollte, würde er diesen Ort nicht mehr lebend verlassen, ebensowenig Erfolg verspreche auch ein Versuch das Wesen zu besiegen. Für solche Maßnahmen waren an dem Ort einfach zu viele Menschen gestorben. Was also sollte er tun, als sich selbst um Kopf und Kragen zu reden? "Was könnte ich dir schon für ein großes Geschenk machen? Ich besitze nur mein eigenes kleines Lebenslicht, das nicht zu vergleichen ist mit der Unendlichkeit an Leben die dir zur Verfügung stehen." Eine kurze Pause trat ein und der Shinobi begann zu schwitzen. Hatte er die Nekomata verärgert? //Keine Angst kleiner Fuchsfreund ich bin nicht hier um dich zu töten und dir ist es nicht bestimmt heute zu sterben. Im Laufe deines Lebens wirst du noch viele Leben auslöschen, das ist dein Schicksal, so wie es das meine ist eines Tages von Orochi getötet zu werden. Du bist eines der liebsten Kinder meines Meisters, auch wenn noch viel Zeit vergehen wird, bis du ihm gegenübertreten und deine Belohnung empfangen kannst. Dein Schicksal ist auch der einzige Grund, warum ich dich heute nicht töten werde. Wenn ich menschliche Gestalt besäße, wärst du wohl einer der wenigen, die mich in jeder Hinsicht befriedigen könnten. Ein letztes Wort noch bevor du endgültig von dannen gehst. Wir werden uns wiedertreffen und uns vielleicht als Feinde gegenüberstehen, doch wisse, dass solange ich lebe dich niemand so leicht zu töten vermögen wird.// Keiji war einfach nur baff. Diese Fülle an Informationen, war geradezu eine Prophezeiung. Zwar war er froh darüber nicht allzu bald sterben zu müssen, doch er hatte eigentlich nicht die Absicht Menschen zu töten, wenn es nicht unbedingt nötig wäre. Gleich einer Marionette ging er zurück in sein Heimatdorf. Der Tag sollte ihm ewig in Erinnerung bleiben.


VIII Abschied von Kumo(26.Lebensjahr)

Spoiler:
Eine einsame Träne fiel zu Boden und zersprang auf einem Felsen. Wehmütig blickte der Shinobi zu den fernen Silhouetten seines Heimatdorfes. Es war kaum noch zu erkennen. Die Nacht hatte begonnen hereinzubrechen. Nur wenige Vögel sangen ihr einsames Lied in die weite Schwärze hinaus. Eine weitere Träne benetzte den kalten Stein. Selten hatte Kei in seinem Leben geweint. Nur an den Todestagen seines Mentors, der ihm wie ein Vater gewesen war und an denen seiner Eltern. Freunde hatte er kommen und gehen sehen. Freunde wurden zu Feinden und Feinde zu Freunden. Und doch heute. Er hatte jahrelang seinem Dorf Kumogakure gedient. Und ausgerechnet heute, da er heimkehrte und in den Rang des Anbuoberhauptes hätte erhoben werden sollen hatte man ihm alles genommen. Alles wegen einem misstrauischen Kagen und seinem Weibe. Man hatte ihm beileibe oft vorgeworfen sich an fremden Frauen vergangen zu haben, nie hatte er es geleugnet. Die Konsequenzen waren nur zu verschieden gewesen. Frondienste, Gefallen oder Geldgeschenke, doch niemals hatte ein Ehemann so reagiert. Hatte ihn aus seiner Heimat verwiesen, die er erst vor so kurzer Zeit wieder schätzen gelernt hatte, für die er so viel gegeben, auf sich genommen hatte. All das war unwiederbringlich fort, Opfer für nichts und wieder nichts. Heiße Wut kämpfte gegen eiskalte Trauer an. Er hatte erst auf der Mission von einem neuen Hurenhaus erfahren. Doch auch dieses war unwiederbringlich fort. Alles war ihm genommen worden. Sanft berührte er seine Klinge und seine kleine Sakeflasche. Nein nicht alles, er hatte noch ein Leben vor sich. Fünf Tage trauerte er, bevor er weiterzog. Wie sollte er weitermachen, nun da er nichts mehr hatte außer seinem Leben und den Dingen die er am Leibe hatte? Von der Grenze des Donnerreichs aus zog er weiter und durchreiste viele der kleineren Länder in welchen er so manches Abenteuer erlebte. So kam er Jahre später seit langer Zeit wieder nach Kirigakure, wo er einst einen wohlhabenden Händler im Auftrag seines Dorfes getötet hatte. Einst hatte er in diesem Dorf Freundschaft mit einem Shinobi geschlossen, doch das ist ein Kapitel für sich.


IX Neuer Anfang in Kirigakure? (30.Lebensjahr)

Spoiler:
Ein kräftiger Schauer beherrschte die Szene. Zwei Männer standen sich gegenüber, die Waffen blank. Der eine von hohem Wuchs, mit einer langen unbezähmbaren Mähne und einem gigantischen Schwert in Händen. Der andere etwas kleiner, mit kurzem Haar und einem verschmitzten Gesicht, während er ein unscheinbares Wakizashi in seiner linken Hand hielt. Einer von ihnen trug das Stirnband Kumogakures um den Hals, der andere Kiris am Arm. Plötzlich machte der hochgewachsene Kumonin einen kühnen Ausfall und griff seinen Kontrahenten direkt an. Dieser jedoch lenkte dessen Schlag mit einer eleganten Bewegung seines eigenen Schwertes ab und führte nun seinerseits einen Schlag gegen den Rücken seines Gegners. Wie als ob er es hätte kommen sehen, stieß dieser jedoch sein Schwert in die Erde und wirbelte einmal um dieses herum, wobei er versuchte dem Kirinin einen Tritt in die Magengrube zu versetzen. Mit einem siegessicheren Grinsen wich dieser jedoch einfach nach hinten weg, als ein hölzernes Kunai seinen Kopf traf. Zuerst stand Überraschung auf seinem Gesicht geschrieben, während der andere Ninja sich mit dem Fuß vor ihm abgefangen und den Kopf gesenkt hatte. "Stirb....." Schnell wich die Überraschung im Gesicht des Kirinins einem prustenden Lachen. Auch Keiji lockerte seine doch recht steife Position und begann lauthals loszulachen. "Ja Keiji, du tötest mich, bestimmt..." Kasumi gab dem ehemaligen Kumonin einen freundschaftlichen Knuff auf die Schulter, welcher jedoch so stark war, dass Keiji nachgeben musste um nicht davon umgeworfen zu werden. "Schön dich wiederzusehen Kasumi, es muss jetzt ja wirklich Jahre her sein oder? Wie viele eigentlich? Neun Jahre? Ja es müssen neun sein." Die Miene des Kirinin verhärtete sich etwas, als er sein Gegenüber von Kopf bis Fuß noch einmal neu maß. "Was treibst du hier Keiji? Das letzte Mal kamst du mit wahrhaft tödlicher Absicht her. Willst du wieder jemandem ans Leder? Oder stimmen die Gerüchte?" Wie von einem Schlag getroffen zuckte der sonst so beherrschte Anbu zusammen. Auch seine Stimme klang eher kleinlaut als überzeugt von sich selbst. "Ja, du hast schon recht..... sie haben mich aus Kumogakure verbannt." Ein seltener Schmerz trat in Kasumis Züge, als er seinem alten Freund einen Arm um die Schultern legte. "Entschuldigung, das wusste ich nicht, dennoch was machst du hier?" Ein fast schon schüchternes Lächeln trat in Kei's Züge. "Ich bin Jahre umhergezogen, nun hoffte ich... neu beginnen zu können. Kannst du mir helfen?" "Ich wüsste nicht wie ich das tun sollte." "Du musst mich schlicht dem Mizukagen vorstellen, den Rest werde ich schon in die Hand nehmen. Zusammen mit diesem kleinen Empfehlungsschreiben." "Der Raikage hat dir sogar noch ein Empfehlungsschreiben mitgegeben!?" Der Anbu grinste nun unverhohlen. "Wer sagt, dass er es mir wissentlich mitgegeben hat." Ungläubigkeit lag in Kasumis Miene, als er Keiji weiter ausfragte. "Du hast den Raikagen bestohlen?" "Wenn du willst.....ich habe auch ein paar exzellente Flaschen Wein aus Kumo mitgehen lassen." "So viele Jahre auch vergangen sind, du hast dich nicht im geringsten verändert mein Freund, nicht im geringsten."


X Jagd (32. Lebensjahr)

Spoiler:
Einen Pfeil auf der Sehne schlich unhörbar ein Schatten durch die Wälder. Er hatte nur eine dünne Leinenhose, die bis zu seinen Knöcheln hinabreichte, angezogen und selbst auf einfachstes Schuhwerk verzichtet. Er liebte es so zu jagen, es war zwar ungleich schwerer, als wenn er es voll ausgerüstet versuchte. Außerdem blieb er dadurch vor seiner, nur sehr selten wehrlosen, Beute leichter im Verborgenen. Er nahm kurz nur kurz den Pfeil von der Sehne seines Bogens um ihn mit Speichel zu benetzen und zu prüfen, wie es um den Wind stand. Sein Finger wurde rundherum kalt. Windstille. Der Shinobi lächelte in freudiger Erwartung, während er sich langsam aus den Tiefen des Waldes entfernte und sich den Randgebieten näherte. Eine Bewegung und ein gleich darauf folgendes Grunzen erregte seine Aufmerksamkeit. Ein riesiges Wildschwein, das mit Borsten bedeckt war, von denen einige fast so lang waren wie der Unterarm des Jägers. Ein wahrhafter Prachtbursche. Ein mit Chakra abgefederter Sprung brachte den geduldigen Jäger aus einen Baum, der hoch genug in den Himmel ragte, um ihn im Notfall vor einem Angriff des Ebers zu bewahren. Blieb nur zu hoffen, dass das Borstenvieh nicht auf die Idee kam den Baum zu fällen, da nichts Keiji ferner lag als nach solch einem Abend mit einem Keiler zu schmusen. Nicht, dass er etwas gegen diese Tiere gehabt hätte doch sie waren einfach etwas zu ungeschlacht um eine Nacht mit ihnen zu verbringen. Sie drohten einen immer zu erdrücken, einmal ganz zu schweigen von dem Gestank, da Wasser für einige Exemplare wohl ein Fremdwort war. /Wie bei uns Menschen../ Bei diesem Gedanken musste er unwillkürlich schmunzeln. Ja, auch die Menschen vergaßen bisweilen sich den Körper zu reinigen. So einmal in einem Bordell im Reich des Tees vor fünf Jahren...doch das ist eine andere Geschichte. Weich schmiegten sich die Füße des Schwertnin an die recht glatte Rinde des Astes auf dem er saß und den Bogen anlegte. Langsam, stets darauf bedacht die Sehne nicht zu zerreißen, zog er sie bis knapp hinter sein Ohr zurück. Bösartige Wiederhacken schimmerten im Licht der untergehenden Sonne. Keiji zielte auf das rechte Auge des gewaltigen Tieres. Wenn er jetzt nicht gut genug zielte, oder der Pfeil nicht genug Wucht bekam, würde das Tier nicht sterben, sondern vielmehr in blinder Raserei auf ihn zustürmen um ihn zu zerfetzen. Kein angenehmer Gedanke, zumal er in eben jenem Moment keine Rüstung trug die ihn schützen würde. Das war eine Schwierigkeit bei der Jagd auf diese Tiere. Man fand fast keine Stelle an ihnen, an der man sie tödlich verwunden konnte. Es blieben genau genommen nur die Kehle, die an dem kurzen Hals schwer zu treffen war, und die Augen, die allerdings im Vergleich zur Größe der Bestie ein verschwindend kleines Ziel darstellten. Ein leises Sirren erklang, als der Pfeil von der Sehne schnellte und sich unaufhaltsam seinem Ziel näherte. Ein leises "Tschk" erklang als er sein Ziel traf. Doch die Bestie starb nicht, nein sie wankte noch nicht einmal. Das Gesicht des Shinobi wurde einige Schattierungen blässer, als er zusah, wie der Keiler sich, gleich einer Lawine, zielstrebig dem Baum näherte auf dem er saß und begann seinen Kopf dagegenzustoßen. /Scheiße, was mache ich jetzt? Eine Flucht antreten......ehrlos, aber intelligent, es wird sonst nicht leicht das Tierchen zu erledigen, selbst mit Requiem, wird das ein hartes Stück Arbeit. Naja wer nicht wagt der nicht gewinnt./ Ein todesmutiger Sprung brachte Keiji, der bereits im Flug sein Schwert gezogen hatte, auf den Rücken des Ebers, dem er fast augenblicklich sein Schwert bis zum Griff in den Nacken rammte. Er verfehlte nur knapp das Rückrad und die Halsschlagadern, sodass der Eber, trotz der großen Wunde unbeirrt seinen Kopf hochriss und mit seinen Hauern nach dem Shinobi schlug. Galant wäre dieser ausgewichen, wäre da nicht sein Langbogen gewesen, den das Tier mit einem seiner spitzen Hauer erwischte. Der gleich darauf folgende Ruck riss den Schwertnin vom Rücken des Tieres, sodass er direkt vor diesem stand und ihm, wenn er aufblickte in das verbliebene Auge schauen konnte. Der Blick des Tieres war blutunterlaufen und verhieß seinen Tod. Hastig sah er sich um, konnte jedoch keinen Fluchtweg entdecken, als ein gewaltiger Schatten das Borstentier umriss. Nur Bruchteile von Sekunden vergingen, bis Fatagura, vom Blut des Ebers geradezu überströmt, dessen Luftröhre wie eine umherschleuderte. Erleichterung war ihm anzumerken, als er sein Schwert auf dem Nacken der leblosen Bestie zog und sie notdürftig in dessen Fell reinigte. " Danke meine Hübsche, ohne dich...ich weiß nicht wie es ausgegangen wäre..." "Ich weiß nicht, ob ich die einzige bin, an die du denkst, wenn du Hübsche sagst, aber du hast Recht, dein Talent dich in Schwierigkeiten zu bringen hat mal wieder Früchte getragen. Doch zerlege die Beute besser, bevor uns das Fleisch noch verdirbt." "Dafür werde ich aber etwas Hilfe brauchen...könntest du vielleicht?" "Ja....wohin soll es gehen?" "Zu der Waldhütte....danke Fatagura, ich schulde dir etwas." "Da vergisst du aber oft deine Schulden abzutragen." Der Tonfall der Füchsin klang fast belustigt, als sie mit Keiji zusammen den Wald in Richtung der Hütte verließ.

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Re: Good ol' Keiji

Beitrag  Mitsu am Mo 21 Nov - 8:44

XI Die Versiegelung des Nekomata (33. Lebensjahr)
Spoiler:
Der folgende Text ist eine Zusammenfassung der Gründe des Kagen den Nekomata in Keiji zu versiegeln und kein Kapitel, daher vergebt mir bitte das etwas lieblose Geschreibsel.
Warum wollte der Mizukage ihm nur den Nekomata geben? War er so ein Hypochonder, oder erahnte er bereits die Gefahr, die von diesem aufstrebenden Anbu ausging? Genau genommen, war es eine Tat der Angst, des blanken Kämpfens um die Existenz. Keiji hatte bereits begonnen Gefolgsleute um sich zu scharen, irgendwann hätte er vielleicht gar genug, um sich dem Rest der Anbu entgegenzustellen. Die Tat sollte ihn bedeutend schwächen, da es zur Folge haben sollte, dass sein gesamter Chakrakreislauf über den Haufen geworfen worden wurde. Er verlor durch diese Aktion eines seiner Ninjutsuelemente und ebenso brauchte er gut 3 Monate, bis er seine Chakrakontrolle wieder entsprechend auf die Reihe bekommen hatte.

XII Erster Spion (33. Lebensjahr)

Spoiler:
Bäume, überall. Mittlerweile hatte Keiji bereits mehr als eine Woche in diesen verdammten Wäldern zugebracht und war dabei einem mehr oder weniger nachvollziehbaren Weg gefolgt, dessen Verlauf er nicht einmal selbst verstand, da er eigentlich nur nach irgendeinem Anzeichen dafür suchte einer menschlichen Siedlung nahe zu kommen. Kirusa und er hatten sich zeitweilig getrennt. Da erst ein einziger Tag vergangen war, seit er in diese kleine Auseinandersetzung zwischen seinen tollkühnen Kameraden und den in der Überzahl auftretenden Anbu geraten war, wäre ein Versuch Konoha zu infiltrieren mehr als töricht gewesen. Vermutlich wurden Besucher des Blätterdorfs dutzenden Tests, oder schlicht einer Befragung durch die Anbu unterzogen. Gleichgültig was für Möglichkeiten die Schutztruppen erwogen hatten, um Konoha gegen unerwünschte Besucher abzusichern, bei dem aktuellen Glück des Shinobi war es mehr als nur wahrscheinlich, dass er enttarnt werden würde. Zwar waren ihm offensichtlich keine Jagdtruppen auf den Fersen, doch das mochte nichts heißen, zumal seine Kameraden entweder tot oder gefangen gesetzt worden waren. Wenn sie unter der Folter zerbrachen, dann steckte er tiefer in der Scheiße, als er bisher auch nur erahnen konnte. Bis es jedoch soweit käme, wäre er schon längst über alle Berge und hätte mit etwas Glück sogar schon seinen ersten Agenten in der Nähe Konohas angeworben. In eines der Shinobidörfer wagte er sich nicht, die Gefahr einer Entdeckung war einfach noch zu groß. Natürlich konnte er in Gestalt eines reisenden Händlers in eines der Dörfer gelangen, vermutlich würde sein Vorhaben sogar glücken, doch die Zeit eine Institution dieser Größenordnung heimlich zu unterwandern hatte er einfach nicht. Bei Quellen außerhalb der Dörfer bestand zwar die Gefahr, dass die Informationen aus zweiter Hand verfälscht oder unwahr waren, doch er war zuversichtlich den Wahrheitsgehalt abschätzen zu können. Im Notfall stand ihm ja immer noch der Weg offen den betreffenden Informanten etwas zu "ermuntern" die Wahrheit preiszugeben. Vielleicht bestand auch die Möglichkeit einige seiner alten Kontakte zu reaktivieren. Diese waren zwar weder für ihre Beständigkeit noch für ihre Loyalität bekannt, doch allesamt schlugen sich auf die Seite von der sie vermuteten, dass sie die meiste Macht innehatte. Shinobi waren nur zwei unter ihnen, beide nicht einmal besonders stark, doch beide saßen in der Verwaltung der jeweiligen Dörfer. Angesichts ihres jungen Alters hatten sie noch gute Aufstiegschancen, perfekte Spione also. Jedoch standen diesen Kontakten wie gehabt zwei Dinge im Weg. Zum einen die fehlende Zeit, zum anderen die Schwierigkeit diese Personen zu treffen, ohne aufzufallen. Nicht gerade eine leichte Aufgabe die Keiji sich hierbei erwählt hatte. Er brauchte schließlich neben den eigentlichen Informationsquellen auch noch entsprechende Kontaktmänner und Boten. Milde gesagt würde es eine recht kostspielige Arbeit werden, um nicht zu sagen, dass sie das Vermögen eines Großreichs verschlingen würde. Naja man musste eben Opfer bringen. Das erste Ziel, das auf seiner Reiseroute stand, war ein kleines Dörfchen in der Nähe Konohas, das außer einem größeren Hotel eigentlich keine nennenswerten Einrichtungen besaß. Die Verkleidung Keijis für diesen Auftrag war ebenso schlicht wie raffiniert. Er trug einige abgetragene alte Fetzen, wie ein Bettelpriester eines niederen Gottes. Seine gesamten Habseligkeiten waren sorgsam in einer Schriftrolle versiegelt, alle bis auf 4 Kunais, welche er mit Lederbändern derart fest an seine Unterarme gebunden hatte, dass die zerschlissene Kutte, die er am Leibe trug sie recht gut verbergen würde. Im Gehen stützte er sich auf einen knorrigen alten Stab, welchen er im Wald gefunden hatte. Auch schien sein linkes Bein steif zu sein, während sein linkes Auge unablässig zwinkerte. Mithilfe von etwas Erde hatte er seiner Haut einen dunkleren Farbton gegeben, für kleinere Äste und Kratzer hatte er angesichts des dichten Unterholzes nicht mehr sorgen müssen. Sein Anblick mit dem seit mehreren Tagen nicht mehr rasierten Gesicht lies ihn verwegen aussehen und nahm ihm jede Ähnlichkeit mit irgendeiner Art von Anbu. Humpelnd näherte er sich dem herausragenden Hotel und betrachtete ab und an immer wieder die Umgebung um sich herum. Einige Arbeiter blickten kurz auf als sie ihn sahen und widmeten sich dann wieder ihrer Arbeit, die meisten jedoch ignorierten ihn getrost. Was sollte er denn schon für eine Gefahr darstellen? Sollte der Kauz aus dem Wald etwa mit seinem Stock erschlagen, wenn sie seinem Gott keine großzügigen Spenden widmeten? Dieser Gedanke war lächerlich genug, um ihnen jegliche Zweifel an ihren Bedenken ihm gegenüber zu nehmen. Bei einer weiteren Musterung fielen Keiji auch zwei Personen auf, die seltsam deplatziert an diesem Ort wirkten. Es waren zwei junge Kerle, die in der Nähe des Hotels warteten. Ihre Ausrüstung entsprach der von Chunnin, ihre Stirnbänder, die sie an ihren Oberarmen trugen wiesen sie als Ninja aus Konoha aus. Innerlich seufzte der Shinobi laut auf, während er seinen Blick kurz zum Himmel wandte in der Hoffnung ein Blitz könnte diese uneingeplanten Schwierigkeiten einfach erschlagen. Als er seinen Blick jedoch wieder zu den beiden wandte, sah er auch eine junge Kunoichi aus dem Hotel heraustreten, welche ähnlich gekleidet war wie die beiden Jungen. Keiji schmunzelte, als er sah, wie die beiden Jungen, nur um ihrer Teamkameradin zu gefallen, auf die Tür zustürzten und sich dabei gegenseitig über den Haufen rannten. Auch die Kunoichi schien belustigt während sie die Tür selbst öffnete und ihren beiden Kameraden, die beide in einer nahen Schlammpfütze lagen, ein wunderschönes Lächeln schenkte. Auch sie schien den Rang eines Chunnin inne zu haben, zumindest wies sie nichts als Jonin aus, ebensowenig hatte Keiji bisher von Teams gehört, die aus zwei Chunnin und einem Genin bestanden. Egal wie die Dinge auch standen, die jungen Shinobi machten sich zum Aufbruch bereit und verliesen das Dorf fast im selben Moment in dem der Nuke es in seiner eigentümlichen Verkleidung betrat. Es kostete ihn nur wenig Zeit in seinen fast völlig auseinandergefallenen Sandalen die Entfernung bis zum Eingang des Hotels zu überbrücken. Der Portier warf seiner Erscheinung einen zweifelnden Blick zu, verstummte jedoch als der Shinobi ihm einhundert Ryo in die Hand drückte. Mit dem kleinen Fuchs an seiner Seite wäre er jetzt zweifellos aufgefallen. Voraussicht zahlte sich eindeutig aus. Immer noch humpelnd durchquerte Keiji die Eingangspforte, hinter welcher ihn bereits eine sanfte Musik erwartete, die aus kleinen Lautsprechern erschallte. Sein nächster Schritt beinhaltete die Auslese der möglichen Kandidaten für seinen Posten. Zwei würde er brauchen, der eine sollte am besten einer der Barmänner sein, da diese häufig mit Betrunkenen zu tun hatten, die ihnen ihr Herz ausschütteten. Der andere sollte am besten einen unauffälligen Posten als Portier oder ähnliches besitzen, damit Keiji jemanden besaß, der seine Quelle kontrollierte und dabei in der Lage war Nachrichten zu verschicken sollte es nötig sein. Zwei Kameraden hatte er sich einst auf früheren Reisen in dieses Dorf erworben, doch das war bereits geraume Zeit her. Zudem hatten die beiden ihn mehr aus Angst vor seinem Zorn als aus persönlichen Bindungen oder gar Verehrung begleitet. Vielleicht würde ihm eben diese Angst ihre Loyalität versichern. Langsam aber stetig näherte er sich dem Barmann und setzte sich direkt an die Theke. Er blickte ihn direkt mit seinen gelben Augen an und orderte zwei Tequilas. Den ersten nahm er schweigend zu sich, bis auch die letzten Gäste der Bar entweder das Lokal verlassen hatten, oder aber auf ihre Zimmer zurückgekehrt waren. Ein beiläufiger Blick zeigte ihm, dass die Fenster nach außen hin verspiegelt waren und auch der Portier sich nirgends blicken lies. Lautlos lies er mehrere goldene Münzen auf den Tisch gleiten, welche der Barmann an sich nahm. Beim Zählen des Wertes verharrte er jedoch. "Mein Herr, entschuldigt, aber in solchen Höhen darf ich nicht herausgeben...." Die Stimme des armen Mannes klang ängstlich zumal der Blick des Shinobi etwas bohrendes angenommen hatte. Seine Stimme verriet jedoch nichts von seiner Anspannung. "Ich bin auf der Suche nach zwei Personen, sie sind keine Shinobi, doch sie haben einst hier gelebt. Ihre Namen sind Zukase Hiroshi und Tiremeno Akashe, ich will wissen wo sie sich momentan befinden." Der Barmann schien deutlich erleichtert nur mit derart leichten Fragen konfrontiert zu werden. "J...ja Herr ich kenne diese Männer. Zu meinem Bedauern starb Zukase letztes Jahr, ihr findet ihn auf unserem Friedhof. Auch der Name Tiremeno sagt mir etwas, ich glaube er ist Jäger und meines Wissens nach besucht er die Bar hier regelmäßig, immer im Morgengrauen." Zu seinem Glück fragte er nicht nach den Gründen des Shinobi. "Hm...schade ich hätte den alten Zukase gerne noch ein weiteres Mal getroffen. Sie verstehen, nichts wichtiges, Wettschulden eben. Naja sei's drum, wie geht es seiner kleinen Tochter? Als ich sie das letzte Mal gesehen habe, zählte sie bestenfalls fünf Jahre." Langsam ebbte das Misstrauen des Barmannes ab und er wurde redseliger. "Ihr meint die schöne Hikana? Sie wurde Ninja in Konohagakure, sie war gerade eben hier, ihr habt sie knapp verpasst." Innerlich zuckte Keiji bei diesen Worten zusammen. //Diese kleine Göre ist Zukase's Tochter? Na herrlich, das wirft all meine Pläne über den Haufen...verdammt....halt hatte dieser alte Hurenbock nicht auch noch einen Sohn von dem er immer geschwärmt hat? Der Kerl müsste mittlerweile doch mindestens 25 Jahre alt sein.// "Schade ich hätte auch sie gerne einmal wieder getroffen, vielleicht hätte sie sich sogar an mich erinnert. Was für einen Weg hat eigentlich sein Sohn eingeschlagen? Ich habe gehört, dass er in die Fußstapfen seines Vaters treten wollte." Der Jüngling hinter der Bar trat nervös von einem Fuß auf den anderen. "Da habt ihr mich jetzt aber erwischt. Ich bin sein Sohn und habe, Gott möge seiner Seele gnädig sein, nicht seinen Berufsweg eingeschlagen. Hehlerei wurde in den letzten Jahren sehr gefährlich. Das sagt auch meine Mutter immer." Keiji machte weite Augen, da selbst ihn solch eine Offenbarung überraschte. Diese Tatsache spielte ihm sehr in die Hände, schließlich war die Zerbrechlichkeit dieses Mannes mehr als offensichtlich. Er klopfte dem Mann freundschaftlich auf die Schulter, während er ihm ein Lächeln schenkte. "Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Schön dich einmal zu treffen. Und wenn du schon solch eine Position hast, dann können wir die ja sogar nutzen." Der junge Mann war vollkommen überrumpelt von der plötzlichen Freundlichkeit eines Mannes den er überhaupt nicht kannte. Ohne ihm eine Atempause zu gönnen setzte Keiji sofort nach. "Spielschulden sind Ehrenschulden, das hat dein Vater dich doch bestimmt gelehrt, oder? Seit geraumer Zeit werde ich von einigen zwielichtigen Gestalten verfolgt. Sie wollen mich und meine gesamte Familie auslöschen. Leider weiß ich nur von ihnen, dass sie Shinobi aus Konoha sind. Meinst du, dass du die Ohren für mich halten könntest? Ich habe Freunde in Konoha, die sich um diese Ninja kümmern können, doch sie müssen um wen es sich handelt. Jede Information kann also Leben retten." Bei dieser Geschichte wurden die Augen des Jungen immer größer, bis sie schließlich beinahe aus ihren Höhlen zu springen schienen. "Wie? Auf was soll ich achten? " Die Stimme Keijis bekam einen düsteren, verschwörerischen Unterton. "Auf einfach alles, berichte mir alles was du herausfinden kannst." Sämtliche Gedanken an die frühere Unterhaltung schienen wie weggewischt, doch Keiji wollte seiner neuen Quelle, die anscheinend soviel Wert auf Ehre legte, ans Herz legen, dass er sich nichts von der vorherigen Unterhaltung merken sollte. "Gibt es hier eigentlich ein gutes Bordell, Kleiner? Dein Vater hat immer so damit geprahlt, dass es bei ihm die besten Mädchen des gesamten Großreichs gäbe." Amüsiert über den plötzlichen Themenwechsel grinste der Jüngling vor sich hin. "Die Mädchen gibt es natürlich immer noch, doch mittlerweile sind sie über vierzig und allesamt verheiratet." Der Nuke schien enttäuscht zu sein. "Wahrhaft schade, es muss mittlerweile schon 23 Wochen her sein, seit ich zum letzten Mal zwischen den Schenkeln einer Frau gelegen habe." An dieser Stelle errötete der junge Mann leicht. "Ich dachte ihr hättet eine Tochter!" "Natürlich habe ich die, doch momentan befindet sie sich an einem sicheren Ort, darüber hinaus.....ihre Mutter war etwas... käuflich." Nun errötete der Barmann noch stärker, als ihm die Bedeutung der Worte des Fremden gewahr wurden. "Naja wie dem auch sei, ich suche noch ein Zimmer für diese Nacht." Immer noch nicht von seinem Schock erholt nickte der Barmann hektisch und warf dem Shinobi einen Zimmerschlüssel zu, den er gewandt auffing. "Das Zimmer geht aufs Haus, schließlich seit ihr einer der wenigen die meinen Vater kannten." Der Shinobi schenkte seinem neuen Kameraden ein offenherziges Lächeln, bevor er sich umwandte und sein Zimmer aufsuchte. //Na also, bisher musste ich nicht einmal jemanden verletzen oder foltern, es fängt schonmal gut an. Jetzt muss ich im Morgengrauen nurnoch Tiremeno abpassen und ihn auf dem einen oder dem anderen Weg zu meinem Botenjungen machen. Sehr schön, bisher verläuft alles sogar noch besser als ich mir erträumt habe, wenn das so weitergeht steht das Netzwerk bereits in weniger als einem Monat. Schade falls die mein Team fallen sollte, doch irgendjemand muss schließlich seine Geheimnisse schützen und bewahren, oder? Früher oder später wird sich zweifellos Ersatz für es finden, es gibt immer einige machtgierige Idioten, die sich benutzen lassen, weil sie nicht aufpassen mit wem sie sich einlassen. Vielleicht hat Konoha mir sogar Arbeit abgenommen, indem es Sakoma in seiner Gewalt hat. Lange habe ich auf diese Chance gewartet und nun wird sie greifbare Wirklichkeit. Naja, bis zum Fall der Dörfer werden wohl noch ein oder zwei Jahre ins Land gehen, doch nach dieser Zeitspanne werden die Reiche so ausgelaugt sein, dass sie einem vernünftigen Angriff nicht mehr standhalten werden......*seufzen* ich sollte wirklich aufpassen, dass ich mich nicht in meinen eigenen Ambitionen verliere und genauso ende wie der Rest meines Teams....naja vorerst sollte ich einmal überprüfen wie es um ihre Gesundheit geht und ob sie überhaupt gefangen wurden. Es wäre ziemlich nervig, falls Sakoma noch frei herumläuft. Eigentlich will ich ihn nicht ausschalten, dafür ist die Gefahr zu groß, dass dieser Chaot mich mit ins Höllenreich nimmt. Auch könnte er vor seinem Ableben noch einige Shinobi Konohas mit sich reißen.......warum eigentlich Konoha? Natürlich es ist das stärkste der Dörfer und ihm fehlen Sondereinheiten wie die sieben Schwertkämpfer Kirigakures, die unangenehme Überraschungen bereithalten könnten, doch warne ich damit nicht die anderen Dörfer vor? Oder verschaffe ihnen ungewollte Vorteile? Andererseits würde ein Fall Kiri's oder Suna's Konoha stärken, da sie dann keine Konkurrenten mehr bei der Missionsvergabe hätten. Die naheliegendste Lösung wäre die Auslöschung aller kleineren Reiche, das würde den Dörfern ihre Einnahmequellen rauben, zumindest kommen viele Missionen des D bis A Ranges von autonomen Feudalherrschern. Falls seine Teamkameraden gefangen genommen wurden, kann ich mich dieser Aufgabe in aller Ruhe widmen, denn außer einigen Chunnin wird solch ein Herrscher wohl kaum irgendwelche Shinobi zu seinem Schutz angeheuert haben....ich sollte jedoch schnell vorgehen. Wenn offenbar wird, dass ich alle Feudalherren töten will, werden die noch lebenden ihre Verteidigungsmaßnahmen erheblich aufstocken. Das würde mir meine Sache nur erschweren...vielleicht sollte ich einige Nuke als Attentäter anheuern? Diese könnten dann zeitgleich mit mir das Morden beginnen....vorerst sollte ich mich jedoch der Loyalität meiner Helferlein versichern, nicht dass sie noch denken ihr Auftrage bestände darin mein Lebenslicht auszublasen. // Mit diesen abendlichen Gedanken legte der verkleidete Anbu zur Ruhe in seinem Bett.

XIII Widerwillige Verbündete (33. Lebensjahr)

Spoiler:
Von heftigen Schmerzen gepeinigt wälzte sich eine Gestalt in den Lacken des billigen Zimmers des Hotels. Sie schien unwillig aufzustehen und lies sich auch nicht davon stören, dass es offensichtlich war, dass sie dieses Bett die letzten zwei Tage nicht verlassen hatte. Mit einem müden Seufzen fasste sich der Shinobi langsam an seine Stirn, welche zu glühen schien. Mit schläfrigem Blick sah er sich im Zimmer um, konnte jedoch nichts und niemanden erkennen. Alles sah so aus, wie es ausgesehen hatte, als er sich zur Ruhe gelegt hatte. Eigentlich hatte er nur kurze Zeit schlafen wollen, doch nun war weit mehr Zeit vergangen, als er beabsichtigt hatte. Genau genommen sollte er nach dieser Zeit des Schlafes erfrischt sein, doch er fühlte sich einfach hundeelend. Besonders schmerzte sein rechter Arm, weshalb wusste er nicht, oder besser gesagt noch nicht. Mit großer Kraftanstrengung hob er seinen Kopf und entfernte mit der linken Hand den Ärmel seines rechten Armes. Was er dabei sah lies ihn innerlich erschaudern. Drei kleine Einstiche befanden sich in seinem Arm, vermutlich rührten sie von einer Spritze her. War er entdeckt worden? Oder hatte irgendein kranker Medic Experimente an ihm gemacht? Die höllischen Kopfschmerzen die seinen Schädel zu durchbohren schienen, widersprachen beiden Annahmen. Die Droge die ihm eingegeben worden war, war ihm wohlbekannt, zumindest soweit er das trotz seines dröhnenden Schädels beurteilen konnte. Es war ein recht einfaches Zeug, das einen Kreislaufkollaps zur Folge hatte. Er hatte es bei Oinin kennengelernt, jedoch auch schon bei einfachen Strauchdieben angetroffen. Einer der unangenehmen Nebeneffekte war, dass es die Erinnerung von dem Zeitpunkt an dem es eingegeben wurde, ähnlich wie ein Rausch, vollkommen löschte. Ergo konnte er sich an nichts mehr erinnern was dazu geführt hatte. Nach dem anfänglichen Schrecken, robbte er vorsichtig hinüber zu seinen Sachen und sah sie durch. Seine Geldbörse war zusammen mit seinem Wanderstab verschwunden. Seine Schriftrollen waren jedoch noch da, wahrscheinlich weil er sie als Gebetsrollen getarnt hatte, welche nicht gerade gute Schwarzmarktware waren. Das alles zu Keijis Glück, denn wären die Rollen verschwunden so wäre auch seine Ausrüstung beim Teufel gewesen, was ihn teuer zu stehen gekommen wäre. Zu seinem Glück war das ja nicht so, doch es verbesserte auch nicht gerade seinen Zustand. Mit einigen fachmännischen Handgriffen nahm er einen alten Stuhl soweit auseinander, dass er Lehne und Füße behelfsmäßig als Krücke nutzen konnte. So humpelte er erst einmal recht unbeholfen die Treppe hinunter. Den verwirrt schauenden Portier ignorierend schritt er nach draußen.Mit einem erneuten tiefen Brummen humpelte der Shinobi, immer noch als Bettelpriester getarnt, über die Hotelschwelle hinaus. Der Kopfschmerz wollte einfach nicht abebben, vermutlich hätte er sogar noch die nächsten paar Tage seinen Spaß damit. Der Lärm, der auf der Straße herrschte, lies ihn glühende Speere fühlen, die sich durch sein Hirn stießen. Die kühle Luft jedoch war Balsam für seine glühende Haut, so beschloss er vorerst außerhalb des Gebäudes zu bleiben, auch wenn dies nur in weiteren Kopfschmerzen enden würde. Sein Anblick war sehr eigenwillig und verwegen. Mittlerweile sah sein Bart nicht nur ungepflegt, sondern vollkommen indiskutabel aus. Fast wie eine Frechheit an seiner Umwelt, oder wie der eines gewöhnlichen Bettlers. Seine Körperhaltung war ziemlich in sich zusammengefallen, was nicht nur gespielt wurde, sondern auch mit der Droge, die man ihm vor einigen Tagen verabreicht hatte, zusammenhing. Er fühlte sich rundum scheiße und zeigte das auch deutlich nach außen, er machte wirklich nicht den Eindruck eines ansprechenden Ziels. Mit der behelfsmäßigen Krücke humpelte er ein Stück weiter die Straße entlang, als er plötzlich anerkennende Pfiffe hörte. //Bin ich hier im Dorf der Warmen gelandet, dass sie mir schon hinterpfeifen? Teufel, habe ich nicht schon genug hinter mir, als dass mich irgendwelche sexuell Verwirrten anmachen müssen??// Erst ein kurzer, ärgerlicher Blick in die Richtung der Pfiffe gewahrte ihm den wahren Grund für den Lärm. Es war eine junge Frau, die ihm merkwürdigerweise entfernt unwirklich vorkam, doch seine Kopfschmerzen hielten ihn davon allzu lange nachzudenken. Seltsamerweise regte sich auch nicht zwischen Lenden, vermutlich eine Nachwirkung der Droge. Er blickte der jungen Frau aufmerksam hinterher. An ihrem Gang war etwas wachsames, das einfach nicht zu einer einfachen Zivilistin passen wollte. Natürlich sie wurde ungebührlich bedrängt, doch dass sie diesen zwielichtigen Gestalten so viel Aufmerksamkeit zukommen lies, war jedoch auch übertrieben. Was also störte sie? War es eine Kunoichi auf einer Mission? Oder eine Dirne auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz? Was auch immer der Grund wäre, die Sache hatte Keijis Aufmerksamkeit erregt und würde sie auch nicht allzu bald wieder loswerden. Aufmerksam, aber unauffällig folgte er ihr, beobachtete sie auch bei dem Diebstahl, wobei er bei der letzteren Tat anerkennend nickte. //Hm....die Kleine ist nicht schlecht, wirklich durchaus nicht schlecht...// Langsam verfolgte er sie weiterhin, bis er mit der Krücke in einer Schlammpfütze ausrutschte. Mit einem lauten Aufschrei landete er auf dem lehmigen Boden, versuchte sich langsam wieder aufzurichten und brach zusammen. //Na toll das Zeug hat mich schon so mitgenommen, dass meine Beine wie aus Pudding sind...echt herrlich.// Für alle Umstehenden sah es wohl nur so aus, als wäre der Krüppel umgestürzt.//Na herrlich, durch dieses verdammte Zeug fühle ich mich ja wirklich wie ein Neugeborenes, ich glaube ich sollte mich demnächst mal nach einem entsprechenden Gegenmittel umschauen, bevor ich noch in irgendwelche Schwierigkeiten gerate.// Immer noch auf dem Boden liegend lies er es sich trotz seiner hilflosen Position nicht nehmen die Reaktionen der nahen Menschen abzuschätzen. Einige der Umstehenden ignorierten ihn schlicht, andere gafften ihn unverblümt an, und wieder andere grinsten hinter vorgehaltener über sein Ungeschick. Nur die junge Frau, die ihm bereits zuvor als seltsam unpassend aufgefallen war, reagierte anders. Sie schien in Sorge zu sein, naja zumindest schien sie in Sorge zu sein noch weiter aufzufallen, wobei ihre entsprechende Aktion alles andere als unauffällig war. Gut möglich, dass es eine dieser ewigen Weltverbesserinen war, die hinter ihrer Verblendung nicht erkannten, wie arrogant und eigennützig die Menschen wirklich waren. Natürlich war dies nur eine von vielen Möglichkeiten, doch in den Augen des aufmerksamen Shinobi die naheliegenste. wenn man nun auch noch ihre Sorge bedachte, so konnte sie entweder ihm gelten, was sie als sehr mitfühlende junge Frau bloßlegen würde. Keiji glaubte jedoch nicht an Menschen die selbstlos handelten. In seiner momentanen Erscheinung würde niemand Verdacht schöpfen, dass er vielleicht etwas wie Dankbarkeit besitzen könnte, welche etwaige Gegenleistungen nach sich ziehen könnte. Ihm zu helfen bedeutete also etwas zu tun, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. So blieb noch die andere weit realistischere Möglichkeit. Die Weltverbesserin wollte nicht auffallen und spielte deshalb die Besorgte. Diese Tatsache in Kombination mit dem Fakt, dass sie ihm bereits vorher aufgefallen war, lies nur einige Schlüsse zu. Entweder sie war eine Nuke oder Missing, doch was sollte sie in ein Dorf treiben, dass sich so nahe einem Großreich befand? Möglicherweise war sie auch die Spionin eines anderen Dorfes, dagegen jedoch sprach ihr augenscheinliches noch sehr geringes Alter und ihre Unprofessionalität, ein Anbu wäre in den Methoden unauffällig zu bleiben unterwiesen worden und eine Person wie diese junge Frau wäre zudem niemals in die Spionageabteilung eingeteilt worden. Wahrscheinlich wäre sie sogar mit einem festen Tritt aus dieser hinausbefördert worden, sollte sie sich eine derartige Karriere in den Kopf gesetzt haben. Möglich war natürlich auch noch, dass sie eine Strauch/- und Wiesendiebin war, doch dafür sah sie noch zu gepflegt aus. Wenn man nun annahm, dass sie eine Nuke war, war sie wohl bereits seit geraumer Zeit nicht mehr unter Menschen gewesen. Die einzige Ungereimtheit war, die Frage wie eine Weltverbesserin zur Nuke geworden war. Natürlich geschahen immer wieder unvorhergesehene Schicksalsschläge, doch manchmal waren sie schon sehr merkwürdig. Vielleicht wollte eine Konkurrentin sie loswerden? Was auch immer ihre Gründe gewesen waren, diese Spalte ihres Lebens blieb dem Shinobi verschlossen, immerhin hatte ihn ein kurzer Gedankengang bereits Meilen vorangebracht. Also beschloss er das Spielchen mitzuspielen, es wäre zu bedauerlich, wenn ein Shinobi seines Formats von einer Amateurin umgebracht wurde. Erst jetzt wurde er ihrer Worte gewahr mit welchen sie sich nach seiner Verfassung erkundigte. Immer noch von den Drogen geschwächt, hob er seine Hand leicht in einer beschwichtigenden Geste an. Dabei stahl sich ein müdes Lächeln auf seine Lippen. Zwar konnte er gegen seine Aura nichts unternehmen, doch mit etwas Glück würde allein seine Verkleidung, zusammen mit seiner Verfassung die meisten Zweifel an seiner Identität zerstreuen. "Danke Kindchen, wenn ihr mir gerade kurz aufhelfen könntet? Ich pilgere bereits seit mehreren Wochen umher und habe die letzten paar Tage im Wald verbracht. Leider bin ich nicht gerade geschickt darin mich in der Wildnis zurechtzufinden. Auf der Suche nach Essen fand ich nur einige Dornensträucher und einen Banditen, der mir meine gesammelten Spenden für meinen Gott abnahm." Sein Tonfall würde betrübter. "Als ich versuchte ihm den Spendensack wieder zu entreißen, stieß er mich so hart gegen einen Baum, dass ich das Bewusstsein verlor. Auf dem Weg zum Dorf, verstauchte ich mir dann auch noch den Knöchel..."// Na das verspricht ja ein Spaß ohnegleichen zu werden. verhau das bloß nicht altes Haus, es wäre schade drum, vor allem, wenn du bei diesem Spaß draufgingest. Zumindest ihre Körperhaltung ist die einer lauernden Raubkatze, pass bloß auf, dass sie dich nicht mit ihren Krallen zerreißt. Falls sie dich hier mitten im Dorf enttarnen würde, dann hättest du echte Probleme, naja zumindest säßest du ganz schön in der Scheiße und hättest einige Jagdnin am Hintern, also halte diesen Bereich rein, damit die Kleine dir keine Hummeln daransetzt.// Immer noch ziemlich mitgenommen lies sich der Shinobi nicht die geringste Kleinigkeit von der Körperhaltung der Fremden entgehen. Sie schien wie die meisten auf seine Aura zu reagieren, wenn sie es auch nicht so offen zeigte.Bedauerlicherweise lies das dem Nuke nur zwei Alternativen, um zu verhindern, dass sie auf die dumme Idee kam Vermutungen seiner wahren Identität gegenüber zu äußern. Zum einen bestand die Möglichkeit sie schlicht und einfach um die Ecke zu bringen, da er jedoch bisher noch nicht allzu viel über sie wusste, könnte dies mit einem Schuss in den Ofen enden. Die andere Möglichkeit wäre, sich ihrer Loyalität auf irgendeine Weise zu versichern, möglicherweise über Erpressung. Natürlich könnte er auch schlicht aus dem Dorf fliehen, doch das würde seine gesamten Pläne bezüglich diesem Außenposten Konohas zunichte machen. Eine äußerst unangenehme Zwickmühle. Er selbst beherrschte seine Körperhaltung zum Glück besser als sein Gegenüber und gab dementsprechend nicht das geringste von seinen Gedanken preis. In seinem Gesicht lag immernoch das warmherzige Lächeln und seine Körperspannung war weiterhin, seinem Zustand entsprechend sehr schwach. Als sie ihm die Krücke gab und ihn stützte hatte er sich bereits seine nächsten Pläne zurechtgelegt. "Danke mein Kind." Das Lächeln wurde noch offenherziger, während er einen missbilligenden Blick auf die umstehenden Leute warf, die sich mittlerweile wieder ihrem Tagewerk zuwendeten. "Diese jungen Plagen glauben nicht an die Götter, wahrscheinlich fürchten sie auch keine Vergeltung. Dabei sind die Götter so gut zu ihnen. Geben ihnen zu essen, Obdach, Frieden, alles was sie sich wünschen. Sie ignorieren es. Du bist anders meine Kleine. Erlaube mich dir vorzustellen. Ich bin Kero, ein Priester von Zakesh dem Gott der Reisenden. Ich kann dir für deine Hilfe zwar kein Gold bieten, doch der Segen meines Schutzherren soll dir zu Teil werden und dich auf deinen Wegen behüten." Seine Miene wurde noch einige Grade betrübter, als er beim ersten Versuch einen Schritt nach vorne zu machen tief einknickte und sich nur schwerlich wieder fing. "Du könntest wirklich etwas für mich tun. Könntest du mich zu einer Herberge bringen und mir helfen die nächsten Tage zu überstehen? Ich werde es dir reichlich auf meine Art vergelten."//Hm...Hotel oder nicht? Naja ich sollte zumindest genügend Zeit haben, um mich wieder zu sammeln, ein einziger Kommentar des Portiers jedoch....phew....das würde meine Pläne natürlich ziemlich einschränken, da ich direkt agieren müsste. Zwar verschwinden die Kopfschmerzen langsam, doch es wäre möglich, dass ich ihr körperlich noch nicht standhalten könnte. Ein peinlicher Gedanke, ja, doch nicht unmöglich. In meiner Position wäre es momentan das beste auf Nummer sicher zu gehen, also kein Angriff....vorerst. Die Frage ist, wohin mit ihr. Alleine kann ich sie nicht gehen lassen, doch ins Hotel zu gehen würde ein zu großes Risiko bergen, vielleicht sollte ich einfach noch etwas die Rolle des alten Zausels spielen, um sie weiter aus dem Konzept zu bringen.//Um nicht aufzufallen bejahte sie die Frage. Immer noch schwer humpelnd, schleppte sich der gestützte Shinobi langsam die Straße entlang, jedoch auf den Rand der Stadt zu. Bewusst umging er das Hotel, wobei er einen konzentrierten Gesichtsausdruck hatte. Seine Rolle spielte er mit jahrelanger Übung, weshalb er wirklich vollkommen in ihr aufging. " Nicht das Hotel, Mädelein. Der dort lebende Besitzer ist kein gottesfürchtiger Mann, in dem Haus wimmelt es nur so von bösen und wütenden Geistern. Ich habe ihm bereits einmal angeboten sie gegen eine Spende für meinen Gott zu vertreiben. Er hat mich nur verjagt und mir Schimpfworte an den Kopf geworfen. Nein, da will ich nicht hin. Doch ich kenne eine nette kleine Stelle im nahen Wald. Dort könnten wir lagern." Mit einem Blick auf ihren vermeintlichen, wenn auch verborgenen, Unwillen, lies seine Züge noch um eine Farcen trauriger erscheinen. " Ich bin dir eine Last oder? Du willst keinem alten Mann helfen einige Tage über die Runden zu kommen, oder? Lüge jetzt nicht, ich sehe es in deinen Augen." Sein Tonfall war die Trauer selbst, ohne ein Quäntchen Anschuldigung.//Phew...der erste Schritt ist also getan, nun muss ich sie einige Tage im Wald festsetzen, möglicherweise schaffe ich es sogar sie in einem unachtsamen Moment zu überraschen. Wenn doch alle Jobs so reibungslos ablaufen würden. Ich glaube ich kann den alten Jäger sein Leben leben lassen und sie als Botin nutzen, irgendwelche Schwächen, mit denen man sie verpflichten kann wird sie wohl haben. Im Notfall gibt es ja immernoch die gute alte Furcht, wenn sie wirklich eine Nuke ist wird sie nicht viele Menschen haben, die sie unterstützen, wenn sie in Schwierigkeiten steckt.// Langsam näherten sich die beiden dem Waldrand, welcher fast wie eine Mauer vor ihnen aufragte. Sobald sie das Unterholz betraten, wäre er wieder in seinem Element, dort hätte er auch subtilere Hilfe durch Kirusa. Bereits jetzt konnte er einen Schatten erahnen, der einen kleinen Beutel bei sich trug, in dem sich das Gegengiftset des Anbu befand. Damit wäre innerhalb weniger Stunden wieder auf den Beinen und könnte sich seiner Begleiterin widmen. Am besten sollte er sie während ihres Schlafes überraschen, schließlich hatte er extra für solche Fälle eine kleine Überraschung parat. Naja bis dahin wäre es wohl zumindest noch einen halben Tag hin. Nach gut einer halben Stunde des eigenwilligen Marsches erreichten sie die Lichtung, auf dessen Boden, sich Keiji langsam niederließ.//Durchaus praktisch die Kleine, eine perfekte Botin, sie passt genau in mein Raster, mal sehen ob sie mich freiwillig unterstützen würde.// Immer noch auf dem Boden sitzend, blitzte kurz seine Intelligenz durch seine Kleidung hindurch, nur um einen kurzen Augenblick später wieder spurlos zu verschwinden, sodass es schien, als ob das kurze Glitzern nur eine Sinnestäuschung gewesen wäre. Alleine lassen würde er sie gewiss nicht, ein unachtsamer Augenblick und sie würde vielleicht doch noch versuchen ihn zu überwältigen. Wahrscheinlich würde ihm dann sogar die Zeit fehlen sich entsprechend wehren zu können. Nein so weit wollte er es nicht kommen lassen, ausgeraubt von einer schwachen Kunoichi, das wäre wirklich der Tiefpunkt. Er musste wohl Maßnahmen ergreifen, wobei ein Kampf nicht in Frage kam. Möglicherweise wäre eine List die richtige Möglichkeit sie gefangen zu setzen. Doch wie konnte er sie sofort matt setzen? Naja ok es gab eine Möglichkeit, doch dafür musste er gut planen. "Würdest du einem alten Mann noch einen letzten Gefallen tun und ein selbst geschriebenes Musikstück mitanhören?" Mit diesen Worten richtete er sich schwerfällig auf und stieß zwei kurze Pfiffe aus, woraufhin ein roter Schatten aus einem Gebüsch sprang. Sein Fuchs, Kirusa, welcher sich sofort Anija niedersetzte und sie aufmerksam betrachtete. Währenddessen zeigte Keiji mit einem Finger auf Kirusa und sprach weiter. "Vergnüge dich kurz mit ihm, ich muss nur kurz austreten." Wenige Augenblicke später trat er schon wieder aus dem Gebüsch heraus, in das er verschwunden war, um genau zu sein, war er es nicht selbst. Es war ein Kagebunshin, welchen er erschaffen hatte. "So, jetzt bin ich bereit für das Musikstück." Noch in diesem Moment begann Keiji bereits seine Zauberkunst des Gauklers in dem Gebüsch zu wirken, welche als unhörbare Technik nicht gut als Lied hätte dienen können. Natürlich hätte er auch ein einfacheres Genjutsu nutzen können, doch da er nicht wusste wie bewandert seine Gegenspielerin war, fuhr er einmal alle Geschütze auf, die ihm zu eigen waren.//Ich hasse es, wenn meine Pläne so glatt verlaufen, bei sowas ist es doch geradezu offensichtlich, dass sich irgendein Hacken an der Sache befinden muss....nur welcher. Hat sie mein Genjutsu schon aufgelöst, ohne dass ich es gemerkt habe? Nein, so einfach ist das nicht, dennoch seltsam es ist einfach in ihren Geist einzudringen, naja egal stellen wir uns am besten erst einmal vor.// Der echte Keiji rührte sich nicht von der Stelle, schließlich hätte jede Unterbrechung seines Flötenspiels das Ende seiner Technik bedeutet, mit der er seine zukünftige Nachrichtenüberbringerin anwerben würde. Bisher war er sich einzig noch nicht ganz einig darüber, ob er den Weg der Bestechung, oder den der Drohung wählen sollte. Seine erste kleinere Veränderung ihrer Wahrnehmung war, dass er ihr die Möglichkeit nahm ihre Beine zu bewegen, weglaufen, wäre also keine Möglichkeit mehr zu entkommen, ebenso schien er ihr die Kontrolle ihres Chakras genommen zu haben. Dies würde sie jedoch erst spüren, wenn sie versuchen sollte dieses zu nutzen, denn wenn das der Fall wäre würden sie unvorstellbare Schmerzen durchzucken, bis sie Abstand von der Idee des Chakraschmiedens nähme. Sonst beließ er für sie vorerst alles beim Alten. Währenddessen war auch sein Doppelgänger nicht müßig. Er unterbrach das Flötenspiel, wobei ein berechnender Ausdruck in sein Gesicht trat. Er setzte sich vor Anija nieder und lächelte sie an, während er begann seine Verkleidung zu entfernen. Dabei achtete er tunlichst darauf außerhalb der Reichweite ihrer Hände zu sein. "Ich glaube wir sollte noch einmal von Anfang an beginnen. Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du mir deinen wahren Namen verraten würdest." Der Bunshin wirkte immer vergnügter.Das Grinsen des Bunshin würde immer breiter, als er ihre scheinbar entschlossenen Worte hörte. Er nahm diese Worte zum Anlass, um aufzustehen, und aus einer Schriftrolle seine Ausrüstung zu beschwören, natürlich weit außerhalb der Reichweite der Kunoichi. Nach einigem überlegen nahm er schließlich ein geheimnisvolles Fläschchen ohne Aufschrift und ein Kunai zur Hand, welches er lässig an seinem Finger kreisen ließ. Sorgsam die Kunoichi im Auge behaltend, umrundete er sie langsam, während er unablässig grinste. Er konnte sich vor Vorfreude kaum in Zaum halten. "Du willst also nicht kooperieren? Jammerschade....." Er wandte den Blick dem kleinen Fuchs zu, welcher es mittlerweile vorgezogen hatte sich einige Meter entfernt von Anija niederzulassen. "Was meinst du Kirusa, was sollen wir mit ihr machen? Ich habe unsere Feldausstattung dabei, also einige Gifte, die für die Folter nicht ganz ungeeignet wären, sowie diverse Klingen, mit denen wir sie traktieren könnten." Mithilfe von Keiji, schienen plötzlich kleine Blitze von der Hand des Bunshins auszugehen. "Oder sollen wir sie etwas unter Strom setzen?" Einer der kleinen Blitze sprang noch bei diesen Worten auf die Missing über und würde sie glauben machen, dass ihr rechter Oberschenkel zu schmerzen beginnen würde. Der Fuchs schien konzentriert zu überlegen, während er sich gedankenverloren über die Lippen leckte. Schließlich schien er zu einer Entscheidung gekommen zu sein. "Wie wäre es, wenn wir sie langsam ausbluten lassen und ihr immer, wenn sie gerade dabei ist uns wegzusterben, einige Blutpillen geben, ihre Wunden abbinden und von vorne beginnen? Ich habe so lange kein frisches Menschblut mehr geschmeckt." Die letzten Worte des Fuchses schienen zutiefst enttäuscht zu sein, während der Bunshin weiterhin seine Kreise zog, führte er den Gedanken fort. "Also meine Kleine, was wäre dir persönlich denn am liebsten? Bitte denke jetzt nicht an Flucht oder ähnlich, denn das würde ich mich gezwungen fühlen Kirusas Bitte nachzukommen." Er ging einen Schritt näher an sie heran und strich ihr einmal durchs Haar, wobei er abwesend etwas vor sich hin murmelte. "Ist das hier überhaupt deine wahre Gestalt? Sollen wir auch das überprüfen?"//Wenn da jemand auf Durchzug stellt, dann müssen wir wohl nachhelfen, mal schauen wo ihre Schwächen liegen, fangen wir also mal bei den Eltern an.// In diesem Moment hätte ein Bild von ihren Eltern, vor ihren Augen aufblitzen sollen, welches der Anbu selbst zu seinem Leidwesen nicht sehen konnte. Er konnte Erinnerungen vor ihre eigenen Augen projizieren, doch selbst würde er sie leider nicht sehen. Während er sich darauf konzentrierte sein Genjutsu entsprechend zu modifizieren, nahm sein Bunshin abermals das Kunai fest in seine Hand. Zweimal strich er geradezu zärtlich über die Klinge, bevor er sich kurz neben Anija niederkniete und ihr abermals durchs Haar strich. "Schade wirklich schade. Ich zerstöre nicht gerne Schönheit, aber du zwingst mich ja geradezu dazu. Ein wenig Kooperation könnte deine Lage enorm verbessern." Mit diesen Worten, fuhr er mit der rasiermesserscharfen Klinge sanft über ihren Nacken, woraufhin von diesem ein dünnes Blutrinnsal hinabrann. "Ich könnte dir so viel bieten, ich habe die Mittel meine Verbündeten reich zu belohnen." Bei diesen Worten, wurde das Bild der Eltern durch ein Bild von Anija ersetzt, auf dem sie sich behaglich auf dem Thron des Mizukagen räkelte. Kurz darauf wurde dieses Bild von einer Erscheinung der Kunoichi ersetzt, wie sie hoch über Konohagakure auf einem Berg stand, während das Gewand der Hokagin sie umflatterte. Schließlich wechselte die Szenarie ein weiteres Mal, und sie konnte sich selbst in der Kleidung einer Jonin sehen, wie sie in einem kleinen Garten stand und zwei junge Mädchen umarmte. Instinktiv würde sie wissen, dass dies ihre Kinder wären. Währenddessen drehte der Bunshin weiterhin seine Kreise. "Doch es liegt auch in meiner Macht, die zu bestrafen, die sich mir widersetzen." Nun änderte sich die Szenarie und sie konnte Kirigakure in Flammen sehen. Überall lagen Leichen, Erwachsene, Kinder, Shinobi und Zivilisten gleichermaßen. Brutal abgeschlachtet und halb ausgeweidet, hätten sie warscheinlich sogar Keiji selbst die Übelkeit abgerungen. Dazu kam, dass er sich die Mühe machte, sie die Szenarie nicht nur sehen, sondern auch riechen und hören zu lassen. Eine ganz besondere Szene sparte er sich jedoch bis zum Schluss auf. In dieser würde sie sehen, wie ihre Töchter auf grausamste umgebracht wurden. Ihr selbst würde dies wie eine zweistündige Tortur vorkommen, wenngleich es nur fünf Minuten in Anspruch nahm. Gleich nachdem die Szenen verblassten legte der Bunshin den Kopf schief und lächelte sie an. "Na willst du nicht lieber freundlich sein?"//Bisher noch keine Schwachpunkte, schade, eigentlich ist es mir zuwider auf rein körperlichen Schmerz zurückzugreifen. Naja möglicherweise ist sie eine der Personen die auf körperliche Torturen einfach stärker ansprechen. Auch wenn es verdammt schade ist, dass ich nicht Zeit und Muße habe sie psychisch zu brechen. Sie wird bestenfalls eine unwillige Untergebe sein, die stets Wege suchen wird sich aufzulehnen. Sie umzubringen wäre jedoch schamlose Verschwendung ihrer möglichen Fertigkeiten. Durch Macht lässt sie sich scheinbar nicht ködern, ebensowenig durch Angst um ihre ehemaligen Landsmänner.....hm.... bliebe noch die Furcht um ihr eigenes Leben. Ansonsten muss ich wirklich auf körperlichen Schmerz zurückgreifen, wäre wirklich schade, wenn ich sie allein dadurch umbringe, dass ich die Foltermethoden durcheinander bringe und sie an Blutverlust oder einer schlichten Infektion der Wunden sterben würde. Vermutlich hält sie mich für einen recht grausamen Kerl, wenn sie nur meine wahren Beweggründe verstehen würde, würde sie vielleicht..... nein eine ganz schlechte Idee. Zum einen hätte sie dann mehr gegen mich in der Hand als mir lieb sein könnte, zum anderen würde sie mir warscheinlich nicht glauben.....*innerliches Seufzen* Warum kann ich nicht einmal einen echten Glücksgriff bei den Mitarbeitern landen? Die Anbu aus Kirigakure müsste ich größtenteils ausradieren und ersetzen, bevor ich die Organisation übernehmen könnte. Was ganze Dörfer angeht...... es wäre verdammt riskant diese ohne Rückendeckung übernehmen zu wollen. Natürlich könnte ich mich als Jonin oder ähnliches ausgeben, um den Kagen dann hinterrücks zu ermorden, doch die Aussicht auf Erfolg erscheint mir verschwindend gering. Zumal die Warscheinlichkeit, dass ich seinen Platz ohne eine mittelgroße Armee in meinem Rücken wohl kaum einnehmen könnte....verdammt...ich schweife wieder in die Zukunft ab. Ich sollte mich auf das hier und jetzt konzentrieren. Und das bedeutet ich muss die Kleine da unter meine Fuchtel bekommen. *enttäuschtes Seufzen* versuchen wir also die Mischung aus Kyori Wurzeln und Hekare Blattstängeln. Zumindest sollten Krämpfe und Schmerzen ihre Zunge etwas lockern, falls dies nicht der Fall sein konnte, bleibt mir ja immer noch die Zeit als Verbündeter. Ich werde an Nahrung und Wasser gelangen, falls es nötig sein könnte....das ist es. Hunger und Durst haben schon die Zungen von vielen gelockert. Wenn sie nicht von den Anbu ausgebildet worden ist dieser Art der Folter zu widerstehen, wird ihre Willenskraft langsam zu bröckeln beginnen...hoffentlich.// Abermals erweiterte der Anbu die Melodie seines Genjutsu um einige neue Nuancen, um die gewünschten Effekte zum Vorschein zu bringen. Zuerst konzentrierte er sich auf ihre Erinnerung. Nach und nach tilgte er jede ihrer Erinnerungen an Nahrungsaufnahme, zumindest die der letzten Tage. Natürlich hätte dies nicht dauerhaften Bestand, würde ihm jedoch immerhin einen Spielraum von mehr als einer Stunde lassen. Dann machte er sich daran ihrem Hirn vorzugaukeln, dass der Körper am Rande der Erschöpfung stand, ausgelaugt durch die fehlende Nahrung. Der Bunshin, der die Schachzüge seines Erschaffers nur zu gut nachvollziehen konnte, nahm gehässigerweise einen Apfel an sich und begann genüsslich kauend weiterzureden. "Meine Liebe ich habe alle Zeit der Welt, um dich davon zu überzeugen, dass mein Weg der richtige ist. Was Macht und Ruhm angeht hast du bis zu einem gewissen Grad natürlich recht.", räumte er ein. "Ich könnte dich nicht zu einer Kagin machen, zumindest noch nicht. Der Grund dafür ist keineswegs irgendwelche fehlende Macht, sondern vielmehr an Mangel an Seelen die an meine Sache glauben. Der Wandel hat erst begonnen und am Ende werden nur die, die mit der Welle geschwommen sind Belohnungen erhalten. Denk nicht, dass es in meiner Absicht liegt dich zu töten, das wäre nicht geringsten in meinem Sinne. Wo bliebe denn da der Nutzen? Doch sage mir, was stößt dich so ab? Bin ich es persönlich? Glaube mir, wir beide hätten in der Zukunft nicht mehr alzu viel Kontakt zueinander, sofern du dich dafür entscheidest eine Zukunft haben zu wollen."Der Bunshin betrachtete den Apfel mehrmals von allen Seiten, bevor er abermals abbiss und Anija eingehend betrachtete. "Der Apfel ist aus der letzten Herbsternte, schon etwas trocken, aber dennoch gut, danke der Nachfrage. " Er seufzte und ging langsam zu einem Baum, an den er sich lässig anlehnte. "Doch ich glaube das ist gerade wohl eher nebensächlich. Schließlich reden wir hier gerade von deiner Existenz." Er nahm nochmals das Kunai zur Hand, mit welchem er ihr bereits eine Schnittwunde zugefügt hatte. "Was würde mich davon abhalten dich gleich hier umzubringen? Glaub mir, deine Leiche würde niemals gefunden werden." Er seufzte und räkelte sich behaglich, jedoch ohne die Missing aus den Augen zu lassen. "Doch wir wären beiden Hübschen wären nicht mehr hier, wenn ich die Absicht hätte dich zu töten. Was erwartest du dir eigentlich von dem Ende unserer Begegnung? Glaubst du ich ließe dich gehen, ohne dich auf irgendeine Weise gebunden zu haben? Damit du brav zum nächsten Dorf rennen und ihnen von meinem Aufenthaltsort berichten kannst? Überlege dir bitte einmal genau was dieses Gespräch dir alles bringen könnte."Beinahe beiläufig hob der Bunshin den Kopf etwas, um ihren Worten etwas besser lauschen zu können. Als sie endete umspielte einmal wieder ein Grinsen seine Mundwinkel. "Du bist also eine Nuke? Das hast du zuvor noch garnicht erwähnt. Ich dachte schon, ich hätte eine angesehe Kunoichi aus Konoha eingesammelt." Er kratzte sich kurz am Hinterkopf, bevor er nochmals vom Apfel abbiss. " Das böte mir natürlich auch die Möglichkeit ein auf dich ausgegebenes Kopfgeld zu kassieren. Naja an Geld mangelt es mir im Moment nicht, eher an Menschen denen ich vertrauen kann. Daher könnten wir beide uns einige Schritte entgegenkommen. Du willst weiterleben und ich suche Vassallen. Auch wenn du mir gegenüber wohl misstrauischer bist, als gegenüber einer giftigen Schlange, biete ich dir an, dich zu schützen falls es nötig sein sollte, doch nur, wenn du einige kleine Botengänge für mich erledigst. Was hälst du davon? Es würde dich nichts kosten außer einen Schwur. Natürlich kann ich dir als Gegenleistung keine große Liebe entgegenbringen, doch wenn es dich beruhigt, ich hasse dich gewiss nicht, warum denn auch?" Er seufzte. " Ein kleiner Handel. Was ist schon Großes dabei?" "Warum sollte ich dir vertrauen?" Dem Bunshin war eine nicht gerade geringe Entrüstung anzumerken, als er ihren Worten lauschte. Als sie endete, klatschte er kurz in die Hände, wobei ihm dummerweise der Apfel aus selbigen fiel. Ohne sich groß daran zu stören, hob er ihn auf und biss ein kleines Stück davon ab, bevor er der Anbu antwortete "Gründe warum du mir vertrauen kannst? Lass mich nachdenken.... ich würde keinen Nutzen aus deinem Tod oder ähnlichen Aktionen ziehen, da ich diese schon jetzt, in diesem Augenblick durchexerzieren könnte. Warum also warten? Eine der wenigen Dinge auf die du dich bei mir verlassen kannst, ist Logik. Als ich dich getroffen habe, ok hier muss ich eingestehen, dass mir einfach die Informationen über dich fehlten. Du wirktest deplaziert und ich vermutete eine Anbu oder ähnliches hinter deiner Fassade. Ich wage jetzt einmal anzunehmen, dass du einem Anbu ebenfalls nicht einfach als Nuke in die Arme gelaufen wärst, oder? Was die Folter angeht... liegt das an der häufig doch recht schlecht ausgeprägten Kooperationsbereitschaft der Individuen mit denen ich konfrontiert werde. Doch nun noch eine Frage von mir, aus welchem Dorf stammst du und wie lautet dein Name?"Sie antwortete recht widerwillig und gab nur teilweise richtige Informationen preis. //Weiße Tigerin....kommt mir entfernt bekannt vor, nannte sich nicht eine Kunoichi aus Kiri aus? Phew....die kleine war gerade frisch aus der Akademie raus, oder war sie noch drin? Ich bin mir da nicht mehr so einig, es muss mittlerweile schon an die 14 Jahre her sein, dass ich mich das letzt Mal mit der Jugend von Kirigakure beschäftigt habe. Zumindest passt sie gewiss nicht auf die Beschreibung einer Sunanin, zumal sie für eine solche schon ziemlich eigenwillig gekleidet wäre. Prüfen wir also am besten einfach einmal nach.// Sehr ähnliche Gedanken hatte auch der Bunshin, welcher sich gleich daran machte, mit Kai ein eventuelles Henge aufzulösen. Dann würde möglicherweise auch ihre wahre Identität zu Tage kommen. Während der Bunshin sich noch auf das Kai konzentrierte, welches langsam seine Wirkung entfalten sollte, lies er es sich nicht nehmen, sich selbst vorzustellen. "Meine Dame, mein Name ist Shiro Tigachi, einer der Akatsuki, zu ihren Diensten." Bei diesen Worten lag jedoch ein spöttisches Grinsen auf seinen Lippen, welches die Dienste wieder stark einschränkte.Der Bunshin schnalzte anerkennend mit der Zunge, als er ihre Worte betreffs den Akatsuki hörte. Abneigung war wirklich noch eine Untertreibung, es klang ziemlich hasserfüllt. In der Hinsicht gereichte es Keiji natürlich zum Vorteil, dass die nächsten Worte seines Bunshin recht ehrlich über die Lippen kamen, da ihnen diesmal kein Hintergedanke inne wohnte. "Reg dich ab kleine Raubkatze, ich gehöre der Organisation erst seit kurzem und mehr de facto als wirklich an. Das einzige was mich an diese Leute bindet ist die Möglichkeit die Ziele der Organisation in meinem Sinne zu lenken. Um genau zu sein, bin ich ihr gefährlichster Feind, da sie mich für einen Verbündeten halten." Das Grinsen des Bunshins wurde immer breiter. "Nur so nebenbei, falls dieses Wissen die Lichtung hier verlässt mag ich zwar sterben, doch du wirst auch ein äußerst unrühmliches Ende finden, darauf kannst du dich verlassen. " Der Bunshin seufzte und biss ein weiteres Mal von Apfel ab, bevor er sich der Gestalt der Nuke widmete. "Hm... du kommst mir bekannt vor. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass du aus Kirigakure stammst, oder doch zumindest dort trainiert wurdest. Doch der Name will mir einfach nicht einfallen. Naja egal. Was die Organisation also angeht. Du würdest keine Sekunde dafür verschwenden diesen Kerlen noch mehr Macht zu verleihen als sie ohnehin schon besitzen. Vielmehr wärst du Teil eines Gegengewichts."//Hm...ich hoffe wir sind hier bald durch, langsam werde ich meiner eigenen Musik überdrüssig.....Naja ich glaube wir stehen kurz vor dem Durchbruch.// Ein freundliches Lächeln nahm auf dem Gesicht des Bunshin Platz, als er Anija nochmals musterte und langsam den Kopf schüttelte. Als Antwort auf ihre wilden Behauptungen, hatte er nur ein müdes Zungenschnalzen übrig. Es herrschte eine Minute Schweigen, bevor er das letzte Stück von seinem Apfel abbiss und erneut das Wort ergriff. "Angesicht deiner Hektik bei der Suche einer plausiblen Geschichte, nehme ich an, dass meine Vermutung ins Schwarze getroffen hat, sonst hättest du schließlich darauf bestanden aus Kirigakure zu sein, um mich auf die falsche Fährte zu locken." Er wollte ein weiteres Stück seines Apfels abbeißen, doch dieser war bereits ziemlich abgekaut, weshalb er ihn recht achtlos in ein Gebüsch warf. "Ich erinnere mich zwar nicht mehr an deinen Namen, weiß aber dass du dort Genin warst. Warscheinlich würde ich mich sogar an den Namen erinnern, wenn man ihn mir sagen würde. Also...wer bist du?"Sowohl der Bunshin, als auch sein Erschaffer liesen Anijas Worte einige Augenblicke auf sich wirken, während sie ihre Erinnerungen durchkramten. //Anija Misashi..phew sie war fast schon nach meiner Zeit. Ich habe sie gerade noch ein Jahr als Genin erlebt, bevor ich aus Kirigakure fortgegangen bin. Was waren doch gleich ihre Fertigkeiten? Naja sei's drum, das kann ich später noch überprüfen. Jetzt sollte ich vorerst dafür sorgen, dass sie sich nicht dadurch in Gefahr bringt, indem sie den Namen ihres zukünftigen Auftraggebers kennt. Naja bleiben wir also bei dem eben genannten Namen.// Mit der Glattzüngigkeit eines Schauspielers, der sein Handwerk bereits seit vielen Jahren beherrscht antwortete er der Bunshin wie schon zuvor. "Na also schön, dass wir jetzt beide unsere Namen kennen, auch wenn es bedauerlich ist, dass dein Gedächtnis nur so kurze Zeit zurückreicht. Ich bin Shiro Tigachi. Vielleicht entsinnst du dich meiner, ich war früher einmal ein Special Jonin in Kirigakure, doch das ist sehr lange her." Nach dieser Aussage bestand natürlich wie immer die Gefahr, dass sie seine Aussagen durchschaute, aber da der Shinobi ihm wirklich ähnlich gesehen hatte, und seitdem viel Zeit vergangen war, sollte sie eigentlich keine Zweifel hegen."Oh ja richtig Anija Misashi, hm...ja der Name ist mir geläufig. Du musst etwa Genin gewesen sein, als ich dich das letzte Mal gesehen habe. Doch nun zu anderen Dingen. Wie steht es mit dem Handel?" Der Bunshin führte mit diesem plötzlichen Themenwechsel ein ziemlich einfaches Mittel durch, mit welchem man seinen Gesprächspartner aus dem Konzept bringen konnte. Das Chakrawesen, lies sich jedoch nicht das geringste anmerken, als es abermals in den Taschen zu wühlen begann und schließlich einige Stücke Trockenfleisch zutage förderte. Eines der Stücke schob er sich sogleich selbst in den Mund und missbrauchte es sozusagen als Kaugummi. Ein anderes Stück warf er Kirusa zu, welcher immer noch schweigsam die Szene beobachtete.//Endlich haben wir diesen Mist hinter uns, ich bin der Warterei langsam müde geworden. Warum hätte ich nicht einfach nen Kerl erwischen können? Die sind deutlich einfacher zu beeinflussen. Einige dutzend weibliche Körper und er hätte mir aus der Hand gefressen...naja ich muss wohl mit dem Arbeiten was ich habe. Vorerst sollte ich mich jedoch noch ihrer Loyalität versichern. Der Vogel wäre was das angeht nicht schlecht.// Der Bunshin zuckte auf Anijas Feststellung bezüglich seiner Essgewohnheiten nur gleichmütig die Schultern. "Was soll ich sonst tun, um ihr hier die Zeit zu vertreiben? " Scheinbar geistesabwesend griff er sich ein weiteres kaugummigroßes Stück und begann dieses mit seinen Zähnen zu bearbeiten. "Achja, bevor ich es vergesse, woher soll ich wissen, dass du mir nicht einfach ein Messer in den Rücken stößt sobald du eine Gelegenheit dazu besitzt? Schließlich würde es dir eine Person vom Hals schaffen, die dich eben jenen kosten könnte. Ahja...ich glaube ich kenne da eine Möglichkeit." Mithilfe einer kleinen Ilussion vonseiten seines Erschaffers, formte er Fingerzeichen und schien ein Siegel auf ihrem Falken plaziert zu haben, obgleich er genau genommen nichts von Fuinjutsu verstand, schien die Szene doch außergewöhnlich realistisch. "Gut, das hätten wir also. Falls du mich jemals hintergehen solltest, wird dein kleiner Freund hier einen äußerst unangenehmen Tod sterben." Er wurde etwas betrübter. "Es tut mir Leid, dass ich zu solchen Mitteln greifen musste, doch ich sehe keinen anderen Weg dich wirklich an einen Eid oder etwas derartiges zu binden. Naja sei es drum, wie wäre es wenn wir über etwas fröhlichere Dinge reden? Etwa über den möglichen Nutzen, den du mit dir bringen könntest." Der Bunshin lies sich im Schneidersitz auf dem Boden nieder, während sein Erschaffer das Genjutsu in dem Anija gefangen war, auflöste. Natürlich machte Keiji sich alle Mühe weiterhin unentdeckt zu bleiben, was ihm anhand seiner Anbuausbildung nicht alzu schwer fallen sollte. "Also über was für Kräfte gebietest du?"//Hyouton, Ninjutsu, Taijutsu. Eigentlich eine angemessene Feldagentin, um schnell und effizient Dinge rauben zu lassen. Warscheinlich nicht sonderlich für Infiltrationen oder ähnliches geeignet. Durch den Falken jedoch im Stande recht gut und schnell Informationen von A nach B zu bringen. Ich bin wirklich einmal gespannt wo ihrer Meinung nach ihre Schwächen liegen. Vielleicht könnte sie meine Klinge sein..... naja zumindest wenn es mir gelingt ihr diese Weltverbesserei auszutreiben, die ist ja wirklich nichts auszuhalten. Am Schluss würde sie sich sogar noch weigern jemanden zu töten, wenn es nötig ist. Naja ok, was Folter angeht scheint sie zumindest den einfachsten Maßnahmen entgegenwirken zu können, warscheinlich würde sie jedoch unter den Händen eines Anbu der entsprechenden Einheit schnell alles preisgeben, was sie über mich weiß. Gut, das sich das also in Grenzen hält. Naja auf zu den Schwächen.// Bei jedem ihrer Worte nickte der Doppelgänger, als er sich innerlich Notizen zu jeder ihrer Eigenschaften machte und schon einmal ein ungefähres Raster erstellte, für welche Aufträge sie geeignet wäre. Dabei berücksichtigte er auch ihre Loyalität, welche zweifellos gebunden war, jedoch noch nicht außer Frage stand, schließlich kannte Keiji ihre wahren Ängste noch nicht. Doch bald würde er sich darum bemühen, auch diese zu ergründen und für sich zu nutzen. Natürlich stand es nicht innerhalb seiner Möglichkeiten ihre Gedanken zu lesen, doch er wusste bereits genug, um sie entsprechend einschätzen zu können. Was hätte er in diesem Moment dafür gegeben, zusätzlich zu seinen bekannten Informationen auch noch die Möglichkeit zu haben ihre alten Akten einzusehen. Das hätte ihm viel detailierteres Wissen über ihre Fertigkeiten geboten, als ihre eigenen Einschätzungen. Leider stand diese Möglichkeit ihm, zumindest momentan, nicht zur Verfügung, als musste er mit ihren Schätzungen Vorlieb nehmen. Als sie endete und selbst die Frage stelle, ob er auch noch über ihre Schwächen Bescheid wissen wollte, nickte der Bunshin nur.Der Bunshin schien von ihrer Frage recht erheitert zu sein, da er sich recht offensichtlich beherrschen musste nicht zu schmunzeln. "Meine liebe Anija, über meine Schwächen sollst du nur wissen, dass ich bisher noch zu wenig Anhänger besitze, um offen gegen gegen die Akatsuki vorzugehen. Ob ich weitere Schwachpunkte habe? Wer weiß? Wer denkt er kenne alle seine Stärken und Schwächen ist ein Narr und ich wäre ebenso einer an solch einem leicht zu überwachenden Ort alzu viel über mich preis zu geben." Er verbeugte sich elegant, bevor er weitersprach. "Ich hoffe du nimmst mir das nicht krumm, doch wenn man so zahlreiche Feinde besitzt wie ich, dann muss meine seine Worte genau bedenken. Was meine Stärken angeht..." Der Bunshin schenkte der Nuke ein hirnreißendes Lächeln, in welchem auch eine durchaus schelmische Note lag. "... ich bin keine einzelne Person. So wie heute wirst du mich nie mehr zu Gesicht bekommen, wenn wir uns überhaupt jemals wiedersehen. Bisher habe ich noch keinen Auftrag für dich, doch ich denke bald wird es soweit sein. Ich werde dir Kirusa als Boten schicken, wenn es notwendig sein sollte. Falls du einmal in Schwierigkeiten stecken solltest kannst du für mich, wenn möglich jedoch nicht in einem Kampf, da ich alles andere als ein Magier bin der in die Zukunft sehen könnte, eine Nachricht in der Taverne "Zum gehängten Geier" in Suna hinterlassen. Gib sie wortlos dem Wirt, der die Nachtschicht betreut, wenn möglich ohne einen Kommentar. Ich werde dir dann helfen so gut ich kann. Wenn du schnell Hilfe brauchen solltest, wirst du Schwierigkeiten haben mich zu erreichen, versuche es also lieber erst garnicht, es wäre reinste Zeitverschwendung. Wenn du also eine Nachricht in Suna hinterlassen hast, werde ich sie vermutlich zwei Tage später erhalten und auf sie reagieren können. Ich denke damit wäre alles zwischen uns besprochen, wenn noch etwas sein sollte, so sprich jetzt, falls du Verpflegung oder etwas brauchen solltest..." Der Bunshin nahm etwa 1000 Ryo aus seiner Börse und warf sie ihr zu. "Damit solltest du dich in dem Dorf entsprechend eindecken können." Mit diesen Worten machte der Bunshin sich daran seine Sachen zusammenzusuchen und sich auszurüsten. Was er ihr nicht verraten hatte, war dass Kirusa sie durch ihren Vogel finden würde. Nicht aufgrund eines Geruchs, sondern vielmehr aufgrund des Scheinsiegels, das sein Doppelgänger erschaffen hatte. Für den Kampf zwar denkbar ungeeignet, da es erst nach zwei Tagen zu wirken beginnt, doch ansonsten mehr als nur praktisch.//Hm... das heißt dann wohl nein. Gut für mich, denn ich hatte auch nicht vor mich großartig mit ihren Problemen zu beschäftigen. Damit hätten wir jetzt wohl den Grundstein für eine neue Macht gelegt, ihr Aufstieg beginnt heute und wird erst enden, wenn sowohl Akatsuki als auch die Großreiche unterworfen sind...sofern das noch während meiner Lebenszeit geschieht. Ach ich sollte aufhören so schwarz zu sehen, es wird während meiner Lebenszeit geschehen, da bin ich sicher. Doch genug der Machtfantasien, es liegt Arbeit vor uns, oder Kirusa?// Unwillkürlich bleckte der Fuchs, zum Waldrand gehend die Zähne, was wohl seine Interpretation eines Grinsens war. //Natürlich, jede Menge Arbeit sogar...wo geht es eigentlich hin?// Auch der Nuke wandte sich langsam von der Lichtung ab, sein Ziel hatte er klar vor Augen. Durch eine winzige Regung seines Geistes verpuffte der Bunshin in der Lichtung, während er selbst bereits weitere fünf Schritte entfernt war. //Wohin wohl mein Freund? Es geht nach Suna, dort setzen wir einen weiteren Plan in die Tat um und das möglichst schnell.// Mittlerweile hatte der Fuchs ihn eingeholt und hatte auf seiner Schulter Platz genommen. Die Bündel, die noch auf der Lichtung gelegen hatten, befanden sich in seinem Maul. //Und was werden wir dort machen? Willst du wieder auf dein altes Laster zurückfallen?// Beinahe hätte Keiji gelacht, denn er wusste nur zu genau was sein kleiner Freund damit meinte. In jüngeren Jahren hatte er gerne gezokkt, gehurt und gesoffen, doch diese Zeiten waren bereits lange vorbei. Seitdem hatte er gelernt alle Dinge des Lebens in Maßen zu genießen. Jedes Spiel könnte tödlich sein. Jede Kurtisane eine Attentäterin. Jeder Drink vergiftet. A

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Re: Good ol' Keiji

Beitrag  Mitsu am Mo 21 Nov - 8:45

XIV Kleine Übergriffe gegen Sunagakure (36. Lebensjahr)

Spoiler:
Nach mehreren Stunden des Fußmarschs, hatte der Nuke endlich sein Ziel erreicht. Witzigerweise war der Weg, nachdem er es endlich aus dem Wald herausgeschafft hatte, vollkommen klar vor ihm gewesen. Die Reise durch die Wüste, hatte er zudem durch dezenten Einsatz von Chakra auf ein Mindestmaß an Zeit reduzieren können, ohne jedoch etwaigen Reisenden alzu sehr aufzufallen. Eine Verkleidung hatte sich für ihn erübrigt, da er sich im Sanddorf bisher nichts hatte zu schulden kommen lassen, was ihn als Verbrecher tituliert hätte. Zwar hatten ihn die beiden wachhabenden Chunnin misstrauisch beäugt, und hatten seine Einreise um etwa eine Stunde verzögert, doch hatten sie nicht die Möglichkeiten seine Einreise zu verhindern, zumal sie es, selbst wenn sie es versucht hätten, nicht geschafft hätten. Hätte er ausgesehen wie ein Anbu, wäre es wohl zum Kampf gekommen, doch da er die Organisation nur als Vorwand zu Hilfe nahm und sich nicht viel aus deren Kleiderordnung machte, hatte er sich nie einen entsprechenden Mantel angeschafft. Zum Glück des Anbu hatten sie ihn jedoch schließlich laufen lassen, sodass er, über mehrere dutzend Umwege, zu der Taverne gelangte. Dies war ein ebenso simpler wie effektiver Trick, um zu verhindern, dass ihm ein niederrangiger Shinobi folgte, um zu ergründen, was er in Suna trieb. Jedoch war es mehr als unwarscheinlich, dass ein solcher es geschafft hatte, ihm trotz häufigen Untertauchens in der Menge und mehrfachem Verschwinden in Gassen, auf den Fersen zu bleiben. Wie erwartet stand er schließlich alleine vor dem recht schäbigen Lokal. Er betrachtete eingehend das lebhaft bemalte Schild, welches an einer Stange über der Tür vor sich hin schwang, ein Spielzeug der immer wieder durch die Gasse wehender Windstöße. Das Bild stellte, wenn auch ziemlich unbeholfen den Versuch da, einen Geier an einem Galgen zu erhängen. Ein vergeblicher Versuch, wenn man bedachte, dass das Tier in der Lage war zu fliegen. Einige Dreckflecken auf dem Schild entzifferte Keiji auch als Code, welcher häufig von Verbrechern genutzt wurde, um zu markieren, wo welche Dienste zu kaufen waren. Shinobi wurden, zum Glück des Anbu, niemals in diesen Codes unterwiesen, da es bisher noch nicht vorgekommen war, dass ein ehemaliger Verbrecher seine Berufung darin gesehen hatte, ein hochrangiger Shinobi zu werden. Falls dies eines Tages der Fall sein sollte, die Codes öffentlich wurden, was würde dann geschehen? Der Anbu grinste bei dem Gedanken. Warscheinlich würde sich einfach ein neuer Code bilden, welcher für die nächsten paar Jahrzehnte Gültigkeit besäße. Er gab dem Türsteher ein Zeichen, nicht mehr als eine kleine Geste, bevor er die Taverne betrat. Der Türsteher, Hikaro, wusste um die Macht des Shinobi und behandelte ihn daher fast mit so etwas wie Ehrfurcht. Nur vom Schein des Mondes erhellt, blieb sein Antlitz im Schatten der Kaputze verborgen. Kunai in einem seiner Beutel rasselten, als er das Gebäude langsam betrat und sich mit einem raschen Blick vergewisserte, ob sich einige bekannte Gestalten im Schankraum befanden. Und ja, eine kleine Gruppe schwarzgewandter Schatten in einer der dunkleren Ecken erkannte er als Attentäter wieder. Amüsiert dachte er daran, dass diese Kerle Gerüchten zufolge sogar einen Kagen auf dem Gewissen hatten. Viele Leute hielten das nur für Gerede, Keiji selbst kannte diese Männer jedoch zu gut, um an ihren Fertigkeiten zu zweifeln. Sie waren tödlich und speziell darauf geschult Shinobi zu töten. Ihre Ausbildung umfasste sowohl das Erkennen und Auflösen von Genjutsu, wie auch das Ausschalten von Ninjutsu, während sie ihre eigenen Fertigkeiten im gezielten Körperkampf perfektionierten. Sie warben ihre Lehrlinge bereits mit sechs Jahren an und trainierten sie 24 Jahre lang darauf zu töten, was dazu führte, dass selbst der Anbu im Kampf gegen einen einzelnen von ihnen Schwierigkeiten gehabt hätte, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Bisher war, zu seinem Glück jedoch noch niemand auf die Idee gekommen ihm diese Leute auf den Hals zu hetzen. Da die meisten ihrer Aufträge Harakiriaktionen waren, war auch der Preis, den sie für ihre Dienste verlangten entsprechend hoch. Das war wohl der Hauptgrund, warum sich weder normale Menschen, noch Dörfer sich ihrer bedienten. Bisher hatten sie noch keinen Auftrag unerfüllt gelassen, ein guter Grund sie für seine Aktion anzuheuern. Das Budget des Anbu jedoch hätte bei solch einer Investition vermutlich gestreikt, da das Geld, das er bei sich trug maximal für einen einzigen der Ihren ausgereicht hätte. Normale Berufsverbrecher nahmen weniger als den vierzigsten Teil, den diese Gestalten für ihre Dienste verlangten und genau diese Männer würden die Wahl Keijis sein. Gemütlich setzte er sich an die Theke, an welcher er vom Wirt genauestens gemustert wurde. Schließlich schien der Mann ihn zu erkennen und drückte ihm einen Zettel in die Hand.Der Shinobi öffnete den Zettel nur langsam und las sich eingehend den Inhalt durch, welcher in einem eigentümlichen Code verfasst worden war. Das war jedoch nicht das einzige, denn selbst wenn es einer dritten Person gelänge den Code zu knacken, würde sie immernoch für Namen stehen, mit denen sie nichts anfangen könnte. Auch würde sie mit den dadurch vermittelten Informationen nicht weiterkommen. Diese dreifache Sicherung, da außer an Keiji niemand diese Briefe erhalten würde, gewährleistete so viel Sicherheit wie ihm möglich war, zumal der Wirt selbst den Zettel ebenfalls über vier Kontaktmänner erhalten hatte. Niemals würde es jemandem gelingen diese Nachrichten von ihm zu seinen Kontakten zurückzuverfolgen.
An den Spielmann,
hier ist der Schatten, der im Nebel verschwindet. Ich habe lange nichts mehr von dir gehört. Bist du überhaupt noch am Leben? Falls ja, lass es mich wissen, über die üblichen Wege versteht sich. Habe auch vier neue Schläfer gefunden und dir einen kurzen Bericht über die Neuigkeiten aus dem alten Hurenhaus gesandt, ich hoffe du kannst etwas damit anfangen. Achja Rotfang ist vor einiger Zeit verschwunden, nachdem einige der Sklavenwächter bei ihm waren, ich denke sie haben ihn verschwinden lassen, da er nichts mehr von sich hören lässt. Hoffe mal, dass es dir nicht ebenso ergangen ist.

Als er die Nachricht ausgelesen hatte, faltete er sie kurzerhand wieder zusammen und stecke sie in eine Tasche seines Mantels, während er vom Wirt weiterhin gemustert wurde. Warscheinlich wollte der Mann ergründen, wie er die neuen Nachrichten aufnahm. Und in der Tat verrieten ihm diese wenigen Worte sehr viel. Der Spielmann war er selbst, der Schatten im Nebel, war ein alter Freund von ihm, der in Kiri hauste. Die üblichen Wege widerrum bedeuteten den Weg der Notiz über einen Händler in den Straßen Sunagakures zu leiten. Schläfer waren potenziell als Spione einsetzbare Burschen, welche gerade in einem Betrieb ihre Arbeit begannen. Meist waren damit normale Arbeiter gemeint, nur äußerst selten Shinobi, da deren Loyalität zu Anfang ihrer Ausbildung zu stark aufs Dorf geprägt wurde. Das alte Hurenhaus war Kirigakure und Rotfang war lange Zeit ein Jäger in diesem Dorf gewesen, welcher ebenfalls dem Anbu die Treue geschworen hatte. Zuletzt blieben da noch die Sklavenwächter, welche die kagetreuen Anbu verkörperten. Durch diese zahlreichen Pseudonyme war eine Sicherheit der Informationen von Keiji schon beinahe gewiss, wenngleich es hin und wieder natürlich vorkam, dass einer seiner Kontakte von den örtlichen Kräften gefangengenommen, gefoltert und aufgeknüpft wurde. Ein guter Grund dafür, den Männer eigens dafür zusammengebraute Gifte an die Hand zu geben, mit denen sie sich das Leben nehmen konnten, bevor die Anbu dazu kamen sie zu foltern. Der Anbu bestellte bei dem Wirt ein Glas von seinem besten Roten und wurde kurze Zeit danach in ein Hinterzimmer geleitet, in welchem nur ein Tisch mit zwei Stühlen stand. Die Bestellung des Weines war ein weiteres Codewort, der Wirt war nur alzu vorsichtig, wenn es um seine Besucher ging, schließlich könnte jeder einzelne von ihnen in und sein Lokal mit wenigen Worten ans Messer liefern. Hinter dem Tisch, auf einem recht bequem anmutenden Stuhl, saß ein hagerer Mann, vielleicht 20 Jahre älter, als Keiji es war. Ein Vermittler zwischen Söldern und Auftraggebern, vielleicht auch einfach einer der zahlreichen Bosse der örtlichen Unterwelt. Wie auch immer sein Rang aussah, er besaß genug Macht um ein kleineres Reich ernsthaft unter Druck zu setzen. Wenn sich all die kleinen Bosse zusammentun würden, hätten sie sogar das Dorf Sunagakure zu Grund richten können, doch zum einen fehlte ihnen der Grund dazu, da sie sich damit die eigene Lebensgrundlage nehmen würden, zum anderen befanden sie sich in einem dafür viel zu starken Konkurrenzkampf untereinander. Langsam trat der Anbu an seinen Stuhl und lies sich darauf nieder, während hinter ihm die Tür wieder verschlossen wurde. Der alte Mann blickte den Shinobi mit durchdringenden Augen an, bevor er mit schnarrender Stimme zu sprechen begann. " Du bist also der berühmte Keiji, der Verwüster Kumos, Mörder zahlloser Unschuldiger....." Langsam und gesetzt unterbrach der Anbu den Mann, in seiner Stimme schwang ein tödlicher Unterton mit. "Niemand ist unschuldig." Ohne sich groß irritieren zu lassen sprach der Mann jedoch weiter. "Natürlich ist das niemand, dennoch gibt es einige, die sich mehr haben zu schulden kommen lassen und andere die stets versuchten richtig zu handeln." "Ob man nun im Namen von Sunagakure tötet, oder um etwas zu essen zu bekommen, es läuft beide auf das gleiche hinaus." "Das versteht sich von selbst, ja, aber du bist bestimmt nicht hierhergekommen um mit einem alten Mann ein rhetorisches Geplänkel zu bestreiten. Also, was willst du hier?" " Männer. Mindestens zehn. Gut bewaffnet. Fähig eine bewachte Karawane zu überfallen. Mutig genug um nicht vor Shinobi fortzulaufen. Schweigsam genug um unter der Folter nicht zusammenzubrechen. Tödlich genug um ein Team von Shinobi für zumindest eine halbe Stunde an einem Ort festnageln zu können....und gehorsam genug um unter solch einem zu dienen." Der Alte nickte bedächtig und schrieb schließlich mit einem verschlissenen Gänsekiel etwas auf ein Pergament, das vor ihm lag. "All das sollst du bekommen, es wird dich jedoch viel Geld kosten." Wortlos zog der Nuke einen großen Beutel aus seinem Mantel und lies ihn vor dem Vermittler auf den Tisch fallen. Nach einer Sekunde des Schweigens fügte er noch eine Forderung an. "Die Männer müssen morgen um diese Zeit bereits außerhalb der Mauern sein, zudem sollten sie genug Verpflegung bei sich haben um etwa eine Woche in der Wildnis zu überleben." "Ich weiß nicht was du planst und es geht mich auch nichts an." Der Alte nahm den Beutel und steckte ihn in eine Schublade des Tisches. "Du sollst alles bekommen, was du haben willst." Hinter dem Shinobi öffnete sich abermals die Tür. Mit einem letzten Nicken verlies er das Zimmer und setzte sich wieder an die Bar. Morgen um diese Zeit würden also seine Männer bereit stehen und ihre erste Karawane überfallen. Er selbst würde sich als ihr Anführer ausgeben. Natürlich war viel Gottvertrauen dabei, dass er den Mann ohne Eid oder ähnliches hinter sich zurücklies, doch den Ruf den der Alte zu verlieren hatte, würde ihn weit besser binden als jedes Versprechen. Bei einem Glas Rotwein machte er sich bereits weitere Gedanken über die genauere Vorgehensweise.


XV Der Sturz des Nebelschattens(37. Lebensjahr)

Spoiler:
Schritte hallten durch den steinernen Flur, das Geräusch von eisenbeschlagenen Sandalen auf Granit. Eine Gruppe dunkler Gestalten steuerte zielstrebig auf das wichtigste Büro des Gebäudes zu. Metall klapperte in ihren Taschen, doch keiner von ihnen gab einen Laut von sich. Jeder einzelne der dunkel gekleideten Shinobi war ein Meister seines Fachs mit über 20 Jahren Erfahrung. Die Personen waren elf an der Zahl, während sie in zwei sauber geordneten Reihen vor der Tür des Büros Stellung bezogen. Eine einzelne Gestalt, unscheinbar in ihrer unterdurchschnittlichen Größe und scheinbar vollkommen versunken in ihren weiten Gewändern, hielt sich jedoch etwas abseits. Langsam schwangen die schweren Eichentüren auf, woraufhin sofort acht der Anbu in das Büro dahinter traten und an den Wänden Aufstellung bezogen, vier an jeder Wand. Ohne einen Moment des Zauderns, betrat schließlich auch die etwas kleinere Gestalt das Büro, flankiert von den zwei talentiertesten Anbu, die in Kirigakure lebten. Dicke blaue Haarsträhnen hingen unter der weiten Kaputze der kleinen Gestalt hervor. Der hochgewachsene, hagere Mann hinter dem Schreibtisch blickte ihn gleichmütig an, als er sich beinahe ehrerbietig verneigte. Der Kage ergriff von den beiden zuerst das Wort, scheinbar nicht sonderlich überrascht von dem nächtlichen Besuch. "Keiji." Seine Stimme klang nicht alzu begeistert, als er seinem Gast mit einer Handbewegung einen Stuhl anbot. "Was gibt es für Probleme, die dich hier zu mir treiben könnten? Ist es wieder ein Lohnproblem für die Wachanbu? Nein...dafür hättest du mir wieder einen Boten geschickt, oder?" Ein zynisches Lachen erklang aus den Tiefen der Kaputze. Die Antwort auf die Fragen des Kage wohnte dabei eine unterschwellige Feindseligkeit inne. "Guten Abend ehrenwerter Mizukage. Ich muss euch in der Tat enttäuschen, denn ein völlig anderes Anliegen führt mich hierher." Bei diesen Worten spannten die wachhaltenden Anbu allesamt die Muskeln an, um sofort einzugreifen, falls die Situation eskalierte. Die beiden Leibwächter des Mizukagen schienen sich recht unwohl zu fühlen, zumindest rann ihnen der Schweiß in Strömen von der Stirn. "Keiji, sag was du haben willst, du weißt ich werde es dir gewähren." Endlich nahm Keiji seine Kaputze ab und schüttelte seine Haare ordentlich aus, wobei er dem Kagen ein kokettes Lächeln schenkte. "Makohamo, ich darf dich doch so nennen, oder? Natürlich darf ich das. Ich glaube du weißt warum ich hier bin und ebenso glaube ich, dass du es mir nicht geben wirst." Bei diesen Worten schien der Kage brüskiert und verwirrt, vollkommen von der Rolle. Er wurde sogar etwas bleich um die Nase, ein tödliches Zeichen dafür, in welcher unmittelbaren Gefahr er sich befang. "Keiji, das willst du nicht tun mein Junge. Tenzu, Makeht nehmt ihn in Gewahrsam!" Damit sprach er die zwei Anbu, die ihren Captain flankierten offen an, doch sie reagierten nicht und blieben starr wie Salzsäulen stehen. Panik machte sich in dem Mizukagen breit, als sein Blick hektisch über die Anwesenden schweifte. Keiji verkniff sich mühsam ein diebisches Grinsen. "Makohamo, du weißt doch selbst, dass sie nicht einen Finger rühren werden, solange ich es ihnen nicht befehle." Er winkte vier der Anbu, zwei von jeder Seite zu sich, welche auch sogleich darauf reagierten. "Tötet ihn." Der Anbubefehlshaber schien jedes einzelne der Worte auszukosten. Doch überraschenderweise rührten sich die Anbu nicht und kaum einen Augenblick später explodierte der Raum in einem geradezu blendend, grellem Licht. Der alte Shinobi verlor das Bewusstsein und als er wieder zu sich kam, lag er in einem Raum, der definitiv nicht das Büro des Kage war. Sein Kopf schmerzte geradezu bösartig und als er versuchte aufzustehen verschwamm seine Sicht. Wie sich dann letzten Endes herausstellen sollte, hatte einer der Anbu ihm den Hals gerettet, doch gleichzeitig war ein weiteres Dorf als Heimstatt für den alten Shinobi gestorben.


XVI Einen Selbstmord in Ehren kann niemand verwehren?

Spoiler:
Kirigakure war wirklich ein schönes Dorf, wenngleich seine Lage und auch seine Attraktivität außerhalb der warmen Jahreszeit eindeutig zu wünschen übrig liesen. Einmal abgesehen davon waren die Reisemöglichkeiten eine verdammt beschränkte Sache. Freilich es gab Boote, aber sonst? Ansonsten gab es natürlich noch die Möglichkeit zu schwimmen, doch das erschien selbst dem Nuke zu mühselig. Da nahm er dann doch lieber das Risiko in Kauf von einem der Bootführer erkannt und gemeldet zu werden. Durch einen glücklichen Zufall war das zwar scheinbar nicht passiert, doch wer konnte schon wissen was noch kommen würde? Fürs erste hatte sich Keiji in einer Taverne in der Nähe des Dorfes eingenistet. Die weite Kleidung und die verhüllende Kapuze boten zwar nicht gerade eine perfekte Tarnung, doch sie waren immerhin genug gewesen um den Wirt von lästigen Fragen abzuhalten. Für einen recht geringen Preis hatte sich der alte Shinobi so ein Zimmer im oberen Stockwerk genommen. Es war enttäuscht karg eingerichtet, zumindest für den eigentlich gepriesenen Standard von Kirigakure. Naja man konnte wohl nicht immer im Luxus schwelgen, alles hatte eben seine Schattenseiten. Bereits kurz nachdem er den Raum betreten und die Tür verschlossen hatte, lies sich der Schwertmeister auf das harte Bett fallen, das den größten Teil des Raumes einnahm. Er zog sich die Kapuze etwas tiefer ins Gesicht und sann über seinen Plan nach. Das ganze war tollkühn, eigentlich schon fast eine Art Selbstmordkommando. Er stürzte sich sprichwörtlich ins Maul des Löwen, oder wie er kürzlich erfahren hatte der Löwin. Dennoch überraschte ihn die Einfachheit seines Plans beinahe selbst. Ins Dorf gelangen, den Kage Bunshin mit Sprengstoff ausstaffieren und dabei zusehen wie dieser noch einen großen Aufstand machte, nur um schließlich von Keiji in die Luft gejagt zu werden. Der Plan war eigentlich trotz seiner Einfachheit überraschend gut, oder hatte er etwas übersehen? Wurde er etwa alt? So sehr er sich auch anstrengte, konnte er kein übermäßiges Risiko der Entdeckung, außer durch eine Enttarnung beim Betreten des Dorfes, oder einem zu frühen Ableben des Bunshin, entdecken. Wenn sich die Dinge innerhalb der letzten Jahre nicht gravierend geändert hatten, besaß Kirigakure immernoch kein sonderlich großes Team an Jagdhunden, die auf das Erkennen von Shinobi gedrillt worden waren. Natürlich war es auch ein Risiko darauf zu setzen, doch was blieben sonst noch für Möglichkeiten? Nutze die Gaben die dir gegeben sind, hatte der Lehrer des Nuke früher immer gesagt. Mach das beste aus dem was du hast, hatten ihm auch die Mönche im Kloster beigebracht. Keiji hatte diese Grundsätze tief verinnerlicht, denn sie lehrten ihn Bescheidenheit und hielten ihn zumindest vom gröbsten Größenwahn ab. Eine weitere entscheidende Frage war, ob die Mitglieder der Organisation seine Tarnidentität vielleicht durchschauen würden. Eigentlich wäre die gesamte Aktion für die Katz', wenn eines der normalen Mitglieder Verdacht schöpfen sollte. Wohl ein guter Grund genau das zu verhindern. Bei seinem Pseudonachfolger Akio war das mit dem Enttarnen so eine Sache. Die Identität des Nuke wäre zwar wasserdicht und ebenso galt er als hervorragender Schauspieler, doch der andere Shinobi war ihm beinahe ebenbürtig in diesen Talenten, was einen Konflikt schon fast provozierte. Shina würde sich wohl an Akio halten. Vermutlich standen ihre Karten eines Durchschauens etwa genauso gut wie die eines Genins einen Kagen niederzuringen. Möglich, aber kaum wahrscheinlich. Wie stand es bei Kakashi? Naja er war zwar ein fähiger Kämpfer, doch mit Intelligenz war er ja leider nicht gerade gesegnet worden. Bei seinem geradlinigen Wesen war es sehr gut möglich, dass er ohne einen Verdacht auf die Tarnung hineinfiel. Bei Kei sah es ähnlich aus. Zwar besaß sie eine recht gute Intuition, doch selbst diese war fehlbar. Damit war ja eigentlich leider schon die gesamte Organisation abgedeckt. Beizeiten sollten sie sich wirklich um die Rekrutierung neuer Anwärter kümmern, es wäre ein echter Jammer, wenn die glorreiche Organisation einfach aussterben würde. Naja möglicherweise hatten die beiden Teams in der Gemeinschaft schon für Nachwuchs gesorgt. Ob Kakashi und Kei sich auf ihrer Reise näher kamen war kaum abzusehen. Bei Akio und Shina hingegen schien bereits zuvor eine eindeutige Zuneigung geherrscht zu haben. Naja ok, schließlich hatte der Yuudai sie ja auch aus dem Kerker befreit. Was wohl in diesem Fall für ein Nachwuchs dabei herauskommen würde.......... nein er schweifte wieder in die Richtung der Züchtung von Menschen ab. Ein Thema das ihm selbst zwar nicht gefiel, dem er jedoch in seinem Inneren nicht ganz so abgeneigt war, wie er es gerne gewesen wäre. Der perfekte Shinobi, erfahren in allen Disziplinen, eine Art Übermensch. Einst hatte ein Ninja im Reich der Reisfelder genau dieses Experiment gemacht. Damals war er gescheitert, doch wie standen die Möglichkeiten heute? Zu einer Zeit, wo sie sich noch weiter fortentwickelt hatten. Nun sollte ich jedoch abbrechen, sonst versenke ich mich noch zu tief in diesem Thema. Der Shinobi genehmigte sich in der Taverne noch einige Stunden Schlaf, etwas Alkohol und eine leichte Mahlzeit, um fit für seine Unternehmung zu sein. Für das Eindringen in das Dorf kam ihm in ganz besonderem Maße seine einstige Position zugute. Er kannte alle Wege in das Dorf, darunter einige die vermutlich nicht einmal sein Nachfolger kannte. Bei diesen handelte es sich um geheime, unterirdische Gänge, die zu Zeiten von Madara gebaut worden waren. Nur durch langes Studieren von alten Dokumenten und tagelanges Suchen innerhalb des Dorfes hatte der alte Shinobi damals überhaupt Wind davon bekommen. Die Tunnel waren eigentlich als Fluchttunnel angelegt, um das Dorf im Notfall extrem schnell evakuieren zu können. Aufgrund einer fehlenden Wache, konnte der ehemalige Anbu sie jedoch ungehindert als Eintrittskarte in das Dorf benutzen. Aus nicht viel mehr als einem spontanen Impuls nutzte er den Eingang auf einem längst vergessenen Friedhof. Die Gruft in der sich der Eingang befand roch mehr als nur etwas muffig. Die fehlende Pflege der Gräber hatte auch bereits seit langem ihren Tribut gezeigt. Den Toten fehlten einzelne Knochen, jeglicher eventuell einst vorhandene Schmuck war geraubt worden und selbst die Wände waren geschändet. Die wohl einst weiße Gruft war innerhalb längst schwarz vom Ruß eines längst erloschenen Feuers. Die Gesellschaft musste wirklich verkommen sein, wenn sie nun schon so mit ihren Ahnen umging. Trotz eines leisen Funkens der Wut unterdrückte Keiji jedes Zeichen von Wut und beschränkte sich darauf durch die Gänge in das Dorf zu gelangen. Wie erwartet kam er in dem Keller eines verlassenen Hauses heraus. Er war froh endlich die Kanäle hinter sich zu lassen. Selbst wenn Stein angeblich für die Ewigkeit geschaffen war, so hatte dieser schon gefährlich brüchig ausgesehen, hatte ihm geradezu gedroht in sich zusammenzustürzen. Nach einer vorsichtigen Durchsuchung des Hauses war er sich endgültig sicher alleine in diesem zu sein. Ein sehr tröstlicher Gedanke, denn das letzte was ihm jetzt noch gefehlt hätte, wäre ein um Hilfe schreiender Hausbesetzer gewesen. Beinahe schon beiläufig erschuf er einen einzelnen Kage Bunshin mit der Hälfte seines Chakra. Sein Ebenbild blickte ihn gleichmütig an, bereits seinem eigenen Ende bald ins Auge zu sehen. Sorgfältig nahm sich der alte Nuke Zeit seinen Doppelgänger entsprechend zu rüsten. Er trug Kopien seiner zehn Klingen und zwei Dutzend Sprengsätze unter seiner Kleidung. Er war wahrlich bereit seinem Erschaffer alle Ehre zu machen und seiner Existenz ein rühmliches Ende zu bereiten. Um den Schauspiel in aller Ruhe beiwohnen zu können, machte es sich der alte Shinobi auf einem Sessel im ersten Stock gemütlich, von dem aus er in aller Ruhe aus dem Fenster sehen konnte. Vor dem Haus war ein großzügiger Platz, wohl eine Art kleiner Markt. Sein Doppelgänger trat langsam aus dem Haus, sofort lies ein leichter Windstoß seine Kapuze vom Kopf rutschen und sein langes, blaues Haare nach hinten wehen. Anfangs wurde noch niemand auf ihn aufmerksam, erst als die Tür sich hinter ihm geschlossen und er auf die Mitte des offenen Platzes getreten war erschollen erste Rufe. Es dauerte nicht lange, bis eine größere Anzahl von Shinobi sich versammelt hatte um den scheinbar lebensmüden Nuke zu stellen. Trotz der Tatsache, dass er nur ein Doppelgänger war, lies er es sich nicht nehmen sein Ableben eindrucksvoll in Szene zu setzen. Mit all seinen zehn Klingen und einiger einfacherer Illusionen gelang es ihm die stattliche Anzahl von drei Shinobi niederzuringen, bevor sich schließlich seine Erschöpfung bemerkbar machte. Langsam aber sicher lies der Chakravorrat etwas zu wünschen übrig. Just als die Anbu zum gemeinsamen Todesstoß ansetzen wollten, formte er das endgültige Fingerzeichen und sprengte sich damit selbst in die Luft. Die Stärke der Explosion überraschte selbst Keiji, der im wahrsten Sinne des Wortes vom Hocker gerissen und auf den harten Boden der Tatsachen geschleudert wurde. Für einen kurzen Moment wurde ihm schwarz vor Augen, denn die Kraft mit der er gegen die Wand geschleudert worden war, entsprach fast der eines sehr guten Schlags eines Nahkampfspezialisten. Als er wieder aufsah befand sich ein großes Loch in dem Platz, doch noch erschütternder war die Tatsache, dass er das Loch nur deshalb sehen konnte, weil sich in der Front des Gebäudes in dem er sich befand nun mehrere armbreite Spalten klafften. Vielleicht hätte es etwas weniger Sprengstoff doch getan. Vorsichtig robbte er zum mittlerweile nicht mehr vorhandenen Fenster und linste vorsichtig hinaus. Er horte Geschrei und die Rufe von Verwundeten. Das Team der Anbu war wohl vollends ausgelöscht worden. Fünf Männer waren einen grausamen Tod gestorben, naja immer war es schnell gegangen. Die anderen Häuser in
der Nähe sahen ähnlich mitgenommen aus. In Gedanken schrieb der alte Shinobi sich die Notiz, dass er sich demnächst einmal mit der Stärke von verschiedenen Sprengstoffen beschäftigen sollte, bevor er sich einfach das stärkste Zeug besorgte, das er bekommen konnte. Hätte er den Mist an einem Kunai befestigt, wäre wohl nicht nur sein Gegner dabei draufgegangen, er wäre wohl gleich in die Hölle gefolgt. Noch bevor irgendeine größere Menschenmenge sich versammeln konnte, verschwand Keiji wieder in den Gängen, in denen er sich sorgfältig Zeit nahm mithilfe eines Spiegels die Gestalt des verstorbenen Keiichi nachzustellen. Nach fast drei Stunden harter Arbeit hatte er es endlich soweit geschafft. Nun hatte er nicht mehr die geringste Ähnlichkeit zu seiner früheren Gestalt. Er war wohl wie neu geboren könnte man sagen. Vom heutigen Tage an wäre er Keiichi Manesoko, naja zumindest bis Keiji wieder gefahrlos wiederkehren konnte. Ohne einen Blick zurück zu verschwenden entschwand der Shinobi durch die Gänge nach draußen, das Dorf lies er ein weiteres Mal hinter sich. Bedauerlicherweise waren wieder Menschen gestorben, doch das waren dann wohl Kollateralschäden. Er musste eben Opfer bringen um sich selbst zu erhalten. Solange diese immerhin namenlos und ohne Gesicht blieben hatte er recht wenige Gewissensbisse deswegen.

Mitsu
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Re: Good ol' Keiji

Beitrag  Mitsu am Mo 21 Nov - 8:45

XVII Wilde, wilde Blumenjagd

Spoiler:
Ein Kampf Genin gegen Kagin, nichts wirklich interessantes, nichts sehenswertes. Da erschien dem alten Nuke seine eigen auferlegte Aufgabe schon deutlich reizvoller, denn sie versprach auch wirklich einen Sinn zu haben. Wenn er die kleine Blume fände, dann würden sich ihm eine Handvoll netter neuer reizvoller taktischer Möglichkeiten ergeben. Ob er die Blume jedoch wirklich in diesem verdammten Unterholz finden sollte war eine ganz andere Frage. Mit langsam immer stärker genervtem Gesichtsausdruck schlug er sich einen Weg durch dutzende kleinerer Gebüsche und rieb unterdessen immer mal wieder an dem Finger, an dem er gebissen worden war. Dieses kleine Mistvieh hatte einen verdammt kräftigen Kiefer für eine Pflanze gehabt. Darüber hinaus begann dieses Gift langsam aber sicher zu wirken. Zwar war es nicht sonderlich gefährlich, im besonderen nicht für ein Wesen von der Größe eines Menschen, doch die Wirkungen waren ohne Zweifel nervig. Sie manifestierten sich zuerst nur in einer leichten Übelkeit, welche sich später noch zu Schwindelgefühlen steigern sollte. Enden würde es schließlich mit einigen Halluzinationen mittlerer Stärke. Um zumindest dem letzten Effekt teilweise zu entgehen, probierte er eine weitere der kleinen Fläschchen des Alchemisten aus. Darauf stand Allheilmittel. Ob es wirklich wirken sollte, würde wohl nur die Zeit zeigen. Innerlich hoffte der Nuke dabei jedoch, dass die Nebenwirkungen ihn nicht zu sehr in die Pfanne hauen würden. Das einzige worauf er sich bei dem Zeug verlassen konnte, war die garantiert nicht tödliche Wirkung der Droge. Zugegeben es mochte auf den ersten Blick alles andere als intelligent und vorausschauend erscheinen einfach so etwas zu schlucken, über dessen Wirkung man sich nicht voll im Klaren war, doch zum einen wäre es eine Verschwendung von Material gewesen das Mittel verschimmeln zu lassen, zum anderen hätte er es früher oder später ohnehin ausprobiert. Derart 'gestärkt' machte Keiji sich schließlich weiter auf die Suche nach der gewünschten Blume. Nach einem, in einem Schlammloch fast verlorenen Schuh, griff er schließlich auch zu härteren Mitteln als den bloßen Händen, indem er eines seiner Schwert zur Hand nahm und begann dieses wie ein Buschmesser zu benutzen. Und nach mehreren Minuten des Suchens trat tatsächlich ein kleiner weißer Schatten in den Augenwinkel des alten Shinobi. Gewandt wie eine Katze fuhr er er augenblicklich herum und warf sich tollkühn auf die Blume, wodurch er zwar die Blume in die Finger bekam, jedoch ein identisches Exemplar mit seinen Zähnen im Arm hängen hatte. In jenem Moment ging auch dem Nuke einmal die Geduld ab, sodass er die kleine weiße Blume in seine Tasche steckte und dann dem fleischfressenden Ding, das sich an seinem Arm verlustiert hatte den Blütenkopf abriss und den Rest mit seiner Klinge in kleinste Teiler zerhackte. Endlich hielt er die verdammte Blume in Händen, endlich nach so langer Suche. Zugegeben so lange war die Suche nun auch nicht gewesen, aber dennoch, sein Erfolg blieb ungetrübt. Mit glänzenden Augen sah er minutenland die Blume an, wobei für ihn nur Sekunden zu vergehen schienen. In einer plötzlichen Anwandlung wollte er sich wieder auf den Weg zurück zu der Gruppe machen als ein starker Nebel begann aufzuziehen. Verstimmt erhob er die Hände zum Himmel und wollte schon einen Fluch an die göttlichen Gefilde schicken, als er aus der Fassung gebracht wurde. Er hatte den Mund noch offen als er von einer Wurzel, die ihm scheinbar die Wurzel gestellt hatte, von den Beinen gerissen wurde. Er brachte kein Wort mehr heraus als sein gesamter Rachenraum auch schon voll mit einer gehörigen Ladung Staub war. Er kam noch nicht einmal dazu den Staub wieder fluchend auszuspucken, als er hinter sich auch schon ein leises Kichern hörte. Mit einem eiskalten Blick fuhr er herum und erblickte zwei Pilze, die ihn frech angrinsten. So unwahrscheinlich es schien, selbst das Grünzeug schien sich über ihn lustig zu machen. "Ist der Kleine nicht süß? So ein großes Schwert und kann noch nichtmal richtig laufen. Gutschigutschiguuuu, was für ein süßer kleiner Fratz." Innerlich meldete sich für einen kurzen Moment die logische Denkweise des alten Shinobi, doch sie verflüchtigte sich ebenso schnell wieder. Er bekam wirklich eine immer größer werdende Welle der Wut innerhalb seines Körpers, welche anstieg und anstieg und...... sich in einem wahren Pilzgemetzel, das er mit seinem Schwert anrichtete entlud. Kaum hatte er das Schwert weggesteckt und war wieder auf dem Weg zum ungefähren Standort seiner Gruppe, als ihm wieder genau der selbe Baum die Wurzel stellte. Sein finsterer Blick sprach Bände, vermutlich verfluchte er innerlich alle Götter, die es gab und auch einige, die es nicht gab, im besonderen jedoch den Gott des Nebels, welcher vermutlich zu denen gehörte, die es nicht gab. Gerade war er dabei weiter seinen holprigen Weg zu der Gruppe zu suchen, als er eine leise Melodie hörte. Gabs in dem verdammten Wald am Schluss noch Flötenspieler? Vermutlich i-wie nackten Kerle mit den Unterleibern von Ziegenböcken, die den lieben langen Tag nackten Nymphen hinterherjagten nur um dann..... ohne es gemerkt zu haben war der alte Shinobi in eine Gestalt gelaufen. Er sah gelangweilt auf und erkannte, dass er es selbst war. Welcher Depp hatte sich denn bitte die Mühe gemacht Spiegel mitten im Wald aufzustellen? Ohne sein Ebenbild weiter zu beachten ging er einfach an ihm vorbei und ignorierte es. Er war kaum fünf Meter weit gekommen, als eben jenes Ebenbild ihn mit einem gewagten Sprungkick wieder Staub schmecken lies. Immer noch mit dem Bauch nach unten im Dreck liegend atmete Keiji einmal tief durch, um nicht völlig die Beherrschung zu verlieren. Es war ihm vollkommen klar, in was er da geraten war, doch ihm war schleierhaft, warum jemand ausgerechnet auf ihn ein Genjutsu wirken sollte. Mies gelaunt löste er sich vom Einfluss der Technik mit dem einfachen Siegel Kai. Wie zu erwarten war, war die Illusion danach verschwunden, wenngleich er nicht sicher war, ob jemals eine da gewesen war. Vielleicht war am Ende auch einfach alles Einbildung gewesen, genau konnte er es selbst nicht sagen. Genervt setzte er seinen Weg zur Gruppe fort. Ob er auf dem richtigen Weg war? Bei seinem Orientierungssinn.... wohl eher nicht. Weit mehr als nur etwas benommen torkelte der alte Shinobi durch den Wald. Die Drogen, die er sich eingeworfen hatten schienen wahrhaft erstaunlich stark gewesen zu sein, um nicht schon zu sagen, zu stark. Auf seinem recht unwegsamen, verschlungenen Pfad, der von zerstückelter Vegetation, im besonderen zerstörten Pilzen, und durchgebrochenen Ästen nur so wimmelte, kämpfte er sich jedoch wacker voran und siehe da er kam sogar der Gruppe endlich einmal näher. Nunja immerhin glaubte er das. Erleichtert endlich den Spießrutenlauf hinter sich zu haben stupste er der scheinbaren Mizukagin von hinten auf die Schulter. Irgendwie war diese Schulter überraschend verhärtet und die Kunoichi machte ebensowenig Anstalten sich umzudrehen. Ein zufälliger Passant, als ob es mitten im Wald irgendwelche davon geben würde, hätte vermutlich breit gegrinst und gedacht, dass der alte Nuke stockbetrunken war einem Baum immer wieder und wieder auf den Ast zu tippen. Doch Keiji war nicht die einzige Gestalt, die sich derzeit im Wald herumtrieb, denn auch ein kleiner Rotfuchs befand sich zu jenem Zeitpunkt in der Gegend. Es war Kirusa, der langjährige Vertraute und Berater in allen schlüpfrigen Belangen des Nuke. Als der Fuchs seinen Bruder im Geister so erblickte, wie er immer wieder stumpfsinnig auf den Baum eintippte, da konnte er sich ein Grinsen nicht verkneifen. Minuten vergingen, bis er es schließlich auf sich nahm den alten Shinobi endlich einmal auf sich aufmerksam zu machen. Ohne allzu viel Subtibilität an den Tag zu legen kickte er Keiji einen Stein an den Hinterkopf, den selbst dieser durch den Nebel der Drogen mehr als gut spürte. Überrascht fuhr er herum und erblickte einen Fuchs, der eine entfernte Ähnlichkeit mit einem alten Bekannten aufwies. Zugegeben der Fuchs schien eine Schulterhöhe von über 2 Metern zu haben, während der Bekannte.... wer war es denn noch gleich? Ahja Kirusa, der kleine Fuchs besaß eigentlich nur eine Schulterhöhe von maximal 50 Centimetern und selbst das war noch sehr großzügig und zu dessen Gunsten gerechnet. Dementsprechend verwirrt musterte Keiji seinen alten Kumpanen, der in seinem Drogenrausch um ein Vielfaches größer aussah. Nach einigen Augenblicken des Schweigens kam er endlich dazu das Wort zu ergreifen. "Du bist gewachsen Brüderchen, was hast du denn gefressen, um so groß zu werden? Und wo hast du eigentlich meine Söldner gelassen?........ Sag jetz bloß nicht, dass du sie gefressen hast." Der Fuchs schien reichlich verwirrt, doch dann entdeckte er einen seltsamen Glanz in den Augen seines alten Weggefährten. Dann wurde ihm auch blitzartig klar, warum Keiji so einen Mist redete, der Kerl hatte einfach in seinen Wahnvorstellungen einen totalen Vollknall. Da es in so einem Moment keinen Erfolg haben würde ihm etwas vorzugaukeln beschränkte er sich darauf ihn aufzuklären. Wenn die ganze Sache nämlich so wichtig war, wie er annahm, dann durfte der alte Nuke zu keinem Zeitpunkt derart neben sich stehen. "Und was hat dich gebissen Keiji, dass du schlimmer umherwankst, als wenn du nochmals die Brauereien Iwagakures geplündert hättest? Du stehst ja vollkommen neben dir, was soll denn das? Du solltest dir echt mal was einwerfen. Die Söldner sind eine halbe Meile waldeinwärts von hier. Sie warten nurnoch auf den Befehl zum zuschlagen." Nun wurde auch langsam für Keiji das ganze um einige Facetten klarer. Dieses vermalledeite Allheilmittel war nicht einmal das Glas wert gewesen, in dem es gelagert gewesen war. Missmutig legte er seinen Rucksack ab, welcher mittlerweile aussah wie ein großer Pilz, der Reißverschluss war sein mit langen Zähnen bestücktes Maul. Ohne weiter auf die Halluzinationen zu achten kramte er solange in seinem Rücksack herum, bis er endlich das gewünschte Gefäß fand. Es war eine kleine Phiole, die ein Mittel enthielt, das seinen Körper von dem Gift reinigen würde. Es war sozusagen die berühmte chemische Keule gegen Halluzinogene schwächerer Güte. Es war alles andere als billig, doch es entstammte einer vertrauenswürdigen Quelle und nicht dem beschlagnahmten Koffer eines windigen Alchemisten. Kaum geschluckt bemerkte er auch schon eine Besserung, naja keine großartige Verbesserung, in der Tat, doch immerhin eine Verbesserung. Der Fuchs schrumpfte vor seinen Augen wieder auf die richtige Größe, besaß jetzt jedoch grünes Fell, statt dem gewohnten rotbraunen Pelz. Mit einem Achselzucken nahm der alte Shinobi die Unannehmlichkeit hin und wollte sich schon wieder auf den Weg zur Gruppe machen, als er mitten in der Bewegung inne hielt. "Die Söldner kommen also auf mein Signal........ Kirusa wir haben kein Signal abgemacht....." An diesem Punkt wurde auch der sonst so muntere Fuchs etwas kleinlaut. "....Oh...." Zustimmend nickte der alte Shinobi. "...ja...oh, das trifft es wirklich auf den Punkt.... nur wie soll uns 'oh' weiterhelfen?" Unglaublich, aber wahr, Kirusa bekam einmal einen Geistesblitz. Entgeistert starrte er Keiji an, während er der Idee eine Form verlieh. "Ich habs Keiji-sama. Ich sage denen einfach, dass sie kommen sollen, sobald sie dich 'Verdammte Scheiße' rufen hören." Noch recht skeptisch hob der alte Kämpe die linke Augenbraue. "Und in welchem Kontext sollte ich bitte 'verdammte Scheiße' schreien?" Um die Mundwinkel des schelmischen Fuchses legte sich ein lüsternes Grinsen. "Du könntest ja deine Liebhaberin aus Versehen nackt sehen..... oder ihm könnte die Hose runterrutschen....oder..." An diesem Punkt unterbrach der alte Nuke seinen Begleiter. "...oder er könnte sich auch einfach den Fuß an einem Felsen stoßen." Diese Idee würde von dem jungen Fuchs kaum mehr als einem Naserümpfen gewürdigt. "Spielverderber...." Ohne weiter auf die Worte seines Bruders im Geiste einzugehen drehte sich Keiji schon langsam ab, um zu seiner Gruppe zu stoßen, als er noch einmal den Kopf wendete. "Spinner, mach dich am besten auf die Socken und pass auf dich auf." Mit diesen Worten trat er endlich wieder aus dem Unterholz. Weit konnten diese verdammten Chaoten doch noch nicht sein... Gelangweilt und auch nicht zu knapp frustriert stackste der alte Shinobi durch den Wald. Gleich einem Fährtenleser war sein Blick auf den Boden geheftet, wobei sein Verstand sich mittlerweile nurnoch auf das wichtigste konzentrierte, um ihn davor zu bewahren hinzufallen. Dementsprechend einfach waren die Gedanken die ihm durch den Kopf gingen. Schritt, Schritt, vorsicht Stein, Schritt, Schritt, Vorsicht Ast...... Wie er so mit hängendem Kopf über die Straße lief, fiel es ihm auch kaum auf, dass er einfach wieder im Unterholz verschwand. Ob diese Chaoten wohl schon einen Gedanken an seinen Aufenthaltsort verschwendet hatten? Vermutlich war es ihnen nicht einmal aufgefallen, dass ihr Begleiter verschwunden war. Nach einigen Minuten des stumpfsinnigen Suchens nach Hinweisen, fiel ihm garnicht auf, dass er sich auf Kollisionskurs mit einem Baumstamm befand. Einzig die Wurzeln warnten ihn noch kurz bevor sein Kopf mit dem Baumriesen zusammenstieß. Ohne jedoch aufzusehen lief er einfach um den Baum herum, um seinen Weg dann fortzusetzen. Dabei übersah er jedoch einen kräftigen Ast, wobei der Aufprall seines Kopfes an diesem ihn aufgrund seiner schnellen Schrittgeschwindigkeit halb von den Beinen riss. Benommen und leicht strauchelnd ging er weiter, blieb dann jedoch auch noch einer hervorstehenden Baumwurzeln hängen und überschlug sich mehrmals. Doch damit schien seine Pechsträhne noch kein Ende nehmen zu wollen. Scheinbar war der Boden an dieser Stelle des Waldes recht abschüssig, sodass er zu rollen begann, leider eine kurze Zeit lang den Kopf voran, bis er schließlich gegen einen stärkeren Ast prallte, welcher ihm beinahe das Genick brach und ihn in eine seitliche Lage brachte, ohne jedoch die Fallgeschwindigkeit zu mindern. Gerade wollte der alte Shinobi schon mutmaßen, dass es viel schlimmer wohl nicht kommen könnte, als er mit einem Ruck in die Luft geschleudert wurde. Scheinbar war er so schnell gewesen, dass seine Geschwindigkeit ausgereicht hatte, um ihn über eine kleine Erdrampe zu katapultieren, welche sich auf einer kleinen Klippe befand, an deren Ufer ein kleiner See war. Der kurze Flug nach oben gab Keiji kurz einmal die Chance sich umzusehen und einen lauten Fluch von sich zu geben, dessen Grundaussage wohl in etwa ' Warum immer ich?' war, bevor er auf der Wasseroberfläche ausschlug. Die Fontäne, die dabei vom Wasser her aufspritzte, war wahrlich atemberaubend, die Vielfalt an Flüchen, als sich Keiji wieder aus dem Wasser zog, war es jedoch auch. Mit klitschnassem Haar und völlig durchnässter und verrutschter Kleidung, die an so ziemlich allen Stellen außer dem Hüftbereich nun mehr zeigte als verbarg, Die Laune von ihm befand sich nun endgültig im Keller. Triefend und tropfend schüttete er das Wasser aus den Scheiden seiner Schwerter und nahm sich erst einmal ausgiebig Zeit seinen verrenkten Nacken wieder einzurenken und anschließend zu lockern. Danach machte er sich wieder auf den Weg und fand..... oh Wunder. Die Straße.


XVIII Eine neue Nervensäge – Und das wenigste geht nach Plan

Spoiler:
Als sie endlich am Tor des Dorfes ankamen fiel eine schwere Last von dem alten Schwertschwinger ab. Endlich könnte er für ein paar Tage seine Freiheiten genießen und sich vollends dem gemäßigten Luxus hingeben. Er war sich nicht sicher, was der Rest der Reisegruppe machen würde, doch ziemlich gleich worum es sich handelte, es war mit großer Wahrscheinlichkeit nichts, dem sich Keiji freiwillig anschließen würde. Vermutlich hatte er genug Kinder für die nächsten paar Wochen gesehen, wenngleich ihr Aufenthalt hier bestimmt nicht so lange währen würde. Gerade wollte er der Gruppe einfach folgen, um sich später auf den Straßen zu verflüchtigen, als er von den beiden Wachen zurückgehalten wurde. Mit einer Mischung aus Erstaunen darüber, dass diese endlich einmal an ihren Job dachten und einer Spur Zorn, dass dies gerade geschehen musste, als er passieren wollte, blieb er stehen. Einer der beiden Chunnin wollte ihn beschwichtigen. "Reine Routinekontrolle mein Herr, es ist nicht so, dass wir euch etwas böses wollen." Mit einem kurzen Blick zur Kagin antwortete der alte Shinobi, wobei er sein Ungehalten über diese Behandlung nicht im geringsten verhehlte. "Ach... ist das so?" Sein darauf folgender skeptischer Blick zu den Shinobi sprach Bände darüber, was er von dieser Routine hielt. Doch auch hier sprang sofort in die Lücke und begann zu erklären. "Shinobi, die als Geleitschutz eines Kagen reisen sind von dieser Regelung ebenso ausgenommen, wie die Kagen selbst." Spätestens an dieser Stelle klinkte sich das Misstrauen des alten Nuke in die ganze Situation ein. Zugegeben er war seit geraumer Zeit nicht mehr in Konoha gewesen, doch so sehr konnten sich die Gepflogenheiten nicht geändert haben. Hatte er es am Schluss mit reiner Schikane, oder mit Übervorsichtigkeit zu tun? "Seit wann gilt denn diese Regelung?" Langsam aber sicher bildeten sich erste Schweißperlen auf der Stirn des Chunnin, welcher in Erklärungsnot geriet. "Ehm... schon immer mein Herr. Ich wüsste nicht, wann es je anders gewesen wäre." Die Augenbraue des alten Händlers eroberte sich ein weiteres Stück Stirn, während sie sich verbissen nach oben arbeitete. Endlich verriet einer der beiden Chunnin unbewusst den Grund für ihre Wachsamkeit, indem sein Blick kaum merklich für den Bruchteil einer Sekunde zu den anderen Shinobi hinüberwanderte. "Ahhh so ist das also. Euer erster Tag oder? Ich plane des öfteren hier vorbeizuschauen und nur damit das Prozedere in Zukunft schneller von statten geht sollten wir das einmal ausgiebig besprechen." Noch während er sprach zog er die beiden Chunnin mit sich in die Wachnische, welche den Blicken der anderen entzogen war. Dort angekommen änderte sich sein Gebahren schlagartig, sodass aus dem höflichen, jungen Händler wieder etwas von dem Keiji dahinter hervorschien, welcher sich seiner Macht in jeder Form bewusst war. Freundlich aber bestimmt verstellten seine Arme, welche sich an den beiden Mauern aufstützten, den beiden Shinobi den Fluchtweg. "Also meine Freunde, wir können das jetzt auf die leichte, oder auf die harte Tour machen. Entweder ihr lasst einfach eure Finger von mir und meinem Hab und Gut und lasst mich passieren, oder..." Angesichts des etwas bleichen Gesichts des einen Chunnin lies er die Möglichkeit vollkommen offen. Der andere Chunnin schien jedoch alles andere als überzeugt davon zu sein, dass Keiji seinen Worten auch Taten folgen lassen könnte. Eine Aura wirkt eben nicht immer bei jedem. Besonders resistent sind die Tollkühnen, die Dummen und die Tapferen. Nach der Einschätzung des alten Shinobi gehörte dieses Exemplar eindeutig zu den Dummen. Noch bevor die Hand der Wache zu ihrem Kunaibeutel fahren konnte, hatte die Hand des alten Shinobi die Kehle des Chunnin erreicht und zugedrückt. Der plötzliche Schreck lies den Chunnin soweit zusammenfahren, dass seine Gedanken an viel dachten, jedoch gewiss nicht daran noch einmal an den Beutel zu fassen. In fliegender Eile flog ein Fläschchen aus der Tasche von Keiji und bevor der Chunnin auch nur ein Wort sagen flog der Inhalt geradewegs in dessen Mund. Während die eine Hand das Fläschchen wieder verstaute hielt die andere dem Chunnin den Mund zu, bis dieser endlich schluckte. Als das Werk getan war kam nochmals richtig ein Wesenszug Keiji's in dessen Grinsen zu Tage. "Guuut. Also nur damit ihr euch nicht wundert. Ich habe dir gerade ein hochwirksames Gift verabreicht. Es ist fast unmöglich herauszufinden um welches es sich handelt, wenn man es nicht schon weiß." Mit einem freundlichen Lächeln winkte er jede Frage sofort ab. "Es ist nichts persönliches, wirklich. Ich mache nur meinen Job und will dabei meine Ruhe haben. Ihr könnt das bestimmt verstehen, oder? Wenn ich wieder abreise gebe ich ihm das Gegengift, falls ich jedoch erfahren sollte, dass ihr geplaudert habt, dann..." An dieser Stelle fuhr er deutlich mit seinem Zeigefinger über die Kehle des Chunnin. In Wirklichkeit hatte er ihm überhaupt kein Gift verabreicht, nur etwas aromatisiertes Wasser, doch das musste der Chunnin ja nicht wissen. Schließlich drehte er sich um und wollte aus der Nische heraustreten, hielt jedoch mitten in der Bewegung inne. "Ahja bevor ich es vergesse zwei Dinge noch. Erstens: Das ganze hier ist niemals passiert, ihr habt mich nur ordnungsgemäß kontrolliert. Zweitens: In welchem Hotel wird die Kagin untergebracht?" Leise und stotternd brachte der ohnehin schon verschreckte Chunnin seine Antwort hervor. "Shiro-Ginu oder so ähnlich heißt das Hotel... ich bin mir nicht mehr so sicher, aber ich schwöre so ähnlich heißt es." Abwehrend hob der Chunnin die Arme vor sich, wenngleich er wusste, dass ihm das im Zweifelsfall nicht weiterhelfen würde. Doch überraschenderweise blieb Keiji vollkommen ruhig und schenkte ihm nur ein schiefes Lächeln. "Danke mein Freund, wusste doch, dass man sich auf dich verlassen kann." Mit diesen Worten trat er endgültig aus der Nische und schenkte der Gruppe ein wahrhaft herzerwärmendes Lächeln. Da es ihnen eigentlich unmöglich gewesen war zu sehen, was in der Nische vonstatten gegangen war und auch die Stimmen vom Allgemeinen Drumherum überschallt worden waren, würde wohl keiner von ihnen einen größeren Verdacht hegen, nunja mit etwas Glück. Just als er wieder in ihr Blickfeld trat war er wieder der freundliche, aber eher ruhige und vom Pech verfolgte Händler, der er immer gewesen war. Mit einer ausladenden Geste verabschiedete er sich bei der Reisegruppe. "Ich hoffe ihr nehmt es mir nicht zu krumm, dass ich mich an diesem Punkt vorerst verabschiede. Ich habe einige Geschäfte in Konoha zu tätigen, die unbedingt meine Anwesenheit erfordern. Wir werden uns wiedersehen, bevor ihr wieder zurück nach Kirigakure reist." Während er sich nochmals leicht verneigte und einen imaginären Hut zog, lies er die Blume, welche er zuvor im Wald nach langer Suche gefunden und mit einem Taschenspielertrick unter seinem Umhang verborgen hatte, zielgenau und wie aus dem Nichts zu Mizukagin fliegen. Es war nicht seine Meisterdisziplin, doch erstaunlicherweise funktionierte er einwandfrei. Vielleicht hatte Fortuna ihn doch nicht völlig verlassen. Die Blume war mit Bedacht ausgesucht worden. Zwar war sie selten, doch das war nicht der einzige Grund, warum sie so gefragt war. Sie galt auch als Modeblume, würde gerne für Parfüms verwendet, galt unter Alchemisten als wichtige Zutat für einen exotischen Liebestrank und unter Spielleuten, wie Keiji einer gewesen war, als noch romantischer als eine rote Rose. Schließlich drehte er sich um und entschwand inmitten einer Menschenmenge, fast als hätte es ihn nie gegeben. Gemütlich und vor allem befreit von allen äußeren Bindungen bahnte sich der alte Shinobi einen Weg über den überfüllten Marktplatz. Ausnahmsweise schien sich einmal keiner daran versuchen zu wollen seine Geldbörse zu entwenden, sodass er nicht einmal Verletzte zurücklies. Zielstrebig strebte er immer weiter auf ein abgelegenes, recht unscheinbares Haus zu. Es war amüsant, aber dennoch eine Tatsache, dass selbst die dunkle Gilde, mit der der alte Haudegen meistens seine Geschäfte tätigte, an einem öffentlichen Ort wie dem Marktplatz zu finden war. Der Gedanke dahinter war ebenso schlicht wie genial, die Verborgenheit im Offensichtlichen zu suchen. Welcher normale Shinobi würde schon an einem derart einsehbaren Ort vermuten, dass es einen Punkt gab, den selbst Nuke ab und an aufsuchten? Die Haustür verriet nichts besonderes, es schien ein gewöhnliches Wohnhaus zu sein. Hätte Keiji es nicht besser gewusst, so wäre er jetzt einfach an dem Haus vorbeigegangen und wieder irgendwo im Nirvana gelandet. Doch so klopfte er in aller Ruhe an die Tür, woraufhin sich auch sofort ein Guckloch öffnete und ihn eine raue Stimme anschnauzte. "Wir kaufen nichts und wir vergeben keine Almosen, also verpiss dich Vagabund." Sofort schloss sich das Guckloch wieder. Mit einem leisen Seufzen klopfte der alte Shinobi erneut. "Yamo mach schon auf, oder muss ich die Tür eintreten? Das letzte Mal konntest du das Ding ja noch im Rahmen halten, doch du wirst auch nicht jünger." Endlich schien er den Mann hinter der Tür auf dem falschen Fuß erwischt zu haben, denn seine Stimme klang deutlich unsicherer, als er nochmals nachfragte. "Bist du es Keiji? Hab dich ganz anders in Erinnerung." Mit einer ruckartigen Kopfbewegung schleuderte der alte Shinobi eine verirrte Haarsträhne aus seinem Gesicht. "Wer soll ich denn sonst sein? Deine Großmutter? Das mit dem Aussehen ist ne lange Geschichte, die ich dir beizeiten erzählen werde." Endlich öffnete sich die schwere Eichentür. Sie war seit dem letzten Aufenhalt des Nuke mit eisernen Stützbändern verstärkt worden, die nur von innen einsehbar waren. Scheinbar hatten sie aus ihren Fehlern gelernt. Als Keiji eintrat konnte er auch einen kurzen Blick auf den Türwächter werfen. Yamo war seit dem letzten Mal, dass er ihn gesehen hat noch kleiner und krummer geworden. Der Mann musste mittlerweile schon die Achtzig überschritten haben. Warum ihn Dazu immernoch beschäftige, war dem alten Shinobi ein Rätsel. Jedoch wollte er nicht an der Geschäftsfähigkeit des jungen Händlers zweifeln. Trotz seinen jungen 27 Jahren war er bereits zu einem der Mächtigen der Unterwelt der Dörfer geworden. Wenn das nicht von Genie zeugte, dann wusste er auch nicht. Während er langsam die Treppe des Kellers hinabstieg, der obere Betrieb war nur als Wohnhaus für mehrere, verschiedene Gäste eingerichtet worden, kam er nicht umhin wieder darüber zu rätseln wer diesen Keller erbaut hatte. Die Wände waren ohne Zweifel aus einer Art Stein, doch sie schimmerten in verschiedenen Regenbogenfarben und spendeten warmes Licht in dem Gang. Es schien ewig zu dauern, bis er endlich das Ende der Wendeltreppe erreichte. Am Treppenabsatz warteten auch schon zwei kräftige Shinobi auf ihn. Beide waren seines Wissens nach Nuke, welche von Dazu angeheuert worden waren, um ihm als persönliche Leibwache zu dienen. Ohne ein Wort zu sagen machten sie Keiji allein durch ihre Anwesenheit bereits mehr als klar worauf sie hinaus wollten. Schweren Herzens schnallte er seine verschiedenen Waffen ab und übergab sie in die Obhut der Leibwächter. Sie schienen verwandt zu sein, denn sie sahen sich in jedem Fall ähnlich. Ob sie letztlich Brüder oder Vater und Sohn waren lies sich kaum bestimmen, weil ihre Züge nahezu gleich alt zu sein schienen. Nach der dritten Durchsuchung liesen sie ihn endlich passieren. Naja um genau zu sein nahmen sie ihn zwischen sich und durchquerten mit ihm unzählige Zwischengänge, bis sie endlich in einem großzügigen Saal ankamen, welcher von schummrigem Kerzenlicht erhellt wurde. An einem Tisch, auf dem verschiedenste Speisen aufgetan worden waren, saß Dazu und winkte seinem neu angekommenen Gast zu, damit dieser sich zu ihm setzen sollte. Noch während der alte Nuke der Aufforderung nachkam und sich auf einem, von einer Dienern gebrachten, Stuhl niedersetzte begann das Junggenie auch schon ein Gespräch. "Keiji-san. Ein seltenes Vergnügen von dir besucht zu werden. Was führt dich in meine bescheidenen Hallen?" Es entstand eine winzige Pause, die dem Nuke niemals gereicht hätte zu antworten, als Dazu auch schon wieder sprach. "Oh wo habe ich denn heute nur meinen Kopf gelassen? Darf ich dich zum Essen einladen?" Ausladend deutete er auf das reichhaltige Speiseangebot. "Wie du siehst ist von allem mehr als genug vorhanden, also bedien dich, während du mir erzählst, warum du hier bist. Ich dachte du bist ein Nuke in Konoha und ebenso habe ich dich älter in Erinnerung." Dies war ein Ort an dem Keiji keinerlei Hehl um seine wahre Identität machen musste. Er war geschätzt wie eh und je in den dunklen Kreisen, warum sollte er also die Anerkennung schmälern? Dennoch war er vorsichtig, denn es herrschte ein steter Konkurrenzkampf in diesen Kreisen. Eine Information zu viel und man mochte seinen Kopf in einem Hinterhalt verlieren. Trotz seinem Misstrauen ging er jedoch auf das Angebot des Essens ein. Er würde ohnehin die nächsten Tage hier verbringen. Wenn Dazu ihn vergiften lassen wollte, dann könnte er das früh genug machen. "Deine Großzügigkeit ist legendär Dazu, ich nehme dankend an. Wenn meine Absichten der Preis für solch ein Festmahl sein sollen, dann willige ich nur zu gerne ein." Mit einem kräftigen Ruck riss er dem Spanferkel einen Schenkel ab und biss ab. Hier wurde auf viel wert gelegt, doch gute Tischmanieren waren eher nebensächlich, besonders wenn man derart hungrig war. Zwischen zwei Bissen nahm er sich kurz Zeit um auf die Frage des jungen Mannes einzugehen. "Die Geschichte ist wie folgt. Ich reiste im Gefolge einer hochrangigen Persönlichkeit mit. Während des Aufenthaltes in Konoha suche ich aktuell nach einem Schlafplatz. Da du ja eine Art Gästehaus betreibst dachte ich, dass wäre der perfekte Moment, um dich einmal wieder zu besuchen." Der alte Schwertschwinger lächelte schief, aber scheinbar ehrlich. "Warum ich ein fremdes Gesicht trage fragst du? Der Grund ist denkbar einfach, du hast ihn ja selbst schon genannt. Ich werde in Konoha auf Kopfgeld gesucht, also wäre es eine vollkommene Dummheit von mir ungetarnt das Dorf zu betreten, oder? Außerdem hat es eindeutig etwas für sich wieder als Zwanzig durchzugehen." Bedächtig nickte Dazu vor sich hin, während er schon wieder längst eigenen Gedankengängen nachging. Der Besuch des Nuke war ja ganz erfrischend, doch meist war dieser ein Bote des Sturms. Was also verschwieg er und noch viel wichtiger, wie konnte er an diese Information kommen, ohne ihn des Meineids zu bezichtigen? "In der Tat, in der Tat. Jugend ist eine vergängliche Sache, die viele als dauerhaftes Gut erstreben. Beizeiten solltest du mir einmal zeigen was dein Geheimniss ist, sonst bekommst du mit 80 noch mehr Frauen ab, als ich mit 50." An diesem Punkt gelang es ihm Keiji ein leises Lachen zu entlocken. "Würde es dich wirklich verwundern, wenn ich im Alter immer aktiver werde?" Nun zeigte auch Dazu eine eindeutige Regung, die in Richtung von Belustigung ging. "Nicht wirklich. Doch genug davon. Ich hätte etwas im Sinn womit du mir dienen könntest. Im Moment befindet sich noch ein anderer Gast in meiner Obhut. Es ist eine junge Frau namens Yasura. Sie sucht ihre Familie, welche scheinbar spurlos verschwunden ist. Du wirst schnell merken, dass sie eine sehr.... individuelle Person ist. Hilf ihr bei ihrer Suche in meinem Namen, dann kannst du so lange und oft hier nächtigen wie es dir beliebt." Wie um den Pakt zu besiegeln streckte er Keiji die Hand entgegen, welcher auch sofort einschlug. "Abgemacht, doch seit wann schließt du einen Pakt auf so simple W..." Er kam nicht einmal dazu auszusprechen, als auch schon ein Vertrag und etwas heißes Wachs gebracht. So viel also zum simplen Vertragsabschluss per Handschlag. Mit einem leisen Seufzen las er sich den Vertrag durch, welcher überraschend kurz und bündig gehalten worden war. Fast schon bedauernd tauchte er seinen Siegelring leicht in das Wachs ein und drückte es anschließend auf eine Stelle unter seinem Namen. Dazu tat es ihm nach. Nachdem dieser Punkt nun, mehr oder weniger, zu seiner Zufriedenheit geregelt war, lehnte sich Keiji in dem Stuhl zurück und wischte seinen Siegelring an einem Tuch ab, welches mit dem Wachs gebracht worden war. Ohne ihm die Chance zu geben nochmals auch nur an das Essen zu denken, hakte Dazu gleich noch einmal nach. "Gut, dass das nun geregelt ist, es scheint sich nämlich um eine längere Angelegenheit zu handeln. Das Mädchen scheint wirklich schon geraume Zeit auf der Suche zu sein." Gesetzt schenkte er seinem Gegenüber ein zufriedenes Lächeln. "Ist die Suche nach einer Unterkunft der einzige Grund dafür, dass du dich hier eingemietet hast? Es würde mich wundern, wenn du meine Preise, denen eines Bordells vorziehst. Geld hat dich schließlich noch nie gekümmert." Scheinbar bestürzt schlug der junge Mann seine beiden Hände vor dem Mund zusammen. "Du bist doch wohl nicht pleite gegangen oder?" An dieser Stelle war es nun an Keiji abzuwinken. "Pleite bin ich nun wirklich nicht. Das was mich dazu verleitet hat ausgerechnet dein Haus zu wählen, ist die Tatsache, dass es so viele Eingänge und Ausgänge besitzt. Ich gehe gerne ungesehen ein und aus." Langsam und verständig nickte Dazu vor sich hin. "Gut, gut. Aber wehe ich habe plötzlich diese Trottel von Dorfshinobi hier in meiner Wohnung stehen!" Unaufhaltsam breitete sich ein Schmunzeln auf den Lippen des alten Shinobi aus. "Du kennst mich doch. Niemals beiße ich die Hand, die versucht mich zu füttern... außer ihre Zwillingsschwester hält ein Messer." Auf Anhieb verstand der junge Mann worauf sein Gegenüber hinaus wollte. Verrat ist ein schönes Mittel um Konkurrenten loszuwerden, doch für jemanden von dem Format des alten Nuke war eine derartige Aktion einfach noch zu schlapp. "Nun gut. Ich werde mich nun in meine Gemächer zurückziehen. Morgen werde ich zu einer geschäftlichen Reise aufbrechen, doch davon solltest du dich nicht stören lassen. Dein Zimmer ist das im Obergeschoss, das zweite links von dem Treppenaufgang." Müde und fast schon schwerfällig richtete Keiji sich von dem Stuhl auf und streckte sich, bevor er sich knapp verneigte. "Hab eine gute Nacht junger Freund." Innerlich hegte er bereits eine Menge Gedanken und Spekulationen darüber wohin die Reise seinen Konkurrenten führen könnte. Vielleicht wollte er ein Kleinreich unter seine Kontrolle bekommen, oder auch nur ein Dorf. Zum Stil des Gauners würde jedoch eher etwas wie der Aufbau eines Monopols mit dem dazugehörigen Ausschalten der Nebenbuhler passen. Was auch immer es war, es war weiter als einen Tagesmarsch entfernt, sonst hätte Dazu weiterhin hier genächtigt. Doch statt sich nur noch weiter den Kopf über die ganze Sache zu zerbrechen lies er sich von seinem Instinkt leiten und dieser sagte ihm klipp und klar, dass nun Schlafenszeit war. Fast wie ein Zombie wandelte der alte Shinobi die Treppe hinauf und schaffte es letzten Endes tatsächlich noch zweimal sein Zimmer zu verwechseln und sich wirklich darüber zu wundern, dass die Türen verschlossen waren. Beim dritten Anlauf hatte er endlich Glück und erwischte das richtige Zimmer. Seltsamerweise hatte er keinerlei Geräusche oder Hinterlassenschaft von dem anderen Gast gesehen, doch das mochte ja vielleicht noch kommen. Sein Zimmer war stockdunkel, das einzige was ihm bei der Orientierung half war die Tatsache, dass er sich die Lage aller Möbelstücke in diesem Raum bereits einmal eingeprägt hatte. Es dauerte auch einige Zeit, bis seine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnten und ihn Schemen erkennen liesen. Wie zu erwarten waren seine Waffen bereits hinauf gebracht worden, sie standen sorgfältig aufgereiht an dem freien Stück Wand gegenüber des Bettes. Plötzlich war da eine Bewegung in den Laken. Leise und vorsichtig schlich Keiji an das Bett heran, doch als er die Decke wegzog war da nichts. Irritiert runzelte er die Stirn, zuckte dann jedoch die Achseln darüber. Es war ein langer Tag gewesen, vermutlich sah er ohnehin nur Gespenster. Kaum hatte er sein Hemd ausgezogen, da hörte er etwas hinter seinem Rücken. Gewandt fuhr er herum, doch abermals, da war nichts. Wurde er etwa auf seine alten Tage paranoid? Leise stieß er einen Seufzer der Resignation aus. Was war denn heute nur los mit ihm? Nurnoch mit seinen Boxershorts angetan stapfte er gemächlich auf die Tür zu und verschloss diese sorgfältig. Trotz seines Vertrauens darin, dass ihm nur Gespenster durch den Kopf spukten, wollte er ungebetene Gäste wenn möglich vermeiden, oder doch immerhin verzögern. Er war gerade dabei sich auf das Bett zu setzen, als ihm sanft ein Finger auf das nackte Schulterblatt tippte. In einem Reflex fuhr er blitzartig herum, packte das Handgelenk der Person, oder des Wesens und schleuderte es auf die Matratze, wobei er sich selbst drehte. Seine zweite Hand fand schnell das zweite Handgelenk und nagelte es ebenso an der Matratze fest. Doch noch bevor er einen Eindruck von der Person bekam, die er da gefangen genommen hatte, war diese einfach verschwunden. Fassungslos tasteten seine Hände über die Stelle wo eben noch die Person gewesen war. Er schien echt durchzudrehen. Einige Menschen hörten Stimmen wenn sie verrückt wurden, gehörte das Sehen von Personen auch dazu? Am besten sollte er sich einfach mal eine Mütze Schlaf gönnen, dann würde er morgen früh bestimmt klarer sehen. Mit einem wohligen Seufzen lies er sich in das Bett sinken und schloss die Augen, um die Welt um sich herum zu vergessen. Dann stupste ihn wiederholt ein Finger an die Nasenspitze. Überzeugt, dass das wieder nur irgendeine Geisterei war versuchte Keiji es vorerst zu ignorieren, doch das Stupsen hielt an. Nach einigen Augenblicken des Nachdenkens ergriff der alte Schwertschwinger schließlich das Wort. "Du bist also das Hausgespenst. Erfreut dich kennenzulernen." Er streckte blind seine Hand nach oben. "Mein Name ist Keiji und ich bin im Moment zu Gast bei Dazu." Noch während er sprach spitzte der alte Shinobi sorgfältig seine Ohren und tätsächlich, er hörte ein Atemgeräusch. Überraschenderweise spürte er wie jemand seine Hand umfasste und kurz schüttelte, sie jedoch nicht los lies. Ganz langsam, um die seltsame Person nicht wieder zu verscheuchen öffnete er die Augen und blickte in zwei rehbraune Abgründe. Erst mit der Zeit gewahrten seine Augen genug Konturen um die junge Frau zu erkennen, welche breitbeinig über ihm kniete und ihn wachsam musterte. Nochmals versuchte Keiji ein Gespräch zu erreichen, indem er einfach mal 1 und 1 zusammen "Ich nehme einmal an, dass du Yasura bist, oder?" Weiterhin eisiges Schweigen. Schließlich zuckte der alte Schwertschwinger so gut es in seiner Lage ging die Achseln. "Nun gut, wenn du nicht mit mir reden willst, dann versuche ich eben wieder einzuschlafen." Sofort lies er seinen Worten auch Taten folgen und drehte sich auf die Seite, wobei er seine Hand, die sie immernoch festgehalten hatte, vorsichtig losmachte. Es vergingen einige Augenblicke und Keiji wähnte schon, dass sie die ganze Nacht in dieser Position verharren wollte, als wieder ein Finger ihn antippte, dieses Mal am Ohr. Zwar geduldig, aber langsam etwas genervt öffnete der alte Shinobi wieder die Augen und blickte seine vermeindlich Schutzbefohlene an. Vollkommen unerwartet ergriff dieses Mal Yasura das Wort, wenn auch scheinbar etwas unsicher, da Keiji selbst in seiner momentanen Gestalt noch einen eigenwilligen Anblick mit den zahlreichen Narben bot, die vor allem seinen Oberkörper zierten. "Bist du der, welcher mir bei meiner Suche helfen soll?" Ohne wirklich zu antworten nickte er nur langsam und bedächtig. Sofort huschte zumindest eine leichte Freude über das Gesicht der jungen Frau. "Warst du eigentlich dieser...." Er kam nicht einmal dazu auszureden, als er auch schon von Yasura unterbrochen wurde. ".. dieser angebliche Geist? Ja das war ich. Tut mir Leid, wenn ich dich damit zu stark aus der Fassung gebracht habe. Ich hatte nur einfach keine Ahnung was du in meinem Zimmer zu suchen hast." Verwirrt runzelte Keiji die Stirn. Was hatte Dazu denn hier nur für einen Mist gebaut? "Deinem Zimmer? Man versicherte mir, dass dieses Zimmer mein Schlafplatz sein würde. Die anderen Türen waren schließlich alle abgeschlossen." An diesem Punkt lies Yasura sich neben ihn auf die Matratze fallen, ohne ihn jedoch irgendwie körperlich zu berühren. "Na herrlich und was machen wir jetzt?" Der alte Shinobi hatte im Moment viel im Kopf, aber gewiss keine Gedanken bezüglich einem Ausweichsschlafplatz. Daher rückte er bis an die Wand und machte es sich halbwegs gemütlich, bevor er seinen Vorschlag unterbreitete. "Wie wärs mit Schlafen? Ich werd mich schon nicht an dir vergreifen." Mehr als nur zweifelnd musterte die junge Frau Keiji. "Hast du etwa ne Freundin?" Nach einigen Augenblicken des Schweigens ging der alte Schwertschwinger schließlich darauf ein. "Naja so könnte man es zumindest sagen, doch nun lass und schlafen." Als der alte Shinobi am nächsten Morgen die ersten Lebenszeichen sich gab, war es bereits kurz vor Mittag. Aus unerfindlichen Gründen hatte er wirklich geraume Zeit durchgeschlafen. Eigentlich in dem Vorhaben die Sonnenstrahlen zu ignorieren rollte er sich schon seit Sonnenaufgang beständig im Bett herum, stets bestrebt dem vorrückenden Licht zu entkommen. Leider funktionerte das Spiel nicht dauerhaft, sodass es ihn einholte und dazu zwang sich langsam einmal daran zu machen aufzuwachen. Den ersten Eindruck den er von der äußeren Welt mitbekam war... ein Duft. Es war ein Parfum, ein schwerer, eindeutig weiblicher Duft. Mit geschlossenen Augen blieb er einige Augenblicke liegen, um sich wieder ins Gedächtnis zu rufen, was denn vielleicht der Grund für den Duft sein könnte, als ihn etwas von hinten berührte. Er konnte sich nicht einmal aus seiner seitlichen Lage heraus drehen, als ihn jemand von hinten umarmte und sich an ihn drückte. Immerhin in einer Hinsicht konnte Keiji schon einmal beruhigt ausatmen. Die Arme waren allein schon von der Statur und dem schwachen Haarwuchs her in jedem Fall weiblich, ebenso wie der Brustkorb, welcher seltsamerweise nackt war, der seinen Rücken wärmte. Die Ereignisse der letzten Nacht lagen im Trüben, sodass er erst über die Schulter blicken und die schlafende Yasura sehen musste, um wieder an seine Erinnerungen heran zu kommen. Natürlich, er war mit ihr im selben Bett eingeschlafen und... schnell wie der Wind überprüfte er die Boxershorts und atmete beruhigt aus, als er merkte, dass sie an Ort und Stelle waren. Immerhin war es nicht so weit gekommen. Es wäre wirklich der reinste Mist, wenn es so weit gekommen wäre. Wie bitte hätte er an die Kagin herankommen sollen, wenn Yasura sich impulsiv an ihn heranwarf und ihn als ihr Eigentum betrachtete. Hoffentlich käme es auch nie soweit. Ganz vorsichtig löste sich der alte Schwertschwinger aus ihrer Umarmung, um sich ja nicht aufzuwecken. Als er es endlich geschafft hatte aus dem Bett herauszukommen betrachtete er die junge Frau, welche ihn geraume Zeit begleiten würde. Wie zur Hölle hatte sie es bitte geschafft während dem Schlafen all ihre Klamotten loszuwerden? Während sich der alte Shinobi langsam wieder ankleidete, überdachte er nochmals seine Situation. Hoffentlich müsste er den abgeschlossenen Vertrag mit Dazu nicht bereuen. Er war gerade dabei sein Hemd anzuziehen, als ihm eine Hand auf das noch nackte Schulterblatt tippte. Er musste sich nicht einmal umdrehen, um zu wissen, um wen es sich letzten Endes handelte. "Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du dir etwas anziehen würdest. Du hast es nicht nötig deinen Körper so offen herumzuzeigen." Das Hemd war kaum angezogen, als er auch schon eine sehr misstrauische Antwort bekam. "Du hast mich nackt gesehen?" Zwar wusste, der alte Shinobi, dass eine falsche Antwort im schlimmsten Falle einige blaue Flecken bescheren würde, doch jede andere wäre eine blanke Lüge gewesen, welche zu weiteren Situationen dieser Art geführt hätte. Er band gerade einen Waffengurt an seinem Gürtel fest, als er anfing zu sprechen. "Wie hätte ich dich denn nicht so sehen sollen? Es war schon schwierig genug aus deiner Umarmung herauszukommen." Auf diese Worte folgte betretenes Schweigen, welches Keiji die Möglichkeit gab, sich vollends einzukleiden, als ihm plötzlich ein Schlag auf die Schulter donnerte. Er war nicht stark, aber eindeutig ernst gemeint. Relativ gleichmütig drehte er sich zu seiner Gefährtin um und war schon fast erstaunt, dass sie endlich etwas anhatte. Die Stelle, an der ihr Schlag ihn getroffen hatte, würde vermutlich nicht einmal einen blauen Fleck geben. Und da es seine Schulter gewesen war, würde man selbst dann nichts davon sehen. Dennoch lies er es nicht bleiben die Situation zu kommentieren. "War das denn wirklich nötig?" Ernst und eindeutig immernoch von einem gehörigen Schlag Wut beeinflusst nickte Yasura. Mit einem leisen Seufzen zuckte der alte Schwertschwinger die Achseln. "Na, wenn du meinst. Ich für meinen Teil gehe jetzt erstmal essen, kommst du mit?" Noch vor seinen Augen war die junge Frau plötzlich verschwunden, als hätte sie sich einfach in Luft aufgelöst. Er zweifelte ernsthaft an einem Genjutsu, war aber in jedem Fall daran interessiert was für ein Trick hinter dieser Sache steckte. Wäre es ein Jutsu, würde es sehr interessannt sein. Wäre es hingegen ein Bluterbe würde es sich lohnen die junge Frau langfristig an sich zu binden, zumindest in einem Vertrag oder dergleichen. Als er in den tief gelegenen Speisesaal schlenderte saß sie bereits beim Essen und ignorierte ihn einfach weg. Davon lies er sich nicht stören und begann ebenfalls sich am Essen zu bedienen. Fast wie an einem Buffet umwanderte er mit einem Teller in der Hand einmal den Tisch und pickte sich alles heraus, was für ihn in irgendeiner Weise von Interesse war. Das Ergebnis seiner Wanderung waren fünf prall gefüllte Teller, auf denen sich dutzende Spezialitäten der verschiedensten Reiche befanden. Kaviar aus Mizu no Kuni, Donnerhirschfilets aus Rai no Kuni, Weintrauben aus Hi no Kuni und unzählige Kleinigkeiten mehr. Dazu gab es Met aus dem entfernten Tsukigakure und inländischen Sake. Wahlweise wäre auch Quellwasser gereicht worden, doch da Keiji vom Alkohol ohnehin nicht beeinflusst wurde, nahm er deutlich lieber mit den geschmackvolleren Getränken vorlieb. Er aß sich im Großen und Ganzen einmal durch die gesamte Speisekarte, bevor er sich endlich geschlagen gab. Es war einfach mal wieder gut Essen in vollen Zügen genießen zu können. Zwar kam er damit zurecht selbst vom wenigsten leben zu können, doch bedeutete dies etwa, dass er enthaltsam leben musste? Wohl kaum. Schließlich wischte er sich in einer allgemein recht guten Laune den Mund mit einer Serviette ab. Daraufhin lies er sich von einem der Diener Papier und Stift geben und verfasst schließlich eine Nachricht an seinen örtlichen Agenten. Natürlich lag es vollkommen im Bereich seiner Möglichkeiten zu Fuß die Eltern seines Schützlings zu suchen, doch diese Methode war doch schon deutlich stilvoller und vor allem arbeitssparender. Es läge im Bereich des Möglichen, dass es zehn, zwanzig oder sogar mehr Jahre dauerte, bis er ihre Eltern ohne Hilfe außer der ihren fand. Wenn sie überhaupt Eltern hatte, dann würden sie auf dem Weg seiner Spione jedoch weit schneller aufgespürt werden. Als er endlich geendet hatte übergab er die Nachricht und stand auf. Dabei winkte er die junge Frau mit sich zu kommen. Sie wäre zwar sein Anhängsel, doch das hielt ihn nicht im geringsten davon ab sie mit in das Hotel zu schleppen. Bevor er jedoch mit ihr die Treppe hinauf ging stoppte er nochmals kurz. "Bevor ich es vergessen Yasura. Wenn jemand fragt, so bist du meine Cousine und meine Name ist Keiichi. Verstanden?" Wortlos, aber betont skeptisch nickte die junge Frau. Langsam begann auch sie neugierig zu werden was es mit dem fremden Kerl auf sich hatte, der ihr Helfer sein sollte. Gemeinsam verliesen sie also das Haus. Auf der Suche nach neuen Abenteuern, naja oder so ähnlich. Langsam und gemächlich schlenderte Keiji zusammen mit seiner Begleiterin durch die Straßen von Konoha. Die Abendsonne war einfach herrlich und die Gesellschaft war wirklich... naja reden wir nicht darüber. Längst hatte der alte Shinobi es nach dutzenden Anläufen aufgegeben sich aus dem Griff der jungen Frau befreien zu wollen. Dabei war ihm vollkommen perplex, warum sie überhaupt klammerte. Er war viel aber gewiss nicht der Traum einer jeden Frau. Attraktiv, aber nicht auffällig. Bisher hatte er auch nicht sonderlich viel Verhalten an den Tag gelegt, dass sie auf die falschen Gedanken gebracht haben könnte. Warum also hatte sie beschlossen ihm an den Fersen zu hängen wie Honig an einem Blatt? Natürlich könnte er sie fragen, doch er erwartete nicht wirklich eine klare Antwort auf seine Frage. Soweit der alte Shinobi sie bisher einschätzte, würde sie ihm im besten Falle eine Lüge auftischen, im schlechtesten garnichts. Dementsprechend verschlungen, sodass der Nuke langsam schon den Gedanken hegte, dass sie sich von ihm tragen lies, kamen sie endlich auch am Tor des Dorfes an. Erstaunlicherweise blieb eine Kontrolle ihrer Taschen aus. Vermutlich kümmerte es sie nur was in das Dorf hineingelangte. Was wäre es schon wert herausgeschmuggelt zu werden? Nunja vielleicht die Schriftrolle irgendeines namenhaften Clans, aber sonst? Noch während er durch den Torbogen hinaus trat begann der alte Nuke Pläne darüber zu schmieden wie die ganze Reise weitergehen sollte. Seine Spione hielten bereits Augen und Ohren offen um ihm möglichst schnell Yasura vom Hals zu schaffen. Eine Reise nach Kirigakure wäre nach den momentanen Umständen reinste Zeitverschwendung. Eine Reise nach Ame mochte zwar etwas angenehmer klingen, doch auch diese wäre im großen und ganzen eigentlich nutzlos. Natürlich wäre es eine sehr schöne Möglichkeit einmal wieder das beschauliche Dörfchen Sunagakure zu besuchen. Es musste schon Wochen oder gar Monate her sein, dass er das letzte Mal in dem Wüstendorf gewesen war. Zugegeben eigentlich gab es dort auch nichts nennenswertes. Nunja zugegeben es gab dort zwei Dinge zu erledigen und auch die wenigen Nomaden der Wüste könnten einmal wieder besucht werden. Mit neu gewonnenem Elan gewann der alte Shinobi wieder etwas an Geschwindigkeit. Er hatte ein klares Ziel vor Augen, bei dem ihm nichts querschießen würde. Was Yasura von dem Trip hielt war ihm derweil recht egal. So wie sie aktuell halb auf ihm hing würde sie vermutlich ohnehin einfach folgen. Die Reise nach Sunagakure. Das Dorf der ewigen Wüsten. Des legendären Sandmeers und letzten Endes auch der unerträglichen Hitze und des unendlichen Schwitzens. Hätte der alte Shinobi nicht zufälligerweise etwas dort zu tun gehabt, er hätte einen weiten Bogen um das Dorf gemacht. Wo er auf dem langen Marsch aus dem Fluchen kaum noch herauskam schien seine Begleiterin die Reise geradezu zu genießen. Aus unerfindlichen Gründen schien sie weder außer Atem zu kommen noch auch nur im Ansatz zu schwitzen. Ganz im Gegenteil sogar. Ihre Augen glänzten und sie lächelte versonnen, während sie zusammen dem langen Weg folgten. Warum sie ihren Zaubertrick indes nicht einsetzte um sie beide direkt nach Sunagakure zu bringen war Keiji schleierhaft. Dennoch vermied er es sie darauf anzusprechen. Eigentlich sprachen sie insgesamt sehr wenig miteinander und schienen sich dennoch prächtig zu verstehen. Sie lies ihm seine Ruhe, wenn er sie brauchte und hatte auch die Annäherungsversuche halbwegs eingestellt. Er hingegen lies sie durchweg in Ruhe, duldete sie jedoch in der Nacht in seiner Nähe. Im Laufe der Zeit baute sich wirklich schon fast etwas wie eine verwandtschaftliche Beziehung zwischen den beiden auf. Zugegeben verwandtschaftlich mochte dafür, dass sie sich nicht gegenseitig an die Gurgel gingen etwas hochtrabend erscheinen, doch für die Verhältnisse des alten Schwertschwingers ging das ganze schon überraschend gut von Statten. Er drohte gar schon sich zu entspannen als ihm, just nachdem er ein Schimpfwort ausgerufen hatte, weil er sich den Fuß an einem Stein gestoßen hatte, als plötzlich eine Klinge vor seiner Nasenspitze vorbei segelte und in einem Baum zu seiner rechten Seite zitternd stecken blieb. Statt erschrecken oder einer ähnlichen Reaktion blieb er jedoch vollkommen ruhig. Einzig sein Stirnrunzeln wies darauf hin, dass er genervt war. Kaum zwei Sekunden nach der Klinge flog auch schon ein junger Mann mit einem todesmutigen Schrei hinterher. Mit dem blanken Schwert in der Hand wollte er den alten Shinobi geradezu enthaupten. Dieser jedoch sah es garnicht ein in jenem Moment sterben zu sollen. Er neigte sich gerade soweit zur Seite, dass die Klinge an ihm vorbeizischte, packte den Arm des Fremden und schmetterte diesen zu Boden. Noch bevor der Attentäter sich von dem Schock erholen konnte hob ihm Keiji auch schon eine blanke Klinge an den Hals. Doch noch bevor er seine Frage stellen konnte vernahm er hinter sich einen weiteren dieser Schreie. Gewandt wie eine Katze wurde auch der nächste Angreifer mit einem Tritt an einen Baum geschleudert. Um sich weiteren Ärger zu ersparen landete die Klinge des alten Shinobi gleichmütig in der Kehle des Attentäters. Er spürte, dass etwas nicht ganz in Ordnung war. Das waren keine normalen Strauchdiebe. Dafür waren sie einfach viel zu gut ausgerüstet und zu gerissen. Kaum hatte er sich einmal umgeschaut fügte er noch hinzu, dass sie viel zu viele und viel zu gut organisiert waren, denn aus allen Richtungen stapften die vermummten Männer auf ihn zu, blanke Schwerter in der Hand. Ein kurzer Blick zu Yasura genügte, um zu erkennen, dass die ganzen Männer schlicht und einfach überfordert mit ihrer Fähigkeit waren. Keiji, dem die ganze Sache hingegen langsam etwas zu bunt wurde zog eines seiner eigenen Schwerter und wartete darauf, dass er angegriffen wurde. In der Tat liesen sich die Fremden nicht lumpen und attackierten ihn aus allen Richtungen. Doch er lies sich keine Sekunde lang lumpen. Er parierte, wich aus, stach zu. Es war ein blutiger Tanz des Todes. Die Attentäter mochten allesamt gut ausgebildet worden sein, doch mit einem Shinobi vom Format Keiji's konnten sie einfach nicht mithalten. Als erstes schmetterte ihm ein Schlag entgegen, welcher ihn durchbohren sollte, dem er jedoch zur Seite hin auswich. Durch reines Glück entging er dabei einem Schlag, der ihn hätte enthaupten sollen. Seine eigene Klinge fuhr nach vorne und zerteilte das Kettenhemd seines Kontrahenten als wäre es Luft. Der Mann kam nicht einmal mehr dazu zu schreien, er sackte einfach tot vornüber. Gleich darauf packte der alte Shinobi einen nächsten Kontrahenten bei den Schultern, schwang sich galant über dessen Körper und trennte ihm dabei das Haupt von den Schultern. Nebenbei zückte er ein Messer, welches im Hals eines weiteren Feindes verschwand. Rings um ihn herum blutete es, er selbst sah aus wie ein Dämon, der frisch der Hölle entstiegen war, so blutrot war er. Während er einen Kontrahenten nach dem anderen tötete verfiel er schon fast in einen Rausch. Einen Rausch des Blutes, einen Rausch des Todes. Fast schon etwas wie ein Schleier legte sich vor seine Augen, der erst wich, als das Spektakel nach wenigen Augenblicken vorbei war. Sein Anblick in jenem Moment war mehr als nur gewöhnungsbedürftig. Einer der Götter der Schlacht, welche von diesem einen komischen Kult angebetet wurden, hätte wohl nicht minder martialisch ausgesehen. Als es endlich endete bebte der alte Shinobi immernoch. Es gab nichts, wirklich nichts, was über einen wirklich guten Kampf ging. Er musste unter dem ganzen Blut nicht nachsehen ob etwas davon sein eigenes war. Er mochte zwar langsam älter werden, doch er war immernoch der Engel des Todes, nunja zumindest hatte ihn Nekomata einst so ähnlich bezeichnet. Keiji war wahrlich gespannt ob der Bijuu sich noch an ihn erinnern würde, wenn er jetzt seinem Jinchuuriki einen Besuch abstatten würde. Überraschenderweise trat nach einigen Minuten eine kleine Gestalt aus dem Wald heraus, welche dem alten Shinobi nur allzu bekannt war. Es war Kirusa. Der kleine Fuchs schien mehr als verwirrt von der ganzen Situation zu sein. “Ehm... Keiji wolltest du nicht die Mizukage bei dir dabei haben?“ In jenem Moment fiel es Keiji wie Schuppen von den Augen. Von wegen Strauchdiebe, Attentäter oder sonst irgendetwas in dieser Art. Es waren seine eigenen Söldner, die er da getötet hatte. Das ausgegebene Geld, für nichts. Seine Nerven drohten wirklich zu reisen. “Kirusa.......... warum zur Hölle sind diese Kerle hier!?!? Ihr solltet den Weg nach Kirigakure überwachen, welcher gut und gerne 30 Meilen nordöstlich von hier ist!!!“ An dieser Stelle schien der kleine Fuchs recht betreten zu sein. Es war ihm gelinde gesagt sehr peinlich, dass ihm solch ein Patzer unterlaufen war, sodass ihm nicht einmal die weibliche Begleitung seines Bruders auffiel. “Nunja... Keiji weißt du.. ehm... die Jungs meinten dass sie jagen gehen wollten. Und dann haben wir uns etwas verirrt. Als wir dann deine Stimme hörten... naja weißt du? Wir dachten das wäre das Stichwort....“ Wäre in jenem Moment ein Baum in der Nähe gewesen, so hätte der alte Shinobi diesen zweifellos dazu genutzt um seinen Kopf gegen diesen zu hauen. Warum musste so etwas in letzter Zeit immer ausgerechnet ihm passieren? Hatte das Schicksal ihn denn nicht schon genug geschlagen? Das einzig gute an der Sache war, dass die Söldner noch nicht bezahlt worden waren. Die normalen Umstände bedeuteten in dieser Hinsicht nämlich sehr klar, dass Bezahlung nur diejenigen bekamen, die nach einem erfolgreichen Auftrag lebendig beim Geier auftauchten. Mit einem leisen Seufzen von Seiten Keiji's wurde die Reise schließlich fortgesetzt.

Mitsu
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Re: Good ol' Keiji

Beitrag  Mitsu am Mo 21 Nov - 8:46

XIX Neues Spielzeug für einen alten Nuke?

Spoiler:
Endlich kam Keiji der Gedanke woher er diese Zeichen kannte. Ja er kannte sie sogar gut, zu gut könnte man fast sagen. Zugegeben es war weder eine öffentlich zugängliche noch eine offiziell überhaupt bekannte Schrift gewesen in der der alte Shinobi von eben jenen Runen gelesen hatte. Wo war er nochmal in den Besitz des Buches gekommen Ahja es war bei einem alten Freund in Takigakure gewesen. Der Kerl hatte bisweilen archäologische Anwandlungen gehabt, ein weiterer junger Mann der einfach zu viel Zeit besaß. Mit einem ungefähren Schlüssel im Hinterkopf erschloss sich dem Nuke auch endlich die Bedeutung der Zeichen an der Wand, naja zumindest mehr oder weniger. Gesprochen wurde von einem wertvollen Geschenk an einen mächtigen Feudalherren. Irgendwie schien auch ein Senju in die ganze Geschichte verwickelt zu sein, doch inwiefern dieser jetzt genau damit zu tun hatte lies sich nicht weiterhin erkennen. Dass der alte Shinobi damit eine wichtige Entdeckung für die Gelehrten des Dorfes im Sand machte, war ihm salopp gesagt egal. Natürlich sollten die Dörfer wissen wo ihre Wurzeln lagen, doch in dieser Hinsicht war ein eindeutiger Vorteil für ihn selbst zu erkennen. Ein Vorteil den er sich nicht entgehen lassen wollte. Wenn er nach den Worten des Mosaik ging, dann handelte es sich um eine Art Reliquie. Mit einem leisen Seufzen lies er sich nach hinten auf den Boden fallen und schlug die Hände hinter dem Kopf zusammen. Die Worte der jungen Kunoichi ignorierte er dabei. Er war in den letzten Minuten weder gestolpert, noch gefallen, noch sonst irgendetwas in dieser Art. Dementsprechend waren deren Feststellungen einfach vollkommen aus dem Kontext gerissen. Draußen konnte man hören, wie der Sandsturm immer lauter und stärker tobte. Glücklicherweise schien das Dach des Gebäudes wirklich dicht zu sein, denn ansonsten wären sie selbst darin innerhalb weniger Augenblicke unter den Sandmassen begraben worden. Gut gelaunt aufgrund seiner Entdeckung machte er sich daran weitere Teile der Wandinschriften zu entschlüsseln. Dass Yasura vergeblich nach Holz suchte lies ihn dabei überraschend kalt. Warum sollte man hier in der Wüste denn überhaupt Holz finden Fast schon gebannt las er Zeile um Zeile von der Wand ab. Dieser Ort hier schien der Lagerplatz oder etwas ähnliches des Konstruktes gewesen zu sein. Angeblich war dieser Platz jedoch über 500 Jahre nach der Erschaffung des Schatzes gebaut worden. Doch wie sollte das möglich sein Zugegeben es lag natürlich im Bereich des Möglichen, dass ein Feudalherr den Ort zum Schutze der Reliquie hatte erbauen lassen, doch kein Mensch lebte so lange. War es also ein entfernter Nachfahre gewesen Doch warum war es dann erst so spät erbaut worden und nicht schon über 400 Jahre früher Fragen über Fragen und so wenige Antworten. So sehr der alte Shinobi sich auch das Hirn zermarterte, es wollten ihm einfach keine Schriften in den Sinn kommen, welche ein passendes Alter oder Thema gehabt hätten. Er kannte zwar eine Sagen aus jener Zeit, doch die meisten davon waren schon vor langer Zeit als Humbug bloßgestellt worden. Es vergingen mehrere Momente, bis er sich schließlich selbst mit der Hand auf die Stirn schlug. Natürlich jetzt passte alles zusammen. Holz in der Wüste, der Lagerplatz, die Schriften, die Sage, der Senju. An jenem Ort wurde Geschichte Wirklichkeit. Das was einst war begann wieder Gegenwart zu werden. Das Geschenk, es war wirklich von unschätzbarem Wert. Ja es war wirklich einfach... es verdiente den Namen legendär. Es war vermutlich das einzige seiner Art und würde es auch bleiben. Wie hatte er nur so blind sein können Frohen Mutes schwang er sich wieder auf die Beine und umarmte überschwänglich zuerst Yasura, dann Sasame und letztlich Kirusa. Vermutlich war einer überraschter als der andere über den plötzlichen Umschwung der Gefühle des alten Shinobi, in welchem mittlerweile der Reliquienjäger erwacht war. Dieses Ding mochte einmalig und wertvoll sein, doch was noch viel schwerer wog, war dessen symbolischer Wert, was es bedeutete. Es bedeutete Freiheit, Ungebundenheit. Als kleiner Junge hatte der Shinobi schon von einem Leben als Freibeuter geträumt. Wäre er in Kirigakure aufgewachsen, so wäre er wahrscheinlich Seemann statt Shinobi geworden. Das Meer war immer ein ferner Traum gewesen, weil es so fern seiner eigenen Bestimmung lag. Seit Nekomata ihm vor vielen Jahren offenbart hatte, welches Schicksal er hatte, hatte immer so etwas wie ein dunkles Tuch über seinem Leben gelegen. Dieses Tuch war nun durchscheinend geworden. Er konnte einen Kindheitstraum ausleben, naja zumindest mehr oder weniger. Wenn seine Vermutungen nämlich richtig lagen, dann war die Wüstenwind nicht weit entfernt. Sie war sozusagen zum Greifen nahe. Er musste nurnoch warten, bis dieser verdammte Sandsturm sich gelegt hatte. Kirusa und Yasura warfen ihm in seiner freudigen Erwartung einige seltsame Blicke zu, welche darauf schließen liesen, dass sie an seinem Verstand zweifelten. Geisteskrankheit konnte eine Person schließlich ganz plötzlich überkommen, niemand war davor gefeit. Dem Schwertschwinger selbst war dies vollkommen egal. In seinem Hinterkopf schien er schon eine lobende Stimme zu hören. Während er an der Tür stand verharrte er mitten in seiner Bewegung. Da war wirklich eine Stimme. Jedoch weniger so wie er sie aus Berichten über Schizophrene kannte, sondern mehr das Echo einer tiefen, düsteren Stimme, welche einem sehr alten Mann von gewaltiger Macht gehören musste. Es dauerte, aber mit der Zeit verstand er die Stimme sogar. Es erinnerte ihn stark an die Art auf die Nekomata einst mit ihm gesprochen hatte. Du machst deine Arbeit gut alter Freund. Statt zu antworten überlegte der alte Shinobi sich seine Antwort einfach. Er formulierte sie sogar vollkommen aus, sprach jedoch kein Wort. Warum ich dich Freund nenne fragst du Weil du mein Kind bist, nunja zumindest mehr oder weniger. Mein Schoßtierchen kennst du ja schon. Darauf fehlten dem Nuke wirklich die Worte. War dieses Wesen wirklich das was er erwartete In seinem Kopf konnte er ein Lachen vernehmen. Es war nicht bösartig sondern auf seine Art sogar ehrlich. Endlich erkennst du mich, hat ja reichlich lange gedauert. Doch nun genug der Kindereien. Höre meine Worte und trage sie in deinem Herzen. Du bist zu Großem bestimmt und das was dort vor dem Tor wartet ist mein Geschenk an dich. Behüte es wohl, denn du wirst vergeblich nach einem Ersatz dafür suchen. Und nun lebe wohl mein Kind, mein kleiner Shinigami.. Und plötzlich war sowohl das Gefühl der Präsenz als auch die Stimme spurlos verschwunden. Zurückgelassen hatten sie einen sehr verwirrten Shinobi mit einer großen Last und einer fast greifbaren Vorfreude. Erst jetzt fiel Keiji auf, dass er seine Augen geschlossen hatte. Als er sie wieder öffnete fiel ihm auf, dass mindestens zehn Minuten vergangen sein mussten, denn der Sturm hatte sich gelegt. Es schien nur ein äußerst kurzes Ereignis gewesen zu sein, denn gewöhnliche Sandstürme konnten Stunden, Tage oder sogar Wochen andauern. Mit einem eigenartigen Aufschrei des Glücks und der Vorfreude rannte er nach draußen. Und da war erst einmal ..... rein garnichts. Zugegeben der ganze Sand schien ihm deutlich tiefer gelegt, da er jetzt eine Treppe hinuntergerannt war, statt auf ebenerdigem Sand in die Halle hinein zu gehen. Einem spontanen Impuls folgend rannte er um die Ecke, wo er zuvor schon über das Holzstück gestolpert war. Dieses Mal wurde er endlich belohnt. Naja zumindest wenn man davon absah, dass er mit vollem Karacho frontal in in den Bug des Schiffes hineinrannte. Der Bug mit der Galionsfigur hielt schadlos stand, dem alten Shinobi hingegen haute der Schlag die Luft aus den Lungen und er viel rückwärts um. Ein dünner Blutfaden lief aus seiner Nase, doch er hatte nur Augen für das was vor ihm lag. Mit fast kindlicher Freude sprang er auf und umarmte das Schiff soweit seine Arme reichten. Kirusa und Yasura, beide angelockt davon, was ihren Gefährten so aus der Fassung gebracht haben könnte liefen, wenn auch deutlich ruhiger, hinter diesem her. Als sie schließlich das Schiff mitten in der Wüste sahen stand beiden ein Grinsen auf das Gesicht geschrieben. “Ist das eine Fata Morgana oder sehe ich hier wirklich das was ich sehe“ “Ein Schiff mitten in der Wüste, auf so eine Idee kannst auch nur du kommen Keiichi.“ Trotz der Fremdartigkeit des ganzen schienen sich jedoch beide auch für den Nuke zu freuen, der immernoch sichtlich aus dem Häuschen war. Langsam näherten sich beide ihrem Gefährten und dem fremdartigen Schiff, das in seiner Art vollkommen neu für sie beide war. Die junge Frau lies ihre Finger über das glatte Holz des Rumpfes fahren. Es schien fast, als wäre das gesamte Schiff aus einem Baumstamm gemacht. Gleich wie sehr sie sich anstrengte, sie keine keine Fugen oder unsaubere Verarbeitungsstellen im Holz erkennen. Es schien schon fast Zauberei zu sein. Ungläubig schüttelte sie den Kopf über ihren eigenen Gedanken. Es gab keine Zauberei...naja eigentlich gab es auch keine Schiffe in irgendwelchen Wüsten. Verdammt dieser Kerl drohte noch mit der Zeit ihr gesamtes Weltbild auf den Kopf zu stellen. Der alte Shinobi hatte in seinem Leben schon viele Geschenke von vielen verschiedenen Wesen und Personen bekommen, doch dieses übertraf nahezu alle. Es wäre vermutlich das beste gewesen, wenn da nicht in seiner Jugend diese nette kleine Tochter des Priesters, die ihm einst ihre... aber ich schweife ab. Er hätte noch stundenlang einfach dastehen und das Kunstwerk umarmen können, wenn Kirusa ihm nicht einfach auf die Schulter gesprungen wäre und ihm gewissermaßen eine Kopfnuss verpasst hätte. Es mochte etwas rüde aussehen, aber es funktionierte. "Da brat mir doch einer nen Storch. Mann was soll denn der Mist mit dem Boot? Das bekommste ja nichtmal aus der Wüste raus, das nächste Meer ist gefühlte 300 Meilen südlich von hier." Dies war schon das zweite Mal, dass Kirusa in der Gegenwart von Sasame sprach, doch vermutlich würde es ihr ebenso wie beim ersten Mal einfach entgehen. Es verging ein Augenblick der Stille, in dem der alte Nuke in aller Ruhe seine Gedanken ordnete. Sein langjähriger Begleiter hatte eigentlich recht. Soviel könnte er noch nicht mit dem Schiff anfangen, aber naja, wenn er den Geschichten Glauben schenkte, dann würde es eine ganz besondere Möglichkeit geben das Schiff von hier fortzubringen. Während er noch darüber nachdachte, hatte Yasura das Schiff einmal umrundet und sich einen ungefähren Eindruck des Holzhaufens gemacht. Es war erstaunlich, dass das Gefährt trotz seines augenscheinlichen Alters nicht den geringsten Schaden aufwies. Vermutlich hatte es jahrzehntelang unter den Sandmassen gelegen und war dadurch sowohl verborgen, als auch geschützt gegenüber den Widrigkeiten der Natur. Der Sandsturm war dann also auch der Grund dafür, dass das Schiff überhaupt freigelegt worden war. "Frag mich nicht wie ich dran kam, ich habe nicht die geringste Ahnung, aber ich glaube ich habe schon eine Idee wie ich das Schiff fort bekomme..." Mit diesen Worten lief er die Schiffswand einfach frontal nach oben und ignorierte dabei, dass der Fuchs sich brutal festkrallte, um nicht hinunterzufallen.

Beschreibung des Schiffes:
Die Wüstenwind
Dieses Schiff, nunja zumindest wenn man es als solches bezeichnen will, kann sich mit Fug und Recht eine Seltenheit nennen. Warum dem so ist? Naja wie viele Schiffe sind schon bekannt die fliegen können? Bevor ich jedoch zu erklären beginne warum das Schiff diese Fähigkeit besitzt, will ich euch zuerst einmal etwas über die Vorgeschichte erzählen. Erbaut wurde es nämlich mitnichten für unseren alten Chaoten. Vor langen Zeiten sollte es als Geschenk an einen mächtigen Feudalherren dienen, um diesen zu einem Friedensangebot zu bewegen. Leider passierte auf der Reise ein Unglück. Das Schiff wurde abgeschossen und verschwand in den Tiefen der Wälder. Trotz langer Suche gelang es niemandem das Meisterwerk wieder zu finden, sodass es von den Seiten der Geschichte verschwand. Erstaunlicherweise tauchte es jedoch urplötzlich wieder auf und zwar nach einigen Jahrhunderten auf dem Schwarzmarkt. Ob es immernoch der Original oder einfach eine perfekte Kopie von diesem ist lässt sich leider nur sehr schwerlich sagen. In dem Holz aus dem der größte Teil des Schiffes besteht soll angeblich die Seele eines Shinobi leben. Der Grund für dieses wirre Gerücht liegt darin begründet, dass die Wunden des Schiffes mit der Zeit verheilen. Ritzte man also etwas ins Holz, so war es am nächsten Morgen mit großer Wahrscheinlichkeit wieder verschwunden. Eine andere mögliche Begründung könnte sein, dass das Holz von einem besonderen Baum, dessen Art es bereits seit langer Zeit nicht mehr gibt. Das einzige was wirklich sicher ist, ist die Tatsache, dass das Holz aus dem das Schiff gemacht worden ist, zwar so widerstandsfähig wie Eiche ist, andererseits fast so wenig wie Kieferholz wiegt. Wenn man es mit normalen Schiffen vergleichen wollte so wäre die Wüstenwind eine Zwischenstufe von Karavelle und einer kleinen Fregatte. Dementsprechend besitzt das Schiff 8 Räume, darunter ein Zeugraum, ein Lagerdeck, eine Kapitänskajüte, eine Küche, eine Speisekammer, einen Speiseraum, eine Frauenunterkunft und eine Herrenunterkunft. Im folgenden werde ich also alle Räume noch einmal erklären.
Im Zeugraum befindet sich allerlei Alltagsausrüstung. Es finden sich also neben Tellern, Besteck und anderen Kleinigkeiten auch Waffen. Vermutlich ist es einer der wichtigsten Räume des gesamten Schiffs. An Einrichtung wird sich jedoch nur recht wenig in dem Raum finden, da die meisten Dinge anderweitig festgemacht wurden, oder sich in Kisten, beziehungsweise Truhen, befinden. Also wird es vermutlich bei ein oder zwei Schränken bleiben.
Das Lagerdeck nimmt das gesamte unterste Deck ein. Es besitzt überhaupt kein Mobiliar und ist eigentlich auch wirklich nur in erster Linie für die Fracht erdacht. Die Wände und der Boden sind mit groben Rindslederkissen ausgepolstert, was zweierlei Gründe hat. Zum einen soll der Druck nach außen die Wände bei der Landung etwas entlasten und davon abhalten zu brechen, wenn es einmal etwas rauer zugeht, zum anderen soll dadurch eventuell losgelöste Ladung davor bewahrt werden zerstört oder beschädigt zu werden.
Die Kapitänskajüte gilt als Unterkunft des Kapitäns und ist dementsprechend großzügig eingerichtet. Sie befindet sich im Oberdeck, sodass die Fenster einen schönen Blick auf die Landschaft hinter dem Schiff ermöglichen. Der Boden ist mit hochwertigen Teppichen ausgelegt und auch sonst mangelt es an nichts. Neben einem durch einen Sichtschutz abgegrenzten Doppelbett, befindet sich ein Schreibtisch mit dazugehörigem Stuhl, zwei Kommoden und ein Schrank. Der Blickfang ist jedoch, neben diversen Wandteppichen, eindeutig der große ovale Esstisch, an dem 8 Personen auf den Stühlen Platz finden können. In die Holzfassung von diesem wurden nämlich verschiedenste Edel/- und Feinsteine so kunstvoll eingesetzt, dass sie eine ausführliche Karte der 5 Reiche zeigen.
Ein sehr wichtiger Raum für die Besatzung ist natürlich die Küche, mit der direkt angegliederten Speisekammer. Der Raum befindet sich im Mitteldeck direkt unter der Kapitänskajüte. Der Raum besitzt sogar 3 Fenster, die einen himmlischen Blick nach draußen ermöglichen. Sie enthält einen eisernen Ofen, welcher ein Dampfrohr besitzt, das nach außen führt, um die Hitze vom Holz fern zu halten. Eine große Arbeitsplatte bietet sehr viel Freiraum für den Koch um sich zu entfalten und die reichhaltige Speisekammer mit ihren zahlreichen Regalen und Schränken verschiedenster Größe ermöglicht die Zubereitung kulinarischster Speisen.
Direkt daneben, nur getrennt durch den Aufgang nach oben, befindet sich der Speiseraum. Er ist betont einfach gehalten worden, da dort ohnehin schnell einmal etwas zu Bruch geht. Das einzige Glas machen also vier Fenster aus, je zwei auf jeder Seite. Außer zwei Schränken in denen sich einfache Tonkrüge, Teller und Eisenbesteck finden, wird der Raum nur von einem großzügigen Tisch eingenommen, an dem bis zu 16 Personen Platz finden können. Der Tisch ist ebenso wie die Stühle aus einfachem Eichenholz, das kaum verziert, aber dennoch grundsolide ist.
Die Frauenunterkunft und die Herrenunterkunft unterscheiden sich eigentlich nur durch einen einzigen Aspekt. Die Wände der Frauenunterkunft sind mit einer Handvoll Teppiche mittelmäßiger Qualität geschmückt und sind etwas sauberer. Ansonsten sind beide Unterkünfte eigentlich gleich eingerichtet. An den Wänden stehen je 6 Betten mit je einer Truhe, sowie je eine Hängematte an jedem Raumende hängt, neben der sich ein Schrank befindet. Es sind keine außergewöhnlich schönen Räume, aber es halten sich ohnehin die wenigsten dort auf. Sodass in jedem der Räume 8 Menschen Platz finden, was eine mögliche Gesamtbesatzung von 16 Mann plus dem Kapitän ausmacht.
Doch nun interessiert euch zweifellos noch wie ein Schiff fliegen soll. Ich selbst muss leider gestehen, dass ich kein Experte in dieser Hinsicht bin und euch dadurch nur das erzählen kann, was ich widerrum gehört habe. Im Prinzip funktioniert das Schiff wie ein großer Heißluftballon. Die Haut der Ballons besteht aus mehrschichtigem Leder und hält dadurch Vögeln, Wurfwaffen und ähnlichem Schnickschnack stand. Über den Ballon selbst sind Seile gespannt, um bei Bedarf Klettern zu ermöglichen. Die Luft innerhalb der Ballons wird erhitzt und dadurch steigt das Schiff in die Lüfte. Gesteuert wird es vor allem mithilfe von mehreren Segeln, welche sich an der Unterseite des Schiffes befinden. Die Masten von diesen Segeln haben selbstverständlich Gelenke, damit sie bei der Landung nicht einfach abgeknickt werden. Zur zusätzlichen Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit wird darüber hinaus noch ein Shinobi empfohlen, welcher des Elements Fuuton mächtig ist. Die Maximalgeschwindigkeit des Schiffs liegt dadurch bei etwa bei 25 Knoten, was ungefähr 46 km/h entspricht. Damit ist seine Geschwindigkeit zwar nicht atemberaubend, aber dennoch beachtlich. Die maximale Flughöhe beträgt 2000-3000 Meter, von deren Ausschöpfung jedoch abgeraten wird. Eine nennenswerte Bewaffnung besitzt das Gefährt auch nicht, nur drei Ballisten, von denen sich eine am Heck und je eine an jeder Seite befindet. Wirklich gefährlich werden diese Harpunen ähnlichen Geschosse jedoch nur sehr großen, oder aber sehr trägen Wesen. Das liegt vor allem darin begründet, dass die meisten Ziele für die Bolzen einfach zu weit entfernt und aufgrund der Entfernung zu klein sind. Die Bolzen haben eine Länge von fast einem Meter. Der Schaft besteht dabei zwar aus Holz, die eisernen Köpfe jedoch aus massivem Stahl mit diversen Widerhaken. Die Ballisten besitzen große Kurbelwinden, sind also auch nicht ohne entsprechenden Kraftaufwand zu spannen. Kaum verwunderlich eigentlich, da das Luftschiff niemals als Schlachtschiff geplant worden war. Um das Schiff zu fahren werden mindestens 3 Personen benötigt.
In (und weiter geht’s): Der Aufstieg war kurz und schmerzlos, naja zumindest halbwegs, denn Kirusa hatte es sich nicht nehmen lassen die Krallen etwas stärker in den alten Shinobi einzuhaken, als vielleicht nötig gewesen wäre. Es tat Keiji ja beinahe leid, dass er diesen Weg des Aufstiegs gewählt hatte, jedoch rührte dieses Mitleid eher für das Schiff her, als für seine Schultern oder den traumatisierten Fuchs. Er selbst würde es zweifellos auch nicht sonderlich gut finden, wenn man an ihm hinauflaufen würde, wie an einer schnöden Wand. Beinahe wäre der Nuke schon unter Deck verschwunden, als ihm einfiel, dass ja noch jemand im Bunde fehlte. Mit einem leisen Seufzen kramte er ein Seil aus seinem Beutel heraus, band es am Mast fest und warf das lose Ende zu seiner Begleiterin hinab. Yasura schien über die Lösung alles andere als glücklich zu sein, doch nach einigen dutzend Versuchen gelang es ihr endlich an Deck zu gelangen. Keiji war zusammen mit Kirusa unterdessen längst in der Kapitänskajüte verschwunden. Was genau sie darin suchten wussten sie selbst nicht wirklich. Vermutlich war es einfach ihr Entdeckertrieb. Während den Shinobi der Wille antrieb mehr über das Gefährt zu lernen, dass ihm geschenkt worden war, trieb Kirusa eigentlich nur seine typische Neugierde an. Dieselbe Neugierde, die es ihm ermöglichte mit vollkommen unschuldigem Gesichtsausdruck unter einem Rock zu verschwinden. Während die beiden vorsichtig über den kostbaren Bodenbelag wandelten blieb nach einiger Zeit ihr Blick beinahe automatisch an dem großen Tisch hängen. Es war wirklich erstaunlich wie detailliert die Karte war, naja zumindest wenn man sie als solches erkannte. In den einzelnen Dörfern gab es ja leider nur extrem selten Karten, die wirklich alle Reiche umfassten, vermutlich ein Ergebnis der geteilten Dörfer. Der Tisch besaß auch unzählige kleine Fächer und Schubladen, die dazu einladen geöffnet zu werden. Nach einigem Hin und Her gab Keiji dem Drang schließlich nach und zog eine der Schubladen heraus. Darin waren seltsamerweise kleine Figuren, fast wie bei einem Schachspiel. Sie stellten dabei Tiere und Menschen dar. Es dauerte einen kurzen Augenblick bis dem alten Shinobi der Sinn davon gewahr wurde. Natürlich! Diese Figuren stellten Shinobi und Bijuu dar. Ein leichtes Grinsen umspielte seine Lippen. Er war mehr als nur gespannt welches Kleinigkeiten das Schiff noch bereit hielt.
→ Das Schiff hat er übrigens noch nicht wieder zum Laufen bekommen


XX Und noch mehr Chaoten – Nimmt das denn gar kein Ende?

Spoiler:
Langsam und träge schob sich der große Sonnenball wieder über den Horizont und schenkte den schier endlosen Dünen das Licht des Lebens. Stufenweise erhellten sich die Klippen des Sanddorfes Stück für Stück, während eine Gestalt sich dem Spalt, der den Eingang zum Dorf markierte, stetig näherte. Die Gestalt war der alte Shinobi, dessen Beweggründe ihn in das Dorf führten. Nunja sein hauptsächlicher Grund für den Abstecher war eigentlich, dass ihm in höchsten Maße langweilig war. Akane als weiteres Ziel fiel praktisch flach, zumindest solange dieser Idiot Akio sie belagerte und sonst gab es nichts wirklich nennenswertes zu tun. Zugegeben er könnte sich darum bemühen das Schiff klar zu machen, doch wo er in einem Wüstendorf die Ausrüstung für ein Schiff her bekommen sollte, war ihm vollkommen schleierhaft, um nicht zu sagen dass er überhaupt keine Ahnung gehabt hätte. Er strahlte in seiner momentanen Montur einen wohl mehr schlechten als rechten Charme aus. Er war vollkommen verschwitzt, seine Kleider waren von der Sonne schon leicht ausgebleicht, er hatte Sand in den Schuhen und auch an gewissen anderen Stellen des Körpers, denen er sich diesbezüglich am besten garnicht erst widmen wollte. Es war einfach mal wieder einer dieser Momente in dem ihm letzten Endes wieder klar wurde, warum er Sunagakure, die Wüste, den Sand und diese verdammte Hitze nicht ausstehen konnte. Das einzig Gute an der ganzen Sache war, dass er eine Unterkunft kannte, in der man sich gut um ihn sorgen würde, doch das war es dann auch schon. Mehr oder minder glorreich überwand der alte Schwertschwinger die letzte Düne die ihn von der Klippe trennte. Dabei flüsterte er etwas vor sich hin dessen Grundaussage in höchsten Maße gegen Ort, Zeit und Umstände gerichtet war. Als er mit dem Abstieg begann versank sein Fuß bis zum Unterschenkel im Sand, sodass er hängen blieb und durch ein etwas unglückliches Herausziehen des Fußes den Sandberg sehr unsanft hinunter fiel. Erstaunlicherweise rettete ihm dieser Umstand das Leben, denn als er sich wieder, Sand spuckend, am Fuß der Düne aufrichtete sah er eine erstaunliche Menge Kunai, die den Weg markierten den er hinunter gerollt war. Scheinbar hing man doch noch etwas an ihm und wollte ihn bei allem Unglück doch nicht umkommen lassen. Kaum hatte er sich wieder aufgerichtet spürte er auch schon die Klinge eines weiteren Kunai in seinem Nacken. Scheinbar bedauernd seufzte er, bevor er sich mit hoher Geschwindigkeit vornüber fallen lies und mit einer Drehung herumfuhr. Wie durch Geisterhand gelangte eines seiner Schwerter in seiner Hand, welche nach vorne schnellte und nur wenige Zentimeter vor dem Bauch des Fremden stoppte. Glücklicherweise war er noch weit genug von dem Spalt in den Klippen entfernt, als dass die Wachen sie hätten entdecken können, im besonderen gegen die aufgehende Sonne. Schon die Kleidung des Mannes, welcher starr wie eine Salzsäule an Ort und Stelle stand, wies ihn als alles andere als geachteten Burschen aus. Die Klamotten von ihm waren teilweise zerrissen und ausgebleicht. Seine Haut war dunkel in ihrer Farbe, sodass sie schon fast an Schokolade erinnerte. Die Gesichtszüge waren markant und in seinen Augen brannte ein unlöschbares Feuer. Sein Körper schien praktisch nur aus Sehnen, Haut und Knochen zu bestehen. Es war Keiji schleierhaft wie der Kerl überhaupt noch in der Lage gewesen war die Kunai zu werfen, ganz zu schweigen davon, dass er lautlos hinter ihn gelangt war. “Na mein Freund wer bist du, dass du meinst dich mit mir anlegen zu können?“ Es verging kein ganzer Augenblick als der alte Shinobi wieder den Druck kalten Stahls in seinem Nacken spürte. Dabei war der Kerl doch noch vor ihm. Seine Augen weiteten sich ein Stück. Ein Shinobi. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen fiel er in eine geduckte Haltung, verpasste dem vermeintlichen Bunshin einen kräftigen frontalen Tritt und packte den Kerl hinter sich am Bein, bevor er herumfuhr und ihm einen kräftigen Schlag in die Weichteile verpasste. Natürlich war diese Art des Kampfes alles andere als fair, von ehrenhaft garnicht zu reden, doch das war dem Nuke eigentlich weitgehend egal. Im Kampf gegen einen anderen Shinobi war ihm so ziemlich jedes Mittel recht. Mit einem leisen Stöhnen lies der Fremde das Kunai aus seiner Hand fallen und klappte zusammen. Gerade wollte sich Keiji also dem Fremden widmen, als er hinter sich wieder eine Bewegung war nahm. Was zur Hölle sollte denn das? Schnell fuhr er herum und versetzte der Gestalt mit der flachen Seite seines Schwertes einen kräftigen Schlag auf den Hintern. Als die beiden Angreifer nun nebeneinander lagen kamen in Keiji wirklich ernsthafte Zweifel darüber auf, dass es sich um Bunshin handelte, dafür waren beide einfach viel zu zerschunden. Darüber hinaus waren sie noch nicht einmal identisch, den einen zierten nämlich mehrere deutlich sichtbare Narben und er schien auch einige Jahre älter zu sein. Abermals seufzte der alte Shinobi. Warum musste er Nervensägen anziehen wie ein Wüstenfuchs die Sandflöhe? Gerade als er seine Frage wiederholen wollte, schleuderte ihm der ältere der beiden Männer etwas in einer fremden Sprache entgegen. Er kam nicht sofort darauf was es bedeutete, doch nachdem er seinen Verstand einige Augenblicke durchforstet hatte, realisierte er, dass es irgendetwas mit seiner Mutter zu tun gehabt hatte. Na herrlich jetzt war er auch noch an Angehörige irgendeines exotischen Stammes geraten, mit denen er sich nicht einmal richtig verständigen konnte. Natürlich könnte er sie einfach laufen lassen, doch treue Gefolgsleute waren selten und besonders diese Kerlchen würden wahre Treue zeigen wenn es darauf ankam. Schließlich hatten sie eine Lebensschuld bei ihm, wenn er sie verschonte. Leider kam er damit in den Zwiespalt zwei weitere Mäuler stopfen, und ertragen, zu müssen, entgegen der Möglichkeit aus den beiden jungen Männern wirklich etwas heraus zu holen. Nach kurzem Überlegen kramte er seine wenigen Brocken in dem alten Dialekt heraus und forderte sie auf mit ihm zu kommen. Danach lies er noch das Wort für Lebensschuld im Raum stehen. Beide Männer schienen daraufhin mehr als nur etwas überrascht darüber zu sein, dass er ihre Sprache beherrschte, naja zumindest ansatzweise. Dass er dann noch etwas von den Gebräuchen wusste, machte ihn zu einem seltenen Exemplar. Keiji ging derweil die Möglichkeiten durch warum sie ihn überhaupt angegriffen hatten. Jedoch erübrigte sich die Frage praktisch, als er sie sich etwas genauer ansah. Beide waren abgemagert und besaßen kein Gepäck, außer dem was sie am Leibe trugen. Vermutlich hatten sie sich erhofft seine Habseligkeiten gegen etwas Essbares eintauschen zu können. Vielleicht gehörtem sie ja auch einem kannibalischen Stamm an, dann wäre der Beweggrund wohl ein anderer gewesen, doch was auch immer wirklich der Grund dafür gewesen war, jetzt würde es keinen Angriff mehr geben. Er wandte sich wieder zum Gehen und wollte ihnen gerade bedeuten ihm zu folgen, als er sich eines besseren besann und ihnen einige Streifen Trockenfleisch und einen halben Laib Brot zuwarf. Er würde seine Vorräte im Dorf ohnehin wieder ergänzen, also konnten sie das Essen ohne Probleme bekommen. Der Durchgang durch das Tor war dagegen wieder überraschend einfach. Natürlich galt er als Fremder in seiner momentanen Gestalt, doch nach einer ausgiebigen Durchsuchung und etwas Geld zur Ermutigung die Durchsuchung so schnell wie möglich von statten gehen zu lassen, wurde er durchgelassen. Auch seine beiden Begleiter durften das Dorf betreten, da es bei ihnen noch viel weniger zu durchsuchen gab als bei ihm. Vermutlich sah es einfach so aus, als ob ein junger Händler mit zwei Leibwächtern das Dorf betreten hätte. Es mochte schließlich im Großen und Ganzen sehr gefährlich sein ohne Schutz durch die große Wüste zu reisen. Mit einem zumindest halbwegs klaren Ziel vor Augen betrat also die seltsame Gruppe das Dorf.

Etwas gehetzt kam die kleine Gruppe auf dem Marktplatz von Sunagakure an. Hinter ihnen tobte immernoch der Bär und selbst die unaufmerksamsten Bewohner von Sunagakure mochten langsam merken, dass etwas vor sich ging, das so nicht geschehen sollte. Um nicht weiter aufzufallen verschwand die kleine Gruppe gleich Schatten in einer der unzähligen Seitengassen. Wie eine Person zogen sie sich alle die Kaputze tiefer ins Gesicht. Erst als sie in einem kleinen, verlassenen Hinterhof angelangt waren, gönnten sie sich einen Moment der Ruhe. Der alte Shinobi seufzte melancholisch, als er endlich die Kaputze von seinem Kopf ziehen konnte, was seine Leibwächter jedoch noch lange nicht dazu veranlasste es ihm nachzutun. So waren sie also vorerst einmal aus der gefährlichen Zone, leider hatte die kleine Kunoichi etwas zu viel Heldenmut besessen und war ihnen nicht gefolgt. Eigentlich schade, wenn man bedachte, dass etwas aus ihr hätte werden können. Es ist schließlich stehts eine Schande junges Leben so schnell verlöschen zu sehen. Zugegeben noch war sie nicht tot, doch so wie die Dinge aktuell dort standen würde keine der Parteien zu ihrem eigenen Wohl Rücksicht auf eine Genin nehmen. Durch diesen Augenblick der Ruhe aufmerksam geworden wandte sich der größte der Leibwächter an ihren unscheinbaren Anführer. "Keiichi-sama wie wünscht ihr, dass wir fortfahren? In meiner Position als Sicherheitsberater muss ich euch dringend davon abraten hier noch länger zu verweilen, vielleicht sind noch weitere Akatsuki in der Gegend." Scheinbar äußerst geistesabwesend schüttelte Keiji den Kopf. "Es ist außer den beiden, die wir getroffen haben, nurnoch ein Akatsuki in der näheren Umgebung." Für einen kurzen Moment erstarrte sein Leibwächter und blickte sich um. Der Gedanke an solch einen Gegner fuhr selbst einem Veteranen vieler Kämpfe tief in die Knochen. "Keiichi-sa...." Er kam nicht einmal dazu auszusprechen, als der alte Nuke auch schon abwinkte und ihn mit einem leichten Lächeln bedachte. "Mach dir keine Sorgen alter Freund, wir haben ihn ebenso wie die anderen beim Gebäude des Kazekage zurückgelassen, aus dem Gebäude heraus konnte ich einen kurzen Blick auf ihn werfen." Eine undenkbar schwere Last schien von den Schultern des Leibwächters abzufallen. So gut er Keiji-sama kannte und so sehr er dessen Fähigkeiten vertraute, so sehr wusste er auch wie skrupellos sein Auftraggeber sein konnte, wenn die Umstände es erforderten. Einige der Geschichten, die man sich über den Nuke erzählten waren ohne Zweifel erfunden, vermutlich sogar von Keiji selbst, doch die meisten hatten einen wahren Kern. An einigen Orten galt er als Zerstörer von Ehen, doch nahezu überall kannte man ihn auch als den Mörder, den Intriganten, den Verräter, den Gaukler. Dieser Mann so freundlich und liebenswürdig er zu seinen Freunden sein konnte, war wohl einer der gefährlichsten Shinobi, die existierten. Kaum hatte er diesen Gedankengang abgeschlossen führte der Schwertschwinger seine Ausführungen schon fort. Sie waren zwar nurnoch fünf Mann an der Zahl, da sie einen der ihren zur Überwachung hatten zurücklassen müssten, doch auch fünf Mann konnten mehr bewegen als man auf den ersten Blick erahnen mochte. "Wie ihr zweifellos schon gemerkt habt meine Herren stecken wir in einigen Schwierigkeiten. Um dieser Farce des Schicksals ein Schnippchen zu schlagen, habe ich beschlossen, dass wir uns in die Wüste absetzen werden, bevor die Verfolger unsere Spur aufnehmen können. Daher werden wir auf die Schnelle noch Vorräte aufnehmen und dann geschwind aufbrechen. Die Dorfwache wird genügend mit den Meldungen über den Kampf, der im Gange ist, zu tun haben. Lasst euch also nicht zuviel Zeit während ihr euch eindeckt. Nehmt alles mit, was ihr brauchen könnt und dann geht es los. Besorgt übrigens mehrere große Stücke Rindsleder, wir werden es später noch brauchen, ich werde indess hier warten." Kaum hatte er mit seinem Satz geendet, da waren seine Begleiter auch schon verschwunden. Auch wenn sie als Leibwächter angeheuert worden waren, so waren sie doch viel mehr für den alten Shinobi. In den Monaten in denen er mit ihnen zusammengearbeitet hatte, war ein jeder von ihnen irgendwie ans Herz gewachsen. Sei es nun der große Bergan, der Schütze Morgan, der ehemalige Nomade Lujan, der Schwertkämpfer Karzen sowie der jüngste der Gruppe, der Taschendieb und Spion Arakasi. Auch wenn sie sich ab und an durch kleine Meinungsverschiedenheiten auszeichneten, so hatte doch ein jeder von ihnen das Herz am rechten Fleck. In all den Jahren, die Keiji mittlerweile umherzog waren sie wohl auch die loyalsten Söldner, die er jemals getroffen hatte. Genau genommen wunderte sich der alte Shinobi schon fast darüber, warum er die Männer nicht schon deutlich früher als Leibwächter angeheuert hatte. Nunja eigentlich war es wohl recht egal, wenn man bedachte, dass sie bald ohnehin an einem Ort angelangen würden, an dem jede Hand gebraucht werden würde, um ihn wieder weitgehend bewohnbar zu machen. Nach überraschend kurzer Zeit kamen die vier, der Schütze Morgan fehlte natürlich, da er weiterhin als Wachposten fungierte, wieder zurück, beladen mit dicken Bündeln, deren Inhalt wohl sowohl aus Proviant, als auch aus Alltagsgegenständen bestand, schließlich rechnete ein jeder von ihnen damit längere Zeit nicht mehr in ein größeres Dorf zu kommen. Die allgemeine Stimmung war eigentlich gut, sie kamen sich fast schon etwas vor wie Entdecker und Keiji bildete dabei ihren Cristoph Kolumbus. Schnell wurde der Weg aus der Stadt eingeschlagen, denn der Marsch würde lang sein. Um genau zu sein waren sogar mehrere Tage geplant, bis sie ihr Ziel erreichen würden. Von dort aus wären es dann nochmals mehrere Tage bis zu ihrem Endziel, eine epische Reise also. Aus dem Dorf gelangten sie durch einen längst aufgegebenen Fluchttunnel, den Keiji noch von einem Fluchtplan im Hinterkopf hatte, welchen er vor vielen Jahren im Dienste eines anderen Dorfes entwendet hatte. Im Tunnel kam es zu einer kleinen, verbalen Auseinandersetzung zwischen dem munteren Arakasi und dem Hitzkopf Karzen. "Mann, hier unten muss ja seit Jahren keiner mehr saubergemacht haben, erinnert mich irgendwie vom Charme her etwas an deine Wohnung Karzen." Während er sprach zwinkerte er seinem Gefährten schelmisch zu. "Hüte deine Zunge Ara, du weißt was ich von Kommentaren über meine Wohnung halte. Es ist eben ein Fakt, dass ich zuviel unterwegs bin um mich auch noch darum zu kümmern." Eine spürbare Spannung begann sich zwischen den beiden aufzubauen. "Ach hab dich nicht so, du weißt doch, dass ich so etwas nicht persönlich meine, nunja abgesehen von den Kommentaren über deine Schwester, sie ist wirklich zu freizügig als dass ich dir abnehmen könnte, dass sie kein leichtes Mädchen ist." Damit traf der junger Spion einen wunden Punkt des Schwertkämpfers, was ihm statt einer Antwort beinahe einen eingeschlagenen Schädel einbrachte, den er gerade noch dadurch abwenden konnte, dass er gewandt unter dem geworfenen Stein abtauchte. Nur knapp dem Wurf entkommen entstand wieder ein Schweigen zwischen den beiden, welches übrigens auch für die nächsten Tage andauern sollte, da Karzen recht nachtragend zu sein pflegte. Ansonsten kam es zu keinerlei Reibereien mehr auf ihrer Reise nach... ja wohin eigentlich? Genau genommen liefen sie nur irgendwo in die Wüste, nur Keiji schien den wahren Bestimmungsort zu kennen.
© by Keiji Sihin

Mitsu
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Re: Good ol' Keiji

Beitrag  Mitsu am Mo 21 Nov - 8:46

XXI Ein Lebenswerk

Spoiler:
Der Marsch durch die Wüste war unangenehm, äußerst unangenehm. Trotz ihres frühen Aufbruchs hatten sie die volle Tageshitze auf ihrem Weg zu spüren bekommen, eine Tatsache, die selbst dem langjährigen Nomaden Lujan zusetzte. Zu allem Überfluss zog mitten auf ihrem Weg noch ein Sandsturm auf, dem sie nur knapp entkamen, indem sie ein älteres Höhlensystem nutzten. Es war alles in allem also eine weise Entscheidung gewesen sich in der Nähe des Gebirges aufzuhalten, denn in der offenen Dünenwüste, wären sie gnadenlos untergegangen. Mit einer Spur schwarzem Humor dachte der alte Shinobi daran, als er vor vielen Jahren einmal von einer Legende gehört hatte, die besagte, dass in der Wüste Suna's einst ein solcher Schneesturm getobt hatte, dass mehrere Menschen dabei den Tod gefunden hatten. Leider besagte die Legende nicht woher der Schnee gekommen war und was er ausgerechnet mitten in der Wüste zu suchen gehabt hatte, doch allein der Gedanke lies ihn schmunzeln. Die Reise nahm wirklich überraschend wenig Zeit in Anspruch, denn statt mehreren Tagen, waren sie nur knapp einen Tag unterwegs. Es ist wirklich immer wieder ein überraschendes Phänomen wie viel kleine Planänderungen, wie etwa der Versuch einer neuen Route, ausmachen können. Leider konnten solche Versuche auch ebensoschnell nach hinten losgehen, so musste der alte Nuke nur einmal kurz daran denken wie lange er einmal mit Kirusa im Wald von Konoha herumgeirrt war, bis er endlich auch nur in die Nähe einer menschlichen Ansiedlung gekommen war. Diese Ansiedlung war übrigens gleich das Haupttor des Shinobidorfes gewesen, soviel also zu Fortuna's Gunst in einigen Momenten seines Lebens. Naja nun genug der alten Geschichten, aktuell lief alles sogar noch besser als der Plan, also sollte man auch positiv denken. So erreichte die Gruppe am frühen Abend schließlich das Schiff, welches gleich einem ruhenden Riesen im Sand steckte. Für einige Augenblicke stand die Gruppe vor dem Rumpf des Konstrukts aus Holz und blickte erwartungsvoll nach oben, als würde sie erwarten, dass ihnen eine Strickleiter zugeworfen werden würde. Dann sahen sie zu ihrem eher kleinen Anführer, der weiterhin erwartungsvoll nach oben schaute. Nun glitt auch ihr Blick wieder nach oben, wo weiterhin keinerlei Bewegung zu sehen war. Abermals blickten sie zu Keiji, dessen Augen weiterhin hoffnungsvoll die Reeling fixiert hatten. Das Spielchen dauerte mehrere Minuten lang an, bis auch der alte Nuke schließlich die Achseln zuckte, etwas vor sich hin murmelte, was ein leiser Fluch gewesen sein mochte, und schließlich einfach senkrecht den Schiffsrumpf nach oben wanderte. Es vergingen abermals einige Augenblicke, welche von mehrmaligem Rumpeln und Fluchen untermalt wurden, die vom Oberdeck der Wüstenwind kamen. Schließlich fiel eine Strickleiter nach unten... und sie fiel und fiel und fiel... und landete schließlich auf dem Boden. Abermals fluchte der alte Shinobi lautstark. Soviel zu Fortuna, sogar seine Knoten lösten sich, bevor er sie überhaupt fertiggestellt hatte. Wieder vergingen mehrere Augenblicke in denen Keiji aus dem Blickfeld seiner Begleiter verschwand, wieder ertönte ein dumpfer Knall als wäre jemand irgendwo hinuntergefallen und wieder fiel eine Strickleiter die Seite des Schiffs hinunter. Dieses Mal jedoch war immerhin das eine Ende fest genug verknotet, um allen Begleitern einen gefahrlosen Aufstieg auf das Schiff zu ermöglichen. Eines musste man dem Schicksal also lassen, es hatte eindeutig Humor. Kaum angekommen wurden auch schon ganz klar die Aufgaben verteilt. Ihr Anführer kümmerte sich darum eine Mahlzeit in der Schiffsküche zuzubereiten, während Bergan die Kabinen inspizierte, Karzen behielt die Umgebung im Auge und Lujan machte sich mit seinem Kindheitsfreund Arakasi daran den beschädigten Ballon zu flicken. Mitten in der Nacht stellten alle ihre Arbeiten ein, das Schiff blieb fast völlig unbeleuchtet, während alle sich im Speisezimmer befanden und ihre Mahlzeit zu sich nahmen. Noch konnten sie voll von ihren Vorräten zehren, schließlich hatten sie genug für eine gute Woche Marsch eingepackt, doch bald müssten sie sich nach Ergänzungsquellen umsehen. Die Nachtwache wurde letzten Endes unter allen Gefährten gleichermaßen aufgeteilt, sodass das Tagwerk am frühen Morgen bereits wieder einsetzen konnte. Gegen Mittag war das Gefährt schließlich endlich bereit für seinen Jungfernflug, den ersten Flug seit wohl mehreren Jahrhunderten. Durch etwas Glück fanden sie noch eine größere Menge Kohle in dem Lagerraum, die es ihnen ermöglichte den Kessel soweit aufzuheizen, dass das Schiff sich in die Lüfte erhob. So standen sie vorerst jedoch vor einem Problem. Das Schiff flog, doch keiner von ihnen hatte auch nur den blassesten Schimmer wie man es flog. Zwar war der alte Nuke in den Besitz eines Buches gelangt in dem die grundlegende Benutzung erklärt wurde, doch bereits nach wenigen Minuten stellte sich heraus, dass er gut darin war waghalsige Flugmanöver auszuführen, etwa Salti und ähnliche Spielereien, doch mit effektiver Ausnutzung der Winde und einem gemütlichen Reisen hatte dies überhaupt nichts zu tun. Einer der Ihren, Arakasi, wurde gar flugkrank, so heftig reagierte er auf den extravaganten Flugstil des Schwertschwingers. Letzten Endes übernahm Lujan das Steuer unter der Anleitung von Keiji, welcher schließlich der einzige war, der auch nur einen blassen Schimmer davon hatte wohin sie überhaupt aufbrachen. Es handelte sich um einen unbekannten Ort, einen verfluchten Ort, einen sagenumwobenen Ort... Kanesoko. Einst Ort eines schrecklichen Massakers, heute kaum mehr als eine Ruine und dennoch fühlte der alte Shinobi, dass er dort noch etwas zu erledigen hatte. Endlich waren sie da. Vom Schiff aus hatte es der alte Shinobi kaum glauben können, als er endlich ihr Ziel erblickt hatte. Bis zuletzt hatten ihnen Wolken den Blick verstellt, doch nun endlich sah er den Kessel, den er das letzte Mal vor Jahrzehnten erblickt hatte, kurz vor dem großen Massaker. Noch heute überkam ihn eine leichte Melancholie wenn er daran dachte. Die Zivilisten waren in Panik gewesen, die wenigen Shinobi jedoch entschlossen die Angreifer aufzuhalten. Er selbst war nur als Beobachter dort gewesen, denn als es schließlich soweit gewesen war, hatte er einen starken Inneren drang gefühlt, der es ihm geradezu verbot einzugreifen. Irgendwie hatte er das Gefühl gehabt, dass das hatte geschehen musste, so grausam es auch gewesen war. Vielleicht hatte bereits damals der Gott des Todes seine Hände mit ihm Spiel gehabt und die Schritte des alten Shinobi gelenkt, ohne dass dieser davon wusste. Ein leichtes Lächeln legte sich auf das Gesicht des Nuke, welcher weiterhin seine Hände auf der Reeling abstützte. Eines Tages würde wohl auch er hier sein Ende finden, denn auch wenn er den Ort so lange nicht mehr aufgesucht hatte, so wusste er dennoch, dass sein Schicksal fest mit ihm verknüpft war. Manchmal war es leicht die Schachzüge des Schicksals zu durchschauen, manchmal gab Fortuna sich wirklich berechenbar. Viel zu oft jedoch schien es fast, als wäre alles ein gigantisches Schachspiel, bei dem selbst der großartige Schwertschwinger nicht mehr als eine Figur war. Mit leichter Melancholie wusste er auch instinktiv welche Figur er wäre, die Dame. Das hatte wohl recht wenig damit zu tun was er an engeren Bekanntschaften geschlossen hatte, als vielmehr mit seiner Rolle im großen Spiele gegen Akatsuki. Nach allem was er wusste war er einer der mächtigsten, wenn nicht sogar der mächtigste Jinchuuriki der fünf großen Reiche. Trotz dieser Tatsache war er jedoch nicht die wichtigste aller Figuren ging es ihm auf. Nein vielmehr war die wichtigste Figur die Jinchuuriki des Kyuubi. Tief in seinem Inneren konnte er eine Stimme frohlocken hören, scheinbar hatte sein geheimnissvoller Begleiter schon lange darauf gewartet, dass er endlich zu dieser Erkenntniss kam. Leider kam es damit auch sehr schnell zu einem Problem, denn nach allem was er wusste befand sich der Kyuubi weiterhin unter dem Schutze Konoha's, eines Dorfes das nicht zwangsläufig gut auf ihn zu sprechen war. Irgendwie müsste er jedoch ein Auge darauf haben, dass seine Gegenspieler keine Hand an die Kunoichi legen könnten, eine schwierige Angelegenheit, die sich noch verkomplizierte, als sich eine weitere Partei einmischte. "Du willst doch nicht wirklich dieses Großmaul Kyuubi unterstützen oder?" Leise seufzte der alte Shinobi und verdrehte die Augen, wohlweislich, dass der Bijuu alles genauso mitbekam wie er selbst. Wirklich eine unangenehme Eigenschaft der Wesen stehts die Gedanken ihres Trägers zu lesen. "Allzu viel bleibt uns nicht übrig meine Hübsche, die Anweisung scheint vom Chef höchstpersönlich zu kommen." In seinem Kopf konnte er etwas hören, dass sich fast wie ein Kichern anhörte. "Selbst der große Chef macht mal Fehler, außerdem bist du auf meine Mitarbeit angewiesen, wenn du bestehen willst." Nun fing dieses Thema wieder an. Unzählige Male hatten die beiden sich darüber gestritten wer mehr auf den anderen angewiesen war und bisher haben sie sich noch nie auf jemanden einigen können. Das rührte wohl vor allem daher, dass Nekomata ziemlich von sich eingenommen war, während Keiji zumindest den Gedanken im Kopfe behielt, dass der Bijuu weiterhin in ihm versiegelt war und nicht anders herum. Leider half auch dieser Gedanke meist überhaupt nichts, naja zumindest bis der Chef sich dann persönlich einmischte. //Das klingt ja fast so als würdest du mich als störend empfinden Keiji.// Wieder ein Kichern in seinem Hinterkopf... "Du bist störend und das weißt du ganz genau, besonders wenn du dir einmal mehr den schlechtesten Moment für deine berühmten Unterbrechungen aussuchst..." //Du trägst es mir doch nicht wirklich nach, dass ich dir diese Liebesnacht vor einigen Monaten versaut habe, oder? Jeder kann einmal einen schlechten Moment zum Reinplatzen erwischen, sogar ich.// Als ob da der Zufall im Spiel gewesen wäre, der alte Shinobi hätte jede Wette darauf abgeschlossen, dass die Störung reinste Absicht gewesen war, schließlich besaß die Stimme eine gewisse Art der Allwissenheit. "Wo denkst du auch hin? Natürlich ist der Chef allwissend, manchmal hast du wirklich eine längere Leitung als man dir zutrauen würde..." Bisweilen fragte sich der alte Nuke wirklich warum er nicht längst verrückt geworden war bei solch glorreichen Begleitern. Schließlich hatte es schon einige Shinobi gegeben, welche wegen weit geringeren Problemen verrückt geworden waren und irgendeinen Amoklauf begangen hatten. //Mach dir nichts drauß Keiji, jeder hat sein Kreuz zu tragen und das ist eben deines.// Beinahe hätte der Shinobi schwören können, dass die Stimme ihm zuzwinkerte. //Nun jedoch zu dir Nekomata...// Spürbar zog sich etwas im Geiste des alten Kämpfers zurück, versuchte fast schon sich zu verstecken. //Das hat keinen Zweck, ich werde dich immer aufspüren können, sei also ein braves Schoßtier und hilf dem alten Mann bei seiner Mission.// Beinahe zeitgleich fuhren die Stimmen von Nekomata und Keiji mit einem empörten 'Hey' hoch, wobei die Gründe wohl eindeutig verschiedener Natur waren. "Warum muss es ausgerechnet ich sein? Und warum ausgerechnet Kyuubi?" Beinahe fließend schloss sich daran der alte Shinobi an. "Und warum zur Hölle alter Mann?" Die Stimme schien langsam aber sicher die Geduld mit ihren beiden Gesprächspartnern zu verlieren. //Ruhe jetzt ihr beiden Streithähne, dass ist ja nicht zum Aushalten. Du Nekomata wirst deine Pflicht erfüllen, so wie ein jeder von uns. Du Keiji wirst dich an den Titel gewöhnen müssen, denn du wirst ihn noch des öfteren hören.// Wie auf einen Schlag verschwand die Präsenz aus beider Geister und lies nur zwei verdutzte Individuuen zurück. Nekomata, die nicht allzu glücklich darüber war einem Bijuu helfen zu müssen, dass sie bis aufs Blut hasste und Keiji, welcher darüber grübelte warum er sich an den Titel des alten Mannes gewöhnen sollte, schließlich war er doch der Gaukler, der Shinobi der tausend Gesichter und des Wandels, der auf keine Gestalt festgelegt war. Eine Antwort oder einen Trost bekamen beide jedoch nicht, denn auch sie hatten ihre Pflicht in diesem Leben, der sie einfach nachzukommen hatten. So wurde das Schiff gelandet, wobei es an der Eleganz noch etwas haperte und die Mannschaft ging von Bord. Ohne ein nennenswertes Kommando schwärmte die Gruppe aus, so übernahmen Lujan und Arakasi die erste Wache am Tor, wobei sie sich darum bemühten einige der alten Fallen zu reaktivieren, man wusste ja nie, wann man sie einmal brauchen könnte, während Karzen das Schiff hütete und einzig Bergan als Begleiter des alten Nuke verblieb. Beinahe wie durch einen Lustgarten wandelte der alte Shinobi über das ehemalige Schlachtfeld. In seinem Gedächtnis hatten sich die Stätten aller Gefallenen genau eingeprägt, und auch wenn die Knochen längst verschleppt worden waren, betrat er kein einziges der Gräber. Auch wenn er nicht sonderlich abergläubisch war, so war doch ein jeder Krieger der hier gefallen war ein würdiger Kämpfer gewesen, dem man im Tode Respekt entgegenbringen konnte und sollte. Voller Trauer dachte er an die sechs legendären Shinobi, die an diesem Ort ihr Leben gegeben hatten, um die letzten Überlebenden des Massakers zu verteidigen. Wenn er die Zeit dazu fand würde er Arakasi darum bitten ein Wandgemälde jener Shinobi anzufertigen. Er selbst würde dafür Beschreibungen eines jeden von ihnen anfertigen, auf dass sie zukünftigen Generationen von Kämpfern stehts ein Vorbild wären. Eines Tages würde er auch wieder Menschen nach Kanesoko führen, ihnen ein Leben an jenem beschaulichen Orte ermöglichen und über sie wachen, bis der Tod ihn dahinraffen mochte. //Ach er wird dich schon nicht raffen, glaub mir du wirst ein schönes und würdiges Ableben haben.// Gekonnt ignorierte der alte Shinobi die Bemerkung seines Gastes und betrat stattdessen die Vorhalle der Festung. Mit einem leisen Dröhnen schwang die große Tür zum Kessel auf. All die Jahrhunderte in denen die Tore in ihren Angeln hingen, schienen sie niemals Rost anzusetzen, so öffneten sie sich durch den leichten Schwung bereits kraftvoll. Hindurch traten zwei Gestalten Seite an Seite. Einer der beiden war hochgewachsen, vermumt, aber dennoch wohl ein kräftiger Kämpfer wie sein mächtiger Waffenarm verriet. Der andere hingegen war überraschend unscheinbar, denn auch wenn er mehrere Klingen bei sich trug, schien er kaum bedrohlicher zu sein als ein beliebiger Jugendlicher. Erst auf den zweiten Blick kam man in den Genuss der ungeheuren Macht, die dieser Mann ausstrahlte. Manch ein Shinobi war bei seinem Anblick bereits erstarrt und hatte einfach das Weite gesucht, ohne auch nur zu wissen vor wem er letzten Endes floh. Viele Menschen kannten in den heutigen Tagen seinen Namen, doch leider nur sehr wenige sein Gesicht. Er galt als ein schattenhafter Bestandteil der Politik der Großreiche, als gefürchteter Nuke und als erklärter Feind von Kirigakure. Unter den Anbu wurde er gemeinhin unter der Akte des Gauklers gehandelt, nicht zuletzt weil er schwerer zu fassen war als ein Geist. Seit Jahren zog er wie ein wandernder Spielmann umher und gab diversen Parteien Kostproben seiner Macht, wenn auch meist aus unbekannten Gründen. Nun endlich war er jedoch an einen Ort gekehrt, der ihm so etwas wie eine Heimat sein sollte, oder doch zumindest ein Ort an den er stets wiederkehren konnte, wenn ihn das Verlangen danach packte. Leise wirbelten seine Füße den Staub von Jahrzehnten auf, der sich auf dem Boden angesammelt hatte. Mit einer ungewöhnlichen Zärtlichkeit fuhr seine Hand über die Wandbilder, während sein Blick auf dem großen Tor haftete, welche den Weg dorthin verstellte, wo er hinzugehen begehrte. Während der Leibwächter an der Eingangspforte verweilte, ging er direkt auf die eiserne Sperre zu und blieb etwa einen Meter vor dieser stehen. Sorgfältig schien sein Blick jedes einzelne Schriftzeichen zu liebkosen, bevor er sich schlichtweg niedersetzte. Ohne viel Aufhebens darum zu machen lies er sich auf dem Mosaik nieder, schlug die Beine übereinander und legte seine Hände in den Schoß, wobei sein Blick keine Sekunde von dem Tor wich, ja er schien nicht einmal zu blinzeln. Warum er so reagierte wusste er nicht einmal selbst, er folgte einfach nur einem ungefähren Gefühl in seinem Geiste, welches ihn zu leiten schien. "Pfff.... von wegen Gefühl. Das is Chefchen. Auch wenn ich das ganze hier eindeutig für Zeitverschwendung halte..." Irgendeine Präsenz hielt den alten Shinobi davon ab zu antworten, so verblieb er steif und schweigsam sitzend. So wurde sein Kopf zum Schauplatz einer Diskussion, bei der er anscheinend weder mitmischen durfte noch erwünscht war. Warum also in Gottes Namen musste sie ausgerechnet in seinem Kopf stattfinden? //Ach stell dich nicht so an alter Mann, du kommst oft genug zu Wort.// Bevor er auch nur gedanklich zu einer Erwiderung ansetzen konnte schallte wieder die andere Stimme hinein. "Laaaangweilig...." Ab und an hatte der Bijuu wirklich eine mehr als nervtötende Art seine Meinung zum Besten zu geben, zumal es meist noch nicht einmal jemanden interessierte. //Hab dich nicht so Neko, es hat schon seinen Sinn, dass ich unseren Welpen hier etwas anleite.// Welpen, also wirklich, fast als wäre der alte Shinobi noch ein Kind, das sich nicht wehren könnte und nur so durchs Leben tapste. Auch wenn er wusste, dass er in den Augen dieser Wesen kaum mehr war, schließlich überwog die Macht eines jeden von ihnen seine eigene bei weitem. Dennoch war er amüsanterweise der Einzige von ihnen, welcher aktiv in die Geschichte eingreifen konnte. Stets mussten sie sich einfachen Shinobi wie ihm bedienen um die Welt und ihren Lauf zu beeinflussen. Selbst der brutalste Krieg brauchte Menschen, die ihn führten, selbst die größte Intrige jemanden der sie spann und auch die schlimmste Schandtat benötigte jemanden der sie ausführte. Natürlich wurden die Menschen dabei stets von etwas geleitet, vielleicht sogar verführt, doch stets hatten sie zumindest den Hauch einer Wahl, den Hauch Widerstand zu leisten und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, statt blind das Haupt vor einem unbekannten Meister zu beugen. //Und dennoch hilfst du mit und vollbringst deinen Anteil am großen Ganzen. Bist du etwa zu schwach um dich zu versetzen?// Unwillkürlich schmunzelte der alte Schwertschwinger. Warum hatte er nur erwartet, dass sein Begleiter jemals an etwas andere dachte als Mord und Totschlag? Auch wenn er sich selbst ab und an diesen Möglichkeiten bediente, so bildeten sie doch stets die letzte Möglichkeit auf einem Weg den Menschen auf seine Art und Weise zu helfen. So würde er diesen Ort wieder beleben, derart mit Freude erfüllen, wie es vor vielen Jahren einst gewesen war. //Keiji der Samariter, wie romantisch. Warum nur nehme ich dir deine Beweggründe nicht ab?// Das Schmunzeln vertiefte sich noch. Ja wie sollte ein Wesen des Todes auch nur ansatzweise verstehen, was für ein Bestreben die Menschen zum Leben hatten? Zugegeben selbst für einen Menschen mochte es schwer vorstellbar sein, dass es möglich war Leben im Tod zu finden und dennoch besaß es einen realen Kern. Wie könnte man besser Leben bewahren, als einen Bund mit dem Tod selbst einzugehen und sich dessen Hilfe zu sichern? //Du bist ein hoffnungsloser Romantiker Kei-san, mittlerweile könntest du über ein Großreich herrschen, wenn nicht sogar über mehr und dennoch sind wir heute hier. Was habe ich bei deiner Erziehung nur falsch gemacht?// Bevor der alte Shinobi zu einer gedanklichen Antwort ansetzen konnte, begann ich das schwere Tor wie von Geisterhand selbstständig zu öffnen. Bescheidenheit und Geduld, in dem alten Dialekt noch ein und dasselbe Wort, hatten ihm den Weg geöffnet, damit er nun endlich die Feste betreten konnte. Das Ritual bestand also darin zwei volle Stunden sitzend und ohne Regung oder Wort vor dem Tor zu verbringen. Innerlich kam noch kurz die Frage auf, welcher Shinobi außer ihm wohl jemals diese Schwelle überschreiten würde. Das Lächeln kehrte auf sein Antlitz zurück. Vermutlich kein einziger. Mit diesem Gedanken betraten er und sein Schatten Bergan das Innere des Gebäudeskomplexes. Zwei volle Tage hatte der alte Shinobi mittlerweile in dem Raum der Schriften verbracht. Zwei volle Tage der Ruhe, der Gelehrsamkeit und des Friedens. Zu seiner größten Überraschung hatten beide Störenfriede es aufgegeben sich in seinem Hirn zu streiten, vielleicht war es auch nur die Ruhe vor dem Sturm. Nunja eigentlich war ihm beides recht, konnte er sich doch jetzt endlich in einen dicken Band über alte Kulturen des Windreiches vertiefen. Es war wirklich erstaunlich wie viel Wissen über einige dieser kleinen Völker im Laufe der Jahre entweder in Vergessenheit geraten, oder ausgelöscht worden war. Mit größtem Enthusiasmus saugte er das Wissen in sich auf, erkundete vor allem die unzähligen Unterarten der verschiedenen Zeichensprachen, von denen einige den Handzeichen von heutigen Untergrundorganisationen ähnelten. Viele Dinge, die er zuvor gelesen hatte erschlossen sich ihm mehr und mehr mit den Texten, so auch die Herkunft des Luftschiffs und den Erbauern dieser Feste. So kam heraus, dass die Erbauer in jedem Falle Shinobi gewesen sein mussten, deren Verwandte wohl heute in der Gegend von Iwagakure leben mussten. Nach den Geschichten, die er fand ging er sogar soweit eigene Vermutungen über deren Abzug anzustellen. So schien es recht wahrscheinlich, dass die ehemaligen Bewohner freiwillig abgezogen waren und nicht weil sie dazu gezwungen wurden. Vielleicht hatte es ja mit einer der Völkerwanderungen zu tun, die sich während der Weltkriege in Bewegung gesetzt hatten. Vielleicht hatte eine andere Partei ihnen das Gebiet streitig gemacht und sie hatten es für besser erachtet abzuziehen anstatt um die Feste zu kämpfen. Theorien über Theorien durchströmten den Geist des Nuke, jede durchaus plausibel, jedoch mit Hang dazu gerne etwas abzuheben. Manchmal könnte man wirklich meinen seine Bestimmung war es überhaupt nicht gewesen ein Kämpfer gewesen, hätte er doch vielmehr sein Glück in der Profession der Ahnenforschung suchen sollen. Bevor er jedoch auch nur darüber nachdenken konnte brachte ihn ein Wink auch schon wieder auf die richtige Spur. Sollte es wirklich so etwas wie eine Bestimmung geben, so folgte er seiner bereits seit seiner Flucht aus Kumogakure, denn wie könnte man seinen gewaltigen Lebensweg auch nur ansatzweise als Irrtum abtun? Am dritten Tage nach seinem Niederlassen an diesem Hort des Wissens, spürte er wieder den Drang zum Aufbruch. Seit seiner Ankunft hatte er kein Auge mehr zugetan, Nahrung und Wasser nur in nötigsten Mengen zu sich genommen und dennoch fühlte er sich erfrischter denn je. Neuer Tatendrang durchströmte jede Faser seines Körpers, spornte ihn zu neuen Höchstleistungen an und füllte seinen Geist geradezu an mit allerlei Ideen und Eingebungen bezüglich der nahen Zukunft. Solche Momente hatte es bereits einige Male in seinem Leben gegeben und stets waren sie kurz vor Zeiten großer Veränderung gewesen. So hatte ihn dieses Gefühl überkommen bevor er Kumogakure zum ersten Male verlies, ebenso als er Mordpläne am Mizukage schmiedete und ebenso als er seinen eigenen Tod fingierte. So konnte er mit äußerster Spannung darauf warten, wie sich die Dinge in Zukunft entwickeln sollten, welche Veränderungen ihn überfallen sollten und wie sie seine Umstände sich wandeln würden. Innerlich hatte er bereits die Ahnung, dass es mit diesem Ort zu tun haben würde. Es würde kein Ort bleiben, welchen er nur kurze Zeit zu Gesicht bekommen würde, nein er würde ihm für lange Zeit eine Heimat sein, ein Ort an dem er Ruhe und Ausgeglichenheit vor dieser wilden und unsteten Welt finden würde. Melancholisch lachte er in sich hinein. Er hätte weder Ahnenforscher noch Shinobi werden sollen, seine wahre Bestimmung war in der Dichtkunst zu finden, wenn man davon absah, dass er eine tief sitzende Abneigung gegen allzu klare Reime hatte. Einmal davon abgesehen fehlte ihm jegliche Ausbildung, die auch nur ansatzweise in diese Richtung zeigte. //Willst du auch noch aufbrechen, oder hier ewig schwafeln, bis dir auch der letzte Idiot einschläft?// Irgendwie war es dem alten Shinobi vollkommen klar gewesen, dass ein derartiger Kommentar schon fast folgen musste. Dennoch nahm er sich noch kurz Zeit um seine nächsten Schritte durchzugehen. So würde er natürlich seine beiden Begleiter abholen, Yasura in Takigakure, Kirusa in Otogakure und beide von ihren glorreichen Erfolgen berichten lassen. Zugegeben bei Kirusa rechnete er nicht gerade mit Erfolgen, da die Leute in Oto alles andere als gut auf ihn zu sprechen waren. Bedauerlicherweise standen die Dinge in Takigakure jedoch noch schlechter, als in Otogakure, weswegen der einzige Ort der für den kleinen Fuchs in die nähere Auswahl gekommen war, Otogakure gewesen war. Leise beschlich den alten Shinobi der Verdacht, dass er seinem kleinen Begleiter einmal mehr den Hals retten dürfte und sei es nur weil er sich unziemlich verhielt, indem er die Tocher eines hochgestellten Bürgers anbaggerte. Trotz all seiner schlechten Erfahrungen hatte er dennoch kein Pietätsgefühl entwickelt, vielleicht sollte der Nuke es wirklich einmal erwägen eine echte Gefährtin für den Fuchs zu suchen, damit er sich von Zeit zu Zeit abreagieren konnte, oder doch zumindest jemanden hatte, der ihm die Leviten las, wenn er sich wieder andererorts versucht hatte Unterhaltung zu beschaffen. Mit derart fröhlichen Gedanken verlies der alte Shinobi den Komplex wieder, verschloss sorgfältig alle Türen hinter sich und machte sich auf den Weg nach Takigakure. Erstaunlich schnell gingen die Minuten vorbei, bis der alte Shinobi sein Schiff erreichte. Es war wirklich seltsam wie schnell man einen Ort derart lieb gewinnen konnte, dass man dazu kam ihn Heim zu nennen. Zugegeben Kanesoko war nicht sonderlich einladend, wunderschön zwar, aber aus einer anderen Zeit, einer Zeit und einem Charme der ewiglich lang zurück lag. So lang gar, dass selbst der alte Shinobi Keiji damit nur Fremdartigkeit verbinden konnte. Mit ausgelassener Laune schwebte er schon fast über den Sand des Kessels in dem sein Schiff gelandet war. Als er es erreichte strich seine Hand geradezu liebkosend über das alte Holz, welches nie wie seine Schwestern das Wasser gesehen hatte. Manchmal fragte sich der Nuke ob er selbst auch noch so etwas wie Verwandte besaß. Seine Eltern hatten beide bereits vor langer Zeit das zeitliche gesegnet von anderen Verwandten hatte er nie etwas erfahren. Zugegeben es lag im Bereich des Wahrscheinlichen, dass er einige Kinder gezeugt hatte im Laufe seines Lebens und seiner zahlreichen Eskapaden, aber das war einfach nicht das selbe. Es war eine Sache ungeschützten Verkehr mit anderen Menschen zu pflegen, jedoch eine grundlegend andere Sache wissentlich eine Familie zu gründen. Letzteres benötigte eine gewisse Reife von der sich Keiji nicht sicher war, ob er sie heute überhaupt bereits besaß. Natürlich hatte er durchaus verantwortungsbewusste Züge, etwa das was er für diesen tristen und leeren Ort vorgesehen hatte war in jedem Falle uneigennützig zu nennen und dennoch... . Die Rolle als Vater mochte etwas sein worauf ihn nichts und niemand vorbereiten konnte, nicht einmal seine Begleiter im Geiste. Irgendwie schon amüsant, dass er ab und an auf solche Gedanken kam, wenngleich sie ihm eigentlich so wenig bedeuten sollten. Es gehörte nicht in das Leben eines Shinobi eine Familie zu haben, ganz zu schweigen von Nuke, welcher ein Leben führten, das noch um einige Farcen gefährlicher war. Und ausgerechnet er, vermutlich die Person mit den meisten Feinden in den Reichen, dachte daran sesshaft zu werden und sich eine Familie anzuschaffen, wenn das keine Ironie des Schicksals war. Mit einer Mischung aus Freude und einem leichten Stich der Melancholie, weil sein Traum wohl ewig ein Traum bleiben würde, begann er den praktisch senkrechten Aufstieg. Kaum auf dem Schiff angekommen wurde er auch schon vom übereifrigen Arakasi beinahe wieder hinunter geschubst. Bevor er den Freiflieger machen und damit gleich einem Nagel köpfüber im Sand stecken konnte, gelang es ihm nämlich gerade noch sich an dem jungen Mann festzuhalten, welcher zwar dadurch auch seine liebe Mühe hatte nicht zu stürzen, aber dem Shinobi doch immerhin genug Zeit verschaffte sich mit einer Spur von Chakra in das Schiff zu befördern. Kaum wieder mit festem Boden unter den Füßen, schaffte es der junge Mann fast ihn wieder über Bord zu werfen in seinem Übereifer. Im letzten Moment gelang es ihm gerade noch der Umarmung seines Gefährten auszuweichen und ihn zu Boden zu werfen. Bevor er sich wieder aufrichten konnte setzte der alte Nuke ihm auch schon seinen Stiefel in den Rücken und drückte ihn wieder nach unten. Er konnte wirklich viel Verhalten bei seinen Partnern dulden, aber so etwas war einfach nur gemeingefährlich, was er auch nicht im geringsten bei seiner Standpauke verhehlte. "Arakasi bei Gott, was denkst du dir nur?! Heilige Maria, bist du denn von allen guten Geistern verlassen?! Du verdammter Idiot hättest mir das Genick brechen können mit dieser Aktion!! Wenn du keinen verdammt guten Grund für diesen verdammten Mist vorweisen kannst, nagle ich dich mit deinen verdammten Eiern köpfüber an diesem verdammten Mast!" Leider blieb ihm der ehemalige Taschendieb eine wirklich Antwort schuldig, er hob einfach nur ein kleines Schriftstück in die Luft, welches zumeist mithilfe von Brieftauben versandt wurde. Mit recht gemischten Gefühlen nahm der Shinobi die Schrift entgegen und lies mit seinem Fuß vom Rücken seines Gefährten ab. Kaum hatte er das notdürftige Siegel gebrochen musste er auch schon Schmunzeln. Der Inhalt der Nachricht war wirklich mehr als zufriedenstellend. Bereits kurz nach seinem Verschwinden schien ein Mitglied von Akatsuki zusammen mit dem Kage zu einem Kampfort in der Wüste aufgebrochen zu sein. Das andere Mitglied hielt, und jetzt kam der Teil, der ihn zum Schmunzeln gebracht hatte, alleine die Stellung. Bedauerlicherweise schien auch die Genin mit dem Kage gegangen zu sein, wirklich bedauerlich, dass so junges Leben stets so früh enden musste. Naja Heldenmut war wohl auch nicht für jedermann gemacht. Innerlich ging der alte Shinobi die verschiedenen Möglichkeiten durch. Freilich könnte er die Nachricht ignorieren, doch wenn er Morgan anwies einen jungen Burschen zu suchen, der ihnen eine Taube schickte, sobald es eine Entscheidung über den Kampf des Kage gab, so könnte er diesen Begleiter auch noch aufnehmen, seine Schlagkraft stärken und vielleicht auch einmal das zurückgebliebene Mitglied etwas besser in Augenschein nehmen. Die Gefahren würden sich bei einem einzelnen Mitglied wohl doch in recht kleinen Grenzen halten, was die ganze Aktion durchaus interessant machte. Leider käme es dann darauf an um welches der beiden Mitglieder es sich handelte, schließlich hatte die junge Frau ja einen kurzen Blick auf ihn werfen dürfen. Mit einem leisen Seufzen fuhr er sich durch die Haare und ging unter Deck. So sollte er also schon wieder sein Äußeres ablegen... doch einen Moment. Sie hatte sein Gesicht gesehen, nicht mehr und nicht minder. So konnte er auf eine Technik zurückgreifen, die deutlich angenehmer war, als seine wahre Wandlung und vor allem auch sparsamer. So verbrachte er mehrere Stunden vor dem Spiegel, um das perfekte Äußere für diese kleine Queste zu finden. Unterdessen erhob sich auch die Wüstenwind wieder in die Lüfte, dieses mal mit neuem Ziel, Sunagakure, oder nunja weniger das Dorf an sich, was etwas von einer Harakiri Aktion gehabt hätte, sondern vielmehr eine etwas abgelegene Oase im Südosten des Dorfes. Abermals gelang es dem alten Shinobi die Reise zu seinem Schiff vollkommen unbehelligt und vor allem überraschend schnell zu absolvieren. Dieses Mal hatte er zwar einen Anhang in Form des Schützen Morgan dabei, doch dieser besaß eine überragende Konstitution, die zusammen mit ihrem scharfen Marschtempo selbst den alten Shinobi schon beinahe ins Schwitzen brachte, welch ein Gedanke, reisten sie doch durch eine Wüste. Am Abend des kommenden Tages gelangten sie schließlich zu dem alten Ruinenfeld in dem die Wüstenwind lag und darauf wartete wieder in die Luft gebracht zu werden. Wieder musste sich der alte Shinobi von dem Gedanken losreißen mit seinen neu gewonnen Sprachkenntnissen die Ruinen nach Informationen zu untersuchen, wer konnte schon erahnen welche Reichtümer sich unter den Trümmern noch vor ihm versteckten? Andererseits wusste er jedoch auch, dass er noch viel zu tun hatte, wenn er seine naheliegenden Ziele wirklich alle erreichen wollte. Es würde viel Organisation benötigen und auch eine gehörige Portion Glück, damit die richtigen Informationen ihm auch zum rechten Zeitpunkt vorlagen. Leider schloss diese straffe Planung auch schon fast jedes Amussement von Seiten Keiji's aus, selbst die kleine Konversation mit der Dame von Akatsuki hatte ihn mehr Zeit gekostet, als er eigentlich zur Verfügung hatte. Bei guter Windlage würde er zwar rechtzeitig seine Geschäfte abschließen können, doch bereits einige Tage Verzögerung würden einen Notfallplan verlangen, den er bis dato noch nicht hatte. Im schlimmsten Falle musste er sogar in Konohagakure vorbeischauen, was ihm eine größere Zeiteinbuße abverlangen würde, als er gut heißen konnte. Mit recht gemischten Gefühlen betrat er schließlich das Schiff, welches sofort flott gemacht wurde, sodass die Fahrt in wenigen Stunden beginnen würde. Kaum war das Ziel angesagt verzog er sich jedoch auch schon in seine Kajüte. Er brauchte etwas Ruhe und Zeit für sich, um die nächsten Schritte in aller Ruhe durchzugehen. Im Gegensatz zu seinen Gegenspielern konnte er sich keine Patzer leisten, denn jeder Fehler seinerseits würde fast augenblicklich eine Strafe nach sich ziehen. Es war ihm mehr als klar, dass auch auf seinen Kopf ein Team von Akatsuki angesetzt worden war, alles anderes wäre ja auch gewissermaßen eine Art persönliche Beleidigung gewesen. Leider fehlten ihm von diesem Team noch jegliche Informationen, wobei es diesen Shinobi wohl auch keinen Deut besser ging. Sobald sich die Gelegenheit bot würde er wohl oder übel eine größere Menge Nachrichten versenden müssen um an Informationen zu kommen. Mit etwas Hilfe von Seiten Fortuna's würde es sogar so weit kommen, dass seine Kontrahenten so diletantisch suchten, dass er nicht einmal Leute auf sie ansetzen musste. Zumindest wenn es eben solche groben, untalentierten und viel zu direkten Idioten waren, wie die Leute, die den Kazekage festsetzen sollten, würde er keinerlei Probleme haben ihnen aus dem Weg zu gehen, bis entweder sie oder er an Altersschwäche verstarben. Vielleicht wären diese Exemplare jedoch auch etwas kooperationsbereiter und liesen sich den Gedanken eines Anschlussangebots länger durch den Kopf gehen als die geflohene junge Dame in Suna. Der Gedanke von zwei Mitgliedern von Akatsuki, die die Seiten wechselten um ihrem Ziel zu dienen gefiel dem alten Shinobi ausnehmend. Informationen mochten Gold wert sein, die Quellen jedoch die an die Informationen herankamen waren unschätzbar. Kaum dachte er, er sei endgültig einmal etwas ungestört in seinen Gedanken, als es auch schon an der Tür klopfte. Einige Falten der Skepsis erschienen auf der Stirn des Nuke, als er den Gast aufforderte einzutreten. Erstaunlicherweise war es Arakasi, welcher eigentlich eine Aufgabe haben sollte, bis das Schiff startklar war. Mit einem leisen Seufzen lehnte sich der Shinobi in seinem Stuhl zurück und musterte den ehemaligen Taschendieb. "Also Arakasi was ist los? Du hast doch bestimmt einen guten Grund warum du mich in meinen Gedanken störst.." Erstaunlicherweise zuckte der junge Mann angesichts des spürbaren Missfallens von Seiten seines Auftraggebers noch nicht einmal zusammen, ein deutliches Zeichen seiner Tapferkeit. "Ehm Keiji-sama... ich wollte euch fragen ob ich einige Freunde aus dem Feuerreich aktivieren sollte. Zugegeben es sind ehemalige Diebe, doch ein jeder von ihnen folgt dem Ehrenkodex und wäre eine Bereicherung für unsere Gruppe. Außerdem haben einige von ihnen Kontakte zu Spionen..." Dieser Gedanke war wirklich äußerst interessant. Natürlich hatte der alte Shinobi schon daran gedacht seine Gruppe zu vergrößern um Kanesoko effektiv wieder aufzubauen, doch in derart nahen Zügen hatte er noch nicht darüber nachgedacht. Ebenso war der Gedanke mit den Augen und Ohren sehr dienlich, genau genommen konnte man nie genug davon haben. Im Moment besaß er zwar schon einige Spione an wichtigen Orten, doch eigentlich konnte man nie genügend Hände haben, zumal seine Geschäfte im Moment gut genug liefen, dass er sie finanzieren konnte. "Stell mir am besten einmal eine Liste dieser Männer und Frauen zusammen Arakasi, dann sehen wir weiter, schließlich können wir jede Hand brauchen. Verfasse dabei am besten noch eine Nachricht für Dazo und frage dort nach ob er etwas von Leuten gehört hat, die Fragen über mich gestellt haben, schick am besten dieselbe Nachricht auch noch an Mitsuhide in Kirigakure, er wird es vermutlich als erstes erfahren." Mit sichtlicher Freude darüber vielleicht bald einige seiner alten Freunde wiedersehen zu dürfen verneigte sich der junge Söldner vor seinem Meister. "Sehr wohl Keiji-sama, es wird geschehen wie ihr es wünscht." Mit diesen Worten wollte der junge Mann auch schon wieder durch die Tür verschwinden, als der alte Shinobi nochmals die Hand hob. "Einen Moment noch Arakasi... kannst du nähen?" Ein äußerst seltsamer Ausdruck legte sich auf das Gesicht des Angesprochenen, als dieser sich langsam umdrehte. Er rechnete wohl mit dem schlimmsten. "Nur weil ich kochen und flicken kann, heißt das noch lange nicht, dass ich nähe!" Mit einem leichten Schmunzeln winkte der Nuke ab. "Mach dir keine Sorgen ich suche keine Hausfrau. Es ist vielmehr so, dass ich Akatsuki noch etwas zusetzen will. Also kannst du?" Es schien sein Gegenüber einige Überwindung zu kosten sich zu einer Antwort durchzuringen, doch schließlich gab es eine. "Ja, es gibt zwar Leute, die es besser drauf haben als ich, aber die Werke sind ganz passabel." Keiji nickte langsam und bedächtig, wobei das Schmunzeln sich zu einem Lächeln vertiefte. "Ich brauche einen Mantel, schwarz mit roten Wolken, so wie jene, die die Shinobi trugen, welche du bei unserem Rückzug aus Sunagakure erblicken konntest, klar soweit?" Wortlos nickte der junge Mann und ging aus dem Zimmer. Äußerst guter Laune lehnte er sich wieder in seinem Stuhl zurück und sann friedlicheren Gedanken nach. So leicht liesen sich manchmal gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Ein Ruck ging durch das Schiff und ohne einen Blick aus dem Fenster werfen zu müssen wusste der alte Shinobi, dass sie abgehoben hatten. Sehr bald würde er seine Gefährten wieder einsammeln können. Dunkel war der Tag, als der alte Shinobi an seinem Ziel ankam. Manchmal kam es ihm geradezu verhext vor, wie häufig es Unwetter gab, sobald er in diese Gegend kam.//Das liegt wohl in jedem Falle an deiner manipulativen Persönlichkeit, mein Lieber.// Gerade wollte der Schwertkämpfer zu einer Erwiderung ansetzen, als sich eine weitere Stimme einmischte. "Zieh ihn nicht immer so auf, am Schluss bildet er sich noch ein er wäre etwas Besonderes." Damit erstickten die Worte des Mannes auch schon, bevor sie überhaupt die Möglichkeit hatten seine Kehle zu verlassen. Es wäre auch zu schön gewesen, wenn sein Kopf einmal für längere Zeit kein Schlachtfeld für seine beiden ätherischen Begleiter gewesen wäre. Irgendwie kam es ihm gar seltsam traurig vor, dass es ihm nie vergönnt wäre jemals einen ungestörten Gedanken fassen zu können, nunja zumindest bis zu seinem Lebensende, welches noch einige Zeit auf sich warten lassen sollte. //Na, wenn du dir da mal keine falschen Hoffnungen machst alter Mann.// Noch einmal sank Keiji ein Stück auf der Reeling seines Schiffes, auf welche er sich stützte. In solchen Momenten musste er das Positive an seiner Situation sehen und sei es noch so wenig. Immerhin waren sie in einem Stück angekommen, hatten keine nennenswerten Krankheiten an Bord und hatten auch nicht nähere Bekanntschaft mit einem Sturm geschlossen. //Was nicht ist, kann ja noch werden...// Manchmal wünschte er sich wirklich sehnlichst eine Möglichkeit seinen Chef knebeln zu können, auch wenn es ihm wohl nur wenige Momente der Ruhe beschert hätte. Es ging ihm dabei einfach um die Befriedigung ein Mal, ein einziges Mal, zurückschlagen zu können. Leider hatte er nicht allzu viel Zeit dem Gedanken nachzugehen, weil mit einem Mal ein heftiges Geschrei losbrach. Sofort in Alarmbereitschaft versetzt, öffnete er die Augen und fuhr hoch. Er musste sich keine Mühe machen selbst nachzusehen, da Lujan die Lage bereits von seiner Position auf dem Krähennest hinunterbrüllte. "Wütend gröhlender Mob schräg achtern Keiji-sama, sie halten direkt auf und zu..." Es verging ein Augenblick bis der Leibwächter weitersprach. ".. und sie haben einen komischen Jagdhund dabei, der ihnen voraus rennt und wohl ein Mischling ist, wenn man sich die rote Fellfarbe so ansieht." Ein leichtes Lächeln legte sich auf die Lippen des alten Anführers, als er langsam zum Heck schlenderte. Die Menge an Menschen war wirklich beachtlich, es mochten etwas mehr als 200 Zivilisten sein, doch seine Aufmerksamkeit galt vielmehr deren 'Hund', welcher sich äußerst schnell als Kirusa entpuppte. Damit war auch geklärt warum dieser wütende Mob den Fuchs, und nicht das Schiff, verfolgte, schließlich war eben dieses unscheinbare Rothaar geradezu berüchtigt für sein alles andere als züchtiges und fuchshaftes Verhalten. Amüsiert betrachtete der Schwertschwinger die Verfolgungsjagd, die garkein Ende nehmen zu wollen schien. Es war wirklich ein Glück, dass sie noch nicht gelandet waren, sonst hätten sie diese ungewaschenen Barbaren auch noch an Bord gehabt, sodass von ihren ohnehin lausigen Vorräten an Spirituosen nichts mehr übrig geblieben wäre. Letzten Endes erbarmte sich der Kapitän und warf dem Fuchs ein Seil zu, durch welches er an Bord gelangte. Postwendend folgte auch schon die erste Ansage des jungen Rotfuchses. "Heilige Maria, man könnte meinen, dass eine Gemeinschaft in über zehn Jahren etwas von ihrer spießigen Art ablegt, doch die Bewohner dieses Dorfes beweisen eindeutig das Gegenteil." Mit einem mitleidigen Lächeln beugte sich Keiji hinunter und tätschelte seinem Gefährten den Kopf, was ihm übrigens das Leben rettete, da just in diesem Moment ein Speer über seinen Kopf hinwegsegelte. "Vielleicht ist die Welt auch einfach noch nicht reif für dich, naja wenn sie es denn jemals sein sollte." Kaum hatte er geendet, als dem ersten Speer schon ein gutes Dutzend seiner Brüder folgten, von denen nur durch Glück kein einziger den Ballon traf. Leider blieben jedoch alle zitternd im Holz steckten und zerstörten damit den leichten Lack, der auf allem lag. Ohne sich zu große MÜhe zu geben lehnte sich der alte Shinobi über die Reeling und schüttelte ungehalten die Faust. "Hey! Hört auf Löcher in mein Schiff zu ballern!" Die einzige Antwort war ein Pfeil, der ihn beinahe in den Arm traf. Mehr als nur etwas gestört seufzte der Schwertschwinger, während er sich kurz konzentrierte und das Chakra mit einem Schlag freisetzte. Im wahrsten Sinne des Wortes erschien wie aus dem Nichts ein gewaltiger Drache, der sich Trugfeuer speiend auf die Zivilisten stürzte, welche erschreckt auseinander stoben. Es war wirklich amüsant wie viel einfache Illusionen bereits bewirken konnte, selbst wenn man sich noch nicht einmal die Mühe gab sich wirklich um die Details zu kümmern. Bereits nach wenigen Minuten hatten sie übrigens so weit an Höhe gewonnen, dass die Horde kaum mehr als ein ferner Schemen war. "Und wo soll es jetzt hingehen Chefchen-sama?" Nach einem kurzen Moment der Orientierung zeigte der alte Shinobi nach Nordosten. "Wir holen die letzte Person unserer Party ab, auf nach Otogakure." Der Ruf wurde einmal von seiner gesamten Mannschaft aufgeschnappt, während sie sich langsam und stetig dem Ziel näherten. Aus unerfindlichen Gründen hielt sich die Laune des alten Shinobi ziemlich in Grenzen als ihr Gefährt endlich das Reich der Reisfelder erreichte. Ihre Überfahrt war bis auf den kleinen Zwischenfall in Takigakure vollkommen störungsfrei verlaufen und auch die Macken im Holz hatten sie halbwegs richten können, wenngleich man den Stellen immernoch deutlich ansah, dass sie von einem Laien repariert worden waren. Die meisten der Speere liesen sich übrigens wiederverwenden, da weder die Schäfte gebrochen noch die Spitzen verbogen waren, vermutlich waren die Waffen nicht einmal echte Wurfspeere gewesen, sondern Saufedern, zumindest wenn man sich ihren Bau etwas genauer betrachtete. Um den Mattlack auf dem Holz war es dennoch recht schade gewesen, hatte er doch in jeder Hinsicht so schön ausgesehen und sich dabei noch wundervoll angefühlt. Das beste Ergebniss, das Keiji und seine Crew zu Stande bringen würden wäre eine äußerst unsaubere und holprige Lackschicht, die wahrscheinlich auch noch viel zu dick für das kleine Stückchen Holz wäre. Die Zeit der Überfahrt nutzten Keiji, Arakasi und Kirusa übrigens um sich für die Zukunft zu beraten. Wenngleich Bergan eigentlich eine höhere Position als Arakasi einnahm, hatte letzterer einen wacheren und taktisch günstigeren Geist, welcher ihm des öfteren zu Hilfe kam, wenn er ihn benötigte. Im Kampf war er dabei zwar noch der unfähigste der Söldner, was ihn immernoch über den Stand eines normalen Soldaten erhob, aber wenn es um strategische Planung handelte tat er sich außergewöhnlich hervor, weshalb auch der alte Shinobi begann ihn zu schätzen und auf eine besondere Position zu erheben, nicht zuletzt auch deswegen weil er nähen, flicken und kochen konnte, alles Eigenschaften die Keiji bei einem Söldner sehr hoch einschätzte, zumal selbst Yasura darin nicht viel versierter war, als er selbst, was sich auf Dauer leider etwas auf die Qualität ihrer Ausrüstung niederschlug. Zumindest begab es sich eines Abends im Kerzenschein dazu, dass der alte Shinobi, sein getreuer Fuchs und der junge Söldner bei einem leichten Snack in seiner Kajüte bei Tische saßen. Auf dem Tisch befanden sich mehrere Fähnchen, welche die bekannten Positionen ihrer Gegenspieler kennzeichneten. So befanden sich aktuell in Sunagakure zwei Fähnchen zusammen mit einem Fragezeichen, weil den alten Shinobi ein äußerst seltsames und auch seltenes Gefühl in dem Dorf beschlichen hatte. Gewissermaßen hatte es sich ähnlich angefühlt wie der Schauder, der die meisten ergreift, wenn sie nachts über einen Friedhof wandelt. Am Rande des Tisches standen darüber hinaus acht weitere Fähnchen, die auf ihre Einsetzung warteten. Frei nach dem Motto von 'kenne deinen Feind', lagen neben den beiden Taktikern auf dem Tisch noch weitgehend leere Akten in welchen jede Kleinigkeit bemerkt war, die sie bis jetzt hatten herausfinden können. Im besonderen an den Stellen der Namen prangten dicke Fragezeichen, denn wenn diese erst einmal bekannt wären, so würde es um ein Vielfaches leichter werden mehr über die Personen, ihre Techniken und letzten Endes auch über Druckmittel ihnen gegenüber herauszufinden. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Shinobi deshalb klein bei gibt, weil seine Familie sich als 'Gäste' in der Obhut seines Erpressers befanden. Bereits seit mehreren Stunden brüteten sie über ihrem Problem. Sie hatten den deutlichen Nachteil, dass sie sich einer deutlichen Überzahl gegenüber sahen. Andererseits war die Angst auf ihrer Seite, sie besaßen den Überraschungsmoment und sie hatten praktisch alle Zeit der Welt, da selbst die besten Recherchen gegenüber jemandem, der einfach Gestalt, Name und Vergangenheit wandelte nichts brachten. Damit waren die Vorteile eigentlich auf ihrer Seite und dennoch war er unzufrieden, sehr unzufrieden. Frustriert sah er von der Akte der jungen Frau auf, die er alleine für einige Augenblicke gestellt hatte. "Arakasi bist du eigentlich fertig mit Nähen? Umso früher der Mantel fertig ist, umso besser." Der junge Mann hatte für einen kurzen Moment gedöst und brauchte dementsprechend auch etwas länger um sich aufzurichten und erst recht um sich eine Antwort zusammenzuklauben. "Sie ist fast vollendet Keiji-sama, doch erlaubt die Frage, warum benötigt ihr sie?" Noch während er die Worte aussprach überkam ihn die Erleuchtung und er begann schelmisch zu lächeln. "Was war ich für ein Narr, dass es mir erst jetzt in den Sinn kommt? Was ist besser geeignet um Freund und Feind zu täuschen als sich letzterem einfach anzupassen? Außerdem könnt ihr damit euren Feinden noch weitere Feinde machen, wie ihr es mit Geld kaum vermögen würdet, während ihr unter euren Feinden sitzt und mit ihnen Tee trinkt, es ist ein Geniestreich und zugleich reinster Wahnsinn." In einem kurzen Moment blitzte bei dem alten Shinobi etwas von dem Mann durch, der er vor langer Zeit einmal gewesen war, jung und nur auf den heutigen Tag ausgerichtet. Leben für den Moment und nicht für die Ewigkeit. In diesem kurzen Augenblick schien er fast schon verwundbar zu sein, wie man ihn sonst überhaupt nicht kannte. Auch wenn ihn einige als Monster oder doch zumindest als Mistkerl verschrien steckte doch immernoch etwas von diesem jungen Mann, welcher alle Freuden des Lebens voll auskostete in ihm. Verlegen rieb er sich den Hinterkopf und lächelte schief. "Naja wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Umso größer der Einsatz, desto größer der mögliche Gewinn und was wäre ein Mensch ohne etwas Risiko?" Doch so schnell wie diese Seite von ihm zum Vorschein gekommen war, so schnell verschwand sie auch schon wieder in den Tiefen seiner Seele. Mit einem leisen Seufzen lies er sich in seinem Stuhl zurücksinken, er hatte seit gut und gerne drei Tagen kein Auge mehr zugemacht, alles nur wegen dieser verdammten Aufgabe, es war schrecklich. Am vorigen Abend waren die ersten Tauben mit Nachrichten eingeflogen und hatten ihnen ein etwas klareres Bild von ihrer aktuellen Position gegeben, welche zugegebenermaßen nicht so rosig war wie sie es sich erträumt hatten. In der Tat war es so, dass ihnen jemand Hilfe zugesagt hatte, von dem es Keiji niemals erwartet hatte. Der sonst so neutrale Dazu hatte endlich Stellung bezogen und wirklich Partei für sie ergriffen. Damit war zumindest die finanzielle Sorge die den alten Shinobi zu plagen begonnen hatte, gelöst. Andererseits war die Aktion in Takigakure gelinde gesagt etwas im Sand verlaufen. Zwar war es gelungen die Leute dort in Aufruhr zu bringen, doch leider gegen so ziemlich alles was sich bewegte und nicht nur gegen Akatsuki. "Da habt ihr natürlich Recht, aber passt auf euch auf, denn wenn sie euch schnappen ist alles vergebens." Der erfahrene Exanbu winkte ab. "Keine Angst Ara, dieser alte Mann hat noch manchen Trumpf im Ärmel wenn es wirklich darauf ankommt, eher segne ich das Zeitliche, als dass mich irgendwer bekommt." Mit diesen Worten traf er wirklich einen äußerst interessanten Punkt. Sollte auch nur ein einzelner Jinchuuriki sterben, würde die ganze Unternehmung von Akatsuki ins Wanken geraten. Sollte er also bis in den Tod kämpfen so hätte er dennoch gewonnen ein Gedanke, der ihm ausnehmend gefiel. Seufzend lies er sich wieder auf den Tisch sinken und betrachtete gedankenverloren die Akten. Bald würde er auch Meldung darüber erhalten ob seine Verfolger bereits aktiv geworden waren. Interessant wäre auch eindeutig ein Spion in Amegakure, doch leider war es ihm bisher noch nicht möglich gewesen dort jemanden einzuschleusen, zumal er auch keine Zeit gehabt hatte sich in größerem Maße darum zu bemühen. Am folgenden Tag kam es schließlich auch dazu, dass sie endlich Yasura aufnahmen, die mehr Erfolg gehabt hatte als Kirusa. Jedoch war die Unterstützung mitnichten militärischer oder finanzieller Natur, sie bestand aus ausgiebigen Vorräten und zwei Familien, die gewillt waren ihr Glück in Kanesoko zu versuchen. Beide Familien besaßen kräftige Söhne und noch recht junge Väter, eine Tatsache, die ihnen zweifellos helfen würde sich mit der Hilfe des alten Shinobi eine neue Existenz aufzubauen. Es waren Familien die bereit waren einen Neuanfang zu wagen und sich auf das Risiko einzulassen.

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Re: Good ol' Keiji

Beitrag  Mitsu am Mo 21 Nov - 8:46

XXII Aufbruch ins Ungewisse

Spoiler:
Beinahe zwei Wochen waren vergangen, seit sie in Kanesoko angekommen waren und dennoch hatten sie schon so viel erreicht. Es war ihnen tatsächlich gelungen einen Gutteil der inneren Feste wieder bewohnbar zu machen und die alten Brunnen und Wasserleitungen, die sich in selbiger befanden, wieder zu reaktivieren. Es war wirklich eine wundervolle Mischung aus Entdeckungsreise und Wiederaufbau, denn mit jedem Raum, den sie zusammen wieder in Stand setzten kamen auch mehr Kleinigkeiten seiner einstigen Bewohner zu Tage. Am Abend versammelten sie sich also zusammen in einem der größeren Säle, nahmen ihr Abendmahl ein und unterhielten sich angeregt über die Begebenheiten und Entdeckungen des Tages. Während der Hauptteil der Gruppe sich in der unmittelbaren Nähe des Feuer aufhielt, bevorzugten die vier Gefährten um Keiji es sich in einer etwas abgelegeneren Ecke ihren Unterhaltungen zu widmen.
"Seid ihr wirklich sicher, dass ihr alleine aufbrechen wollt Keiji-sama? Die von euch angestrebte Aufgabe ist außergewöhnlich gefährlich." Bevor der alte Shinobi dazu kam abzuwinken und seinen besorgten Leibwächter zu beschwichtigen, setzte Yasura beinahe augenblicklich nach. "So ungern ich es sage, aber die braune Bohnenstange hat Recht, wir werden dich nicht einfach alleine losziehen lassen." Mit einem leisen Seufzen verdrehte der alte Shinobi die Augen und lehnte sich in seinem Ohrensessel zurück, wobei er seinem ältesten Begleiter einen kurzen Blick schenkte in dem Neugierde aufblitzte. "Du schweigst alter Freund, denkst du anders über die Sache?" Im Großen und Ganzen fand der Nuke die Sorge seiner Gefährten äußerst putzig, da er als einer der gefährlichsten Shinobi aller fünf großen Reiche galt und eigentlich vieler Dinge bedurfte, aber gewiss nicht des Schutzes, zumal keiner von ihnen in der Lage wäre im Ernstfall wirklich einzugreifen. "Was soll ich schon groß sagen, was noch nicht gesagt wurde? Du bist für mich wie ein Bruder und dennoch weiß ich, dass deine Entscheidungen bindend sind, du wirst niemanden mitnehmen, ganz gleich was wir sagen." Wie um die Worte des Fuchses zu widerlegen erschien Yasura plötzlich binnen eines Liedschlags hinter ihm und tätschelte ihm den Kopf. Bevor er sich versah war auch Arakasi spurlos verschwunden, jedoch ohne wieder aufzutauchen. Ein jeder von ihnen würde keinerlei Probleme haben dem alten Shinobi in irgendeiner Weise zu folgen, nunja alle außer Kirusa, der nichts außer seine Beine hatte um voranzukommen. Zwar mochte der Söldner das selbe Problem haben, doch dieser war immerhin an Gewaltmärsche mit einem Minimum an Schlaf gewohnt. Ohne auch nur einmal einen Blick in die Richtung seines Freundes zu werfen wusste er schon, dass dieser sich mit der Hand auf die Stirn schlug und abermals tief seufzte, nur um noch tiefer in seinen Sessel zu sinken. Es vergingen mehrere Momente in denen sich auf das Gesicht des Gequälten sogar ein leises Lächeln. Noch vor wenigen Jahren hatte er weit weniger Menschen gehabt, die zu ihm gestanden hatten und nun besaß er schon fast so viel Verantwortung wie das Oberhaupt eines Kleinreichs, oder doch zumindest eines Dorfes. "Ihr lasst euch wohl wirklich nicht abschütteln, oder?" Amüsanterweise schüttelten die drei Angesprochenen alle zugleich den Kopf. "Habt ihr auch nur die geringste Ahnung worauf ihr euch damit einlasst? Es ist nicht leicht eine vollkommen neue Identität anzunehmen." Die Blicke, die ihm im selben Moment geschenkt wurden hätten ihn wohl tot umfallen lassen, wenn sie die Möglichkeit gehabt hätten zu töten. Arakasi war seit vielen Jahren ein erfahrener Dieb und Spion, ein Schauspieler, der dem alten Shinobi in nur wenigen Dingen nach stand. Kirusa hatte ebenso mehr als genug Zeit gehabt um so einige Erfahrungen zu sammeln, zumal er wohl ohnehin die Wache des Schiffs sein würde. So verblieb noch Yasura, welche in ihrem ganzen Leben bereits eine andere Rolle spielte und sich wohl noch nicht einmal verstellen musste. Es war wirklich betrübend auf welch taube Ohren seine Argumente dort also stießen. Mit einem letzten tiefen und vor allem resignierten Seufzen hob er in hilfloser Geste die Arme zum Himmel empor, wie um von dort Beistand zu erbitten. "Dann kommt eben mit in Gottes Namen, es erleichtert die Reise ohnehin." Als er das triumphierende Lächeln seiner Partner sah fügte er noch fluchs etwas an. "Macht euch aber keine Hoffnungen, dass das zur Gewohnheit wird." So ging es noch einige Zeit hin und her, bis der alte Shinobi ein Dokument zückte, welches er vor einigen Tagen empfangen hatte. Es stammte aus dem Reich des Donners, um genau zu sein von dessen Grenze, an welcher ein Freund von Dazu Personen mit den entsprechenden Mänteln entdeckt hatte. Leider blieben ihnen alle weiteren Informationen verwehrt, wobei es schon einmal ein großes Entgegenkommen der Kontrahenten war ihr Erscheinen durch ihre Kleidung so offen preisgaben, wie ein liebestolles Nilpferd seinen Paarungswunsch. Ihre Informationen waren nicht perfekt, doch in der kurzen Notiz wurde ihnen zugesichert, dass sie weitere Kleinigkeiten in einem Fischerdorf bekommen würden, welches sich in der Nähe der letzten Sichtung befand. So begab es sich, dass die kleine Gruppe wieder aufbrach, dieses Mal in das Heimatreich des Nuke und damit auf feindliches Terrain. Ein jeder von ihnen ging gut seine Tarnung durch und erfand sich eine wundervolle neue Identität. Während der alte Schwertschwinger weiterhin seine Rolle als 'Natter' pflegte, welcher nur im Auftrag seines unbekannten Herrn handelte rüsteten auch seine Begleiter sich entsprechend schwer mit mehreren Gurten, in welchen Wurfmesser und andere Kleinigkeiten verankert waren. Indes hatte Keiji auch in dieser Hinsicht den Vorteil auf seine normale Ausrüstung zurückgreifen zu können, allein seine 4 Schwerter genügten den meisten Gesprächspartner schon als Argument, sein eisiger Blick tat dann sein Übriges. Bei dem Fuchs erübrigte sich jegliche Tarnung allein schon deshalb, weil er die Aufgabe bekam das Schiff zu bewachen, damit waren sämtliche Aufgaben verteilt, auch wenn es ihm weiterhin nicht völlig passte, dass er die gesamte Gruppe am Hals hatte, abgesehen von den vier Leibwächtern und den Bewohnern Kanesoko's. Kumogakure, ein wundervolles Reich, das in vielerlei Hinsicht mit seiner Schönheit glänzte und dazu aufforderte zu verweilen, einzig für den alten Shinobi besaß es einen sehr bitteren Beigeschmack. Es waren mittlerweile gut und gerne ein dutzend Jahre vergangen, seit er das letzte Mal seine Heimat besucht hatte und selbst damals war der Begriff 'Besuch' schon zu hoch gegriffen, da er kurz darauf in den Genuss gekommen war seinen Hals retten zu müssen, eine Tatsache, die ihm äußerst unangenehm im Hinterkopf verblieben war. So begab es sich, dass er des Abends an der Reeling des Schiffes stand und mit melancholischem Blick in die Ferne sah, ein geradezu spürbares Gefühl der Sehnsucht ging von ihm aus, sodass ein jeder seiner Begleiter es vermied sich in seine Nähe zu begeben. Dieses Mitgefühl half ihm jedoch nicht wirklich, zwar konnte er in Ruhe seinen Gedanken nachgehen, doch diese wurden zunehmend düsterer. Nebenbei führte er jedoch auch seine naheliegendsten Überlegungen fort. Sollte es ihm gelingen sich diese beiden zu schnappen könnte er von ihnen entscheidende Informationen über seine Verfolger bekommen und diese vielleicht sogar letztlich dazu bewegen ihre Suche aufzugeben, jedoch offiziell immer noch hinter ihm her zu sein. Sollte die Organisation ruhig glauben sie wäre ihm hart auf den Fersen, wenn ihm dieser Winkelzug gelänge, würde ihm das für die nächsten paar Jahre Ruhe verschaffen, welche er dazu nutzen könnte um weitere Schläge gegen die Organisation vorzubereiten. Auch wenn die Nachricht, die er diesem kleinen Mädchen von Akatsuki hinterlassen hatte, nicht weiter verbreitet worden war, würden bald Gerüchte von ihm umgehen, äußerst unangenehme Gerüchte. Die einzige Möglichkeit einer Jagd zu entgehen war die, der Jäger zu werden und genau dabei war er im Begriff. Freilich mochten sie ihn niemals finden, wenn er in Ruhe in Kanesoko blieb, schließlich wusste niemand außer ihm und Hasuro überhaupt von dessen Lage. Doch wenn er dies tun würde, würden andere Menschen leiden und sterben müssen, etwas, das an sich nicht schlimm, aber angesichts der Schuld des Nuke in keinem Fall tolerabel war. Innerlich ging er bereits vorab seine Möglichkeiten durch seinen beiden Kontrahenten den Vorschlag zu unterbreiten. Vorerst musste er sich in eine Situation des Vorteils bringen, damit er nicht als Bittsteller, sondern als gleichberechtigter Verhandlungspartner auftreten konnte. Dafür wäre es von Nöten die beiden zu trennen, was jedoch angesichts seiner beiden Gefährten eine machbare Sache werden sollte. Mit leisem Rasseln seiner Ausrüstung schwang er sich über die Reeling und blieb auf dieser sitzen, sodass er die unter sich vorbeiziehende Landschaft beobachten konnte. Wieder einmal musste er viel zu viel auf eine einzige Karte setzen, man konnte also nicht gerade sagen, dass ihm das passte. Andererseits zeigte der alte Merksatz, dass nur wer viel riskiere auch viel gewinnen könne, in jenem Moment wie wertvoll er eigentlich war. Natürlich konnte er den Schwanz einkneifen und sich verstecken, doch die aktuelle Gelegenheit würde es ihm ziemlich unangenehm nachsagen, wenn er sie nicht nutzte. Nach wenigen weiteren Stunden gelang es ihnen schließlich anzukommen, mitten über dem Meer. Die Idee stammte von Arakasi, welcher meinte, dass sie dort am sichersten seien und durch den stets dichten Nebel auch dauerhaft gut getarnt wären. Ebenso sollte es ihnen dadurch möglich sein ihren Auftritt am Strand umso spektakulärer zu gestalten. Letzterer Teil wurde jedoch leider nicht in die Tat umgesetzt. Was brächte es ihnen die armen Fischer zu verängstigen, wenn ihre Zielsubjekte nicht dort waren, wo sie sein sollten? Daher war die Reise kurz und schmerzlos mithilfe des Shunshin bewältigt. Kaum im Dorf angekommen trafen sie auch schon auf den Gesuchten, der ihnen die weiteren Informationen zukommen lassen sollte. Er schien recht aufgeregt aber auch irritiert zu sein, als er ihnen berichtete, dass die Ziele sich scheinbar aufgeteilt hätten und nur eines von beiden sich im Dorfes befinden würde. In diesem Moment machte das Herz des Schwertschwingers geradezu einen Hüpfer, denn perfekter hätte das Schicksal ihm wirklich nicht in die Karten spielen können. Die von ihm Gesuchten waren nicht nur einzeln, nein sie setzten dem ganzen sogar noch eins drauf und waren kaum vorangekommen, es war einfach göttlich. Eigentlich hatte er mit einer wochenlangen Verfolgungsjagd gerechnet, bis er einen von beiden im entscheidenden Moment abpassen könnte, doch nun war keinerlei Arbeit dieser Art von Nöten, zumindest wenn keines der Ziele ähnlich flüchtige Ambitionen besäße, wie das Mädchen in Sunagakure. Die Fähigkeit zum strategischen Rückzug war eine denkbar schöne Sache, doch sie konnte auch betont lästig werden, spätestens, wenn sie in einem möglicherweise lukrativen Moment zum Zuge kam. In geschlossener Formation brach die kleine Gruppe bestehend aus Keiji, Yasura und Arakasi also auf, um sich dem ersten Akatsuki anzunehmen. Sie wählten den Weg durch die kleinen Gassen und Schatten, welche sie nicht nur vor fremden Augen verbarg, sondern sie auch noch durch ihre natürliche Lautstärke abschirmte, gleichwohl sie sich lautlos bewegten, weshalb dieser Bonus recht nutzlos war. Nach mehreren Momenten entdeckten sie letztlich ihr Subjekt, welches geradezu in dem Mantel zu versinken schien. Mit großem Interesse nahm sich der alte Shinobi die Zeit um die junge Frau zu mustern, welche da in der Uniform der Gegenseite steckte. Es war äußerst interessant, dass sich auf der Gegenseite nicht nur Männer befanden, welche sich meist nur mit Blutvergießen und Macht verführen ließen, wobei letzteres bei Frauen ab und an durchaus auch ziehen konnte. Während er sich so Zeit zur Musterung nahm, hörte er auf seine natürliche Aura zu unterdrücken, was dazu führte, dass selbst Yasura und Arakasi einige Schritte vor ihm zurückwichen und sich neue Verstecke suchten, natürlich ohne dabei ihre Deckung zu verlassen. Nach einigen weiteren Momenten seufzte der alte Shinobi leise und betrat die Gasse, um gut und gerne zwanzig Meter vor seiner zukünftigen Gesprächspartnerin auf der Straße zu erscheinen. Ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen, als er wieder völlig in seiner Rolle versank und sich von dieser geradezu treiben lies. Er war 'Natter', die loyale Klinge eines unbekannten Herrn, welchem es nichts bedeutete wenn einige Menschen umkamen. Allein sein Blick genügte, um normale Menschen vor Angst erbeben zu lassen, selbst furchtlosen Veteranen sollte zumindest ein kalter Schauer über den Rücken laufen. Er nahm sich betont viel Zeit um der jungen Frau gemütlich entgegen zu schlendern, denn war er erst einmal so nah wäre es ohnehin mehr als unwahrscheinlich, dass die Gute ihm noch entkommen würde. So bliebe ihr eine wirklich gewaltige Wahl an Möglichkeiten, um genau zu sein zwei, der Antritt von Flucht, oder eine direkte Konfrontation.

Mitsu
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Re: Good ol' Keiji

Beitrag  Mitsu am Mo 21 Nov - 8:47

Memoiren aus Keiji's Jugend, niedergeschrieben und erzählt von der netten Stimme aus seinem Kopf.

Teil 1

Love at first sight – Liebe auf den ersten Blick

Spoiler:
Es ist lange her, seit die folgende Begebenheit sich wirklich zugetragen hat, doch noch heute wäre der alte Shinobi in der Lage euch eine jede Kleinigkeit von damals zu erzählen, zumindest wenn ihr ihn dazu bringen würdet überhaupt etwas darüber zu erzählen, denn genau dies ist meist die Problematik dabei. Zu jener Zeit war er noch ein Genin im Reich des Donners gewesen und hatte dementsprechend auch noch etwas einfachere Ansichten und Träume gehabt, als dies heute der Fall ist. Es war damals eine schöne und sorglose Zeit in der er sich bestenfalls darum Sorgen machen musste, wie es ihm am nächsten Tag ergehen sollte. So will euch also nun von einer der schönsten Zeiten im Leben eines jungen Mannes erzählen, die eine ganz andere Sprache spricht, als sein Verhalten in den heutigen Tagen.
„Keiji das kann nicht dein Ernst sein, du willst mich doch auf den Ernst nehmen oder?“ Mit äußerst ungläubigem Blick betrachtete Kasumi seinen langjährigen Freund, welcher zum ersten Mal seit er ihn kannte so aussah, dass man ihn als sozial zumutbar bezeichnen konnte. Seine Haare waren frisch gewaschen und ausnahmsweise sorgfältig gekämmt, seine Hände schienen geradezu zu blitzen und selbst sein Gesicht war vollkommen sauber, er schien kaum noch etwas mit dem Jungen gemein zu haben, welcher sich jeden Tag aufs Neue in eine Schlägerei stürzte und kein Problem damit hatte, seinen Lebensunterhalt mit Stehlen zu bestreiten. Nunja es gab schon noch etwas, das ihn eindeutig als den auswies, der er war, das schiefe Grinsen. „Mach dir keine Sorgen Kasu, niemand kriegt mich umgekrempelt.“ Noch während er seinem Freund zuzwinkerte schien seine Mimik geradezu zu gefrieren. Der Genin musste sich nicht einmal umdrehen um zu wissen, wer da hinter ihm aufgetaucht war. Er konnte das Mädchen mit dem Keiji sich liiert hatte auf den Tod nicht ausstehen, die Abneigung entstammte seinem tiefsten Inneren, sodass er nicht einmal mit Sicherheit sagen konnte warum er sie besaß. Eigentlich schloss er Eifersucht bei sich selbst aus, es wäre einfach nicht seine Art, aber es war die einzig plausible Erklärung. Die Tatsache, dass sein Freund sich überschlug ihr alles Recht zu machen und sie das ganze gnadenlos ausnutzte war dabei wohl das Mindeste, ganz abgesehen davon war sie drei Jahre älter, als der gerade einmal zwölfjährige Keiji. Es war also schon mehr als seltsam, dass sie ihm überhaupt Aufmerksamkeit schenkte, es musste einfach etwas dahinter stecken. Der junge Schwertkämpfer seufzte. Vielleicht wurde er auch einfach paranoid, dass er sich mehr Gedanken über das Leben seines Teamkollegen machte, als über sein eigenes. Indes hatte dieser wieder wie aus dem Nichts einen Strauß Blumen besorgt, vermutlich begann er schon sie in Schriftrollen zu versiegeln, oder sich dieses unnütze und stachlige Gesträuch irgendwo in die Kleidung zu stecken, und bot diesen der Kunoichi dar. Es war auch erstaunlich wie wenig er eigentlich über sie wusste. Um genau zu sein kannte er gerade einmal ihren Namen und wusste, dass sie einmal in der Chunninprüfung durchgefallen und deshalb in ihrem Team gelandet war. Damit hatte sie den jungen Mitsu verdrängt, welcher ohnehin schon Zweifel daran gehegt hatte, ob das Leben als Shinobi das richtige für ihn wäre. Natürlich war er Pazifist gewesen, doch dass entschuldigte der drängende Verhalten von Seiten der jungen Kunoichi nicht im geringsten. Er wandte sich von seinen Gedanken ab und betrachtete wieder die Szene die sich ihm bot. Es war wirklich erstaunlich wie viele Arten von Komplimenten sein Freund für sein Alter beherrschte, einige davon zweifellos aus Lyrik und anderen Sprachen übernommen, aber dennoch eine beachtliche Menge für einen Jungen seines Alters. Vielleicht hatten damit auch die Gerüchte zu tun, dass sein Vater ein vagabundierender Taugenichts aus dem Geschlecht der lange vergangenen Sihin gewesen sein soll, nunja wenn man die Kinder fragte, welche dem Straßenjungen das ins Gesicht haben, so würden sie einem wohl vielmehr erzählen, dass er von einem Dämon, oder doch zumindest einem Ringer oder Boxer abstammen muss bei der Kraft, die hinter seinen Schlägen steckt. Amüsiert schenkte er der Szene einen weiteren Blick, nun begann der Verliebte ja sogar schon Liedchen zu trällern, welche so garnicht zu ihm passen wollten. Das Ganze ging mittlerweile schon zwei Wochen so und es schien sich immer weiter zu steigern. Es war also im Großen und Ganzen nurnoch eine Frage der Zeit bis der von den beiden erbaute Turm in sich zusammenbrechen würde und zumindest einen von beiden verletzt zurücklassen würde. Traurigerweise erfüllte sich diese leise Vorhersage des jungen Genin sogar wenige Tage später, wenn ich mich recht entsinne waren es zwei Tage und einige Stunden. Wie so oft waren die drei beisammen, wobei zwei von ihnen Kasu getrost ignorierten und sich lieber miteinander beschäftigten, als ihn auch nur eines Blicks zu würdigen. Einige sehen den Verfall einer Liebe als schleichende Sache an, etwas das mehrere Tage, Wochen, Monate, ja sogar Jahre benötigen kann, bis es wirklich zum Tragen kommt. In Wirklichkeit sind es immer einzelne Momente, die soviel zerstören, dass es nicht mehr aufgebaut werden kann, man bemerkt das Ausmaß des Ergebnisses einfach viel zu spät, um es noch genau zuordnen zu können. In diesem Falle waren es wenige Augenblicke, die das Leben und die Persönlichkeit des jungen Shinobi, von dem ich euch noch vieles erzählen werde, beeinflussten. Leider konnte Kasumi nicht mit anhören über was genau die beiden redeten, doch ihre Diskussion wurde hitzig genug, dass es seine Aufmerksamkeit erregte. Meist endeten solche Auseinandersetzungen zwischen den beiden mit Zärtlichkeiten, doch dieses Mal ging alles etwas vehementer zu, es schien fast als wäre etwas in Keiji zerbrochen, oder doch zumindest aufgewacht, denn er schien kurz davor die Hand gegen die Person zu erheben, mit der er bis vor wenigen Stunden noch herumgeturtelt hatte. Mit einem Mal gab es einen Knall, welcher von der Ohrfeige herrührte, die der junge Shinobi kassierte. Mittlerweile hatte sich die Konfusion vollständig Kasumi bemächtigt, denn er hatte nicht die geringste Ahnung, was da zwischen diesen beiden Menschen vorging. Wie in Zeitlupe sah er wie sein Freund langsam nach hinten sackte, fast schon fassungslos, dass es so endete. Unterdessen eilte die Kunoichi davon, ihre Miene war undeutbar, doch auf ihren Wangen zeigte sich keinerlei Schimmer von Tränen. Noch am selben Tag hieß es sie sei aus dem Dorf verschwunden, Gerüchten zufolge hatte sie sich an einer Klippe in den Tod gestürzt, doch das mochte auch nur Humbug sein, um den Jungen klar zu machen, dass es keinen Sinn hatte das Dorf zu verlassen. Seltsamerweise nahm der ehemals Verliebte die gesamte Situation sehr gleichmütig hin, er verhielt sich nicht anders, als vor der Beziehung auch. Und doch veränderte sich etwas grundlegend in seinem Verhalten. Kasumi gegenüber war er weiterhin treu wie Gold, doch für alle anderen entwickelte er eine manipulative Ader, auch schien er sich eingehender mit der menschlichen Psyche zu beschäftigen. Kaum merklich wurde er auch misstrauischer, begann Leuten nachzuspionieren, bei denen er den Verdachte hegte, dass sie ihn hintergehen wollten. Seit jenem Tage hatte er die Liebe zu Frauen aus seinem Herzen verbannt, leider weiß niemand außer ihm selbst was damals genau vorgefallen ist, denn es war in jedem Falle mehr als ein einfacher Beziehungsstreit.

Teil 2 Keiji's Weihnachtsspecial

Spoiler:
Jedes Jahr aufs Neue gibt es ein Ereignis, welches über die Grenzen der Reiche bekannt ist. Shinobi verschiedener Bevölkerungsgruppen und Schichten treffen sich an diesem mystischen Tag mitten im Wald des Feuerreichs, scheinbar im totalen Nirgendwo. Es ist jedes Mal ein Ereignis, das einem jedem im Hinterkopf bestehen bleibt und die Menschen daran erinnert, was die wahre Bedeutung von Weihnachten ist, Familie. Ganz in diesem Sinne trifft sich an diesem geschichtsträchtigen Ort die gesamte Verwandtschaft des alten Shinobi, unter anderem sein Halbbruder Kamune und dessen Sohn Seihyo, die Familie der Füchse angeführt von Kirusa und letzten Endes zwei Blutsbrüder von Keiji, Yukimura und Hasuro, wobei der Erstgenannte noch jemanden dieses Jahr mit sich führt, eine Person, die eine Menge Ärger verspricht. Selbstverständlich sind auch die üblichen Verdächtigen mit von der Partie, doch nun lasst uns mit der Geschichte beginnen. Ich hoffe sie bereitet auch das eine oder andere Mal Freude und bleibt euch in Erinnerung.

"Es waren einmal vor langer Zeit in einem weit, weit entfernten Land weit im Westen ein Mann und seine Frau, welche zusammen umherzogen auf der Suche nach einer Herberge..." Wie ein Geschichtenerzähler der alten Zeit saß der alte Shinobi mit einem Buch in der Hand in einem großen Lehnsessel und las aus diesem vor. Vor ihm saßen im Kreis die jüngsten Personen der Runde, Seihyo, der vor kurzer Zeit seine Chunninprüfung bestanden hatte, Kirusa, welcher für die Verhältnisse seines Volkes in jeder Hinsicht ein Jüngling war und.... Yukimura, welcher unangefochten der kindlichste der Drei war, wenngleich er bereits am längsten lebte. Mit glitzernden Augen blickte er Keiji an, während dieser die Geschichte fortsetzte und von der langen Reise der beiden durch das heilige Land erzählte, welches kaum besser als eine Wüste zu sein schien. Vor seinen Augen war es geradezu als könnte er die Szene wirklich mit ansehen, den beiden anderen Zuhörern erging es dabei nicht anders.
...
"Was soll das heißen du bist schwanger und ich sei der Vater? Ich habe nie Hand an dich gelegt Weib!" Etwas schwerfällig folgte die junge Frau ihrem aufgebrachten Gefährten. "Hier gibt es kein 'wenn' und 'aber' außer dir kam mir kein Mann nahe, du musst der Vater sein!" Staub wurde aufgewirbelt als der schon etwas ältere Mann auf der Stelle kehrt machte und in die andere Richtung ging. Dabei machte er eine Handbewegung als wollte er eine Fliege erschlagen, in diesem Falle jedoch eher die Worte seiner Begleiterin. "Wie oft soll ich es dir noch sagen? Ich fange nichts mit Geschäftspartnern an!" Bevor die junge Frau etwas erwidern konnte unterstrich er seine Worte nochmals. "Niemals." Sichtbar schmollend folgte ihm die Schwangere weiterhin die scheinbar endlose Straße entlang. So verging einige Zeit der Stille, welche zumindest der Mann dankbar genoss. Bei Gott selbst wenn er gewollt hätte, würde er niemals gegen seine Prinzipien verstoßen, nicht einmal unwissentlich, dafür waren sie viel zu tief in ihm indoktriniert. Leider hielt sich die die Stille nicht sonderlich lange, sodass seine Gedanken unterbrochen wurden. "Wohin gehen wir eigentlich?" Leise seufzend verdrehte der Soldsmann die Augen. "In meine Heimatstadt, dort werden wir einige Zeit Unterschlupf finden." Scheinbar eindeutig erfreuter horchte die junge Frau auf. "Du übernimmst also doch endlich Verantwortung für Weib und Kind?" Gleich einem Gewitter fuhr der Haudegen herum. "Zum zehnten und letzten Mal, ich bin nicht der Vater!" Betont beiläufig winkte die Frau ab. "Schon gut, Papa..." Das Grummeln mit dem er sie straffte war so tief wie der Klang eines Erdbebens, doch sie setzten ihre Reise weiterhin gemeinsam fort. Es vergingen nur wenige Tage, bis sie in der Heimat des Mannes ankamen, wo sie endlich Unterschlupf finden sollten, doch an einer jeden Herberge wurden sie damit abgespeist, dass diese bereits voll seien. Letztlich gelang es ihnen zumindest eine Nacht in einer Gaststätte und einen Esel für die Weiterreise zu organisieren. Bevor die beiden sich jedoch am Abend zur Ruhe betteten, nahm es der alte Mann auf sich den ihnen zugewiesenen Esel einmal zu begutachten, doch als er den Stall betrat war von dem Tier weit und breit nichts zu sehen. Es gab jedoch eine einzige verschlossene Box, hinter welcher sich etwas zu befinden schien, dabei musste es sich also um ihr Lastentier handeln, es wäre ja noch schöner gewesen, wenn man sie übers Ohr gehauen hätte. Vorsichtig schob er den Riegel zurück um das Tier nicht zu wecken, doch der Inhalt entsprach so garnicht seinen Vorstellungen. In dem Pferch befand sich nur ein Fuchs, welcher durch einen sehr vollen Bauch Eindruck auf sich zog. Es dauerte nicht lange bis der Mann eins und eins zusammengezählt hatte und den Fuchs am Hals packte, um damit zu beginnen ihn zu würgen. "Spuck meinen Esel wieder aus du Drecksbalg du! Spuck ihn wieder aus, das ist nicht deiner!"
...
Kirusa lief bereits blau an, als der alte Shinobi ihn wieder absetzte und ihm einen letzten bösen Blick zuwarf. Einfach ein Stück Kuchen zu klauen, unerhört war das, besonders das Stück Kuchen des Geschichtenerzählers zu klauen. Mit einem leisen Seufzen schloss er das Buch, wobei just in diesem Moment ein Rumpeln auf dem Dach ertönte. Einen Moment später schien der ganze Kamin zu erzittern, doch es landete nichts auf dem Boden, es waren nur recht laute Flüche aus dem Kamin zu vernehmen, die so garnicht weihnachtlich klingen wollten. Abermals rumpelte es und das halbe Haus schien mit zu wackeln, bis schließlich eine schwarze Gestalt ins Feuer des Ofens fiel, sofort aufsprang und sich auf dem Boden rollte. Dabei verschwand auch der größte Teil vom Ruß, wodurch der lange, weiße Bart und die rote Kleidung zu Tage kamen. Seltsamerweise trug die Gestalt jedoch keinen Sack. Binnen eines Augenblicks hockte auch schon der junge Schwertmeister neben dem Fremden und stupste ihn in rhythmischen Abständen mit einem Stock an, um zu sehen, ob dieser noch reagieren würde. Auch Seihyo gesellte sich schnell zu ihm, ebenso wie Kirusa. Ein jeder von ihnen hatte noch nie den wahren Weihnachtsmann gesehen und so überschütteten sie den alten Mann innerhalb weniger Augenblicke mit einer Unzahl an Fragen. Indess nahm sich der Gastgeber einmal die Zeit und ging nach draußen, um in Ruhe seinen Gedanken nach zu sinnen. Mit einem leisen Seufzen lies er sich also auf die Bank vor dem Haus niedersinken und lehnte sich mit dem Rücken an die Wand, als plötzlich ein Pfeil nur einen halben Fingerbreit neben seinem Ohr einschlug. Im ersten Moment meinte er, es wäre nur ein Schneeball gewesen, doch spätestens das Geräusch des erzitternden Holzes lies ihn aufhorchen. Kaum hatte er sich gedreht, um den Pfeil zu begutachten, da schlug direkt vor seinem Schritt ein weiteres Geschoss ins Holz ein. Mit einem lautstarken Fluch sprang er also denn von der Bank und begann die Beine in die Hand zu nehmen, da ihm einfach jegliche Spur des Scharfschützen fehlte. Kaum war er bis zum Waldsaum gekommen, vernahm er auch schon das Heranrauschen des nächsten Geschosses. Geschwind lies er sich in den Schnee fallen, was ihm wohl das Leben rettete, da der Windstoß, der über ihn hinwegrauschte. Das schildgroße Loch, das er anschließend in dem Baumstamm vor sich entdeckte, tat sein Übriges und er nahm die Beine in die Hand, wie er sie noch nie in die Hand genommen hatte. Hinter sich hörte er jemanden brüllen. "Bleib stehen alter Mann und trag es wie ein Mann!" Mit einem kurzen Blick über die Schulter gelang es ihm seine Angreiferin zu sehen, doch der stete Beschuss zwang ihn seine Augen wieder in Fluchtrichtung zu richten. "Nur über meine Leiche!" Der Fluch, der hinter ihm erklang lies ihn schmunzeln. "Das lässt sich durchaus einrichten Grauer!" So hallten ihre beiden Stimmen im Walde wieder und wieder, während seine Gäste den Weihnachtsmann als verkleideten Hasuro enttarnt und erste Weihnachtslieder angestimmt hatten. Das letzte Lied, dass sie anstimmten schien geradezu über der Szene im Wald zu hängen, 'Stille Nacht, heilige Nacht'.

Teil 3

Tag der Schatten, Tag des Feuers

Spoiler:
Ja auch im Leben des alten Shinobi gab es eine Zeit in der es das Leben nicht gut mit ihm meinte. Die folgende Geschichte trug sich daher vor nunmehr fast dreißig Jahren zu, der Zeit, als er noch in Kumogakure diente und sein Leben in den Dienst dieses wackeren Reichs stellte. Zu jener Zeit was er einer der Anbu, jener Spezialeinheit, die allerorts gleichermaßen gefürchtet wird. Er war einer von einigen namenlosen, ausgewählten und gedrillten Killern, die für nicht viel mehr lebten, als den persönlichen Dienst für den Kage. Ganz in diesem Sinne stellte sich auch der damals junge Mann voll hinter sein Land und wurde daher zu einigen Taten gezwungen, die er heute nurnoch mit Trauer und Abscheu ansehen kann. Von einer dieser Taten will ich euch nun erzählen....

Es war in einem Winter vor vielen Jahren. Diese Zeit sollte in die Geschichte als eine der bösartigsten Kältewellen seit langem eingehen und doch war ein kleines Team von Ninja in den eisigen Bergen des Landes unterwegs. Gleich Schatten huschten die vermummten Gestalten durch die kleinen Schluchten und Täler, nahmen vereiste Abhänge, als wären es nicht mehr als kleine Kiesel auf ihrem Weg. Auf ihre ganz eigene Art und Weise folgten sie einem Weg, der sie zu einem alten Anwesen in den Bergen führte. Einst hatte es einem mächtigen Lord als Residenz in der warmen Zeit des Sommers gedient, heute war es der Unterschlupf der Reste eines einst mächtigen Clans. An sich war Nichts unübliches daran, dass eine Gemeinschaft von Menschen, die im Dorf in Ungnade gefallen war, sich etwas von der Gesellschaft zurückzog und ihren eigenen Geschäften nachging, doch dieses Mal sollte etwas anders sein. Wie ein Mann machten die drei dunkel gewandten Gestalten vor dem großen, hölzernen Tor, welches den Eingang des Landsitzes markierte, Halt. Masken bedeckten ihre Gesichter, dicke Schals aus Wolle, hielten zusammen mit gefütterten Mänteln die winterliche Kälte ab. Ein hochgewachsener Mann, er trug die Maske eines Fuchses, bedeutete seinen beiden Kollegen die Flanken der Schlucht abzusichern. Es bestand kein Zweifel daran, dass er der Anführer war, seine beiden Begleiter kamen ihrer Pflicht sofort und ohne Beanstandung nach. Sanft berührte der Maskierte das feuchte Holz des großen Tores, es schwang mit erstaunlicher Leichtigkeit auf. Es verging ein kurzer Moment der Stille, bevor der junge Mann etwas steif von der durchdringenden Kälte ein kurzes Katana zog, welches sich auf seinem Rücken befand. Während er vorsichtig durch das Tor trat, konnte er einen ersten Blick auf den Gebäudekomplex werfen. Es waren alte, aber dennoch sehr schöne Gebäude, die sich ihm da im sanften Schneetreiben zeigten. Es war ein guter Ort zum Leben. Gerade, als er das Ende des Durchganges erreichte hielt er für einen kurzen Moment inne, um das kleine Tal in seiner vollen Schönheit zu betrachten. Vermutlich rettete ihm dieser Moment das Leben. Kaum blieb er stehen, sprang ein junger Mann, er war noch keine fünfzehn Jahre alt, von der Seite des Tors hervor und schmetterte eine gewaltige Klinge auf die Stelle, an welcher der Maskierte im nächsten Augenblick gestanden hätte. Wie so viele in dieser Gegend, besaß der Junge einen dunklen Hautton und wilde, bernsteinfarbene Augen, die kampflüstern aufblitzten, als er endlich des Eindringlings gewahr wurde. Mit einem kräftigen Ruck schulterte er seine große Klinge und wollte zu einem zweiten Schlag ansetzen, als er mitten in der Bewegung erstarrte. Sein Kontrahent war einfach verschwunden. Er spürte eine leichte Taubheit an seiner linken Seite, war müde. Mit verwirrtem Blinzeln sank er auf ein Knie herab, musste sich auf seinem Schwert abstützen, um nicht zu Boden zu sinken. Ihm war kalt, so unendlich kalt, doch er wusste einfach nicht warum. Für einen kurzen Moment setzte seine Sicht aus, kehrte jedoch schnell wieder. Er hatte sie enttäuscht, hatte sie alle enttäuscht, ausnahmslos. Noch einmal blitzte das Bild seiner jüngeren Schwester vor seinen Augen auf, dann war da nurnoch Schwärze. Ohne sein Opfer auch nur eines einzigen Blickes zu würdigen, schritt der Anführer der Anbu den gepflasterten Pfad in Richtung des Hauptgebäudes entlang. In Erwartung eines frühen Anbruchs der Nacht waren bereits die Fackeln entzündet worden, die den Weg in gleichmäßigen Abständen säumten. Inmitten dieses Lichterscheins wirkte die dunkle Gestalt des jungen Anbu seltsam deplatziert. Der Schnee gab ihm etwas Unwirkliches, lies wieder und wieder seine Umrisse verschwimmen. Gleichmütig stapfte der junge Mann weiter durch den Schnee, bis er letztlich vor der Tür des Haupthauses ankam. Er musste sich nicht einmal umblicken, um zu wissen, dass seine Kameraden auf beiden Seiten des Hauses Stellung bezogen hatten. Ein kräftiger Tritt lies die Eingangstür nach innen nachgeben, man hatte sich nicht einmal die Mühe gemacht sie zu verbarrikadieren. Im Inneren des Gebäudes war es bereits finster, wie in der tiefsten Nacht. Und doch schienen die Schatten in den Räumen geradezu zu tanzen. Mit spielerischer Leichtigkeit zückte der junge Shinobi ein Kunai und lies es in eine Türschwelle fliegen, ein erstickter Aufschrei bestätigte seinen Treffer. Unbarmherzig langsam schritt er durch die Stube, durchquerte jedes Gebäude des Erdgeschosses und versicherte sich, dass keine Person mehr auf diesem Stockwerk vorhanden war. Als er denn wieder nach draußen trat, sah er, dass seine beiden Kollegen ihren Teil der Arbeit bereits erledigt hatten. Sie hatten die Veranda und den Balkon des ersten Stocks mit dickflüssigem Öl getränkt, welches trotz des Schneetreibens nicht verlöschen würde, wenn man es einmal entzündet hatte. Sein Zeichen erfolgte in Form eines Nickens, als er mit langsamen Schritten von der Veranda hinab schritt. Mit geradezu bösartigem Grinsen unter ihren schneeweißen Masken, zückten die beiden anderen Anbu Feuerzeuge aus ihren Taschen, entzündeten sie und warfen sie ins Feuer. Es dauerte nur wenige Augenblicke, bis fast das gesamte Gebäude von den Flammen erfasst wurde. Aufgrund der sparsamen Anwendung von Stein beim Bau, konnte das Feuer gut auf das innere Gebälk übergreifen, was den Untergang des Baus nur voran trieb. Nun war es an den Attentätern den Schauplatz ihrer Taten ebenso professionell zu verlassen, wie sie ihn betreten hatten. Es war nicht ihre Aufgabe nach dem Grund für ihre Taten zu fragen, sie agierten einzig und allein, weil ihr Kage es ihnen befohlen hatte, mehr brauchten sie nicht zu wissen. Und dennoch was an der Situation etwas Absonderliches, etwas, das dem aufstrebenden, jungen Anführer des Teams nicht gefiel. So begab es sich, dass er seine beiden Kameraden am Eingangstor verließ und sich selbst noch Zeit nahm das Spektakel zu betrachten. Mehr oder minder vom Schnee geschützt hielt er sich im Eingang des Tors auf, dem Durchgang, durch den er das Tal betreten hatte. Eine leichte Melancholie bemächtigte sich seiner, als er dem trägen Schneetreiben und den gierigen Flammen zusah. Es war ein Kontrast wie Tag und die aktuell hereinbrechende Nacht und es war irgendwie... traurig. Zeit seines Lebens war er dazu erzogen worden ohne Emotionen auskommen zu können und doch, auf unbestimmte Art und Weise erfüllte ihn die Szenarie mit Trauer. Sein Blick wanderte zu dem Jungen, der durch seine Klinge gefallen war. Er selbst war vor einigen Jahren nicht viel anders gewesen, beherzt, überstürzt, unvorsichtig. Warum hatte er selbst jedoch diese Jahre überlebt, während dieser Junge hatte sterben müssen? Nun gut er gehörte zum Clan, dem Clan, dessen Existenz er von dieser Erde tilgen sollte, aber dennoch war er kaum mehr als ein Kind. Gerade wollte er sich abwenden und wieder in sein Dorf zurückkehren, als er ein leises Scharren hörte. Der Schwertkämpfer, den er eigentlich längst tot geglaubt hatte, schien sich noch ein letztes Mal gerührt zu haben. Mit einem tiefen Seufzen säuberte der junge Shinobi seine Klinge an einem alten Fetzen und steckte sie weg, bevor er sein Opfer in den Durchgang schleppte und aufrecht hinsetzte, nur um ihm die Augen zu schließen. Letztlich wusste er nicht, ob er ein Opfer des Blutverlusts, oder der Kälte geworden war, doch was machte das am Ende für einen Unterschied? Er war tot. Erst jetzt fiel dem jungen Anbu jedoch ein Nachricht auf, die in blutigen Lettern von dem sterbenden Jungen in den Schnee geschrieben worden war. Seine letzten Worte waren "Nee-chan", kleine Schwester. Ein Stich durchzuckte ihn. Niemand hatte ihnen gesagt, dass Kinder unter ihren Opfern sein sollten, niemand hatte die Unmenschlichkeit ihrer Tat erwähnt. Gehetzt warf er einen Blick in Richtung des brennenden Gebäudes. Noch hatte das Feuer nicht die obersten Stockwerke erreicht, es bestand also noch die Chance, dass jemand am Leben war. Geschwind wandte er sich von der Nachricht des Toten ab und rannte auf das Haus zu. Die Türen waren vorsorglich versperrt worden, niemand sollte entkommen, er musste also auf anderem Wege in das Haus gelangen. Leider standen in der Nähe jedoch keine Bäume, ebenso wenig war er versiert in dem Element des Wassers, als dass er die Flammen hätte löschen können. Ein leiser Fluch drang aus seiner Maske nach außen, als er begann mit bloßen Händen und Füßen das Gebäude zu erklimmen. Das brennende Öl schmerzte seine Haut, verbrannte ihm die Handflächen und versengte ihm die Unterarme, doch er lies sich davon nicht aufhalten. Schließlich erreichte er ein Fenster im obersten Stock, im Inneren war nicht mehr zu sehen als dichte Rauschschwaden, welche durch die Holzböden nach oben zogen. Mit einem Schlag seines Ellenbogens schlug der junge Shinobi das einfache Fenster ohne zu zögern ein, nur um kurz darauf durch die entstandene Lücke einzusteigen. Sofort schüttelte ein brutaler Hustenanfall seinen Körper. In seiner Eile hatte er doch wirklich vergessen sich eine Gasmaske zu besorgen, was für ein Narr er doch war. Mit tränenden Augen und von steten Hustenkrämpfen geschüttelt durchforstete er einen Raum nach dem anderen, bis er ein leises Wimmern hörte. Sofort lief er darauf zu, stolperte jedoch in der Dunkelheit über etwas. Erst als er sich wieder aufrichtete, bemerkte er, dass es ein Körper war, über den er gestolpert war. Ohne nun die Leiche einer weiteren Betrachtung zu würdigen, humpelte er auf den Ursprung des Wimmerns zu. Mit seinem Glück hatte er es doch tatsächlich geschafft sich bei dieser Aktion den Knöchel zu verstauchen, gerade nun als er es nicht brauchen konnte. Nach einer schieren Unendlichkeit fand er das wimmernde Bündel, das mit einem feuchten Tuch vor Mund und Nase in der Ecke des Raumes saß. Nach allem was der junge Mann sagen konnte handelte es sich um ein Mädchen von nicht einmal sechs Jahren, wirklich niemand, der Schuld am Unglück des Clans trug. Ihre großen blauen Augen blickten ihn mit einer Mischung aus Verwirrung und Angst an, sie waren groß wie Ozeane, als könne er in ihnen ertrinken. Mit einem einzelnen Ruck zog sich der Anbu seine nutzlose Maske vom Gesicht und warf sie aus dem Fenster. "Keine Angst meine Kleine, ich bin Keiji, ich werde dich aus dieser Hölle heraus bringen." Noch während er sprach klemmte er sich das Mädchen unter den Arm und verschwand so schnell er konnte durch das Fenster, durch welches er zuvor eingestiegen war. Sein Timing erwies sich dabei als goldrichtig, denn kurz darauf gab ein Gutteil der Innenkonstrunktion nach, das Haus begann in sich zusammen zu sacken. Ihr gemeinsamer Abstieg war schnell, wenn er auch von einigen tollkühnen Aktionen, von denen eine jede in einem Absturz hätte enden können, gekrönt war. Endlich wieder am Boden lies sich der Anbu nurnoch zu Boden sinken. Er atmete schwer, fühlte sich unerträglich heiß in dieser kalten Winternacht, spürte eine jede Sehne seines Körpers. Die Haut an seinen Händen schälte sich in breiten Streifen herunter und seine Arme fühlten sich schwer lädiert an, doch er hatte noch etwas vollbracht, hatte ein Leben gerettet, das sonst dem Tode geweiht gewesen wäre. Mit einem mitleidigen Lächeln blickte er zu dem Mädchen, das er aus den Flammen gerettet hatte, seine hellblauen Augen blickten ihn an. Es verging ein Augenblick, bis Keiji realisierte, dass etwas nicht stimmte, die Augen waren absolut starr auf ihn gerichtet. Instinktiv fuhr er mit seiner Hand an die Pulsader des Mädchens... ihr Herz, es schlug nicht. Eine Welle der Verzweiflung schlug über ihm zusammen. Nein! Nein, das konnte einfach nicht sein! Dieses Mädchen dürfte nicht sterben, dieses Kind durfte einfach nicht...! Sofort begann er mit den Maßnahmen zur Reanimation, doch es half alles nichts, sie blieb tot, so tot wie ihre Familie. In hilfloser Wut schlug der junge Shinobi gegen einen Baum, versuchte seine Raserei gegen sich selbst abzureagieren und doch blieb der Selbstzweifel. Er hatte seine Aufgabe nicht richtig erfüllt. Es mochte hundert Mal der Job eines Shinobi sein zu töten, doch das war einfach, es war... ihm fehlten die Worte. In tiefster Trauer nahm er sich noch die Zeit seine beiden Opfer zu begraben, er spürte keinen Schmerz, nur eine endlose Müdigkeit und Traurigkeit. Es waren Kinder gewesen, Kinder und ihr Tod ging auf seine Rechnung, auf seine und die des Kage. Nachdem er nun denn die beiden Kinder zur letzten Ruhe gebettet hatte, kehrte er langsam in sein Heimatdorf zurück. Dieser Tag hatte ihn jedoch zutiefst verändert, tiefe seelische Wunden bei ihm hinterlassen, welche niemals heilen sollten, bis heute nicht.

Teil 4

Weggeschlossen!

Spoiler:
Es ist kalt, von den steinernen Mauern rinnt Wasser. Es ist Tage her seit ich das letzte Mal einen Menschen zu Gesicht bekommen habe, oder waren es Wochen? Monate? Ich weiß es nicht, eigentlich will ich es auch garnicht wissen. Es ist so still hier, jedes Geräusch scheint von der Dunkelheit verschluckt zu werden, sie haben mir nicht einmal eine Fackel gelassen, ein Fenster, nein, ich sitze hier in diesem Loch und friere mir den Arsch ab. Der Duft voriger Bewohner des Ortes haftet allem an, der durchgelegenen, fleckigen Matratze, dem Lehmboden, den kahlen Wänden, allem. So haben sie mich letztlich doch bekommen, ich hätte es nie für möglich gehalten, doch es ist ihnen gelungen. Ich weiß nicht, ob und wie ich hier wieder hinaus kommen werde, es ist als befände ich mich in der Schwebe, aktuell weiß ich ja nicht einmal was für eine Tageszeit wir haben? Sollte ich schlafen? Sollte ich wachen? Die wenigen Mahlzeiten, die sie mir jeden Tag bringen reichen kaum, um mich bei Kräften zu halten, die dünnen Decken sind feucht und kalt. Es ist kein schöner Ort, welch Wunder, es ist ja auch ein Gefängnis, doch warum mussten die Menschen immer so altbacken sein? Konnte es kein moderner Freiluftknast sein? Wie konnte es nur so weit kommen? Nie hätte ich gedacht, dass mir ausgerechnet die Kleinigkeiten des Lebens so viel bedeuten würden. Die Freiheit hingehen zu können, wohin es mich beliebt, zu trinken, was meine Kehle verlangt und zu tun, wonach sein Körper sich sehnt. Lügen müsste ich, ja lügen, wenn ich behauptete, dass ich für eine Stunde solcher Freiheit nicht töten würde. Jeden verdammten Kerl, der sich mir in den Weg stellt würde ich für diese Freiheit unter die Erde bringen, doch diese Möglichkeit steht mir nicht offen. So sitze ich in diesem Loch und verzehre mich selbst nach der sanften Liebkosung des Windes auf meiner Haut, der zarten Wärme einer Frau und... einer richtigen Toilette. Seit geraumer Zeit plagt mich ein Husten, werde ich wirklich so einfach dahingerafft? Eine Erkältung tötete den 'großen Keiji'? Nein! Das würden sie nicht zulassen, sie wollen mich mit dieser Behandlung nur brechen, meinen Geist, ebenso wie meinen Körper schwach machen, auf dass ich ihnen meine Geheimnisse offen lege. Doch da haben sich diese Kerle geschnitten, eher krepiere ich, als ihnen alles zu erzählen. Offiziell bin ich ja schon seit Monaten, gar Jahren, tot, sollte ich also nicht zumindest so viel Anstand haben nach dieser Zeit diesen Gedanken Wirklichkeit werden zu lassen? Sollte ich nicht....., nein, ich bin zu jung zum Sterben. Jetzt verstecke ich mich also schon hinter Klischees, wundervoll, ein Shinobi der sich zu Schade ist für seine Ideale sein Leben auszuhauchen, ich weiß wirklich nicht ob ich nun darüber lachen oder weinen soll, dass es sich bei diesem Kerl um mich handelt. Zuvor bin ich wirklich noch nie in die Position gebracht worden über so etwas nachdenken zu müssen, doch nun befindet sich wohl alles an einem Wendepunkt. Wie werde ich mich entscheiden? Kneife ich den Schwanz ein? Werde ich einer dieser Hunde, welche sich und andere verraten, nur um die eigene Haut zu retten, oder sterbe ich wie ein Löwe? Zugegeben, es wäre es ein sehr kränklicher und angeschlagener Löwe, doch es wäre dennoch ein solcher, oder? Das Geräusch kreischenden Eisens schreckt mich aus meinen Gedanken, das Blatt ist fast zu Ende... die Türe öffnet sich, grelles Licht fällt in die Kammer und blendet mich, eine Hand.

Mitsu
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